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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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für Engelbert Maximilian Selin-
ger,
s. d.!

Marck, Ludwig,

Pseud. für Lud-
wig Weber;
s. d.!

Märcker, Friedrich Adolf,

* am 8.
November 1804 zu Eltville im Nas-
sauischen, war 1838-40 Lehrer an
dem Friedrichswerderschen Gymna-
sium in Berlin u. wurde 1842 Profes-
sor und Privatdozent an der Univer-
sität, an der er Vorlesungen über
Philosophie, Rhetorik und Pädago-
gik hielt. Er starb am 26. Juli 1889.

S:

Gedichte, 1828. 2. verm. Aufl. II,
1858. - Julius (Eine Lebensgesch. a.
d. Zeit), 1829. - Alexandrea (Tra-
gische Trilogie: Philippos. - Demo-
sthenes. - Alexander der Große),
1857. - Karl Martell (Tr.), 1858. -
Karl der Große (Tr.), 1861. - Er-
innerungen (Der Ge. 3. Bd.), 1862.
- Eheliche Ermahnungen (nach Plu-
tarchos), 1867. 2. A. 1870. - Schatz-
kästlein der Braut, 1885. - Zur Er-
innerung meinen Freunden (Od. und
Eleg.), 1854. - Sonettenkranz an S.
E. G. R., 1856.

Marco, L.,

Pseud. für Martha
Cohn;
s. d.!

*Marcus, Eli,

psd. Natzohme,
wurde am 26. Jaunar 1854 in Mün-
ster in Westfalen als der Sohn eines
Kaufmanns geboren, besuchte die dor-
tige Elementarschule und Realschule
und dann noch einige Jahre das Jn-
stitut des Professors Heidenheim in
Sondershausen und widmete sich
dann seit 1870 in Bochum dem kauf-
männischen Berufe. Jm Jahre 1872
kehrte er in das väterliche Haus und
Geschäft nach Münster zurück. Nach
seiner Bekanntschaft mit dem Dichter,
Professor Dr. Hermann Landois be-
teiligte er sich mit vielen Beiträgen
an den von diesem herausgegebenen
Sammlungen plattdeutscher Dich-
tungen "Krissbetten un Kassbetten"
und "Sappholt". Mit den Mitglie-
dern der zoologischen Abendgesell-
schaft in Münster, Landois, Pollack,

Mar
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H. Schmitz, Rade, Frdr. Westhoff (geb.
8. Septbr. 1857, gest. 12. Nov. 1896)
verfaßte er eine Anzahl von Theater-
stücken, die seit 1881 zum Besten des
zoologischen Gartens aufgeführt wur-
den, z. B. Madame Limousin oder:
Wi häbt et jä (1888); Schulte Graute
Schlemm oder: Sklaverei und Liebe
oder: Wu krieg wi't up? (1889),
Graf Tucks oder: Cavalleria lusti-
cana,
oder: Spiel di nicht up! (1896),
Mester Tüntelpott oder: De aolle
Wallhiege, oder: Datt wull! (1895),
Söffken von Gievenbieck oder: Ruhig,
Franz! oder: He treckt up de Lieftucht
(1896), Hoppmarjännken od.: Schich-
ten un Dheelen oder: Nu män sinnig
an! (1897), Kirro de Buck, oder: De
Holtwüörmer in China, oder: Dao-
von aff! (1898) und andere. Die
fünf letzten erschienen gesammelt unter
dem Titel: "Niededeutsche Volks-
bühne" (1904). Allein schrieb er

S:


Hiärtens-Fennand, off: Buernsuohn
un Küötterjunge (Lsp.), 1902. - De
graute Kumeet off: Weg met'n Dreck!
(Begiäbenheit nar een aoll Döhnken
torecht klamüsert), 1901. - Lünings
Lena, off: Mien Eeen un Alles. Tru-
rige Hiärtensgesch. tom Dautlachen
(Lsp.), 1902. - Schnippsel vom Wege
des Lebens (Gereimtes und Unge-
reimtes in Hoch un Platt), 1902. -
Düörgemös (Plattd. Riemsels, Ver-
tällsels und Döhnkes), 1903. - Jans
Krax, off: Dat aolle Schamiesken
(Schw), 1903. - Up Bruutschau, off:
Thresken un Bläffken (Koh-Mädchen-
spiel), 1903. 2. A. 1910. - Usse Dölf-
ken, oder: Latienske Buren, oder:
Was kraucht da in dem Busch herum?
(Volksst.), 1905. - He hät sienen Dag,
off: Schnieder un Mürken (P.), 1909.
- Aolle Döhnkes un niee Vertällsels,
ges. u. erz., 1910.

*Marcus, Hugo,

geb. am 6. Juli
1880 in Posen als der Sohn eines
jüdischen Kaufmanns, absolvierte das
Gymnasium und versuchte sich schon
während der Schulzeit auf literari-

*


Mar
[Spaltenumbruch]
für Engelbert Maximilian Selin-
ger,
ſ. d.!

Marck, Ludwig,

Pſeud. für Lud-
wig Weber;
ſ. d.!

Märcker, Friedrich Adolf,

* am 8.
November 1804 zu Eltville im Naſ-
ſauiſchen, war 1838‒40 Lehrer an
dem Friedrichswerderſchen Gymna-
ſium in Berlin u. wurde 1842 Profeſ-
ſor und Privatdozent an der Univer-
ſität, an der er Vorleſungen über
Philoſophie, Rhetorik und Pädago-
gik hielt. Er ſtarb am 26. Juli 1889.

S:

Gedichte, 1828. 2. verm. Aufl. II,
1858. ‒ Julius (Eine Lebensgeſch. a.
d. Zeit), 1829. ‒ Alexandrea (Tra-
giſche Trilogie: Philippos. ‒ Demo-
ſthenes. ‒ Alexander der Große),
1857. ‒ Karl Martell (Tr.), 1858. ‒
Karl der Große (Tr.), 1861. ‒ Er-
innerungen (Der Ge. 3. Bd.), 1862.
‒ Eheliche Ermahnungen (nach Plu-
tarchos), 1867. 2. A. 1870. ‒ Schatz-
käſtlein der Braut, 1885. ‒ Zur Er-
innerung meinen Freunden (Od. und
Eleg.), 1854. ‒ Sonettenkranz an S.
E. G. R., 1856.

Marco, L.,

Pſeud. für Martha
Cohn;
ſ. d.!

*Marcus, Eli,

pſd. Natzohme,
wurde am 26. Jaunar 1854 in Mün-
ſter in Weſtfalen als der Sohn eines
Kaufmanns geboren, beſuchte die dor-
tige Elementarſchule und Realſchule
und dann noch einige Jahre das Jn-
ſtitut des Profeſſors Heidenheim in
Sondershauſen und widmete ſich
dann ſeit 1870 in Bochum dem kauf-
männiſchen Berufe. Jm Jahre 1872
kehrte er in das väterliche Haus und
Geſchäft nach Münſter zurück. Nach
ſeiner Bekanntſchaft mit dem Dichter,
Profeſſor Dr. Hermann Landois be-
teiligte er ſich mit vielen Beiträgen
an den von dieſem herausgegebenen
Sammlungen plattdeutſcher Dich-
tungen „Kriſſbetten un Kaſſbetten‟
und „Sappholt‟. Mit den Mitglie-
dern der zoologiſchen Abendgeſell-
ſchaft in Münſter, Landois, Pollack,

Mar
[Spaltenumbruch]
H. Schmitz, Rade, Frdr. Weſthoff (geb.
8. Septbr. 1857, geſt. 12. Nov. 1896)
verfaßte er eine Anzahl von Theater-
ſtücken, die ſeit 1881 zum Beſten des
zoologiſchen Gartens aufgeführt wur-
den, z. B. Madame Limouſin oder:
Wi häbt et jä (1888); Schulte Graute
Schlemm oder: Sklaverei und Liebe
oder: Wu krieg wi’t up? (1889),
Graf Tucks oder: Cavalleria lusti-
cana,
oder: Spiel di nicht up! (1896),
Meſter Tüntelpott oder: De aolle
Wallhiege, oder: Datt wull! (1895),
Söffken von Gievenbieck oder: Ruhig,
Franz! oder: He treckt up de Lieftucht
(1896), Hoppmarjännken od.: Schich-
ten un Dheelen oder: Nu män ſinnig
an! (1897), Kirro de Buck, oder: De
Holtwüörmer in China, oder: Dao-
von aff! (1898) und andere. Die
fünf letzten erſchienen geſammelt unter
dem Titel: „Niededeutſche Volks-
bühne‟ (1904). Allein ſchrieb er

S:


Hiärtens-Fennand, off: Buernſuohn
un Küötterjunge (Lſp.), 1902. ‒ De
graute Kumeet off: Weg met’n Dreck!
(Begiäbenheit nar een aoll Döhnken
torecht klamüſert), 1901. ‒ Lünings
Lena, off: Mien Eeen un Alles. Tru-
rige Hiärtensgeſch. tom Dautlachen
(Lſp.), 1902. ‒ Schnippſel vom Wege
des Lebens (Gereimtes und Unge-
reimtes in Hoch un Platt), 1902. ‒
Düörgemös (Plattd. Riemſels, Ver-
tällſels und Döhnkes), 1903. ‒ Jans
Krax, off: Dat aolle Schamiesken
(Schw), 1903. ‒ Up Bruutſchau, off:
Thresken un Bläffken (Koh-Mädchen-
ſpiel), 1903. 2. A. 1910. ‒ Uſſe Dölf-
ken, oder: Latienske Buren, oder:
Was kraucht da in dem Buſch herum?
(Volksſt.), 1905. ‒ He hät ſienen Dag,
off: Schnieder un Mürken (P.), 1909.
‒ Aolle Döhnkes un niee Vertällſels,
geſ. u. erz., 1910.

*Marcus, Hugo,

geb. am 6. Juli
1880 in Poſen als der Sohn eines
jüdiſchen Kaufmanns, abſolvierte das
Gymnaſium und verſuchte ſich ſchon
während der Schulzeit auf literari-

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[367/0371] Mar Mar für Engelbert Maximilian Selin- ger, ſ. d.! Marck, Ludwig, Pſeud. für Lud- wig Weber; ſ. d.! Märcker, Friedrich Adolf, * am 8. November 1804 zu Eltville im Naſ- ſauiſchen, war 1838‒40 Lehrer an dem Friedrichswerderſchen Gymna- ſium in Berlin u. wurde 1842 Profeſ- ſor und Privatdozent an der Univer- ſität, an der er Vorleſungen über Philoſophie, Rhetorik und Pädago- gik hielt. Er ſtarb am 26. Juli 1889. S: Gedichte, 1828. 2. verm. Aufl. II, 1858. ‒ Julius (Eine Lebensgeſch. a. d. Zeit), 1829. ‒ Alexandrea (Tra- giſche Trilogie: Philippos. ‒ Demo- ſthenes. ‒ Alexander der Große), 1857. ‒ Karl Martell (Tr.), 1858. ‒ Karl der Große (Tr.), 1861. ‒ Er- innerungen (Der Ge. 3. Bd.), 1862. ‒ Eheliche Ermahnungen (nach Plu- tarchos), 1867. 2. A. 1870. ‒ Schatz- käſtlein der Braut, 1885. ‒ Zur Er- innerung meinen Freunden (Od. und Eleg.), 1854. ‒ Sonettenkranz an S. E. G. R., 1856. Marco, L., Pſeud. für Martha Cohn; ſ. d.! *Marcus, Eli, pſd. Natzohme, wurde am 26. Jaunar 1854 in Mün- ſter in Weſtfalen als der Sohn eines Kaufmanns geboren, beſuchte die dor- tige Elementarſchule und Realſchule und dann noch einige Jahre das Jn- ſtitut des Profeſſors Heidenheim in Sondershauſen und widmete ſich dann ſeit 1870 in Bochum dem kauf- männiſchen Berufe. Jm Jahre 1872 kehrte er in das väterliche Haus und Geſchäft nach Münſter zurück. Nach ſeiner Bekanntſchaft mit dem Dichter, Profeſſor Dr. Hermann Landois be- teiligte er ſich mit vielen Beiträgen an den von dieſem herausgegebenen Sammlungen plattdeutſcher Dich- tungen „Kriſſbetten un Kaſſbetten‟ und „Sappholt‟. Mit den Mitglie- dern der zoologiſchen Abendgeſell- ſchaft in Münſter, Landois, Pollack, H. Schmitz, Rade, Frdr. Weſthoff (geb. 8. Septbr. 1857, geſt. 12. Nov. 1896) verfaßte er eine Anzahl von Theater- ſtücken, die ſeit 1881 zum Beſten des zoologiſchen Gartens aufgeführt wur- den, z. B. Madame Limouſin oder: Wi häbt et jä (1888); Schulte Graute Schlemm oder: Sklaverei und Liebe oder: Wu krieg wi’t up? (1889), Graf Tucks oder: Cavalleria lusti- cana, oder: Spiel di nicht up! (1896), Meſter Tüntelpott oder: De aolle Wallhiege, oder: Datt wull! (1895), Söffken von Gievenbieck oder: Ruhig, Franz! oder: He treckt up de Lieftucht (1896), Hoppmarjännken od.: Schich- ten un Dheelen oder: Nu män ſinnig an! (1897), Kirro de Buck, oder: De Holtwüörmer in China, oder: Dao- von aff! (1898) und andere. Die fünf letzten erſchienen geſammelt unter dem Titel: „Niededeutſche Volks- bühne‟ (1904). Allein ſchrieb er S: Hiärtens-Fennand, off: Buernſuohn un Küötterjunge (Lſp.), 1902. ‒ De graute Kumeet off: Weg met’n Dreck! (Begiäbenheit nar een aoll Döhnken torecht klamüſert), 1901. ‒ Lünings Lena, off: Mien Eeen un Alles. Tru- rige Hiärtensgeſch. tom Dautlachen (Lſp.), 1902. ‒ Schnippſel vom Wege des Lebens (Gereimtes und Unge- reimtes in Hoch un Platt), 1902. ‒ Düörgemös (Plattd. Riemſels, Ver- tällſels und Döhnkes), 1903. ‒ Jans Krax, off: Dat aolle Schamiesken (Schw), 1903. ‒ Up Bruutſchau, off: Thresken un Bläffken (Koh-Mädchen- ſpiel), 1903. 2. A. 1910. ‒ Uſſe Dölf- ken, oder: Latienske Buren, oder: Was kraucht da in dem Buſch herum? (Volksſt.), 1905. ‒ He hät ſienen Dag, off: Schnieder un Mürken (P.), 1909. ‒ Aolle Döhnkes un niee Vertällſels, geſ. u. erz., 1910. *Marcus, Hugo, geb. am 6. Juli 1880 in Poſen als der Sohn eines jüdiſchen Kaufmanns, abſolvierte das Gymnaſium und verſuchte ſich ſchon während der Schulzeit auf literari- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 367. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/371>, abgerufen am 27.03.2019.