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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mat
fand in der Friedhofshalle am Fuße
des Stanserhorns die letzte Ruhe-
stätte.

S:

Aus jungen Tagen (Ge.),
1896.

Matt, Hans von,

der jüngere, geb.
am 3. Januar 1869 in Stans in der
Schweiz, lebt als Buchhändler daselbst
und redigiert die "Schweizerische
Rundschau" und das "Nidwaldener
Volksblatt".

S:

Fabiola (Dr.), 1902.

Matthaey, Heinrich,

geboren zu
Bremen am 17. Februar 1808, lebte
in der Mitte der fünfziger Jahre zu
Loschwitz bei Dresden.

S:

Deutsche
Lieder, Winterthur 1847.

*Matthes, Alfons Alexander
Joseph,

geb. am 18. März 1867 zu
Ober-Glogau in Oberschlesien, aus
einfacher bürgerlicher Familie, be-
suchte seit 1877 das Gymnasium in
Leobschütz, woselbst 1883 auch seine
Eltern ihren Wohnsitz nahmen und
studierte 1885-89 in München, Heidel-
berg und Berlin Jura u. Kameralia,
betrieb nebenher aber mit Vorliebe
auch philosophische, literatur- und
kunstgeschichtliche Studien. Um sich
endlich ganz den höheren Aufgaben
der Zeit in wissenschaftlicher For-
schung und dichterischer Produktion
widmen zu können, entsagte er 1889
seinem Berufe und lebt er seitdem
seinen Studien und Arbeiten in Ber-
lin, gründete auch hier (1907) einen
eigenen Buchverlag ("Humanitas").
Außer einigen philosophischen Wer-
ken, von denen besonders "Das Ur-
bild Christi (Lehre, Charakter, Leben
und Nachwirkung bis in die Gegen-
wart, 1897)" hervorzuheben ist, ver-
öffentlichte er

S:

Diotima (3 Bücher
der Liebe. R.). 1891. - Arnold Böck-
lin; II, 1903 (Jnhalt: I. Einführung
in das Verständnis seiner Kunstweise.
- II. 50 Lieder zu seinen Bildern). -
Mignon, Goethes Herz (Ein Seelen-
aufschluß), 1900. - Vor der Sixtini-
schen Madonna (Gesch. e. jungen Ehe),
1904. - Jung-Goethe 1761 (Dram.
Lebensbild), 2. A. 1911.

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Mat
*Matthes, Adolf Eduard Franz,


geb. am 6. Mai 1838 zu Sommerfeld
in der Mark Brandenburg als der
Sohn eines Lehrers, besuchte bis zu
seinem 14. Jahre die dortige Schule
u. dann das Gymnasium zu Sorau,
worauf er nach Erlangung des Mili-
tär-Berechtigungsscheines sich 1854
bis 1855 als Maurer dem Baufache
widmete. Als er Geselle geworden,
kehrte er in Lauban zu den Gymna-
sialstudien zurück und ging 1858 nach
Münster in Westfalen, um Philologie
zu studieren. Dieser Plan wurde ver-
eitelt durch das Angebot, einen Posten
als Berichterstatter für verschiedene
Zeitungen zu übernehmen. M. be-
reiste hierauf Holland u. Belgien, bis
ihn eine Krankheit 1859 ins elterliche
Haus zurückführte. Nach seiner Ge-
nesung bestand er die Prüfuug für
Volksschullehrer in Neuzelle (1860),
wirkte als Lehrer in Ossig bei Som-
merfeld, in Spremberg, leitete 1861
bis 1864 in Drebkau eine von ihm
gegründete Privatschule, kehrte dann
als Lehrer nach Spremberg zurück u.
siedelte 1867 nach Berlin über, wo er
als Privatlehrer tätig war u. neben-
bei an der Universität naturwissen-
schaftliche Vorlesungen hörte. Jm
Jahre 1873 ging er nach Weimar,
wo er ein photolithographisches Land-
karteninstitut leitete, kehrte aber im
Herbste 1874 als Privatlehrer nach
Steglitz bei Berlin zurück und trat
1880 in den Gemeindeschuldienst zu
Berlin ein. 1888-89 redigierte er
mit Eugen Richter die "Deutsche
Schriftstellerwelt" und war später
Vorsitzender des Ehrengerichts der
deutschen Schriftstellergenossenschaft.
Er starb am 5. Februar 1910.

S:


Deutschlands Wiedergeburt (Lieder
und Son.), 1866. - Lorbeer-Reiser
(Volks- und Soldatenlieder), 1868.
- Kaiser Wilhelm des Siegreichen
Ehrenhalle (Lr. und Son.), 1871. -
Olympos u. Walhalla (Festsp.), 1874.
- Jm blauen Engel (Lsp), 1886.

* 25


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Mat
fand in der Friedhofshalle am Fuße
des Stanſerhorns die letzte Ruhe-
ſtätte.

S:

Aus jungen Tagen (Ge.),
1896.

Matt, Hans von,

der jüngere, geb.
am 3. Januar 1869 in Stans in der
Schweiz, lebt als Buchhändler daſelbſt
und redigiert die „Schweizeriſche
Rundſchau‟ und das „Nidwaldener
Volksblatt‟.

S:

Fabiola (Dr.), 1902.

Matthaey, Heinrich,

geboren zu
Bremen am 17. Februar 1808, lebte
in der Mitte der fünfziger Jahre zu
Loſchwitz bei Dresden.

S:

Deutſche
Lieder, Winterthur 1847.

*Matthes, Alfons Alexander
Joſeph,

geb. am 18. März 1867 zu
Ober-Glogau in Oberſchleſien, aus
einfacher bürgerlicher Familie, be-
ſuchte ſeit 1877 das Gymnaſium in
Leobſchütz, woſelbſt 1883 auch ſeine
Eltern ihren Wohnſitz nahmen und
ſtudierte 1885‒89 in München, Heidel-
berg und Berlin Jura u. Kameralia,
betrieb nebenher aber mit Vorliebe
auch philoſophiſche, literatur- und
kunſtgeſchichtliche Studien. Um ſich
endlich ganz den höheren Aufgaben
der Zeit in wiſſenſchaftlicher For-
ſchung und dichteriſcher Produktion
widmen zu können, entſagte er 1889
ſeinem Berufe und lebt er ſeitdem
ſeinen Studien und Arbeiten in Ber-
lin, gründete auch hier (1907) einen
eigenen Buchverlag („Humanitas‟).
Außer einigen philoſophiſchen Wer-
ken, von denen beſonders „Das Ur-
bild Chriſti (Lehre, Charakter, Leben
und Nachwirkung bis in die Gegen-
wart, 1897)‟ hervorzuheben iſt, ver-
öffentlichte er

S:

Diotima (3 Bücher
der Liebe. R.). 1891. ‒ Arnold Böck-
lin; II, 1903 (Jnhalt: I. Einführung
in das Verſtändnis ſeiner Kunſtweiſe.
II. 50 Lieder zu ſeinen Bildern). ‒
Mignon, Goethes Herz (Ein Seelen-
aufſchluß), 1900. ‒ Vor der Sixtini-
ſchen Madonna (Geſch. e. jungen Ehe),
1904. ‒ Jung-Goethe 1761 (Dram.
Lebensbild), 2. A. 1911.

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Mat
*Matthes, Adolf Eduard Franz,


geb. am 6. Mai 1838 zu Sommerfeld
in der Mark Brandenburg als der
Sohn eines Lehrers, beſuchte bis zu
ſeinem 14. Jahre die dortige Schule
u. dann das Gymnaſium zu Sorau,
worauf er nach Erlangung des Mili-
tär-Berechtigungsſcheines ſich 1854
bis 1855 als Maurer dem Baufache
widmete. Als er Geſelle geworden,
kehrte er in Lauban zu den Gymna-
ſialſtudien zurück und ging 1858 nach
Münſter in Weſtfalen, um Philologie
zu ſtudieren. Dieſer Plan wurde ver-
eitelt durch das Angebot, einen Poſten
als Berichterſtatter für verſchiedene
Zeitungen zu übernehmen. M. be-
reiſte hierauf Holland u. Belgien, bis
ihn eine Krankheit 1859 ins elterliche
Haus zurückführte. Nach ſeiner Ge-
neſung beſtand er die Prüfuug für
Volksſchullehrer in Neuzelle (1860),
wirkte als Lehrer in Oſſig bei Som-
merfeld, in Spremberg, leitete 1861
bis 1864 in Drebkau eine von ihm
gegründete Privatſchule, kehrte dann
als Lehrer nach Spremberg zurück u.
ſiedelte 1867 nach Berlin über, wo er
als Privatlehrer tätig war u. neben-
bei an der Univerſität naturwiſſen-
ſchaftliche Vorleſungen hörte. Jm
Jahre 1873 ging er nach Weimar,
wo er ein photolithographiſches Land-
karteninſtitut leitete, kehrte aber im
Herbſte 1874 als Privatlehrer nach
Steglitz bei Berlin zurück und trat
1880 in den Gemeindeſchuldienſt zu
Berlin ein. 1888‒89 redigierte er
mit Eugen Richter die „Deutſche
Schriftſtellerwelt‟ und war ſpäter
Vorſitzender des Ehrengerichts der
deutſchen Schriftſtellergenoſſenſchaft.
Er ſtarb am 5. Februar 1910.

S:


Deutſchlands Wiedergeburt (Lieder
und Son.), 1866. ‒ Lorbeer-Reiſer
(Volks- und Soldatenlieder), 1868.
‒ Kaiſer Wilhelm des Siegreichen
Ehrenhalle (Lr. und Son.), 1871. ‒
Olympos u. Walhalla (Feſtſp.), 1874.
‒ Jm blauen Engel (Lſp), 1886.

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[385/0389] Mat Mat fand in der Friedhofshalle am Fuße des Stanſerhorns die letzte Ruhe- ſtätte. S: Aus jungen Tagen (Ge.), 1896. Matt, Hans von, der jüngere, geb. am 3. Januar 1869 in Stans in der Schweiz, lebt als Buchhändler daſelbſt und redigiert die „Schweizeriſche Rundſchau‟ und das „Nidwaldener Volksblatt‟. S: Fabiola (Dr.), 1902. Matthaey, Heinrich, geboren zu Bremen am 17. Februar 1808, lebte in der Mitte der fünfziger Jahre zu Loſchwitz bei Dresden. S: Deutſche Lieder, Winterthur 1847. *Matthes, Alfons Alexander Joſeph, geb. am 18. März 1867 zu Ober-Glogau in Oberſchleſien, aus einfacher bürgerlicher Familie, be- ſuchte ſeit 1877 das Gymnaſium in Leobſchütz, woſelbſt 1883 auch ſeine Eltern ihren Wohnſitz nahmen und ſtudierte 1885‒89 in München, Heidel- berg und Berlin Jura u. Kameralia, betrieb nebenher aber mit Vorliebe auch philoſophiſche, literatur- und kunſtgeſchichtliche Studien. Um ſich endlich ganz den höheren Aufgaben der Zeit in wiſſenſchaftlicher For- ſchung und dichteriſcher Produktion widmen zu können, entſagte er 1889 ſeinem Berufe und lebt er ſeitdem ſeinen Studien und Arbeiten in Ber- lin, gründete auch hier (1907) einen eigenen Buchverlag („Humanitas‟). Außer einigen philoſophiſchen Wer- ken, von denen beſonders „Das Ur- bild Chriſti (Lehre, Charakter, Leben und Nachwirkung bis in die Gegen- wart, 1897)‟ hervorzuheben iſt, ver- öffentlichte er S: Diotima (3 Bücher der Liebe. R.). 1891. ‒ Arnold Böck- lin; II, 1903 (Jnhalt: I. Einführung in das Verſtändnis ſeiner Kunſtweiſe. ‒ II. 50 Lieder zu ſeinen Bildern). ‒ Mignon, Goethes Herz (Ein Seelen- aufſchluß), 1900. ‒ Vor der Sixtini- ſchen Madonna (Geſch. e. jungen Ehe), 1904. ‒ Jung-Goethe 1761 (Dram. Lebensbild), 2. A. 1911. *Matthes, Adolf Eduard Franz, geb. am 6. Mai 1838 zu Sommerfeld in der Mark Brandenburg als der Sohn eines Lehrers, beſuchte bis zu ſeinem 14. Jahre die dortige Schule u. dann das Gymnaſium zu Sorau, worauf er nach Erlangung des Mili- tär-Berechtigungsſcheines ſich 1854 bis 1855 als Maurer dem Baufache widmete. Als er Geſelle geworden, kehrte er in Lauban zu den Gymna- ſialſtudien zurück und ging 1858 nach Münſter in Weſtfalen, um Philologie zu ſtudieren. Dieſer Plan wurde ver- eitelt durch das Angebot, einen Poſten als Berichterſtatter für verſchiedene Zeitungen zu übernehmen. M. be- reiſte hierauf Holland u. Belgien, bis ihn eine Krankheit 1859 ins elterliche Haus zurückführte. Nach ſeiner Ge- neſung beſtand er die Prüfuug für Volksſchullehrer in Neuzelle (1860), wirkte als Lehrer in Oſſig bei Som- merfeld, in Spremberg, leitete 1861 bis 1864 in Drebkau eine von ihm gegründete Privatſchule, kehrte dann als Lehrer nach Spremberg zurück u. ſiedelte 1867 nach Berlin über, wo er als Privatlehrer tätig war u. neben- bei an der Univerſität naturwiſſen- ſchaftliche Vorleſungen hörte. Jm Jahre 1873 ging er nach Weimar, wo er ein photolithographiſches Land- karteninſtitut leitete, kehrte aber im Herbſte 1874 als Privatlehrer nach Steglitz bei Berlin zurück und trat 1880 in den Gemeindeſchuldienſt zu Berlin ein. 1888‒89 redigierte er mit Eugen Richter die „Deutſche Schriftſtellerwelt‟ und war ſpäter Vorſitzender des Ehrengerichts der deutſchen Schriftſtellergenoſſenſchaft. Er ſtarb am 5. Februar 1910. S: Deutſchlands Wiedergeburt (Lieder und Son.), 1866. ‒ Lorbeer-Reiſer (Volks- und Soldatenlieder), 1868. ‒ Kaiſer Wilhelm des Siegreichen Ehrenhalle (Lr. und Son.), 1871. ‒ Olympos u. Walhalla (Feſtſp.), 1874. ‒ Jm blauen Engel (Lſp), 1886. * 25

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 385. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/389>, abgerufen am 18.03.2019.