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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mei
künstlerische Förderung. Seit 1898
lebte M. als Schriftsteller in Oliva bei
Danzig, seit 1901 in Loschwitz bei
Dresden, 1902 als Redakteur in Jser-
lohn, seit 1905 als solcher in Weißen-
fels und seit 1906 in Dresden, wo er
die Leitartikel-Korrespondenz "Ak-
tuell" gründete, die er 1907 nach Ber-
lin verlegte.

S:

Anton Moeller (Ein
Künstlersang aus Danzigs Vergan-
genheit), 1900.

*Meier-Graefe, A. Julius,

geb.
am 10. Juni 1867 zu Resitza im unga-
rischen Banat, machte seine Studien
in Zürich, München, Lüttich u. Ber-
lin u. ließ sich dann in letzterer Stadt
als Schriftsteller nieder. Er begrün-
dete 1893 mit J. O. Bierbaum die
Genossenschaft "Pan" und redigierte
auch mit ihm die ersten Hefte des
Journals "Pan". Von 1895-1904
lebte M. in Paris, wo er sich mit
kunst- und literarkritischen Arbeiten
beschäftigte u. von 1897 an die Zeit-
schrift "Dekorative Kunst" herausgab.
Seit 1904 lebt M. in Berlin. Außer
verschiedenen kunstwissenschaftlichen
Werken, unter denen besonders seine
"Entwicklungsgeschichte der moder-
nen Kunst" (III, 1904) hervorzuheben
ist, veröffentlichte er

S:

Nach Nor-
den (R.), 1893. - Die Keuschen (Eine
Folge von R. über das Liebesleben
im 19. Jahrh.); II, 1867 (Jnhalt:
I. Fürst Lichtenarm. - II. Der Prinz.)
- Hans von Marees, sein Leben und
sein Werk, 2. Bd., 1909 (Bd. 1 u. 3
noch nicht erschienen). - Eine Reise
nach Spanien; II, 1909-10.

Meili, Friedrich,

geb. am 27. Fe-
bruar 1852 in Zürich, war (1892) dort
Pfarrer u. Dozent an der Universität,
begründete u. redigierte die "Theolo-
gische Zeitschrift aus der Schweiz",
war außerdem Redakteur und Mit-
herausgeber von "Über Berg u. Tal"
und der "Zeitstimme". Er starb im
März 1904 in Windikon.

S:

König
Ahab (Tr.), 1900.

Meinardus, Ludwig Siegfried,


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Mei
geb. am 17. September 1827 zu Hook-
fiel, einem kleinen Hafenorte an der
oldenburgischen Küste, als der Sohn
eines Amtseinnehmers, kam mit den
Eltern 1835 nach Jever und besuchte
hier das Gymnasium bis 1846. Dann
kam er durch Robert Schumanns Ver-
mittlung auf das Konservatorium zu
Leipzig, wo er sich unter Mendels-
sohns und Moscheles' Leitung in der
Musik ausbildete. Später genoß er
dort auch noch den Unterricht des
Kapellmeisters Riccius. Um Orgel-
studien zu machen, ging er nach Wei-
mar, wurde hier aber von Franz Lißts
mächtiger Persönlichkeit so angezogen,
daß er sich dem Verkehr mit diesem
Meister gänzlich hingab, so daß er sich
dessen dauerndes Jnteresse gewann.
Danach wirkte M. eine Zeitlang als
Musikdirektor in Erfurt und Nord-
hausen, begab sich dann nach Berlin,
wo er unter A. B. Marx musikalischen
Satzbau studierte, u. ging 1853 nach
Glogau, wo er bis 1865 die Sing-
akademie leitete und seine Oratorien
Simon Petrus, König Salomo, Gide-
on schrieb. Jm Jahre 1865 berief ihn
Julius Rietz als Lehrer am Konser-
vatorium nach Dresden, wo er bis
1867 blieb u. sein Oratorium Luther
in Worms vollendete. Dann lebte er
bis 1874 als Musikdirektor in Olden-
burg und folgte nun einem Rufe als
Musikreferent an den "Hamburger
Korrespondent". Jm Jahre 1878
nahm M. als Organist der v. Bodel-
schwinghschen Anstalten seinen Wohn-
sitz in Bielefeld, wo er in stiller Zu-
rückgezogenheit seinen Studien und
schriftstellerischen Arbeiten lebte und
am 10. Juli 1896 starb. Außer einer
Reihe Kompositionen u. musikwissen-
schaftlicher Werke veröffentliche er

S:

Ein Jugendleben (Biogr. Auf-
zeichngn.); II, 1874. - Mozart, ein
Künstlerleben, 1883. - Eigene Wege
(E., nach Überliefergn.), 1895.

*Meinecke, Gustav Hermamn,


geb. zu Stendal am 15. Febr. 1854,

*


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Mei
künſtleriſche Förderung. Seit 1898
lebte M. als Schriftſteller in Oliva bei
Danzig, ſeit 1901 in Loſchwitz bei
Dresden, 1902 als Redakteur in Jſer-
lohn, ſeit 1905 als ſolcher in Weißen-
fels und ſeit 1906 in Dresden, wo er
die Leitartikel-Korreſpondenz „Ak-
tuell‟ gründete, die er 1907 nach Ber-
lin verlegte.

S:

Anton Moeller (Ein
Künſtlerſang aus Danzigs Vergan-
genheit), 1900.

*Meier-Graefe, A. Julius,

geb.
am 10. Juni 1867 zu Reſitza im unga-
riſchen Banat, machte ſeine Studien
in Zürich, München, Lüttich u. Ber-
lin u. ließ ſich dann in letzterer Stadt
als Schriftſteller nieder. Er begrün-
dete 1893 mit J. O. Bierbaum die
Genoſſenſchaft „Pan‟ und redigierte
auch mit ihm die erſten Hefte des
Journals „Pan‟. Von 1895‒1904
lebte M. in Paris, wo er ſich mit
kunſt- und literarkritiſchen Arbeiten
beſchäftigte u. von 1897 an die Zeit-
ſchrift „Dekorative Kunſt‟ herausgab.
Seit 1904 lebt M. in Berlin. Außer
verſchiedenen kunſtwiſſenſchaftlichen
Werken, unter denen beſonders ſeine
„Entwicklungsgeſchichte der moder-
nen Kunſt‟ (III, 1904) hervorzuheben
iſt, veröffentlichte er

S:

Nach Nor-
den (R.), 1893. ‒ Die Keuſchen (Eine
Folge von R. über das Liebesleben
im 19. Jahrh.); II, 1867 (Jnhalt:
I. Fürſt Lichtenarm. ‒ II. Der Prinz.)
‒ Hans von Marées, ſein Leben und
ſein Werk, 2. Bd., 1909 (Bd. 1 u. 3
noch nicht erſchienen). ‒ Eine Reiſe
nach Spanien; II, 1909‒10.

Meili, Friedrich,

geb. am 27. Fe-
bruar 1852 in Zürich, war (1892) dort
Pfarrer u. Dozent an der Univerſität,
begründete u. redigierte die „Theolo-
giſche Zeitſchrift aus der Schweiz‟,
war außerdem Redakteur und Mit-
herausgeber von „Über Berg u. Tal‟
und der „Zeitſtimme‟. Er ſtarb im
März 1904 in Windikon.

S:

König
Ahab (Tr.), 1900.

Meinardus, Ludwig Siegfried,


[Spaltenumbruch]

Mei
geb. am 17. September 1827 zu Hook-
fiel, einem kleinen Hafenorte an der
oldenburgiſchen Küſte, als der Sohn
eines Amtseinnehmers, kam mit den
Eltern 1835 nach Jever und beſuchte
hier das Gymnaſium bis 1846. Dann
kam er durch Robert Schumanns Ver-
mittlung auf das Konſervatorium zu
Leipzig, wo er ſich unter Mendels-
ſohns und Moſcheles’ Leitung in der
Muſik ausbildete. Später genoß er
dort auch noch den Unterricht des
Kapellmeiſters Riccius. Um Orgel-
ſtudien zu machen, ging er nach Wei-
mar, wurde hier aber von Franz Liſzts
mächtiger Perſönlichkeit ſo angezogen,
daß er ſich dem Verkehr mit dieſem
Meiſter gänzlich hingab, ſo daß er ſich
deſſen dauerndes Jntereſſe gewann.
Danach wirkte M. eine Zeitlang als
Muſikdirektor in Erfurt und Nord-
hauſen, begab ſich dann nach Berlin,
wo er unter A. B. Marx muſikaliſchen
Satzbau ſtudierte, u. ging 1853 nach
Glogau, wo er bis 1865 die Sing-
akademie leitete und ſeine Oratorien
Simon Petrus, König Salomo, Gide-
on ſchrieb. Jm Jahre 1865 berief ihn
Julius Rietz als Lehrer am Konſer-
vatorium nach Dresden, wo er bis
1867 blieb u. ſein Oratorium Luther
in Worms vollendete. Dann lebte er
bis 1874 als Muſikdirektor in Olden-
burg und folgte nun einem Rufe als
Muſikreferent an den „Hamburger
Korreſpondent‟. Jm Jahre 1878
nahm M. als Organiſt der v. Bodel-
ſchwinghſchen Anſtalten ſeinen Wohn-
ſitz in Bielefeld, wo er in ſtiller Zu-
rückgezogenheit ſeinen Studien und
ſchriftſtelleriſchen Arbeiten lebte und
am 10. Juli 1896 ſtarb. Außer einer
Reihe Kompoſitionen u. muſikwiſſen-
ſchaftlicher Werke veröffentliche er

S:

Ein Jugendleben (Biogr. Auf-
zeichngn.); II, 1874. ‒ Mozart, ein
Künſtlerleben, 1883. ‒ Eigene Wege
(E., nach Überliefergn.), 1895.

*Meinecke, Guſtav Hermamn,


geb. zu Stendal am 15. Febr. 1854,

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[418/0422] Mei Mei künſtleriſche Förderung. Seit 1898 lebte M. als Schriftſteller in Oliva bei Danzig, ſeit 1901 in Loſchwitz bei Dresden, 1902 als Redakteur in Jſer- lohn, ſeit 1905 als ſolcher in Weißen- fels und ſeit 1906 in Dresden, wo er die Leitartikel-Korreſpondenz „Ak- tuell‟ gründete, die er 1907 nach Ber- lin verlegte. S: Anton Moeller (Ein Künſtlerſang aus Danzigs Vergan- genheit), 1900. *Meier-Graefe, A. Julius, geb. am 10. Juni 1867 zu Reſitza im unga- riſchen Banat, machte ſeine Studien in Zürich, München, Lüttich u. Ber- lin u. ließ ſich dann in letzterer Stadt als Schriftſteller nieder. Er begrün- dete 1893 mit J. O. Bierbaum die Genoſſenſchaft „Pan‟ und redigierte auch mit ihm die erſten Hefte des Journals „Pan‟. Von 1895‒1904 lebte M. in Paris, wo er ſich mit kunſt- und literarkritiſchen Arbeiten beſchäftigte u. von 1897 an die Zeit- ſchrift „Dekorative Kunſt‟ herausgab. Seit 1904 lebt M. in Berlin. Außer verſchiedenen kunſtwiſſenſchaftlichen Werken, unter denen beſonders ſeine „Entwicklungsgeſchichte der moder- nen Kunſt‟ (III, 1904) hervorzuheben iſt, veröffentlichte er S: Nach Nor- den (R.), 1893. ‒ Die Keuſchen (Eine Folge von R. über das Liebesleben im 19. Jahrh.); II, 1867 (Jnhalt: I. Fürſt Lichtenarm. ‒ II. Der Prinz.) ‒ Hans von Marées, ſein Leben und ſein Werk, 2. Bd., 1909 (Bd. 1 u. 3 noch nicht erſchienen). ‒ Eine Reiſe nach Spanien; II, 1909‒10. Meili, Friedrich, geb. am 27. Fe- bruar 1852 in Zürich, war (1892) dort Pfarrer u. Dozent an der Univerſität, begründete u. redigierte die „Theolo- giſche Zeitſchrift aus der Schweiz‟, war außerdem Redakteur und Mit- herausgeber von „Über Berg u. Tal‟ und der „Zeitſtimme‟. Er ſtarb im März 1904 in Windikon. S: König Ahab (Tr.), 1900. Meinardus, Ludwig Siegfried, geb. am 17. September 1827 zu Hook- fiel, einem kleinen Hafenorte an der oldenburgiſchen Küſte, als der Sohn eines Amtseinnehmers, kam mit den Eltern 1835 nach Jever und beſuchte hier das Gymnaſium bis 1846. Dann kam er durch Robert Schumanns Ver- mittlung auf das Konſervatorium zu Leipzig, wo er ſich unter Mendels- ſohns und Moſcheles’ Leitung in der Muſik ausbildete. Später genoß er dort auch noch den Unterricht des Kapellmeiſters Riccius. Um Orgel- ſtudien zu machen, ging er nach Wei- mar, wurde hier aber von Franz Liſzts mächtiger Perſönlichkeit ſo angezogen, daß er ſich dem Verkehr mit dieſem Meiſter gänzlich hingab, ſo daß er ſich deſſen dauerndes Jntereſſe gewann. Danach wirkte M. eine Zeitlang als Muſikdirektor in Erfurt und Nord- hauſen, begab ſich dann nach Berlin, wo er unter A. B. Marx muſikaliſchen Satzbau ſtudierte, u. ging 1853 nach Glogau, wo er bis 1865 die Sing- akademie leitete und ſeine Oratorien Simon Petrus, König Salomo, Gide- on ſchrieb. Jm Jahre 1865 berief ihn Julius Rietz als Lehrer am Konſer- vatorium nach Dresden, wo er bis 1867 blieb u. ſein Oratorium Luther in Worms vollendete. Dann lebte er bis 1874 als Muſikdirektor in Olden- burg und folgte nun einem Rufe als Muſikreferent an den „Hamburger Korreſpondent‟. Jm Jahre 1878 nahm M. als Organiſt der v. Bodel- ſchwinghſchen Anſtalten ſeinen Wohn- ſitz in Bielefeld, wo er in ſtiller Zu- rückgezogenheit ſeinen Studien und ſchriftſtelleriſchen Arbeiten lebte und am 10. Juli 1896 ſtarb. Außer einer Reihe Kompoſitionen u. muſikwiſſen- ſchaftlicher Werke veröffentliche er S: Ein Jugendleben (Biogr. Auf- zeichngn.); II, 1874. ‒ Mozart, ein Künſtlerleben, 1883. ‒ Eigene Wege (E., nach Überliefergn.), 1895. *Meinecke, Guſtav Hermamn, geb. zu Stendal am 15. Febr. 1854, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 418. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/422>, abgerufen am 26.03.2019.