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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mich
vierte. Er studierte dann bis 1900 in
München und Würzburg die Rechte;
doch scheiterte seine juristische Lauf-
bahn an einem Nervenleiden. Nach-
dem er 1900-01 in Mainz seiner Mi-
litärpflicht genügt, ging er nach
München, um sich der Schriftstellerei
zu widmen, für welche er stets Sym-
pathie empfunden hatte.

S:

Apollon
und Dionysos (Dualistische Streif-
züge), 1904. - Rainer Maria Rilke
(Literar. Studie), 1906. - Der Zu-
schauer (Ge.), 1907. - Das Teuflische
und Groteske in der bildenden Kunst,
1910.

*Michel, Maria,

pseud. Maria
Rebe,
wurde am 12. Jan. 1826 zu
Kleeburg bei Weißenburg im Elsaß
als die Tochter des dortigen Pfar-
rers Heitz geboren. Zur Lehrerin
auf dem (1846) neubegründeten Leh-
rerinenseminar (Normalschule) in
Straßburg ausgebildet, stand sie 1848
bis 1849 einer Kleinkinderbewahr-
anstalt vor, ging dann als Hilfs-
lehrerin an die Normalschule in
Straßburg und verheiratete sich 1850
mit dem Pfarrer Michel in Rap-
poltsweiler, wo sie bis zu dessen Tode
(1890) lebte. Dann verzog sie nach
Hagenau im Elsaß. Jn den Jahren
1887-96 gab sie den Elsässer Fami-
lienkalender "Vogesengrün" heraus.
Außer mehreren populären Schriften
über Haushaltungskunde veröffent-
lichte sie

S:

Jm Wein ertrinken mehr
als im Wasser (E.), 1867. 2. A. 1890.
- Erzählungen fürs Volk, 1868. -
Am Eichstein (E. a. d. Aargau), 1873.
2. A. 1898. - Andreas König (E. aus
dem Elsaß), 1875. - Silberadel. Jn
dritter Klasse (En. a. d. Elsaß), 1880.
- Ein Brand aus dem Feuer (E.),
1881. - Unter einem Dach, 1883. 2. A.
1906. - Goldene Hauben (Federzeich-
nungen a. d. Elsaß), 1884. - Schwarz-
brot (Elsässer En.), 1886. 2. Bd. 1890.
- Am Strengbach (E.), 1886. - El-
sässisches Zuckerdings f. kleine Schnä-
belchen, 1886. - Berg auf und ab (E.),
[Spaltenumbruch]

Mich
1887. - Jst's wahr? (M.), 1888. -
Der Dreistein (E.), 1888. - Wer der
Sünde den Sonntag gibt, dem nimmt
sie die Woche (E.), 1888. - Wenn der
liebe Gott nicht bei der Erziehung
hilft, dem hilft ein anderer (E.),
1888. - Wer den lieben Gott nicht
zur Hochzeit einladet, bekommt einen
bösen Gast (E.), 1888. - Johann
Heinrich Oberlin, Pfarrer im Stein-
tal. Sein Leben und Wirken, 1892. -
Fallend Laub (E.), 1901. - Vogesen-
grün (En.), 1902. - Wie Pastor von
Bodelschwingh den Peter aus dem
Elsaß unter seinen Schirm nahm (E.),
1906. - Am richtigen Heilquell (Preis-
schrift), 1909.

Michelis, Eduard,

* am 6. Febr.
1813 zu St. Mauriz b. Münster (West-
falen) als der Sohn des (1835 +)
Kupferstechers Franz M., studierte
nach Absolvierung des Gymnasiums
zu Münster von 1832-35 an der dor-
tigen Akademie, trat 1835 in das
bischöfliche Seminar daselbst ein und
erhielt am 6. April 1836 die Priester-
weihe. Er ging nun nach Köln. Der
Erzbischof Clemens August v. Droste-
Vischering erwählte M. zu seinem
Hauskaplan und Geheimsekretär. Als
solcher teilte er seit der Jnhaftierung
seines Oberhirten dessen Schicksal; er
wurde mit ihm zunächst (November
1837) nach Minden abgeführt, von
1838 bis April 1840 in Magdeburg
u. dann in Erfurt gefangen gehalten.
1841 kehrte er nach Münster zurück,
wo er sich den Studien und der
Seelsorge widmete, wurde 1844 zum
Lizentiaten der Theologie promoviert
u. 1845 als Professor der Dogmatik
an das deutsche Priesterseminar zu
Luxemburg berufen, wo er am 8. Juni
1855 starb.

S:

Lieder aus Westfalen
(Aus dem Nachlaß, hrsg. von seinem
Bruder Friedrich), 1857.

Michelis, Friedrich,

Bruder von
Eduard M., wurde am 27. Juli 1815
zu Münster geboren, besuchte das
Gymnasium und seit 1834 die Akade-

*


[Spaltenumbruch]

Mich
vierte. Er ſtudierte dann bis 1900 in
München und Würzburg die Rechte;
doch ſcheiterte ſeine juriſtiſche Lauf-
bahn an einem Nervenleiden. Nach-
dem er 1900‒01 in Mainz ſeiner Mi-
litärpflicht genügt, ging er nach
München, um ſich der Schriftſtellerei
zu widmen, für welche er ſtets Sym-
pathie empfunden hatte.

S:

Apollon
und Dionyſos (Dualiſtiſche Streif-
züge), 1904. ‒ Rainer Maria Rilke
(Literar. Studie), 1906. ‒ Der Zu-
ſchauer (Ge.), 1907. ‒ Das Teufliſche
und Groteske in der bildenden Kunſt,
1910.

*Michel, Maria,

pſeud. Maria
Rebe,
wurde am 12. Jan. 1826 zu
Kleeburg bei Weißenburg im Elſaß
als die Tochter des dortigen Pfar-
rers Heitz geboren. Zur Lehrerin
auf dem (1846) neubegründeten Leh-
rerinenſeminar (Normalſchule) in
Straßburg ausgebildet, ſtand ſie 1848
bis 1849 einer Kleinkinderbewahr-
anſtalt vor, ging dann als Hilfs-
lehrerin an die Normalſchule in
Straßburg und verheiratete ſich 1850
mit dem Pfarrer Michel in Rap-
poltsweiler, wo ſie bis zu deſſen Tode
(1890) lebte. Dann verzog ſie nach
Hagenau im Elſaß. Jn den Jahren
1887‒96 gab ſie den Elſäſſer Fami-
lienkalender „Vogeſengrün‟ heraus.
Außer mehreren populären Schriften
über Haushaltungskunde veröffent-
lichte ſie

S:

Jm Wein ertrinken mehr
als im Waſſer (E.), 1867. 2. A. 1890.
‒ Erzählungen fürs Volk, 1868. ‒
Am Eichſtein (E. a. d. Aargau), 1873.
2. A. 1898. ‒ Andreas König (E. aus
dem Elſaß), 1875. ‒ Silberadel. Jn
dritter Klaſſe (En. a. d. Elſaß), 1880.
‒ Ein Brand aus dem Feuer (E.),
1881. ‒ Unter einem Dach, 1883. 2. A.
1906. ‒ Goldene Hauben (Federzeich-
nungen a. d. Elſaß), 1884. ‒ Schwarz-
brot (Elſäſſer En.), 1886. 2. Bd. 1890.
‒ Am Strengbach (E.), 1886. ‒ El-
ſäſſiſches Zuckerdings f. kleine Schnä-
belchen, 1886. ‒ Berg auf und ab (E.),
[Spaltenumbruch]

Mich
1887. ‒ Jſt’s wahr? (M.), 1888. ‒
Der Dreiſtein (E.), 1888. ‒ Wer der
Sünde den Sonntag gibt, dem nimmt
ſie die Woche (E.), 1888. ‒ Wenn der
liebe Gott nicht bei der Erziehung
hilft, dem hilft ein anderer (E.),
1888. ‒ Wer den lieben Gott nicht
zur Hochzeit einladet, bekommt einen
böſen Gaſt (E.), 1888. ‒ Johann
Heinrich Oberlin, Pfarrer im Stein-
tal. Sein Leben und Wirken, 1892. ‒
Fallend Laub (E.), 1901. ‒ Vogeſen-
grün (En.), 1902. ‒ Wie Paſtor von
Bodelſchwingh den Peter aus dem
Elſaß unter ſeinen Schirm nahm (E.),
1906. ‒ Am richtigen Heilquell (Preis-
ſchrift), 1909.

Michelis, Eduard,

* am 6. Febr.
1813 zu St. Mauriz b. Münſter (Weſt-
falen) als der Sohn des (1835 †)
Kupferſtechers Franz M., ſtudierte
nach Abſolvierung des Gymnaſiums
zu Münſter von 1832‒35 an der dor-
tigen Akademie, trat 1835 in das
biſchöfliche Seminar daſelbſt ein und
erhielt am 6. April 1836 die Prieſter-
weihe. Er ging nun nach Köln. Der
Erzbiſchof Clemens Auguſt v. Droſte-
Viſchering erwählte M. zu ſeinem
Hauskaplan und Geheimſekretär. Als
ſolcher teilte er ſeit der Jnhaftierung
ſeines Oberhirten deſſen Schickſal; er
wurde mit ihm zunächſt (November
1837) nach Minden abgeführt, von
1838 bis April 1840 in Magdeburg
u. dann in Erfurt gefangen gehalten.
1841 kehrte er nach Münſter zurück,
wo er ſich den Studien und der
Seelſorge widmete, wurde 1844 zum
Lizentiaten der Theologie promoviert
u. 1845 als Profeſſor der Dogmatik
an das deutſche Prieſterſeminar zu
Luxemburg berufen, wo er am 8. Juni
1855 ſtarb.

S:

Lieder aus Weſtfalen
(Aus dem Nachlaß, hrsg. von ſeinem
Bruder Friedrich), 1857.

Michelis, Friedrich,

Bruder von
Eduard M., wurde am 27. Juli 1815
zu Münſter geboren, beſuchte das
Gymnaſium und ſeit 1834 die Akade-

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[469/0473] Mich Mich vierte. Er ſtudierte dann bis 1900 in München und Würzburg die Rechte; doch ſcheiterte ſeine juriſtiſche Lauf- bahn an einem Nervenleiden. Nach- dem er 1900‒01 in Mainz ſeiner Mi- litärpflicht genügt, ging er nach München, um ſich der Schriftſtellerei zu widmen, für welche er ſtets Sym- pathie empfunden hatte. S: Apollon und Dionyſos (Dualiſtiſche Streif- züge), 1904. ‒ Rainer Maria Rilke (Literar. Studie), 1906. ‒ Der Zu- ſchauer (Ge.), 1907. ‒ Das Teufliſche und Groteske in der bildenden Kunſt, 1910. *Michel, Maria, pſeud. Maria Rebe, wurde am 12. Jan. 1826 zu Kleeburg bei Weißenburg im Elſaß als die Tochter des dortigen Pfar- rers Heitz geboren. Zur Lehrerin auf dem (1846) neubegründeten Leh- rerinenſeminar (Normalſchule) in Straßburg ausgebildet, ſtand ſie 1848 bis 1849 einer Kleinkinderbewahr- anſtalt vor, ging dann als Hilfs- lehrerin an die Normalſchule in Straßburg und verheiratete ſich 1850 mit dem Pfarrer Michel in Rap- poltsweiler, wo ſie bis zu deſſen Tode (1890) lebte. Dann verzog ſie nach Hagenau im Elſaß. Jn den Jahren 1887‒96 gab ſie den Elſäſſer Fami- lienkalender „Vogeſengrün‟ heraus. Außer mehreren populären Schriften über Haushaltungskunde veröffent- lichte ſie S: Jm Wein ertrinken mehr als im Waſſer (E.), 1867. 2. A. 1890. ‒ Erzählungen fürs Volk, 1868. ‒ Am Eichſtein (E. a. d. Aargau), 1873. 2. A. 1898. ‒ Andreas König (E. aus dem Elſaß), 1875. ‒ Silberadel. Jn dritter Klaſſe (En. a. d. Elſaß), 1880. ‒ Ein Brand aus dem Feuer (E.), 1881. ‒ Unter einem Dach, 1883. 2. A. 1906. ‒ Goldene Hauben (Federzeich- nungen a. d. Elſaß), 1884. ‒ Schwarz- brot (Elſäſſer En.), 1886. 2. Bd. 1890. ‒ Am Strengbach (E.), 1886. ‒ El- ſäſſiſches Zuckerdings f. kleine Schnä- belchen, 1886. ‒ Berg auf und ab (E.), 1887. ‒ Jſt’s wahr? (M.), 1888. ‒ Der Dreiſtein (E.), 1888. ‒ Wer der Sünde den Sonntag gibt, dem nimmt ſie die Woche (E.), 1888. ‒ Wenn der liebe Gott nicht bei der Erziehung hilft, dem hilft ein anderer (E.), 1888. ‒ Wer den lieben Gott nicht zur Hochzeit einladet, bekommt einen böſen Gaſt (E.), 1888. ‒ Johann Heinrich Oberlin, Pfarrer im Stein- tal. Sein Leben und Wirken, 1892. ‒ Fallend Laub (E.), 1901. ‒ Vogeſen- grün (En.), 1902. ‒ Wie Paſtor von Bodelſchwingh den Peter aus dem Elſaß unter ſeinen Schirm nahm (E.), 1906. ‒ Am richtigen Heilquell (Preis- ſchrift), 1909. Michelis, Eduard, * am 6. Febr. 1813 zu St. Mauriz b. Münſter (Weſt- falen) als der Sohn des (1835 †) Kupferſtechers Franz M., ſtudierte nach Abſolvierung des Gymnaſiums zu Münſter von 1832‒35 an der dor- tigen Akademie, trat 1835 in das biſchöfliche Seminar daſelbſt ein und erhielt am 6. April 1836 die Prieſter- weihe. Er ging nun nach Köln. Der Erzbiſchof Clemens Auguſt v. Droſte- Viſchering erwählte M. zu ſeinem Hauskaplan und Geheimſekretär. Als ſolcher teilte er ſeit der Jnhaftierung ſeines Oberhirten deſſen Schickſal; er wurde mit ihm zunächſt (November 1837) nach Minden abgeführt, von 1838 bis April 1840 in Magdeburg u. dann in Erfurt gefangen gehalten. 1841 kehrte er nach Münſter zurück, wo er ſich den Studien und der Seelſorge widmete, wurde 1844 zum Lizentiaten der Theologie promoviert u. 1845 als Profeſſor der Dogmatik an das deutſche Prieſterſeminar zu Luxemburg berufen, wo er am 8. Juni 1855 ſtarb. S: Lieder aus Weſtfalen (Aus dem Nachlaß, hrsg. von ſeinem Bruder Friedrich), 1857. Michelis, Friedrich, Bruder von Eduard M., wurde am 27. Juli 1815 zu Münſter geboren, beſuchte das Gymnaſium und ſeit 1834 die Akade- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 469. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/473>, abgerufen am 20.03.2019.