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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Koch
Knaben von großem Einfluß gewesen,
der schon als Gymnasiast seine ersten
Lieder sang. Nachdem er in St. Gallen
die Primarschule und die katholische
Kantonsrealschule besucht hatte, kam
er 1882 auf das Gymnasium in Stans,
Kt. Unterwalden, in das Seraphische
Seminar der Kapuziner, nach dessen
Absolvierung er in die nordtiroli-
sche Kupuzinerprovinz aufgenommen
wurde, in der er am 24. Mai 1890
die feierliche Profeß ablegte. Seine
Studien hat er im Orden vollendet
und zwei Jahre auf Philosophie und
vier auf Theologie verwandt. Jn
den Jahren 1894-95 war er in Ster-
zing am Brenner Aushilfspater und
hatte als solcher den Gemeinden in
den umliegenden Tälern zu predigen.
Dann war er ein Jahr lang in glei-
cher Eigenschaft in Ried in Oberöster-
reich tätig, und seit 1896 war er als
Lektor (d. h. als Lehrer für Religion
und deutsche Sprache) an der Haus-
schule in Bruneck im Pustertal an-
gestellt. Von hier wurde er in glei-
cher Eigenschaft 1910 nach Jnnsbruck
versetzt, wo er auch Schriftwart am
"Fidelisblatt" ist.

S:

Liebfrauenlobs
Marienleben (Ein Kranz Legenden u.
Lieder), 1899. 2. A. 1907 in 3 Büchern:
I. Bethlehem (Ge. 2. A.). - II. Lieb-
frauenleben (Ge. 2. A.). - III. Lieb-
frauenminne (Ge. 2. A.). - Have pia
anima
(Lr. auf meiner Mutter Tod),
1906. - Kirchenlieder, 1907. Neue
Folge, 1909. - Bilder vom heiligen
Land (Reisebeschrbg.), 1909. - Aus
stillen Bergen (Sk.), 1910.

*Koch, Hans,

pseud. Johannes
Leonhardus,
geb. am 4. Februar
1881 in St. Avold (Lothringen) als
der Sohn eines kaiserlichen Richters,
erhielt seine wissenschaftliche Vorbil-
dung auf den Gymnasien in Thann,
Mülhausen und Straßburg i. E. und
widmete sich dann dem Studium der
Medizin. Nachdem er sich den Dok-
torgrad erworben, auch seiner Mili-
tärpflicht genügt hatte, trat er als
[Spaltenumbruch]

Koch
Assistenzarzt bei der Universitätsklinik
in Straßburg in die Praxis ein.

S:


Dieweil es Lebens gilt! (R.), 1905. -
Mein Lebtag geht auf krummen We-
gen! (Ge.), 1905. - Proleten (Nn.),
1908.

*Koch, Johannes Rudolf,

pseud.
Horst Waldheim, wurde am 29.
Novbr. 1868 zu Osterburg i. d. Alt-
mark als der Sohn eines Gymnasial-
lehrers geboren, besuchte dort die
Volksschule und das Progymnasium,
später die Gymnasien in Seehausen
u. Salzwedel und studierte seit 1888
in Marburg u. Berlin Theologie und
Philosophie, hörte auch nebenher in
Berlin mit Vorliebe geschichtliche u.
nationalökonomische Vorlesungen.
1892 erwarb er sich in Tübingen die
Würde eines Dr. phil. und legte in
den Jahren 1893 u. 1896 seine bei-
den theologischen Examina vor dem
Konsistorium in Dessau (Anhalt) ab.
Nachdem er seit 1896 ein Jahr lang
Hofmeister u. Erzieher im Hause des
Freiherrn v. Palm im Schloß Mühl-
hausen am Neckar bei Stuttgart ge-
wesen war, wurde er im Oktbr. 1897
Hilfsprediger in Harzgerode im Harz,
am 1. Mai 1898 dritter Geistlicher
an St. Bartholomäi in Zerbst und
Pfarrvikar des Zerbster Kirchenkrei-
ses und am 1. Mai 1901 Diakonus
in Hecklingen.

S:

Grete Minden (Ein
Trsp. - Versdrama -), 1897. 2. A.
u. d. T.: Grete Minden (Altmärki-
sches Volkssp. der Stadt Tanger-
münde), 1902. - Friedemann Bach
(Tr., dramat. Bearbeitg. des gleich-
namigen R. von A. E. Brachvogel),
1900.

Koch, Johann,

geb. am 30. Novbr.
1802 in Bremen als der Sohn eines
Kaufmanns, trat nach Besuch einer
gewöhnlichen Volksschule als Lehr-
ling in das Geschäft seines Vaters
ein, das er aber nach Überwindung
mancher Schwierigkeiten wieder ver-
ließ, um zu studieren. Er absolvierte
1824 die Hauptschule seiner Vater-

*


[Spaltenumbruch]

Koch
Knaben von großem Einfluß geweſen,
der ſchon als Gymnaſiaſt ſeine erſten
Lieder ſang. Nachdem er in St. Gallen
die Primarſchule und die katholiſche
Kantonsrealſchule beſucht hatte, kam
er 1882 auf das Gymnaſium in Stans,
Kt. Unterwalden, in das Seraphiſche
Seminar der Kapuziner, nach deſſen
Abſolvierung er in die nordtiroli-
ſche Kupuzinerprovinz aufgenommen
wurde, in der er am 24. Mai 1890
die feierliche Profeß ablegte. Seine
Studien hat er im Orden vollendet
und zwei Jahre auf Philoſophie und
vier auf Theologie verwandt. Jn
den Jahren 1894‒95 war er in Ster-
zing am Brenner Aushilfspater und
hatte als ſolcher den Gemeinden in
den umliegenden Tälern zu predigen.
Dann war er ein Jahr lang in glei-
cher Eigenſchaft in Ried in Oberöſter-
reich tätig, und ſeit 1896 war er als
Lektor (d. h. als Lehrer für Religion
und deutſche Sprache) an der Haus-
ſchule in Bruneck im Puſtertal an-
geſtellt. Von hier wurde er in glei-
cher Eigenſchaft 1910 nach Jnnsbruck
verſetzt, wo er auch Schriftwart am
„Fidelisblatt‟ iſt.

S:

Liebfrauenlobs
Marienleben (Ein Kranz Legenden u.
Lieder), 1899. 2. A. 1907 in 3 Büchern:
I. Bethlehem (Ge. 2. A.). ‒ II. Lieb-
frauenleben (Ge. 2. A.). ‒ III. Lieb-
frauenminne (Ge. 2. A.). ‒ Have pia
anima
(Lr. auf meiner Mutter Tod),
1906. ‒ Kirchenlieder, 1907. Neue
Folge, 1909. ‒ Bilder vom heiligen
Land (Reiſebeſchrbg.), 1909. ‒ Aus
ſtillen Bergen (Sk.), 1910.

*Koch, Hans,

pſeud. Johannes
Leonhardus,
geb. am 4. Februar
1881 in St. Avold (Lothringen) als
der Sohn eines kaiſerlichen Richters,
erhielt ſeine wiſſenſchaftliche Vorbil-
dung auf den Gymnaſien in Thann,
Mülhauſen und Straßburg i. E. und
widmete ſich dann dem Studium der
Medizin. Nachdem er ſich den Dok-
torgrad erworben, auch ſeiner Mili-
tärpflicht genügt hatte, trat er als
[Spaltenumbruch]

Koch
Aſſiſtenzarzt bei der Univerſitätsklinik
in Straßburg in die Praxis ein.

S:


Dieweil es Lebens gilt! (R.), 1905. ‒
Mein Lebtag geht auf krummen We-
gen! (Ge.), 1905. ‒ Proleten (Nn.),
1908.

*Koch, Johannes Rudolf,

pſeud.
Horſt Waldheim, wurde am 29.
Novbr. 1868 zu Oſterburg i. d. Alt-
mark als der Sohn eines Gymnaſial-
lehrers geboren, beſuchte dort die
Volksſchule und das Progymnaſium,
ſpäter die Gymnaſien in Seehauſen
u. Salzwedel und ſtudierte ſeit 1888
in Marburg u. Berlin Theologie und
Philoſophie, hörte auch nebenher in
Berlin mit Vorliebe geſchichtliche u.
nationalökonomiſche Vorleſungen.
1892 erwarb er ſich in Tübingen die
Würde eines Dr. phil. und legte in
den Jahren 1893 u. 1896 ſeine bei-
den theologiſchen Examina vor dem
Konſiſtorium in Deſſau (Anhalt) ab.
Nachdem er ſeit 1896 ein Jahr lang
Hofmeiſter u. Erzieher im Hauſe des
Freiherrn v. Palm im Schloß Mühl-
hauſen am Neckar bei Stuttgart ge-
weſen war, wurde er im Oktbr. 1897
Hilfsprediger in Harzgerode im Harz,
am 1. Mai 1898 dritter Geiſtlicher
an St. Bartholomäi in Zerbſt und
Pfarrvikar des Zerbſter Kirchenkrei-
ſes und am 1. Mai 1901 Diakonus
in Hecklingen.

S:

Grete Minden (Ein
Trſp. ‒ Versdrama ‒), 1897. 2. A.
u. d. T.: Grete Minden (Altmärki-
ſches Volksſp. der Stadt Tanger-
münde), 1902. ‒ Friedemann Bach
(Tr., dramat. Bearbeitg. des gleich-
namigen R. von A. E. Brachvogel),
1900.

Koch, Johann,

geb. am 30. Novbr.
1802 in Bremen als der Sohn eines
Kaufmanns, trat nach Beſuch einer
gewöhnlichen Volksſchule als Lehr-
ling in das Geſchäft ſeines Vaters
ein, das er aber nach Überwindung
mancher Schwierigkeiten wieder ver-
ließ, um zu ſtudieren. Er abſolvierte
1824 die Hauptſchule ſeiner Vater-

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[41/0045] Koch Koch Knaben von großem Einfluß geweſen, der ſchon als Gymnaſiaſt ſeine erſten Lieder ſang. Nachdem er in St. Gallen die Primarſchule und die katholiſche Kantonsrealſchule beſucht hatte, kam er 1882 auf das Gymnaſium in Stans, Kt. Unterwalden, in das Seraphiſche Seminar der Kapuziner, nach deſſen Abſolvierung er in die nordtiroli- ſche Kupuzinerprovinz aufgenommen wurde, in der er am 24. Mai 1890 die feierliche Profeß ablegte. Seine Studien hat er im Orden vollendet und zwei Jahre auf Philoſophie und vier auf Theologie verwandt. Jn den Jahren 1894‒95 war er in Ster- zing am Brenner Aushilfspater und hatte als ſolcher den Gemeinden in den umliegenden Tälern zu predigen. Dann war er ein Jahr lang in glei- cher Eigenſchaft in Ried in Oberöſter- reich tätig, und ſeit 1896 war er als Lektor (d. h. als Lehrer für Religion und deutſche Sprache) an der Haus- ſchule in Bruneck im Puſtertal an- geſtellt. Von hier wurde er in glei- cher Eigenſchaft 1910 nach Jnnsbruck verſetzt, wo er auch Schriftwart am „Fidelisblatt‟ iſt. S: Liebfrauenlobs Marienleben (Ein Kranz Legenden u. Lieder), 1899. 2. A. 1907 in 3 Büchern: I. Bethlehem (Ge. 2. A.). ‒ II. Lieb- frauenleben (Ge. 2. A.). ‒ III. Lieb- frauenminne (Ge. 2. A.). ‒ Have pia anima (Lr. auf meiner Mutter Tod), 1906. ‒ Kirchenlieder, 1907. Neue Folge, 1909. ‒ Bilder vom heiligen Land (Reiſebeſchrbg.), 1909. ‒ Aus ſtillen Bergen (Sk.), 1910. *Koch, Hans, pſeud. Johannes Leonhardus, geb. am 4. Februar 1881 in St. Avold (Lothringen) als der Sohn eines kaiſerlichen Richters, erhielt ſeine wiſſenſchaftliche Vorbil- dung auf den Gymnaſien in Thann, Mülhauſen und Straßburg i. E. und widmete ſich dann dem Studium der Medizin. Nachdem er ſich den Dok- torgrad erworben, auch ſeiner Mili- tärpflicht genügt hatte, trat er als Aſſiſtenzarzt bei der Univerſitätsklinik in Straßburg in die Praxis ein. S: Dieweil es Lebens gilt! (R.), 1905. ‒ Mein Lebtag geht auf krummen We- gen! (Ge.), 1905. ‒ Proleten (Nn.), 1908. *Koch, Johannes Rudolf, pſeud. Horſt Waldheim, wurde am 29. Novbr. 1868 zu Oſterburg i. d. Alt- mark als der Sohn eines Gymnaſial- lehrers geboren, beſuchte dort die Volksſchule und das Progymnaſium, ſpäter die Gymnaſien in Seehauſen u. Salzwedel und ſtudierte ſeit 1888 in Marburg u. Berlin Theologie und Philoſophie, hörte auch nebenher in Berlin mit Vorliebe geſchichtliche u. nationalökonomiſche Vorleſungen. 1892 erwarb er ſich in Tübingen die Würde eines Dr. phil. und legte in den Jahren 1893 u. 1896 ſeine bei- den theologiſchen Examina vor dem Konſiſtorium in Deſſau (Anhalt) ab. Nachdem er ſeit 1896 ein Jahr lang Hofmeiſter u. Erzieher im Hauſe des Freiherrn v. Palm im Schloß Mühl- hauſen am Neckar bei Stuttgart ge- weſen war, wurde er im Oktbr. 1897 Hilfsprediger in Harzgerode im Harz, am 1. Mai 1898 dritter Geiſtlicher an St. Bartholomäi in Zerbſt und Pfarrvikar des Zerbſter Kirchenkrei- ſes und am 1. Mai 1901 Diakonus in Hecklingen. S: Grete Minden (Ein Trſp. ‒ Versdrama ‒), 1897. 2. A. u. d. T.: Grete Minden (Altmärki- ſches Volksſp. der Stadt Tanger- münde), 1902. ‒ Friedemann Bach (Tr., dramat. Bearbeitg. des gleich- namigen R. von A. E. Brachvogel), 1900. Koch, Johann, geb. am 30. Novbr. 1802 in Bremen als der Sohn eines Kaufmanns, trat nach Beſuch einer gewöhnlichen Volksſchule als Lehr- ling in das Geſchäft ſeines Vaters ein, das er aber nach Überwindung mancher Schwierigkeiten wieder ver- ließ, um zu ſtudieren. Er abſolvierte 1824 die Hauptſchule ſeiner Vater- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 41. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/45>, abgerufen am 22.03.2019.