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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mei
Hauslehrern, besuchte darauf die
Gymnasien zu Stralsund und Star-
gard und bezog Michaelis 1849 die
Universität Breslau, um Philosophie
zu studieren. Hier trat er noch bei
Lebzeiten des Vaters zur katholischen
Kirche über, studierte nun Theologie
u. wurde am 9. Juli 1853 zum Prie-
ster geweiht. Nachdem er bis 1860
Kaplan zu Ottmachau in Schlesien
gewesen, kam er als Lokalist an der
ehemaligen Dominikanerkirche nach
Hochkirch bei Groß-Glogau, wo er am
14. Jan. 1873 starb.

S:

Der getreue
Ritter, oder: Sigismund Hagen von
u. zu Altensteig und die Reformation;
von Wilhelm M., fortges. von Aurel
Emanuel M., 1858. - Das Kreuz von
Vineta (R.), 1870.

Meinhold, Elfrid

(auch: Elfrida),
geb. am 25. August 1868 auf Schloß
Schweinsburg (Kgr. Sachsen), verlor
ihren Vater in früher Jugend und
siedelte dann mit der Mutter nach
Dresden über, wo sie ihre Ausbildung
erhielt. Später besuchte sie eine Pen-
sion am Neufchateler See u. bereiste
dann noch Frankreich und Jtalien.
Sie nahm darauf ihren Wohnsitz in
München u. 1899 in Berka a. d. Jlm.

S:

Herzog Moritz von Sachsen (Dr.),
1898. - Der Nordpolfahrer (Dr.),
1898. - "Judas" (Dr.), 1900.

*Meinicke, Bernhard,

geb. 1846
in Kremmen (Mark Brandenburg),
wo sein Stiefvater Forstaufseher war,
kam mit seinen Eltern 1856 nach dem
benachbarten Staffelde und erhielt
hier neben dem Volksschulunterricht
noch den privaten Unterricht des
Ortspfarrers, da er zum Lehrerberuf
bestimmt worden war. Zum Besuch
des Seminars fehlten indes den El-
tern die Mittel, und so trat M. als
Kanzlist bei der Gerichtsbehörde in
Kremmen ein und wurde nach einiger
Zeit Kaufmann. Jm Jahre 1865
ging er als Freiwilliger beim Kaiser
Alexander-Garde-Grenadierregiment
in Berlin zum Militär, machte 1866
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Mei
den Feldzug gegen Österreich mit und
übernahm nach seiner Entlassung ein
Geschäft in Dresden, das er aber schon
1870 wieder aufgeben mußte, um im
sächsischen Heere in den Krieg gegen
Frankreich zu ziehen. Er nahm an
mehreren Schlachten und Gefechten
teil und wurde mit dem Heinrichs-
Orden dekoriert. Jm Jahre 1874 ver-
heiratete er sich mit einer Pfälzerin
u. gründete bald darauf ein Geschäft
in Baden-Baden. Nach dem Tode
seiner Frau (1894) zog er nach der
Schweiz u. ist Besitzer eines Geschäfts
für Galanteriewaren und Schweizer
Holzschnitzereien in Zürich. Hier hat
er sich, nachdem er die Schweizer
Mundart in Wort u. Schrift beherr-
schen konnte, in seinen Mußestunden
der Dichtung dramatischer Arbeiten
in der dortigen Mundart gewidmet.

S:

Jn der Klubhütte (Humorist. Ge-
birgsßene), 1904. - 's Seemüllers
Gritli, oder: 's Stöffels verunglückti
Hüratsgschicht (Lsp. m. Ges.), 1905.
2. A. 1909. - Jm Hüratsbüro (Schw.),
1906. 2. A. 1908. - En chlyne-n-Jrr-
tum (Lsp.), 1907. - 's Räuli ab der
Gmüesbrugg (Lustsp.), 1907. - En
lustige-n-Abig (Schw. m. Ges.), 1908.
2. A. 1910. - Um e Viertelmillion
(Schw.), 1910.

Meinzer, Walter,

* am 15. Nov.
1865 zu Barmen als der Sohn eines
Fabrikbesitzers, besuchte das dortige
Realgymnasium bis zur Prima und
ging dann nach Dresden, wo er sich
durch mehrere Jahre als Kunstmaler
und besonders als kunstgewerblicher
Zeichner ausbildete. Dann folgten
zur Förderung in seiner Kunst Reisen
nach Jtalien u. der Schweiz, worauf
er wieder nach Barmen znrückkehrte.
Hier leitet er jetzt die Kunstgewerbe-
fabrik seines Vaters.

S:

Astata
(Dram. M.), 1891.

Meisel-Heß, Grete,

siehe Grete
Gellert!

Meisgen, Renndier,

Pseud. für
Christian Klötzer; s. d.!

*


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Mei
Hauslehrern, beſuchte darauf die
Gymnaſien zu Stralſund und Star-
gard und bezog Michaelis 1849 die
Univerſität Breslau, um Philoſophie
zu ſtudieren. Hier trat er noch bei
Lebzeiten des Vaters zur katholiſchen
Kirche über, ſtudierte nun Theologie
u. wurde am 9. Juli 1853 zum Prie-
ſter geweiht. Nachdem er bis 1860
Kaplan zu Ottmachau in Schleſien
geweſen, kam er als Lokaliſt an der
ehemaligen Dominikanerkirche nach
Hochkirch bei Groß-Glogau, wo er am
14. Jan. 1873 ſtarb.

S:

Der getreue
Ritter, oder: Sigismund Hagen von
u. zu Altenſteig und die Reformation;
von Wilhelm M., fortgeſ. von Aurel
Emanuel M., 1858. ‒ Das Kreuz von
Vineta (R.), 1870.

Meinhold, Elfrid

(auch: Elfrida),
geb. am 25. Auguſt 1868 auf Schloß
Schweinsburg (Kgr. Sachſen), verlor
ihren Vater in früher Jugend und
ſiedelte dann mit der Mutter nach
Dresden über, wo ſie ihre Ausbildung
erhielt. Später beſuchte ſie eine Pen-
ſion am Neufchateler See u. bereiſte
dann noch Frankreich und Jtalien.
Sie nahm darauf ihren Wohnſitz in
München u. 1899 in Berka a. d. Jlm.

S:

Herzog Moritz von Sachſen (Dr.),
1898. ‒ Der Nordpolfahrer (Dr.),
1898. ‒ „Judas‟ (Dr.), 1900.

*Meinicke, Bernhard,

geb. 1846
in Kremmen (Mark Brandenburg),
wo ſein Stiefvater Forſtaufſeher war,
kam mit ſeinen Eltern 1856 nach dem
benachbarten Staffelde und erhielt
hier neben dem Volksſchulunterricht
noch den privaten Unterricht des
Ortspfarrers, da er zum Lehrerberuf
beſtimmt worden war. Zum Beſuch
des Seminars fehlten indes den El-
tern die Mittel, und ſo trat M. als
Kanzliſt bei der Gerichtsbehörde in
Kremmen ein und wurde nach einiger
Zeit Kaufmann. Jm Jahre 1865
ging er als Freiwilliger beim Kaiſer
Alexander-Garde-Grenadierregiment
in Berlin zum Militär, machte 1866
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Mei
den Feldzug gegen Öſterreich mit und
übernahm nach ſeiner Entlaſſung ein
Geſchäft in Dresden, das er aber ſchon
1870 wieder aufgeben mußte, um im
ſächſiſchen Heere in den Krieg gegen
Frankreich zu ziehen. Er nahm an
mehreren Schlachten und Gefechten
teil und wurde mit dem Heinrichs-
Orden dekoriert. Jm Jahre 1874 ver-
heiratete er ſich mit einer Pfälzerin
u. gründete bald darauf ein Geſchäft
in Baden-Baden. Nach dem Tode
ſeiner Frau (1894) zog er nach der
Schweiz u. iſt Beſitzer eines Geſchäfts
für Galanteriewaren und Schweizer
Holzſchnitzereien in Zürich. Hier hat
er ſich, nachdem er die Schweizer
Mundart in Wort u. Schrift beherr-
ſchen konnte, in ſeinen Mußeſtunden
der Dichtung dramatiſcher Arbeiten
in der dortigen Mundart gewidmet.

S:

Jn der Klubhütte (Humoriſt. Ge-
birgsſzene), 1904. ‒ ’s Seemüllers
Gritli, oder: ’s Stöffels verunglückti
Hüratsgſchicht (Lſp. m. Geſ.), 1905.
2. A. 1909. ‒ Jm Hüratsbüro (Schw.),
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tum (Lſp.), 1907. ‒ ’s Räuli ab der
Gmüesbrugg (Luſtſp.), 1907. ‒ En
luſtige-n-Abig (Schw. m. Geſ.), 1908.
2. A. 1910. ‒ Um e Viertelmillion
(Schw.), 1910.

Meinzer, Walter,

* am 15. Nov.
1865 zu Barmen als der Sohn eines
Fabrikbeſitzers, beſuchte das dortige
Realgymnaſium bis zur Prima und
ging dann nach Dresden, wo er ſich
durch mehrere Jahre als Kunſtmaler
und beſonders als kunſtgewerblicher
Zeichner ausbildete. Dann folgten
zur Förderung in ſeiner Kunſt Reiſen
nach Jtalien u. der Schweiz, worauf
er wieder nach Barmen znrückkehrte.
Hier leitet er jetzt die Kunſtgewerbe-
fabrik ſeines Vaters.

S:

Aſtata
(Dram. M.), 1891.

Meiſel-Heß, Grete,

ſiehe Grete
Gellert!

Meisgen, Renndier,

Pſeud. für
Chriſtian Klötzer; ſ. d.!

*
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[420/0424] Mei Mei Hauslehrern, beſuchte darauf die Gymnaſien zu Stralſund und Star- gard und bezog Michaelis 1849 die Univerſität Breslau, um Philoſophie zu ſtudieren. Hier trat er noch bei Lebzeiten des Vaters zur katholiſchen Kirche über, ſtudierte nun Theologie u. wurde am 9. Juli 1853 zum Prie- ſter geweiht. Nachdem er bis 1860 Kaplan zu Ottmachau in Schleſien geweſen, kam er als Lokaliſt an der ehemaligen Dominikanerkirche nach Hochkirch bei Groß-Glogau, wo er am 14. Jan. 1873 ſtarb. S: Der getreue Ritter, oder: Sigismund Hagen von u. zu Altenſteig und die Reformation; von Wilhelm M., fortgeſ. von Aurel Emanuel M., 1858. ‒ Das Kreuz von Vineta (R.), 1870. Meinhold, Elfrid (auch: Elfrida), geb. am 25. Auguſt 1868 auf Schloß Schweinsburg (Kgr. Sachſen), verlor ihren Vater in früher Jugend und ſiedelte dann mit der Mutter nach Dresden über, wo ſie ihre Ausbildung erhielt. Später beſuchte ſie eine Pen- ſion am Neufchateler See u. bereiſte dann noch Frankreich und Jtalien. Sie nahm darauf ihren Wohnſitz in München u. 1899 in Berka a. d. Jlm. S: Herzog Moritz von Sachſen (Dr.), 1898. ‒ Der Nordpolfahrer (Dr.), 1898. ‒ „Judas‟ (Dr.), 1900. *Meinicke, Bernhard, geb. 1846 in Kremmen (Mark Brandenburg), wo ſein Stiefvater Forſtaufſeher war, kam mit ſeinen Eltern 1856 nach dem benachbarten Staffelde und erhielt hier neben dem Volksſchulunterricht noch den privaten Unterricht des Ortspfarrers, da er zum Lehrerberuf beſtimmt worden war. Zum Beſuch des Seminars fehlten indes den El- tern die Mittel, und ſo trat M. als Kanzliſt bei der Gerichtsbehörde in Kremmen ein und wurde nach einiger Zeit Kaufmann. Jm Jahre 1865 ging er als Freiwilliger beim Kaiſer Alexander-Garde-Grenadierregiment in Berlin zum Militär, machte 1866 den Feldzug gegen Öſterreich mit und übernahm nach ſeiner Entlaſſung ein Geſchäft in Dresden, das er aber ſchon 1870 wieder aufgeben mußte, um im ſächſiſchen Heere in den Krieg gegen Frankreich zu ziehen. Er nahm an mehreren Schlachten und Gefechten teil und wurde mit dem Heinrichs- Orden dekoriert. Jm Jahre 1874 ver- heiratete er ſich mit einer Pfälzerin u. gründete bald darauf ein Geſchäft in Baden-Baden. Nach dem Tode ſeiner Frau (1894) zog er nach der Schweiz u. iſt Beſitzer eines Geſchäfts für Galanteriewaren und Schweizer Holzſchnitzereien in Zürich. Hier hat er ſich, nachdem er die Schweizer Mundart in Wort u. Schrift beherr- ſchen konnte, in ſeinen Mußeſtunden der Dichtung dramatiſcher Arbeiten in der dortigen Mundart gewidmet. S: Jn der Klubhütte (Humoriſt. Ge- birgsſzene), 1904. ‒ ’s Seemüllers Gritli, oder: ’s Stöffels verunglückti Hüratsgſchicht (Lſp. m. Geſ.), 1905. 2. A. 1909. ‒ Jm Hüratsbüro (Schw.), 1906. 2. A. 1908. ‒ En chlyne-n-Jrr- tum (Lſp.), 1907. ‒ ’s Räuli ab der Gmüesbrugg (Luſtſp.), 1907. ‒ En luſtige-n-Abig (Schw. m. Geſ.), 1908. 2. A. 1910. ‒ Um e Viertelmillion (Schw.), 1910. Meinzer, Walter, * am 15. Nov. 1865 zu Barmen als der Sohn eines Fabrikbeſitzers, beſuchte das dortige Realgymnaſium bis zur Prima und ging dann nach Dresden, wo er ſich durch mehrere Jahre als Kunſtmaler und beſonders als kunſtgewerblicher Zeichner ausbildete. Dann folgten zur Förderung in ſeiner Kunſt Reiſen nach Jtalien u. der Schweiz, worauf er wieder nach Barmen znrückkehrte. Hier leitet er jetzt die Kunſtgewerbe- fabrik ſeines Vaters. S: Aſtata (Dram. M.), 1891. Meiſel-Heß, Grete, ſiehe Grete Gellert! Meisgen, Renndier, Pſeud. für Chriſtian Klötzer; ſ. d.! *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 420. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/424>, abgerufen am 26.03.2019.