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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mar
ralftab als Hauptmann ein. Als am
5. Januar 1849 Windischgrätz in Pest
einrückte, stellte sich ihm M. freiwillig,
unternahm nach beendigter kriegs-
rechtlicher Untersuchung eine Reise
nach Jtalien und verlebte den Win-
ter von 1849 auf 1850 literarisch be-
schäftigt in Wien. Jm Frühling 1850
siedelte er nach Prag über, wo er eine
Stelle im Redaktions-Bureau des
"Konstitutionellen Blattes" über-
nahm; dann redegierte er von 1853
bis 1866 die amtliche "Grazer Zei-
tung" und trat am 1. Januar 1867
in das Preßbureau des Staatsmini-
steriums in Wien ein. Später lebte er
als Redakteur des "Fremdenblattes"
in Baden bei Wien und starb daselbst
am 22. Juni 1885.

S:

Bilder aus
dem Honvedleben, 1851. - Pflanzer
und Soldat (Bilder und Geschn. a. d.
Banat); II, 1854. - Stilleben eines
Grenzoffiziers. 1854. - Vor hundert
Jahren (Lebens- und Sittenbild); II,
1864.

*Martini, Selma,

psd. Martin
Bauer,
wurde am 8. Oktbr. 1853
als die zweite u. jüngste Tochter des
fürstlichen Dämonenpächters Theodor
Bauer zu Rohow im Kreise Ratibor
in Oberschlesien geboren u. verheira-
tete sich im Alter von 21 Jahren mit
dem damaligen Gutspächter Felix
Martini. Die Ehe war keine recht
glückliche u. wurde durch den frühen
Tod des Gatten bald gelöst. Die
Witwe widmete in der Folge ihre
Zeit teils der Erziehung ihres ein-
zigen Sohnes, teils der Schriftstelle-
rei. Sie hatte ihren Wohnsitz bis zum
Herbst 1894 in Groß-Strelitz, lebt
seitdem aber in Breslau.

S:

Unter
Rosen (R.), 1885. - Enid (R.); II,
1887. - Herzensirren (R.); II, 1889.
- Die Schloßfrau von Jldenau (R.),
1890. - Erika (R.), 1892. - Gerdas
Heirat (R.); II, 1892. - Um den
Namen (R.); II, 1892. - Malchow
(Roman), 1895. - Ein Blondomane.
Junge Liebe (Nn.), 1897. - Um Glück
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Mar
und Leben (R.); II, 1897. - Die
Rechte (R.); II, 1898. - Zug um Zug
(Ein Lebensbild), 1900. - Evelyn's
Lehrjahre! (R.); II, 1901. - Wahre
Schönheit (R.), 1907.

Martins, Martha,

pseudon. M.
Frohmut, wurde am 28. Oktober
1868 in Roggendorf bei Gadebusch
(Mecklenburg-Schwerin) geboren, wo
ihr Vater Wilhelm Köhler damals
Pfarrer war, der dann später als
erster Pfarrer an der St. Paulskirche
in Schwerin bis 1898 wirkte. Sie ver-
heiratete sich 1891 mit Paul M., zwei-
tem Prediger an der St. Paulskirche
daselbst und begann 1893 ihre schrift-
stellerische Tätigkeit.

S:

Joseph und
seine Brüder (Bibl. Schsp.), 1894. -
David (Bibl. Schsp.), 1894. - Aus
Trudchens Kinderjahren (En.), 1894.
- Daheim und draußen (Aus Trud-
chens Schuljahren, großen u. kleinen
Kindern erzählt), 1896. - Erika (E.),
1896. - Die Kinder vom Walde (En.),
1897. - Bergwaldsweben (Sk. u. M.),
1900. - Holdchens und Goldchens
Weihnachtsfahrt (Orig.-M.), 1900.

Martinus,

Pseud. für Martin
Meyer;
s. d.!

*Marx, Friedrich

wurde am 20.
September 1830 zu Steinfeld, einem
Marktflecken in Oberkärnten geboren,
wo sein Vater Verwalter einer Eisen-
gewerkschaft gewesen, erhielt seine
erste Schulbildung in Klagenfurt,
dann auf dem Gymnasium zu Laibach
u. sollte auf den Wunsch seiner Eltern
die Studienlaufbahn einschlagen. Er
trat indessen im April 1849 bei dem
Kärntner Jnf.-Reg. Nr. 7 als Kadett
in die Armee ein und rückte bald zum
Offizier vor. Ein häufiger Garnison-
wechsel machte ihm das Leben an-
genehm. Jn Mailand lernte M. den
General und Dichter M. v. Marsano
kennen, der ihm bei seinem poetischen
Schaffen mit freundschaftlichem Rate
zur Seite stand. Die Jahre 1858 und
1859 verbrachte M., der bereits 1857
zum Oberleutnant befördert war, zu

*


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Mar
ralftab als Hauptmann ein. Als am
5. Januar 1849 Windiſchgrätz in Peſt
einrückte, ſtellte ſich ihm M. freiwillig,
unternahm nach beendigter kriegs-
rechtlicher Unterſuchung eine Reiſe
nach Jtalien und verlebte den Win-
ter von 1849 auf 1850 literariſch be-
ſchäftigt in Wien. Jm Frühling 1850
ſiedelte er nach Prag über, wo er eine
Stelle im Redaktions-Bureau des
„Konſtitutionellen Blattes‟ über-
nahm; dann redegierte er von 1853
bis 1866 die amtliche „Grazer Zei-
tung‟ und trat am 1. Januar 1867
in das Preßbureau des Staatsmini-
ſteriums in Wien ein. Später lebte er
als Redakteur des „Fremdenblattes‟
in Baden bei Wien und ſtarb daſelbſt
am 22. Juni 1885.

S:

Bilder aus
dem Honvédleben, 1851. ‒ Pflanzer
und Soldat (Bilder und Geſchn. a. d.
Banat); II, 1854. ‒ Stilleben eines
Grenzoffiziers. 1854. ‒ Vor hundert
Jahren (Lebens- und Sittenbild); II,
1864.

*Martini, Selma,

pſd. Martin
Bauer,
wurde am 8. Oktbr. 1853
als die zweite u. jüngſte Tochter des
fürſtlichen Dämonenpächters Theodor
Bauer zu Rohow im Kreiſe Ratibor
in Oberſchleſien geboren u. verheira-
tete ſich im Alter von 21 Jahren mit
dem damaligen Gutspächter Felix
Martini. Die Ehe war keine recht
glückliche u. wurde durch den frühen
Tod des Gatten bald gelöſt. Die
Witwe widmete in der Folge ihre
Zeit teils der Erziehung ihres ein-
zigen Sohnes, teils der Schriftſtelle-
rei. Sie hatte ihren Wohnſitz bis zum
Herbſt 1894 in Groß-Strelitz, lebt
ſeitdem aber in Breslau.

S:

Unter
Roſen (R.), 1885. ‒ Enid (R.); II,
1887. ‒ Herzensirren (R.); II, 1889.
‒ Die Schloßfrau von Jldenau (R.),
1890. ‒ Erika (R.), 1892. ‒ Gerdas
Heirat (R.); II, 1892. ‒ Um den
Namen (R.); II, 1892. ‒ Malchow
(Roman), 1895. ‒ Ein Blondomane.
Junge Liebe (Nn.), 1897. ‒ Um Glück
[Spaltenumbruch]

Mar
und Leben (R.); II, 1897. ‒ Die
Rechte (R.); II, 1898. ‒ Zug um Zug
(Ein Lebensbild), 1900. ‒ Evelyn’s
Lehrjahre! (R.); II, 1901. ‒ Wahre
Schönheit (R.), 1907.

Martins, Martha,

pſeudon. M.
Frohmut, wurde am 28. Oktober
1868 in Roggendorf bei Gadebuſch
(Mecklenburg-Schwerin) geboren, wo
ihr Vater Wilhelm Köhler damals
Pfarrer war, der dann ſpäter als
erſter Pfarrer an der St. Paulskirche
in Schwerin bis 1898 wirkte. Sie ver-
heiratete ſich 1891 mit Paul M., zwei-
tem Prediger an der St. Paulskirche
daſelbſt und begann 1893 ihre ſchrift-
ſtelleriſche Tätigkeit.

S:

Joſeph und
ſeine Brüder (Bibl. Schſp.), 1894. ‒
David (Bibl. Schſp.), 1894. ‒ Aus
Trudchens Kinderjahren (En.), 1894.
‒ Daheim und draußen (Aus Trud-
chens Schuljahren, großen u. kleinen
Kindern erzählt), 1896. ‒ Erika (E.),
1896. ‒ Die Kinder vom Walde (En.),
1897. ‒ Bergwaldsweben (Sk. u. M.),
1900. ‒ Holdchens und Goldchens
Weihnachtsfahrt (Orig.-M.), 1900.

Martinus,

Pſeud. für Martin
Meyer;
ſ. d.!

*Marx, Friedrich

wurde am 20.
September 1830 zu Steinfeld, einem
Marktflecken in Oberkärnten geboren,
wo ſein Vater Verwalter einer Eiſen-
gewerkſchaft geweſen, erhielt ſeine
erſte Schulbildung in Klagenfurt,
dann auf dem Gymnaſium zu Laibach
u. ſollte auf den Wunſch ſeiner Eltern
die Studienlaufbahn einſchlagen. Er
trat indeſſen im April 1849 bei dem
Kärntner Jnf.-Reg. Nr. 7 als Kadett
in die Armee ein und rückte bald zum
Offizier vor. Ein häufiger Garniſon-
wechſel machte ihm das Leben an-
genehm. Jn Mailand lernte M. den
General und Dichter M. v. Marſano
kennen, der ihm bei ſeinem poetiſchen
Schaffen mit freundſchaftlichem Rate
zur Seite ſtand. Die Jahre 1858 und
1859 verbrachte M., der bereits 1857
zum Oberleutnant befördert war, zu

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[379/0383] Mar Mar ralftab als Hauptmann ein. Als am 5. Januar 1849 Windiſchgrätz in Peſt einrückte, ſtellte ſich ihm M. freiwillig, unternahm nach beendigter kriegs- rechtlicher Unterſuchung eine Reiſe nach Jtalien und verlebte den Win- ter von 1849 auf 1850 literariſch be- ſchäftigt in Wien. Jm Frühling 1850 ſiedelte er nach Prag über, wo er eine Stelle im Redaktions-Bureau des „Konſtitutionellen Blattes‟ über- nahm; dann redegierte er von 1853 bis 1866 die amtliche „Grazer Zei- tung‟ und trat am 1. Januar 1867 in das Preßbureau des Staatsmini- ſteriums in Wien ein. Später lebte er als Redakteur des „Fremdenblattes‟ in Baden bei Wien und ſtarb daſelbſt am 22. Juni 1885. S: Bilder aus dem Honvédleben, 1851. ‒ Pflanzer und Soldat (Bilder und Geſchn. a. d. Banat); II, 1854. ‒ Stilleben eines Grenzoffiziers. 1854. ‒ Vor hundert Jahren (Lebens- und Sittenbild); II, 1864. *Martini, Selma, pſd. Martin Bauer, wurde am 8. Oktbr. 1853 als die zweite u. jüngſte Tochter des fürſtlichen Dämonenpächters Theodor Bauer zu Rohow im Kreiſe Ratibor in Oberſchleſien geboren u. verheira- tete ſich im Alter von 21 Jahren mit dem damaligen Gutspächter Felix Martini. Die Ehe war keine recht glückliche u. wurde durch den frühen Tod des Gatten bald gelöſt. Die Witwe widmete in der Folge ihre Zeit teils der Erziehung ihres ein- zigen Sohnes, teils der Schriftſtelle- rei. Sie hatte ihren Wohnſitz bis zum Herbſt 1894 in Groß-Strelitz, lebt ſeitdem aber in Breslau. S: Unter Roſen (R.), 1885. ‒ Enid (R.); II, 1887. ‒ Herzensirren (R.); II, 1889. ‒ Die Schloßfrau von Jldenau (R.), 1890. ‒ Erika (R.), 1892. ‒ Gerdas Heirat (R.); II, 1892. ‒ Um den Namen (R.); II, 1892. ‒ Malchow (Roman), 1895. ‒ Ein Blondomane. Junge Liebe (Nn.), 1897. ‒ Um Glück und Leben (R.); II, 1897. ‒ Die Rechte (R.); II, 1898. ‒ Zug um Zug (Ein Lebensbild), 1900. ‒ Evelyn’s Lehrjahre! (R.); II, 1901. ‒ Wahre Schönheit (R.), 1907. Martins, Martha, pſeudon. M. Frohmut, wurde am 28. Oktober 1868 in Roggendorf bei Gadebuſch (Mecklenburg-Schwerin) geboren, wo ihr Vater Wilhelm Köhler damals Pfarrer war, der dann ſpäter als erſter Pfarrer an der St. Paulskirche in Schwerin bis 1898 wirkte. Sie ver- heiratete ſich 1891 mit Paul M., zwei- tem Prediger an der St. Paulskirche daſelbſt und begann 1893 ihre ſchrift- ſtelleriſche Tätigkeit. S: Joſeph und ſeine Brüder (Bibl. Schſp.), 1894. ‒ David (Bibl. Schſp.), 1894. ‒ Aus Trudchens Kinderjahren (En.), 1894. ‒ Daheim und draußen (Aus Trud- chens Schuljahren, großen u. kleinen Kindern erzählt), 1896. ‒ Erika (E.), 1896. ‒ Die Kinder vom Walde (En.), 1897. ‒ Bergwaldsweben (Sk. u. M.), 1900. ‒ Holdchens und Goldchens Weihnachtsfahrt (Orig.-M.), 1900. Martinus, Pſeud. für Martin Meyer; ſ. d.! *Marx, Friedrich wurde am 20. September 1830 zu Steinfeld, einem Marktflecken in Oberkärnten geboren, wo ſein Vater Verwalter einer Eiſen- gewerkſchaft geweſen, erhielt ſeine erſte Schulbildung in Klagenfurt, dann auf dem Gymnaſium zu Laibach u. ſollte auf den Wunſch ſeiner Eltern die Studienlaufbahn einſchlagen. Er trat indeſſen im April 1849 bei dem Kärntner Jnf.-Reg. Nr. 7 als Kadett in die Armee ein und rückte bald zum Offizier vor. Ein häufiger Garniſon- wechſel machte ihm das Leben an- genehm. Jn Mailand lernte M. den General und Dichter M. v. Marſano kennen, der ihm bei ſeinem poetiſchen Schaffen mit freundſchaftlichem Rate zur Seite ſtand. Die Jahre 1858 und 1859 verbrachte M., der bereits 1857 zum Oberleutnant befördert war, zu *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 379. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/383>, abgerufen am 26.03.2019.