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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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bot ihm der Pester Buchhändler
Heckenast die Stelle des zweiten Re-
dakteurs bei der "Pester Zeitung" an,
welche M. gern annahm. Beim Vor-
rücken der Jnsurgenten gegen Pest
verließ er (1849) die Stadt und ging
nach Wien, folgte dann der kaiser-
lichen Armee auf die Jnsel Schütt,
wurde aber in Preßburg, wo er sich
gerade aufhielt, von der Cholera be-
fallen und starb am 30. Mai 1849.

S:

Geschichte des Ostens; VII, 1847
bis 1850 [Jnhalt: Attila (R.). - Su-
lamith (R.). - Jenseit der Wälder
(Siebenbürg. Erzählgn.)]. - Poetische
Kreuzzüge im Sachsenlande v. Josi
[pseud., Ge.], 1847.

Marlitt, E.,

Pseud. für Eugenie
John;
s. d.!

Marlo,

Pseud. für Karl Edmund
Langer; s. d.!

Marlow, F.,

Psd. für L. Wolf-
ram;
s. d.!

Maroicic di Madonna del
Monte,
Ambros Freiherr von,


siehe Ambrosdel Monte!

*Marpurg, Karl Friedrich Otto,


geb. am 20. Juni 1843 in Königs-
lutter am Elm (Braunschweig), be-
suchte die dortige Bürgerschule, seit
1857 das Gymnasium Martineum in
Braunschweig und studierte seit 1863
in Göttingen und Berlin besonders
neuere Philologie. Danach war er
einige Jahre in Görlitz u. Nordhau-
sen als Redakteur tätig u. ging dar-
auf nach Köthen, wo er erst Sekretär,
dann Bibliothekar des höheren tech-
nischen Jnstituts war und jetzt als
Pensionär sich als Schriftsteller und
Übersetzer betätigt.

S:

Geld, oder:
Eine Millionen-Erbschaft (Lsp. nach
Bulwers "Money"), 1894. - Toll-
köpfchen (Volksst. mit Ges., mit Pau-
line Marpurg), 1899. - Festspiel zur
Einweihung des neuen Studien-Ge-
bäudes für das Höhere Technische
Jnstitut zu Köthen, 1897. - Allerlei
aus guten u. bösen Tagen (Ge.), 1902.

Mar
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*Marquardt, Angelika von,

psd.
M. Angely, wurde am 28. Juli
1849 zu Schweidnitz in Schlesien ge-
boren, wo ihr Vater als Hauptmann
in Garnison stand, kam mit letzterem
1851 nach Sagan und erhielt hier
ihren ersten Unterricht. Jm Jahre
1857 siedelte die Familie nach Bres-
lau über und blieb hier auch wohnen,
nachdem der Vater, der 1861 in den
erblichen Adelstand erhoben worden,
als General seinen Abschied genom-
men hatte. Der Tochter Wunsch und
Ziel war von früher Jugend an ge-
wesen, sich dem Lehrfach und literari-
scher Tätigkeit widmen zu dürfen.
Sie legte daher 1867 das Gouver-
nanten-Examen ab, wurde aber schon
1875 durch schwere Krankheit ge-
zwungen, das Unterrichten für immer
aufzugeben. Mit doppeltem Eifer gab
sie sich nun, sobald dies möglich war,
dem Studium der modernen Spra-
chen hin und konzentrierte ihre Kraft
mehr auf literarische Arbeiten, von
denen die meisten seither in Zeit-
schriften erschienen sind.

S:

Gedichte,
1875. - Die Königswaldes (R.), 1882.

Marriot, Emil,

Pseudon. für
Emilie Mataja; s. d.!

*Marschall, Emma,

pseud. E. L.
von der Au, wurde am 14. Oktbr.
1870 in Naumburg an der Saale ge-
boren, zur Zeit, als ihr Vater, ein
höherer Postbeamter, zur Leitung der
Feldpost in den Krieg nach Frank-
reich gezogen war. Als dreijähriges
Kind kam sie mit den Eltern nach
Arnsberg, und in dieser Perle West-
falens verlebte sie ihre ganze Kind-
heit u. empfing sie unter Leitung ihrer
hochgebildeten Eltern ihre Erziehung
und Ausbildung. Mit dem Eintritt
in das Alter, welches das gesellschaft-
liche Leben eröffnet, wurde ihr Vater
nach Metz versetzt, u. hier erhielt denn
ihr Gedankengang eine ganz entgegen-
gesetzte Richtung als in der roman-
tischen Kleinstadt. Später wurde die
Familie an d. Rhein versetzt. Schwere

*


Mar
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Seite betrachten. Jm Oktober 1848
bot ihm der Peſter Buchhändler
Heckenaſt die Stelle des zweiten Re-
dakteurs bei der „Peſter Zeitung‟ an,
welche M. gern annahm. Beim Vor-
rücken der Jnſurgenten gegen Peſt
verließ er (1849) die Stadt und ging
nach Wien, folgte dann der kaiſer-
lichen Armee auf die Jnſel Schütt,
wurde aber in Preßburg, wo er ſich
gerade aufhielt, von der Cholera be-
fallen und ſtarb am 30. Mai 1849.

S:

Geſchichte des Oſtens; VII, 1847
bis 1850 [Jnhalt: Attila (R.). ‒ Su-
lamith (R.). ‒ Jenſeit der Wälder
(Siebenbürg. Erzählgn.)]. ‒ Poetiſche
Kreuzzüge im Sachſenlande v. Joſi
[pſeud., Ge.], 1847.

Marlitt, E.,

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John;
ſ. d.!

Marlo,

Pſeud. für Karl Edmund
Langer; ſ. d.!

Marlow, F.,

Pſd. für L. Wolf-
ram;
ſ. d.!

Maroičič di Madonna del
Monte,
Ambros Freiherr von,


ſiehe Ambrosdel Monte!

*Marpurg, Karl Friedrich Otto,


geb. am 20. Juni 1843 in Königs-
lutter am Elm (Braunſchweig), be-
ſuchte die dortige Bürgerſchule, ſeit
1857 das Gymnaſium Martineum in
Braunſchweig und ſtudierte ſeit 1863
in Göttingen und Berlin beſonders
neuere Philologie. Danach war er
einige Jahre in Görlitz u. Nordhau-
ſen als Redakteur tätig u. ging dar-
auf nach Köthen, wo er erſt Sekretär,
dann Bibliothekar des höheren tech-
niſchen Jnſtituts war und jetzt als
Penſionär ſich als Schriftſteller und
Überſetzer betätigt.

S:

Geld, oder:
Eine Millionen-Erbſchaft (Lſp. nach
Bulwers „Money‟), 1894. ‒ Toll-
köpfchen (Volksſt. mit Geſ., mit Pau-
line Marpurg), 1899. ‒ Feſtſpiel zur
Einweihung des neuen Studien-Ge-
bäudes für das Höhere Techniſche
Jnſtitut zu Köthen, 1897. ‒ Allerlei
aus guten u. böſen Tagen (Ge.), 1902.

Mar
[Spaltenumbruch]
*Marquardt, Angelika von,

pſd.
M. Angely, wurde am 28. Juli
1849 zu Schweidnitz in Schleſien ge-
boren, wo ihr Vater als Hauptmann
in Garniſon ſtand, kam mit letzterem
1851 nach Sagan und erhielt hier
ihren erſten Unterricht. Jm Jahre
1857 ſiedelte die Familie nach Bres-
lau über und blieb hier auch wohnen,
nachdem der Vater, der 1861 in den
erblichen Adelſtand erhoben worden,
als General ſeinen Abſchied genom-
men hatte. Der Tochter Wunſch und
Ziel war von früher Jugend an ge-
weſen, ſich dem Lehrfach und literari-
ſcher Tätigkeit widmen zu dürfen.
Sie legte daher 1867 das Gouver-
nanten-Examen ab, wurde aber ſchon
1875 durch ſchwere Krankheit ge-
zwungen, das Unterrichten für immer
aufzugeben. Mit doppeltem Eifer gab
ſie ſich nun, ſobald dies möglich war,
dem Studium der modernen Spra-
chen hin und konzentrierte ihre Kraft
mehr auf literariſche Arbeiten, von
denen die meiſten ſeither in Zeit-
ſchriften erſchienen ſind.

S:

Gedichte,
1875. ‒ Die Königswaldes (R.), 1882.

Marriot, Emil,

Pſeudon. für
Emilie Mataja; ſ. d.!

*Marſchall, Emma,

pſeud. E. L.
von der Au, wurde am 14. Oktbr.
1870 in Naumburg an der Saale ge-
boren, zur Zeit, als ihr Vater, ein
höherer Poſtbeamter, zur Leitung der
Feldpoſt in den Krieg nach Frank-
reich gezogen war. Als dreijähriges
Kind kam ſie mit den Eltern nach
Arnsberg, und in dieſer Perle Weſt-
falens verlebte ſie ihre ganze Kind-
heit u. empfing ſie unter Leitung ihrer
hochgebildeten Eltern ihre Erziehung
und Ausbildung. Mit dem Eintritt
in das Alter, welches das geſellſchaft-
liche Leben eröffnet, wurde ihr Vater
nach Metz verſetzt, u. hier erhielt denn
ihr Gedankengang eine ganz entgegen-
geſetzte Richtung als in der roman-
tiſchen Kleinſtadt. Später wurde die
Familie an d. Rhein verſetzt. Schwere

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[373/0377] Mar Mar Seite betrachten. Jm Oktober 1848 bot ihm der Peſter Buchhändler Heckenaſt die Stelle des zweiten Re- dakteurs bei der „Peſter Zeitung‟ an, welche M. gern annahm. Beim Vor- rücken der Jnſurgenten gegen Peſt verließ er (1849) die Stadt und ging nach Wien, folgte dann der kaiſer- lichen Armee auf die Jnſel Schütt, wurde aber in Preßburg, wo er ſich gerade aufhielt, von der Cholera be- fallen und ſtarb am 30. Mai 1849. S: Geſchichte des Oſtens; VII, 1847 bis 1850 [Jnhalt: Attila (R.). ‒ Su- lamith (R.). ‒ Jenſeit der Wälder (Siebenbürg. Erzählgn.)]. ‒ Poetiſche Kreuzzüge im Sachſenlande v. Joſi [pſeud., Ge.], 1847. Marlitt, E., Pſeud. für Eugenie John; ſ. d.! Marlo, Pſeud. für Karl Edmund Langer; ſ. d.! Marlow, F., Pſd. für L. Wolf- ram; ſ. d.! Maroičič di Madonna del Monte, Ambros Freiherr von, ſiehe Ambrosdel Monte! *Marpurg, Karl Friedrich Otto, geb. am 20. Juni 1843 in Königs- lutter am Elm (Braunſchweig), be- ſuchte die dortige Bürgerſchule, ſeit 1857 das Gymnaſium Martineum in Braunſchweig und ſtudierte ſeit 1863 in Göttingen und Berlin beſonders neuere Philologie. Danach war er einige Jahre in Görlitz u. Nordhau- ſen als Redakteur tätig u. ging dar- auf nach Köthen, wo er erſt Sekretär, dann Bibliothekar des höheren tech- niſchen Jnſtituts war und jetzt als Penſionär ſich als Schriftſteller und Überſetzer betätigt. S: Geld, oder: Eine Millionen-Erbſchaft (Lſp. nach Bulwers „Money‟), 1894. ‒ Toll- köpfchen (Volksſt. mit Geſ., mit Pau- line Marpurg), 1899. ‒ Feſtſpiel zur Einweihung des neuen Studien-Ge- bäudes für das Höhere Techniſche Jnſtitut zu Köthen, 1897. ‒ Allerlei aus guten u. böſen Tagen (Ge.), 1902. *Marquardt, Angelika von, pſd. M. Angely, wurde am 28. Juli 1849 zu Schweidnitz in Schleſien ge- boren, wo ihr Vater als Hauptmann in Garniſon ſtand, kam mit letzterem 1851 nach Sagan und erhielt hier ihren erſten Unterricht. Jm Jahre 1857 ſiedelte die Familie nach Bres- lau über und blieb hier auch wohnen, nachdem der Vater, der 1861 in den erblichen Adelſtand erhoben worden, als General ſeinen Abſchied genom- men hatte. Der Tochter Wunſch und Ziel war von früher Jugend an ge- weſen, ſich dem Lehrfach und literari- ſcher Tätigkeit widmen zu dürfen. Sie legte daher 1867 das Gouver- nanten-Examen ab, wurde aber ſchon 1875 durch ſchwere Krankheit ge- zwungen, das Unterrichten für immer aufzugeben. Mit doppeltem Eifer gab ſie ſich nun, ſobald dies möglich war, dem Studium der modernen Spra- chen hin und konzentrierte ihre Kraft mehr auf literariſche Arbeiten, von denen die meiſten ſeither in Zeit- ſchriften erſchienen ſind. S: Gedichte, 1875. ‒ Die Königswaldes (R.), 1882. Marriot, Emil, Pſeudon. für Emilie Mataja; ſ. d.! *Marſchall, Emma, pſeud. E. L. von der Au, wurde am 14. Oktbr. 1870 in Naumburg an der Saale ge- boren, zur Zeit, als ihr Vater, ein höherer Poſtbeamter, zur Leitung der Feldpoſt in den Krieg nach Frank- reich gezogen war. Als dreijähriges Kind kam ſie mit den Eltern nach Arnsberg, und in dieſer Perle Weſt- falens verlebte ſie ihre ganze Kind- heit u. empfing ſie unter Leitung ihrer hochgebildeten Eltern ihre Erziehung und Ausbildung. Mit dem Eintritt in das Alter, welches das geſellſchaft- liche Leben eröffnet, wurde ihr Vater nach Metz verſetzt, u. hier erhielt denn ihr Gedankengang eine ganz entgegen- geſetzte Richtung als in der roman- tiſchen Kleinſtadt. Später wurde die Familie an d. Rhein verſetzt. Schwere *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 373. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/377>, abgerufen am 26.03.2019.