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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mey
Novellen, 1.-4. Bd., 1882 (Jnhalt:
Der Schuß von der Kanzel [sep.
4. A. 1889]. - Das Amulett. - Plau-
tus im Nonnenkloster. - Gustav
Adolfs Page). - Die Leiden eines
Knaben (N.), 1883. 3. A. 1889. -
Die Hochzeit des Mönchs (N.), 1884.
4. A. 1889. - Novellen; II, 1885. 3. A.
1889. Taschenausg. 1891. - Die Rich-
terin (R.), 1885. 4. A. 1899. - Die
Versuchung des Peskara (N.), 1887.
6. A. 1890. - König u. Heiliger, 3. A.
1882. - Angela Borgia (N.), 1891.
5. A. 1893. - Louise von Francois
u. Konrad Ferd. Meyer. Ein Brief-
wechsel, hrsg. von A. Bettelheim,
1905. - Briefe; hrsg. v. Ad. Frey; II,
1908. - Sämtliche Schriften; IX, 1905.

Meyerdiercks, Christian,

geb. am
10. Aug. 1826 in Lesum bei Bremen,
lebte dort als Bäcker und Kaufmann.

S:

Lesumer Gedanken (Plattd. Dn.),
2. A. 1885. (Sv.)

*Meyerhof, Leonie,

pseud. Leo
Hildeck,
wurde am 2. März 1860 zu
Hildesheim als das jüngste von fünf
Kindern einer gebildeten Kaufmanns-
familie geboren und wuchs unter der
liebevollen Leitung einer gemüt- und
geistvollen, wenn auch stets leidenden
Mutter auf, die mit ihrem Gatten in
ungetrübt glücklicher Ehe lebte. Für
die Ausbildung der Tochter, auch in
der Musik und Malerei, wurde durch
tüchtige Lehrer gesorgt und ihr poe-
tisches Talent frühe durch die Mutter
gefördert. Letztere starb, als die
Tochter kaum erwachsen war (1877).
Neun Jahre später siedelte der Vater
mit zweien seiner Töchter nach Frank-
furt a. M. über, wo die älteste Toch-
ter verheiratet war, und nachdem
diese 1887 Witwe geworden, lebte die
Dichterin vereinigt mit der verwit-
weten Schwester und deren Kindern
in ihrem Hause. Nach dem Tode ihres
Vaters (1900) nahm sie ihren Wohn-
sitz in München, von wo aus sie Tirol
u. Jtalien bereiste, kehrte aber 1902
nach Frankfurt a. M. zurück.

S:

Sil-
[Spaltenumbruch]

Mey
houetten (3 En.), 1886. - Ungleiche
Pole (Lsp.), 1887. - Sie hat Talent
(Lsp.), 1887. - Feuertaufe (Lustsp.),
1888. - Der goldene Käfig u. andere
Novellen, 1892. - Abseits vom Wege
(2 Nn.), 1893. - Mittagssonne (R.),
1894. - Feuersäule (Geschichte eines
schlechten Menschen), 1895. - Wollen
und Werden (R.), 1896. - Das Zau-
bergewand. Die Beichte einer Frau
(En.), 1897. - Libellen, 1898. - Abend-
sturm (Schsp.), 1899. - Bis ans Ende
(R.), 1899. - Herbstbeichte (Ein Lie-
besroman), 1900. - Töchter der Zeit
(Münchener R.), 1903. - Das Ewig-
Lebendige (R.), 1. und 2. A. 1905. -
Eigensinnige Herzen (R.), 1906.

Meyern-Hohenberg, Gustav
Freiherr von,

wurde am 10. Septbr.
1820 zu Kalvörde geboren, einer
braunschweigischen Enklave der preu-
ßischen Altmark, und teils auf den
Besitzungen seiner Familie in der Alt-
mark, teils auf dem Gymnasium in
Stendal erzogen u. vorgebildet. Er
studierte in Göttingen u. Berlin die
Rechte, trat 1842 zu Koburg in den
Staatsdienst und fand zuerst im dor-
tigen Justizamt, dann im Justiz-Kol-
legium daselbst Verwendung. Der
Sprachfehler des Stotterns erschien
ihm aber mit seiner Stellung unver-
träglich und er dachte schon daran,
den Staatsdienst gänzlich zu quittie-
ren, als ihn der Herzog 1843 zum
Sekretariat der Landesregierung ver-
setzte u. zum Kammerherrn ernannte.
Jm Mai 1848 ging M. als Sekretär
des herzogl. Bundestagsgesandten
v. Stockmar nach Frankfurt a. M. u.
wurde im Juni als Legationssekretär
mit der Vertretung der Gesandtschaft
betraut. Seit 1852 Geh. Kabinetts-
sekretär des Herzogs, begleitete er
denselben 1854 nach Paris u. Wien,
wurde 1855 zum Kabinettsrat, 1859
zum Geh. Kabinettsrat befördert,
1860 mit der Jntendantur des Hof-
theaters betraut, 1866 aber zum
General-Jntendanten desselben er-

*


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Mey
Novellen, 1.‒4. Bd., 1882 (Jnhalt:
Der Schuß von der Kanzel [ſep.
4. A. 1889]. ‒ Das Amulett. ‒ Plau-
tus im Nonnenkloſter. ‒ Guſtav
Adolfs Page). ‒ Die Leiden eines
Knaben (N.), 1883. 3. A. 1889. ‒
Die Hochzeit des Mönchs (N.), 1884.
4. A. 1889. ‒ Novellen; II, 1885. 3. A.
1889. Taſchenausg. 1891. ‒ Die Rich-
terin (R.), 1885. 4. A. 1899. ‒ Die
Verſuchung des Peskara (N.), 1887.
6. A. 1890. ‒ König u. Heiliger, 3. A.
1882. ‒ Angela Borgia (N.), 1891.
5. A. 1893. ‒ Louiſe von François
u. Konrad Ferd. Meyer. Ein Brief-
wechſel, hrsg. von A. Bettelheim,
1905. ‒ Briefe; hrsg. v. Ad. Frey; II,
1908. ‒ Sämtliche Schriften; IX, 1905.

Meyerdiercks, Chriſtian,

geb. am
10. Aug. 1826 in Leſum bei Bremen,
lebte dort als Bäcker und Kaufmann.

S:

Leſumer Gedanken (Plattd. Dn.),
2. A. 1885. (Sv.)

*Meyerhof, Leonie,

pſeud. Leo
Hildeck,
wurde am 2. März 1860 zu
Hildesheim als das jüngſte von fünf
Kindern einer gebildeten Kaufmanns-
familie geboren und wuchs unter der
liebevollen Leitung einer gemüt- und
geiſtvollen, wenn auch ſtets leidenden
Mutter auf, die mit ihrem Gatten in
ungetrübt glücklicher Ehe lebte. Für
die Ausbildung der Tochter, auch in
der Muſik und Malerei, wurde durch
tüchtige Lehrer geſorgt und ihr poe-
tiſches Talent frühe durch die Mutter
gefördert. Letztere ſtarb, als die
Tochter kaum erwachſen war (1877).
Neun Jahre ſpäter ſiedelte der Vater
mit zweien ſeiner Töchter nach Frank-
furt a. M. über, wo die älteſte Toch-
ter verheiratet war, und nachdem
dieſe 1887 Witwe geworden, lebte die
Dichterin vereinigt mit der verwit-
weten Schweſter und deren Kindern
in ihrem Hauſe. Nach dem Tode ihres
Vaters (1900) nahm ſie ihren Wohn-
ſitz in München, von wo aus ſie Tirol
u. Jtalien bereiſte, kehrte aber 1902
nach Frankfurt a. M. zurück.

S:

Sil-
[Spaltenumbruch]

Mey
houetten (3 En.), 1886. ‒ Ungleiche
Pole (Lſp.), 1887. ‒ Sie hat Talent
(Lſp.), 1887. ‒ Feuertaufe (Luſtſp.),
1888. ‒ Der goldene Käfig u. andere
Novellen, 1892. ‒ Abſeits vom Wege
(2 Nn.), 1893. ‒ Mittagsſonne (R.),
1894. ‒ Feuerſäule (Geſchichte eines
ſchlechten Menſchen), 1895. ‒ Wollen
und Werden (R.), 1896. ‒ Das Zau-
bergewand. Die Beichte einer Frau
(En.), 1897. ‒ Libellen, 1898. ‒ Abend-
ſturm (Schſp.), 1899. ‒ Bis ans Ende
(R.), 1899. ‒ Herbſtbeichte (Ein Lie-
besroman), 1900. ‒ Töchter der Zeit
(Münchener R.), 1903. ‒ Das Ewig-
Lebendige (R.), 1. und 2. A. 1905. ‒
Eigenſinnige Herzen (R.), 1906.

Meyern-Hohenberg, Guſtav
Freiherr von,

wurde am 10. Septbr.
1820 zu Kalvörde geboren, einer
braunſchweigiſchen Enklave der preu-
ßiſchen Altmark, und teils auf den
Beſitzungen ſeiner Familie in der Alt-
mark, teils auf dem Gymnaſium in
Stendal erzogen u. vorgebildet. Er
ſtudierte in Göttingen u. Berlin die
Rechte, trat 1842 zu Koburg in den
Staatsdienſt und fand zuerſt im dor-
tigen Juſtizamt, dann im Juſtiz-Kol-
legium daſelbſt Verwendung. Der
Sprachfehler des Stotterns erſchien
ihm aber mit ſeiner Stellung unver-
träglich und er dachte ſchon daran,
den Staatsdienſt gänzlich zu quittie-
ren, als ihn der Herzog 1843 zum
Sekretariat der Landesregierung ver-
ſetzte u. zum Kammerherrn ernannte.
Jm Mai 1848 ging M. als Sekretär
des herzogl. Bundestagsgeſandten
v. Stockmar nach Frankfurt a. M. u.
wurde im Juni als Legationsſekretär
mit der Vertretung der Geſandtſchaft
betraut. Seit 1852 Geh. Kabinetts-
ſekretär des Herzogs, begleitete er
denſelben 1854 nach Paris u. Wien,
wurde 1855 zum Kabinettsrat, 1859
zum Geh. Kabinettsrat befördert,
1860 mit der Jntendantur des Hof-
theaters betraut, 1866 aber zum
General-Jntendanten desſelben er-

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[460/0464] Mey Mey Novellen, 1.‒4. Bd., 1882 (Jnhalt: Der Schuß von der Kanzel [ſep. 4. A. 1889]. ‒ Das Amulett. ‒ Plau- tus im Nonnenkloſter. ‒ Guſtav Adolfs Page). ‒ Die Leiden eines Knaben (N.), 1883. 3. A. 1889. ‒ Die Hochzeit des Mönchs (N.), 1884. 4. A. 1889. ‒ Novellen; II, 1885. 3. A. 1889. Taſchenausg. 1891. ‒ Die Rich- terin (R.), 1885. 4. A. 1899. ‒ Die Verſuchung des Peskara (N.), 1887. 6. A. 1890. ‒ König u. Heiliger, 3. A. 1882. ‒ Angela Borgia (N.), 1891. 5. A. 1893. ‒ Louiſe von François u. Konrad Ferd. Meyer. Ein Brief- wechſel, hrsg. von A. Bettelheim, 1905. ‒ Briefe; hrsg. v. Ad. Frey; II, 1908. ‒ Sämtliche Schriften; IX, 1905. Meyerdiercks, Chriſtian, geb. am 10. Aug. 1826 in Leſum bei Bremen, lebte dort als Bäcker und Kaufmann. S: Leſumer Gedanken (Plattd. Dn.), 2. A. 1885. (Sv.) *Meyerhof, Leonie, pſeud. Leo Hildeck, wurde am 2. März 1860 zu Hildesheim als das jüngſte von fünf Kindern einer gebildeten Kaufmanns- familie geboren und wuchs unter der liebevollen Leitung einer gemüt- und geiſtvollen, wenn auch ſtets leidenden Mutter auf, die mit ihrem Gatten in ungetrübt glücklicher Ehe lebte. Für die Ausbildung der Tochter, auch in der Muſik und Malerei, wurde durch tüchtige Lehrer geſorgt und ihr poe- tiſches Talent frühe durch die Mutter gefördert. Letztere ſtarb, als die Tochter kaum erwachſen war (1877). Neun Jahre ſpäter ſiedelte der Vater mit zweien ſeiner Töchter nach Frank- furt a. M. über, wo die älteſte Toch- ter verheiratet war, und nachdem dieſe 1887 Witwe geworden, lebte die Dichterin vereinigt mit der verwit- weten Schweſter und deren Kindern in ihrem Hauſe. Nach dem Tode ihres Vaters (1900) nahm ſie ihren Wohn- ſitz in München, von wo aus ſie Tirol u. Jtalien bereiſte, kehrte aber 1902 nach Frankfurt a. M. zurück. S: Sil- houetten (3 En.), 1886. ‒ Ungleiche Pole (Lſp.), 1887. ‒ Sie hat Talent (Lſp.), 1887. ‒ Feuertaufe (Luſtſp.), 1888. ‒ Der goldene Käfig u. andere Novellen, 1892. ‒ Abſeits vom Wege (2 Nn.), 1893. ‒ Mittagsſonne (R.), 1894. ‒ Feuerſäule (Geſchichte eines ſchlechten Menſchen), 1895. ‒ Wollen und Werden (R.), 1896. ‒ Das Zau- bergewand. Die Beichte einer Frau (En.), 1897. ‒ Libellen, 1898. ‒ Abend- ſturm (Schſp.), 1899. ‒ Bis ans Ende (R.), 1899. ‒ Herbſtbeichte (Ein Lie- besroman), 1900. ‒ Töchter der Zeit (Münchener R.), 1903. ‒ Das Ewig- Lebendige (R.), 1. und 2. A. 1905. ‒ Eigenſinnige Herzen (R.), 1906. Meyern-Hohenberg, Guſtav Freiherr von, wurde am 10. Septbr. 1820 zu Kalvörde geboren, einer braunſchweigiſchen Enklave der preu- ßiſchen Altmark, und teils auf den Beſitzungen ſeiner Familie in der Alt- mark, teils auf dem Gymnaſium in Stendal erzogen u. vorgebildet. Er ſtudierte in Göttingen u. Berlin die Rechte, trat 1842 zu Koburg in den Staatsdienſt und fand zuerſt im dor- tigen Juſtizamt, dann im Juſtiz-Kol- legium daſelbſt Verwendung. Der Sprachfehler des Stotterns erſchien ihm aber mit ſeiner Stellung unver- träglich und er dachte ſchon daran, den Staatsdienſt gänzlich zu quittie- ren, als ihn der Herzog 1843 zum Sekretariat der Landesregierung ver- ſetzte u. zum Kammerherrn ernannte. Jm Mai 1848 ging M. als Sekretär des herzogl. Bundestagsgeſandten v. Stockmar nach Frankfurt a. M. u. wurde im Juni als Legationsſekretär mit der Vertretung der Geſandtſchaft betraut. Seit 1852 Geh. Kabinetts- ſekretär des Herzogs, begleitete er denſelben 1854 nach Paris u. Wien, wurde 1855 zum Kabinettsrat, 1859 zum Geh. Kabinettsrat befördert, 1860 mit der Jntendantur des Hof- theaters betraut, 1866 aber zum General-Jntendanten desſelben er- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 460. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/464>, abgerufen am 20.03.2019.