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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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May
österreichischen Frauenvereins", der
in der Frauenbewegung den radikalen
Standpunkt vertritt. Als Malerin
widmet sie sich besonders der Land-
schaft und dem Stilleben und wurde
1906 zum korresp. Mitgliede des Aqua-
rellisten-Klubs der Wiener Künst-
lergenossenschaft gewählt. Außer
dem Text zur Oper "Der Corregidor"
(komp. von Hugo Wolf und 1896 in
Mannheim zum erstenmal aufgef.),
schrieb sie

S:

Aus meiner Jugend
(3 Nn.), 1896. - Übergänge (Nn.),
1897. - Jdole (R.), 1899. - Pipin,
ein Sommererlebnis, 1903. - Zur
Kritik der Weiblichkeit (Essays), 1905.
2. A. 1907. (Jns Schwedische und
Griechische übersetzt). 1911. - Zwi-
schen Himmel und Erde (Sonette),
1908.

*Mayrhofer, Johannes,

pseud.
Walther von Waldberg, wurde
am 3. Novbr. 1877 in Hamburg ge-
boren, wo er auch durch mehrere
Jahre die katholische Volksschule be-
suchte, welche damals unter der Lei-
tung des tüchtigen Rektors Termöllen
stand. Als dieser dann 1889 die Rek-
toratschule in Oelde (Westfalen) über-
nahm, folgte ihm M. als Pensionär
dorthin und blieb 21/2 Jahre dort.
Diese erste Jugendzeit, derart aus
städtischem und ländlichem Leben zu-
sammengesetzt, entbehrte nicht poeti-
scher Anregungen; besonders beleh-
rend und eindrucksvoll waren auch
die größeren Ferienreisen, wie nach
München (1888) und Oberammergau
(1890). Von 1892-96 besuchte M. das
Gymnasium Josephinum in Hildes-
heim, wo er auch das Abiturienten-
examen ablegte. Auf einer Reise nach
Holland hatte er sich inzwischen mit
der Lebensweise u. Tätigkeit der ver-
bannten Jesuiten bekannt gemacht u.
den Entschluß gefaßt, in diesen Orden
einzutreten. Er führte denselben auch
aus. Nach einer längeren Probezeit
im Noviziat zu Blyenbeck widmete er
sich 1897-1901 in Exaten und Valken-
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May
berg ernsten Studien auf den Gebieten
der Rhetorik, Ästhetik u. Philosophie
und wurde dann als Lehrer am St.
Andreas-Kolleg zu Charlottenlund
bei Kopenhagen angestellt, wo er
bis 1905 blieb. Seitdem weilte er
wieder im Jgnatiuskolleg zu Valken-
burg (Holland), bis er 1906 nach
Hamburg, 1907 nach Münster i. W.
und 1908 nach Berlin übersiedelte,
wo er als Redakteur an der "Ger-
mania" und an der "Welt" tätig ist.

S:

Der König von Granada (Schau-
spiel), 1902. - Der verpfändete
Bauernjunge (Lustsp., frei nach einer
älteren dänischen Kom.), 1902. - Gali-
läer, du hast gesiegt! (Schsp.), 1902. -
Jn verlorenen Augenblicken (Gedan-
ken, Einfälle und Ausfälle), 1903. -
Hakon Jarl, oder: Die untergehenden
Götter (Trsp., frei n. d. Dänischen
bearb.), 1903. - Maiendämmerung
(Lyrische Szene). 1993. - Gespenster-
nächte (Lsp.), 1903. - Der Mutter
Vermächtnis (N.), 1903. - Seleukus
und Stratonike (Schsp.), 1904. - Jm
Abendstrahl (Ge.), 1907. - Die Welt
der Kulissen (Theaterstudien), 1907.
- Christ oder Antichrist (Schsp.), 1908.
- Du meine Göttin! (Ge.), 1908. -
Gebrüder Plaswich (E. f. d. Jugd.),
1908. - Jn der Jasminlaube (Nn.),
1909. - Was die Alster rauscht (Sk.,
Studien u. Ntten), 1910.

*Maytner, Alberta von,

pseudon.
Margarete Halm, wurde am 8.
April 1835 zu Neusandec am Fuße
der Karpathen Galiziens geb., wo ihr
Vater, der spätere Landesschulrat
Andreas Ritter von Wilhelm (+
1887 in Graz), damals Gymnasial-
präfekt war. Sie verlebte ihre ersten
Kindesjahre zunächst in Neusandec u.
dann in dem galizischen Städtchen
Tarnow, woselbst sie in ihren schul-
pflichtigen Jahren ein polnisch-fran-
zösisches Jnstitut besuchte. Dieser
mehr oberflächliche, auf soziale Gel-
tendmachung berechnete Jnstituts-
unterricht wurde in Troppau, der

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May
öſterreichiſchen Frauenvereins‟, der
in der Frauenbewegung den radikalen
Standpunkt vertritt. Als Malerin
widmet ſie ſich beſonders der Land-
ſchaft und dem Stilleben und wurde
1906 zum korreſp. Mitgliede des Aqua-
relliſten-Klubs der Wiener Künſt-
lergenoſſenſchaft gewählt. Außer
dem Text zur Oper „Der Corregidor‟
(komp. von Hugo Wolf und 1896 in
Mannheim zum erſtenmal aufgef.),
ſchrieb ſie

S:

Aus meiner Jugend
(3 Nn.), 1896. ‒ Übergänge (Nn.),
1897. ‒ Jdole (R.), 1899. ‒ Pipin,
ein Sommererlebnis, 1903. ‒ Zur
Kritik der Weiblichkeit (Eſſays), 1905.
2. A. 1907. (Jns Schwediſche und
Griechiſche überſetzt). 1911. ‒ Zwi-
ſchen Himmel und Erde (Sonette),
1908.

*Mayrhofer, Johannes,

pſeud.
Walther von Waldberg, wurde
am 3. Novbr. 1877 in Hamburg ge-
boren, wo er auch durch mehrere
Jahre die katholiſche Volksſchule be-
ſuchte, welche damals unter der Lei-
tung des tüchtigen Rektors Termöllen
ſtand. Als dieſer dann 1889 die Rek-
toratſchule in Oelde (Weſtfalen) über-
nahm, folgte ihm M. als Penſionär
dorthin und blieb 2½ Jahre dort.
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ſtädtiſchem und ländlichem Leben zu-
ſammengeſetzt, entbehrte nicht poeti-
ſcher Anregungen; beſonders beleh-
rend und eindrucksvoll waren auch
die größeren Ferienreiſen, wie nach
München (1888) und Oberammergau
(1890). Von 1892‒96 beſuchte M. das
Gymnaſium Joſephinum in Hildes-
heim, wo er auch das Abiturienten-
examen ablegte. Auf einer Reiſe nach
Holland hatte er ſich inzwiſchen mit
der Lebensweiſe u. Tätigkeit der ver-
bannten Jeſuiten bekannt gemacht u.
den Entſchluß gefaßt, in dieſen Orden
einzutreten. Er führte denſelben auch
aus. Nach einer längeren Probezeit
im Noviziat zu Blyenbeck widmete er
ſich 1897-1901 in Exaten und Valken-
[Spaltenumbruch]

May
berg ernſten Studien auf den Gebieten
der Rhetorik, Äſthetik u. Philoſophie
und wurde dann als Lehrer am St.
Andreas-Kolleg zu Charlottenlund
bei Kopenhagen angeſtellt, wo er
bis 1905 blieb. Seitdem weilte er
wieder im Jgnatiuskolleg zu Valken-
burg (Holland), bis er 1906 nach
Hamburg, 1907 nach Münſter i. W.
und 1908 nach Berlin überſiedelte,
wo er als Redakteur an der „Ger-
mania‟ und an der „Welt‟ tätig iſt.

S:

Der König von Granada (Schau-
ſpiel), 1902. ‒ Der verpfändete
Bauernjunge (Luſtſp., frei nach einer
älteren däniſchen Kom.), 1902. ‒ Gali-
läer, du haſt geſiegt! (Schſp.), 1902. ‒
Jn verlorenen Augenblicken (Gedan-
ken, Einfälle und Ausfälle), 1903. ‒
Hakon Jarl, oder: Die untergehenden
Götter (Trſp., frei n. d. Däniſchen
bearb.), 1903. ‒ Maiendämmerung
(Lyriſche Szene). 1993. ‒ Geſpenſter-
nächte (Lſp.), 1903. ‒ Der Mutter
Vermächtnis (N.), 1903. ‒ Seleukus
und Stratonike (Schſp.), 1904. ‒ Jm
Abendſtrahl (Ge.), 1907. ‒ Die Welt
der Kuliſſen (Theaterſtudien), 1907.
‒ Chriſt oder Antichriſt (Schſp.), 1908.
‒ Du meine Göttin! (Ge.), 1908. ‒
Gebrüder Plaswich (E. f. d. Jugd.),
1908. ‒ Jn der Jasminlaube (Nn.),
1909. ‒ Was die Alſter rauſcht (Sk.,
Studien u. Ntten), 1910.

*Maytner, Alberta von,

pſeudon.
Margarete Halm, wurde am 8.
April 1835 zu Neuſandec am Fuße
der Karpathen Galiziens geb., wo ihr
Vater, der ſpätere Landesſchulrat
Andreas Ritter von Wilhelm (†
1887 in Graz), damals Gymnaſial-
präfekt war. Sie verlebte ihre erſten
Kindesjahre zunächſt in Neuſandec u.
dann in dem galiziſchen Städtchen
Tarnow, woſelbſt ſie in ihren ſchul-
pflichtigen Jahren ein polniſch-fran-
zöſiſches Jnſtitut beſuchte. Dieſer
mehr oberflächliche, auf ſoziale Gel-
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[407/0411] May May öſterreichiſchen Frauenvereins‟, der in der Frauenbewegung den radikalen Standpunkt vertritt. Als Malerin widmet ſie ſich beſonders der Land- ſchaft und dem Stilleben und wurde 1906 zum korreſp. Mitgliede des Aqua- relliſten-Klubs der Wiener Künſt- lergenoſſenſchaft gewählt. Außer dem Text zur Oper „Der Corregidor‟ (komp. von Hugo Wolf und 1896 in Mannheim zum erſtenmal aufgef.), ſchrieb ſie S: Aus meiner Jugend (3 Nn.), 1896. ‒ Übergänge (Nn.), 1897. ‒ Jdole (R.), 1899. ‒ Pipin, ein Sommererlebnis, 1903. ‒ Zur Kritik der Weiblichkeit (Eſſays), 1905. 2. A. 1907. (Jns Schwediſche und Griechiſche überſetzt). 1911. ‒ Zwi- ſchen Himmel und Erde (Sonette), 1908. *Mayrhofer, Johannes, pſeud. Walther von Waldberg, wurde am 3. Novbr. 1877 in Hamburg ge- boren, wo er auch durch mehrere Jahre die katholiſche Volksſchule be- ſuchte, welche damals unter der Lei- tung des tüchtigen Rektors Termöllen ſtand. Als dieſer dann 1889 die Rek- toratſchule in Oelde (Weſtfalen) über- nahm, folgte ihm M. als Penſionär dorthin und blieb 2½ Jahre dort. Dieſe erſte Jugendzeit, derart aus ſtädtiſchem und ländlichem Leben zu- ſammengeſetzt, entbehrte nicht poeti- ſcher Anregungen; beſonders beleh- rend und eindrucksvoll waren auch die größeren Ferienreiſen, wie nach München (1888) und Oberammergau (1890). Von 1892‒96 beſuchte M. das Gymnaſium Joſephinum in Hildes- heim, wo er auch das Abiturienten- examen ablegte. Auf einer Reiſe nach Holland hatte er ſich inzwiſchen mit der Lebensweiſe u. Tätigkeit der ver- bannten Jeſuiten bekannt gemacht u. den Entſchluß gefaßt, in dieſen Orden einzutreten. Er führte denſelben auch aus. Nach einer längeren Probezeit im Noviziat zu Blyenbeck widmete er ſich 1897-1901 in Exaten und Valken- berg ernſten Studien auf den Gebieten der Rhetorik, Äſthetik u. Philoſophie und wurde dann als Lehrer am St. Andreas-Kolleg zu Charlottenlund bei Kopenhagen angeſtellt, wo er bis 1905 blieb. Seitdem weilte er wieder im Jgnatiuskolleg zu Valken- burg (Holland), bis er 1906 nach Hamburg, 1907 nach Münſter i. W. und 1908 nach Berlin überſiedelte, wo er als Redakteur an der „Ger- mania‟ und an der „Welt‟ tätig iſt. S: Der König von Granada (Schau- ſpiel), 1902. ‒ Der verpfändete Bauernjunge (Luſtſp., frei nach einer älteren däniſchen Kom.), 1902. ‒ Gali- läer, du haſt geſiegt! (Schſp.), 1902. ‒ Jn verlorenen Augenblicken (Gedan- ken, Einfälle und Ausfälle), 1903. ‒ Hakon Jarl, oder: Die untergehenden Götter (Trſp., frei n. d. Däniſchen bearb.), 1903. ‒ Maiendämmerung (Lyriſche Szene). 1993. ‒ Geſpenſter- nächte (Lſp.), 1903. ‒ Der Mutter Vermächtnis (N.), 1903. ‒ Seleukus und Stratonike (Schſp.), 1904. ‒ Jm Abendſtrahl (Ge.), 1907. ‒ Die Welt der Kuliſſen (Theaterſtudien), 1907. ‒ Chriſt oder Antichriſt (Schſp.), 1908. ‒ Du meine Göttin! (Ge.), 1908. ‒ Gebrüder Plaswich (E. f. d. Jugd.), 1908. ‒ Jn der Jasminlaube (Nn.), 1909. ‒ Was die Alſter rauſcht (Sk., Studien u. Ntten), 1910. *Maytner, Alberta von, pſeudon. Margarete Halm, wurde am 8. April 1835 zu Neuſandec am Fuße der Karpathen Galiziens geb., wo ihr Vater, der ſpätere Landesſchulrat Andreas Ritter von Wilhelm († 1887 in Graz), damals Gymnaſial- präfekt war. Sie verlebte ihre erſten Kindesjahre zunächſt in Neuſandec u. dann in dem galiziſchen Städtchen Tarnow, woſelbſt ſie in ihren ſchul- pflichtigen Jahren ein polniſch-fran- zöſiſches Jnſtitut beſuchte. Dieſer mehr oberflächliche, auf ſoziale Gel- tendmachung berechnete Jnſtituts- unterricht wurde in Troppau, der *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 407. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/411>, abgerufen am 19.03.2019.