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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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und trat in den Dienst des Magistrats
(1874). Er wurde zuerst im Polizei-
bureau als Schreiber u. seit Januar
1876 als Gehilfe des Kassenrendan-
ten beschäftigt und nachdem er vom
Januar bis 15. Aug. 1877 Assistent
in der Steuer-Rezeptur in Spandau
gewesen, in Nauen als Assistent der
Stadtkasse angestellt und im Oktober
1901 zum Rendanten derselben beför-
dert.

S:

Polterabendgrüße (Auffüh-
rungen, Glückwünsche und Lieder für
Polterabend und Hochzeit), 1893. -
Geburtstags-Glückwünsche für kleine
und große Kinder von M. Adolf
(pseud.; der Verleger hat der Samm-
lung auch einige Ge. von andern bei-
gefügt), 1894. - Neuester Märchen-
schatz (Orig.-M.), 1896. 30. T. 1906.
- Gedichte, 1907.

Meyer, P. A. W. Alexander,

geb.
am 22. Febr. 1832 in Berlin, besuchte
das dortige Friedrichswerdersche
Gymnasium, studierte dann in Berlin
u. Würzburg die Rechte, erwarb sich
die Würde eines Dr. jur. und war
dann im Justizdienst bis 1862 tätig,
u. a. auch drei Jahre in Bremen.
Nach mehrjähriger schriftstellerischer
Tätigkeit ging er 1866 als Sekretär
der Handelskammer nach Breslau u.
wurde 1871 Generalsekretär des deut-
schen Handelstages in Berlin, welche
Stellung er bis 1876 innehatte. Seit-
dem widmete er sich gänzlich schrift-
stellerischer Tätigkeit und schrieb vor
allem politische Artikel für die bedeu-
tendsten norddeutschen Zeitungen.
1876 wurde er zum Mitgliede des
preußischen Abgeordnetenhauses und
1881 zum Mitgliede des Reichstages
gewählt, und gehörte er beiden Kör-
perschaften mehrere Jahrzehnte an,
war auch seit 1884 Mitglied der Ber-
liner Stadtverordneten-Versamm-
lung. Jn den letzten Jahren seines
Lebens zog er sich jedoch von allen
öffentlichen Ämtern zurück. Er starb
in Berlin am 27. Juni 1908. Von
seinen Arbeiten sind besonders seine
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Mey
Biographien über Bismarck, Caprivi,
Stephan u. a. in Bettelheims "Bio-
graphischem Jahrbuch und deutschem
Nekrolog" hervorzuheben. Hier bleibt
zu erwähnen

S:

Aus guter alter Zeit
(Berliner Bilder und Erinnerungen,
hrsg. von seiner Witwe und seinen
Kindern), 1908.

*Meyer, Alfred Richard,

pseud.
Alfons Thurandt, wurde am
4. August 1882 in Schwerin (Meck-
lenburg) als der einzige Sohn eines
Geh. Postrats geboren, besuchte die
Gymnasien in Kiel, Arnsberg, Dort-
mund, Braunschweig und studierte
dann auf den Universitäten Mar-
burg, Würzburg, Göttingen, Jena
und Berlin. Den Rechtswissenschaf-
ten konnte er keinen Geschmack abge-
winnen; deshalb wandte er sich nach
zwei Semestern d. Philosophie u. Lite-
raturgeschichte zu. Seit Beendigung
seiner Studien lebt er in Berlin als
freier Schriftsteller.

S:

Vicky (Verse),
1902. - Die Ebernburg (N.), 1903. -
Colombine. Ein Sommernachtstraum
(Dram. Szene), 1904. 2. A. 1906. -
Gerasselt (N.), 1906. - Zwischen Sor-
gen und Särgen (Neue Ge.), 1906. -
Nachtsonette, 1906. - Berlin (Ein
impressionist. Sonettenkranz), 1907.
- Ahrenshooper Abende (5 lyr. Pa-
stelle), 1907. - Nachtsonette (Ein Rei-
gen der Leidenschaft), 1907. - Bar-
nim (Ein Finale a. d. Frauengefäng-
nis), 1908. - Hurra das Regiment
(Ein lustiges Offiziers-, Studenten-
und Theater-Fiasko), 1909. - Triole
(Tagebuch der Margot B.), 1910. -
Nasciturus (Lyr. Flugblatt), 1911. -
Würzburg im Taumel (Arabesken),
1911.

*Meyer, August Ferdinand,

psd.
F. Brunold, wurde am 19. Nov.
1811 zu Pyritz in Pommern geboren.
Nach genossener Gymnasialbildung
für das Baufach bestimmt, wurde er,
nachdem Familienverhältnisse ihn
veranlaßten, diesem Berufe zu ent-
sagen, Lehrer in Berlin und hier ein

*


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Mey
und trat in den Dienſt des Magiſtrats
(1874). Er wurde zuerſt im Polizei-
bureau als Schreiber u. ſeit Januar
1876 als Gehilfe des Kaſſenrendan-
ten beſchäftigt und nachdem er vom
Januar bis 15. Aug. 1877 Aſſiſtent
in der Steuer-Rezeptur in Spandau
geweſen, in Nauen als Aſſiſtent der
Stadtkaſſe angeſtellt und im Oktober
1901 zum Rendanten derſelben beför-
dert.

S:

Polterabendgrüße (Auffüh-
rungen, Glückwünſche und Lieder für
Polterabend und Hochzeit), 1893. ‒
Geburtstags-Glückwünſche für kleine
und große Kinder von M. Adolf
(pſeud.; der Verleger hat der Samm-
lung auch einige Ge. von andern bei-
gefügt), 1894. ‒ Neueſter Märchen-
ſchatz (Orig.-M.), 1896. 30. T. 1906.
‒ Gedichte, 1907.

Meyer, P. A. W. Alexander,

geb.
am 22. Febr. 1832 in Berlin, beſuchte
das dortige Friedrichswerderſche
Gymnaſium, ſtudierte dann in Berlin
u. Würzburg die Rechte, erwarb ſich
die Würde eines Dr. jur. und war
dann im Juſtizdienſt bis 1862 tätig,
u. a. auch drei Jahre in Bremen.
Nach mehrjähriger ſchriftſtelleriſcher
Tätigkeit ging er 1866 als Sekretär
der Handelskammer nach Breslau u.
wurde 1871 Generalſekretär des deut-
ſchen Handelstages in Berlin, welche
Stellung er bis 1876 innehatte. Seit-
dem widmete er ſich gänzlich ſchrift-
ſtelleriſcher Tätigkeit und ſchrieb vor
allem politiſche Artikel für die bedeu-
tendſten norddeutſchen Zeitungen.
1876 wurde er zum Mitgliede des
preußiſchen Abgeordnetenhauſes und
1881 zum Mitgliede des Reichstages
gewählt, und gehörte er beiden Kör-
perſchaften mehrere Jahrzehnte an,
war auch ſeit 1884 Mitglied der Ber-
liner Stadtverordneten-Verſamm-
lung. Jn den letzten Jahren ſeines
Lebens zog er ſich jedoch von allen
öffentlichen Ämtern zurück. Er ſtarb
in Berlin am 27. Juni 1908. Von
ſeinen Arbeiten ſind beſonders ſeine
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Mey
Biographien über Bismarck, Caprivi,
Stephan u. a. in Bettelheims „Bio-
graphiſchem Jahrbuch und deutſchem
Nekrolog‟ hervorzuheben. Hier bleibt
zu erwähnen

S:

Aus guter alter Zeit
(Berliner Bilder und Erinnerungen,
hrsg. von ſeiner Witwe und ſeinen
Kindern), 1908.

*Meyer, Alfred Richard,

pſeud.
Alfons Thurandt, wurde am
4. Auguſt 1882 in Schwerin (Meck-
lenburg) als der einzige Sohn eines
Geh. Poſtrats geboren, beſuchte die
Gymnaſien in Kiel, Arnsberg, Dort-
mund, Braunſchweig und ſtudierte
dann auf den Univerſitäten Mar-
burg, Würzburg, Göttingen, Jena
und Berlin. Den Rechtswiſſenſchaf-
ten konnte er keinen Geſchmack abge-
winnen; deshalb wandte er ſich nach
zwei Semeſtern d. Philoſophie u. Lite-
raturgeſchichte zu. Seit Beendigung
ſeiner Studien lebt er in Berlin als
freier Schriftſteller.

S:

Vicky (Verſe),
1902. ‒ Die Ebernburg (N.), 1903. ‒
Colombine. Ein Sommernachtstraum
(Dram. Szene), 1904. 2. A. 1906. ‒
Geraſſelt (N.), 1906. ‒ Zwiſchen Sor-
gen und Särgen (Neue Ge.), 1906. ‒
Nachtſonette, 1906. ‒ Berlin (Ein
impreſſioniſt. Sonettenkranz), 1907.
‒ Ahrenshooper Abende (5 lyr. Pa-
ſtelle), 1907. ‒ Nachtſonette (Ein Rei-
gen der Leidenſchaft), 1907. ‒ Bar-
nim (Ein Finale a. d. Frauengefäng-
nis), 1908. ‒ Hurra das Regiment
(Ein luſtiges Offiziers-, Studenten-
und Theater-Fiasko), 1909. ‒ Triole
(Tagebuch der Margot B.), 1910. ‒
Nasciturus (Lyr. Flugblatt), 1911. ‒
Würzburg im Taumel (Arabesken),
1911.

*Meyer, Auguſt Ferdinand,

pſd.
F. Brunold, wurde am 19. Nov.
1811 zu Pyritz in Pommern geboren.
Nach genoſſener Gymnaſialbildung
für das Baufach beſtimmt, wurde er,
nachdem Familienverhältniſſe ihn
veranlaßten, dieſem Berufe zu ent-
ſagen, Lehrer in Berlin und hier ein

*
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[444/0448] Mey Mey und trat in den Dienſt des Magiſtrats (1874). Er wurde zuerſt im Polizei- bureau als Schreiber u. ſeit Januar 1876 als Gehilfe des Kaſſenrendan- ten beſchäftigt und nachdem er vom Januar bis 15. Aug. 1877 Aſſiſtent in der Steuer-Rezeptur in Spandau geweſen, in Nauen als Aſſiſtent der Stadtkaſſe angeſtellt und im Oktober 1901 zum Rendanten derſelben beför- dert. S: Polterabendgrüße (Auffüh- rungen, Glückwünſche und Lieder für Polterabend und Hochzeit), 1893. ‒ Geburtstags-Glückwünſche für kleine und große Kinder von M. Adolf (pſeud.; der Verleger hat der Samm- lung auch einige Ge. von andern bei- gefügt), 1894. ‒ Neueſter Märchen- ſchatz (Orig.-M.), 1896. 30. T. 1906. ‒ Gedichte, 1907. Meyer, P. A. W. Alexander, geb. am 22. Febr. 1832 in Berlin, beſuchte das dortige Friedrichswerderſche Gymnaſium, ſtudierte dann in Berlin u. Würzburg die Rechte, erwarb ſich die Würde eines Dr. jur. und war dann im Juſtizdienſt bis 1862 tätig, u. a. auch drei Jahre in Bremen. Nach mehrjähriger ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit ging er 1866 als Sekretär der Handelskammer nach Breslau u. wurde 1871 Generalſekretär des deut- ſchen Handelstages in Berlin, welche Stellung er bis 1876 innehatte. Seit- dem widmete er ſich gänzlich ſchrift- ſtelleriſcher Tätigkeit und ſchrieb vor allem politiſche Artikel für die bedeu- tendſten norddeutſchen Zeitungen. 1876 wurde er zum Mitgliede des preußiſchen Abgeordnetenhauſes und 1881 zum Mitgliede des Reichstages gewählt, und gehörte er beiden Kör- perſchaften mehrere Jahrzehnte an, war auch ſeit 1884 Mitglied der Ber- liner Stadtverordneten-Verſamm- lung. Jn den letzten Jahren ſeines Lebens zog er ſich jedoch von allen öffentlichen Ämtern zurück. Er ſtarb in Berlin am 27. Juni 1908. Von ſeinen Arbeiten ſind beſonders ſeine Biographien über Bismarck, Caprivi, Stephan u. a. in Bettelheims „Bio- graphiſchem Jahrbuch und deutſchem Nekrolog‟ hervorzuheben. Hier bleibt zu erwähnen S: Aus guter alter Zeit (Berliner Bilder und Erinnerungen, hrsg. von ſeiner Witwe und ſeinen Kindern), 1908. *Meyer, Alfred Richard, pſeud. Alfons Thurandt, wurde am 4. Auguſt 1882 in Schwerin (Meck- lenburg) als der einzige Sohn eines Geh. Poſtrats geboren, beſuchte die Gymnaſien in Kiel, Arnsberg, Dort- mund, Braunſchweig und ſtudierte dann auf den Univerſitäten Mar- burg, Würzburg, Göttingen, Jena und Berlin. Den Rechtswiſſenſchaf- ten konnte er keinen Geſchmack abge- winnen; deshalb wandte er ſich nach zwei Semeſtern d. Philoſophie u. Lite- raturgeſchichte zu. Seit Beendigung ſeiner Studien lebt er in Berlin als freier Schriftſteller. S: Vicky (Verſe), 1902. ‒ Die Ebernburg (N.), 1903. ‒ Colombine. Ein Sommernachtstraum (Dram. Szene), 1904. 2. A. 1906. ‒ Geraſſelt (N.), 1906. ‒ Zwiſchen Sor- gen und Särgen (Neue Ge.), 1906. ‒ Nachtſonette, 1906. ‒ Berlin (Ein impreſſioniſt. Sonettenkranz), 1907. ‒ Ahrenshooper Abende (5 lyr. Pa- ſtelle), 1907. ‒ Nachtſonette (Ein Rei- gen der Leidenſchaft), 1907. ‒ Bar- nim (Ein Finale a. d. Frauengefäng- nis), 1908. ‒ Hurra das Regiment (Ein luſtiges Offiziers-, Studenten- und Theater-Fiasko), 1909. ‒ Triole (Tagebuch der Margot B.), 1910. ‒ Nasciturus (Lyr. Flugblatt), 1911. ‒ Würzburg im Taumel (Arabesken), 1911. *Meyer, Auguſt Ferdinand, pſd. F. Brunold, wurde am 19. Nov. 1811 zu Pyritz in Pommern geboren. Nach genoſſener Gymnaſialbildung für das Baufach beſtimmt, wurde er, nachdem Familienverhältniſſe ihn veranlaßten, dieſem Berufe zu ent- ſagen, Lehrer in Berlin und hier ein *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 444. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/448>, abgerufen am 19.03.2019.