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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mie
mit Goethe, die er hier machte, reifte
in ihm den festen Entschluß, die Stu-
dien wieder aufzunehmen, u. da sein
Vater diesen Entschluß billigte, so
kehrte er auf das Friedrichs-Real-
gymnasium zurück, machte nach drei
Jahren das Abiturium, studierte
1896-1901 in Berlin und Heidelberg
deutsche Literatur und promovierte
mit einer Arbeit über "Ludwig Tiecks
Lyrik" (1901). Er widmete sich nun
der Journalistik, gehörte seit 1902
der Redaktion der "Post" in Berlin,
dann der Redaktion des "Wiesbade-
ner Tageblatts" an u. lebt seit 1903
als freier Schriftsteller wieder in
Berlin. Außer verschiedenen Über-
setzungen englischer und französischer
Schriftsteller veröffentlichte er

S:

Der
Andere (Nn.), 1904. - Die Unzuläng-
lichen (Nn.), 1906. - Ein Menschen-
leben (Alltagsbriefe unserer Klassiker,
ausgew. und eingeleitet), 1907.

*Miethe, Karoline,

pseudon. C.
Thieme, geb. am 14. März 1834 zu
Berlin als die Tochter des königl.
Hauptmünzrendanten Wilhelm Goe-
deking,
lebt seit 1857 als Gattin
des Stadtrats A. Miethe in Pots-
dam. Obgleich ihre novellistischen
Arbeiten bisher noch nicht alle in
selbständigen Ausgaben erschienen
sind, gehört sie doch zu den bekannte-
ren Schriftstellerinnen, da sie seit
1869 für die verschiedensten Zeitun-
gen und Zeitschriften Romane und
Novellen geliefert hat.

S:

Axenstein
(Doppelnovelle), 1894.

Mietzke, Ernst,

geb. am 29. Mai
1849 in Neustrelitz, besuchte hier und
in Rostock das Gymnasium, trat nach
Ablegung der Maturitätsprüfung
1870 zur Ableistung seiner Militär-
pflicht in das Heer ein u. machte den
Feldzug in Frankreich mit. Heimge-
kehrt, studierte er bis 1874 in Berlin
klassische Philologie, leitete danach
bis 1886 eine höhere Privatschule in
Schleswig-Holstein und lebte seitdem
als Schriftsteller in Berlin. Er starb
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Mil
dort 1899.

S:

Ut minen ollen Fründ
Muse sine Huslihrertid (in plattd.
Mdt.), 1887.

*Migerka, Katharina,

geb. am 8.
Dezbr. 1844 zu Tilsit in Ostpreußen,
kam nach ihrer Verheiratung nach
Brünn in Mähren u. 1872 nach Wien,
wohin ihr Gatte als Zentral-Ge-
werbeinspektor ins Handelsministe-
rium berufen wurde. Außer ihren
Reisebriefen, die das Ergebnis einer
Reise nach Amerika sind, und außer
einer Volkserzählung hat C. M. nur
Schriften veröffentlicht, welche der
Wohlfahrt und Hebung der unbemit-
telten, namentlich aber der arbeiten-
den Klassen gewidmet sind. Sie hat
damit ein Gebiet betreten, zu dem sie
Menschenliebe u. Gerechtigkeitsgefühl
drängte, und das ihr auch durch die
Stellung ihres Gatten näher gerückt
wurde. Zu ihren Arbeiten nach die-
ser Seite hin gehören besonders die
deutschen Bearbeitungen von "Das
häusliche Glück" (1889, 5. A. 1895)
u. "Dr. Bernardo Homes' Rettungs-
und Wohlfahrts-Anstalten" (1892).

S:

Briefe aus Philadelphia an eine
Freundin, 1877. - Die stolze Lene
(Volksrom.), 1887. 2. A. 1889.

*Migerka, Helene,

die Tochter der
Vorigen, wurde am 13. Septbr. 1867
in Brünn geboren, empfing in Wien,
wohin sie 1872 mit den Eltern kam,
ihre Ausbildung und lebt noch jetzt
daselbst im glücklichen Familienkreise
ihres elterlichen Hauses.

S:

Gedichte,
1890. - Neue Gedichte, 1894.

Mikado,

Pseud. für Karl Edler
von der Planitz; s. d.!

Milanis, C.,

Pseud. für Katha-
rina Michaelis;
s. d.!

Milar-Gersdorff, Bertha,

siehe
Bertha Mohr!

Milbach, Karl,

geb. 1869 in Deutz
bei Köln a. Rhein als der Sohn eines
Kaufmanns, widmete sich trotz großer
Neigung zu wissenschaftlichen Stu-
dien nach neunjährigem Besuch des
Gymnasiums dem Kaufmannsstande,

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Mie
mit Goethe, die er hier machte, reifte
in ihm den feſten Entſchluß, die Stu-
dien wieder aufzunehmen, u. da ſein
Vater dieſen Entſchluß billigte, ſo
kehrte er auf das Friedrichs-Real-
gymnaſium zurück, machte nach drei
Jahren das Abiturium, ſtudierte
1896‒1901 in Berlin und Heidelberg
deutſche Literatur und promovierte
mit einer Arbeit über „Ludwig Tiecks
Lyrik‟ (1901). Er widmete ſich nun
der Journaliſtik, gehörte ſeit 1902
der Redaktion der „Poſt‟ in Berlin,
dann der Redaktion des „Wiesbade-
ner Tageblatts‟ an u. lebt ſeit 1903
als freier Schriftſteller wieder in
Berlin. Außer verſchiedenen Über-
ſetzungen engliſcher und franzöſiſcher
Schriftſteller veröffentlichte er

S:

Der
Andere (Nn.), 1904. ‒ Die Unzuläng-
lichen (Nn.), 1906. ‒ Ein Menſchen-
leben (Alltagsbriefe unſerer Klaſſiker,
ausgew. und eingeleitet), 1907.

*Miethe, Karoline,

pſeudon. C.
Thieme, geb. am 14. März 1834 zu
Berlin als die Tochter des königl.
Hauptmünzrendanten Wilhelm Goe-
deking,
lebt ſeit 1857 als Gattin
des Stadtrats A. Miethe in Pots-
dam. Obgleich ihre novelliſtiſchen
Arbeiten bisher noch nicht alle in
ſelbſtändigen Ausgaben erſchienen
ſind, gehört ſie doch zu den bekannte-
ren Schriftſtellerinnen, da ſie ſeit
1869 für die verſchiedenſten Zeitun-
gen und Zeitſchriften Romane und
Novellen geliefert hat.

S:

Axenſtein
(Doppelnovelle), 1894.

Mietzke, Ernſt,

geb. am 29. Mai
1849 in Neuſtrelitz, beſuchte hier und
in Roſtock das Gymnaſium, trat nach
Ablegung der Maturitätsprüfung
1870 zur Ableiſtung ſeiner Militär-
pflicht in das Heer ein u. machte den
Feldzug in Frankreich mit. Heimge-
kehrt, ſtudierte er bis 1874 in Berlin
klaſſiſche Philologie, leitete danach
bis 1886 eine höhere Privatſchule in
Schleswig-Holſtein und lebte ſeitdem
als Schriftſteller in Berlin. Er ſtarb
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Mil
dort 1899.

S:

Ut minen ollen Fründ
Muſe ſine Huslihrertid (in plattd.
Mdt.), 1887.

*Migerka, Katharina,

geb. am 8.
Dezbr. 1844 zu Tilſit in Oſtpreußen,
kam nach ihrer Verheiratung nach
Brünn in Mähren u. 1872 nach Wien,
wohin ihr Gatte als Zentral-Ge-
werbeinſpektor ins Handelsminiſte-
rium berufen wurde. Außer ihren
Reiſebriefen, die das Ergebnis einer
Reiſe nach Amerika ſind, und außer
einer Volkserzählung hat C. M. nur
Schriften veröffentlicht, welche der
Wohlfahrt und Hebung der unbemit-
telten, namentlich aber der arbeiten-
den Klaſſen gewidmet ſind. Sie hat
damit ein Gebiet betreten, zu dem ſie
Menſchenliebe u. Gerechtigkeitsgefühl
drängte, und das ihr auch durch die
Stellung ihres Gatten näher gerückt
wurde. Zu ihren Arbeiten nach die-
ſer Seite hin gehören beſonders die
deutſchen Bearbeitungen von „Das
häusliche Glück‟ (1889, 5. A. 1895)
u. „Dr. Bernardo Homes’ Rettungs-
und Wohlfahrts-Anſtalten‟ (1892).

S:

Briefe aus Philadelphia an eine
Freundin, 1877. ‒ Die ſtolze Lene
(Volksrom.), 1887. 2. A. 1889.

*Migerka, Helene,

die Tochter der
Vorigen, wurde am 13. Septbr. 1867
in Brünn geboren, empfing in Wien,
wohin ſie 1872 mit den Eltern kam,
ihre Ausbildung und lebt noch jetzt
daſelbſt im glücklichen Familienkreiſe
ihres elterlichen Hauſes.

S:

Gedichte,
1890. ‒ Neue Gedichte, 1894.

Mikado,

Pſeud. für Karl Edler
von der Planitz; ſ. d.!

Milanis, C.,

Pſeud. für Katha-
rina Michaelis;
ſ. d.!

Milár-Gersdorff, Bertha,

ſiehe
Bertha Mohr!

Milbach, Karl,

geb. 1869 in Deutz
bei Köln a. Rhein als der Sohn eines
Kaufmanns, widmete ſich trotz großer
Neigung zu wiſſenſchaftlichen Stu-
dien nach neunjährigem Beſuch des
Gymnaſiums dem Kaufmannsſtande,

*
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[474/0478] Mie Mil mit Goethe, die er hier machte, reifte in ihm den feſten Entſchluß, die Stu- dien wieder aufzunehmen, u. da ſein Vater dieſen Entſchluß billigte, ſo kehrte er auf das Friedrichs-Real- gymnaſium zurück, machte nach drei Jahren das Abiturium, ſtudierte 1896‒1901 in Berlin und Heidelberg deutſche Literatur und promovierte mit einer Arbeit über „Ludwig Tiecks Lyrik‟ (1901). Er widmete ſich nun der Journaliſtik, gehörte ſeit 1902 der Redaktion der „Poſt‟ in Berlin, dann der Redaktion des „Wiesbade- ner Tageblatts‟ an u. lebt ſeit 1903 als freier Schriftſteller wieder in Berlin. Außer verſchiedenen Über- ſetzungen engliſcher und franzöſiſcher Schriftſteller veröffentlichte er S: Der Andere (Nn.), 1904. ‒ Die Unzuläng- lichen (Nn.), 1906. ‒ Ein Menſchen- leben (Alltagsbriefe unſerer Klaſſiker, ausgew. und eingeleitet), 1907. *Miethe, Karoline, pſeudon. C. Thieme, geb. am 14. März 1834 zu Berlin als die Tochter des königl. Hauptmünzrendanten Wilhelm Goe- deking, lebt ſeit 1857 als Gattin des Stadtrats A. Miethe in Pots- dam. Obgleich ihre novelliſtiſchen Arbeiten bisher noch nicht alle in ſelbſtändigen Ausgaben erſchienen ſind, gehört ſie doch zu den bekannte- ren Schriftſtellerinnen, da ſie ſeit 1869 für die verſchiedenſten Zeitun- gen und Zeitſchriften Romane und Novellen geliefert hat. S: Axenſtein (Doppelnovelle), 1894. Mietzke, Ernſt, geb. am 29. Mai 1849 in Neuſtrelitz, beſuchte hier und in Roſtock das Gymnaſium, trat nach Ablegung der Maturitätsprüfung 1870 zur Ableiſtung ſeiner Militär- pflicht in das Heer ein u. machte den Feldzug in Frankreich mit. Heimge- kehrt, ſtudierte er bis 1874 in Berlin klaſſiſche Philologie, leitete danach bis 1886 eine höhere Privatſchule in Schleswig-Holſtein und lebte ſeitdem als Schriftſteller in Berlin. Er ſtarb dort 1899. S: Ut minen ollen Fründ Muſe ſine Huslihrertid (in plattd. Mdt.), 1887. *Migerka, Katharina, geb. am 8. Dezbr. 1844 zu Tilſit in Oſtpreußen, kam nach ihrer Verheiratung nach Brünn in Mähren u. 1872 nach Wien, wohin ihr Gatte als Zentral-Ge- werbeinſpektor ins Handelsminiſte- rium berufen wurde. Außer ihren Reiſebriefen, die das Ergebnis einer Reiſe nach Amerika ſind, und außer einer Volkserzählung hat C. M. nur Schriften veröffentlicht, welche der Wohlfahrt und Hebung der unbemit- telten, namentlich aber der arbeiten- den Klaſſen gewidmet ſind. Sie hat damit ein Gebiet betreten, zu dem ſie Menſchenliebe u. Gerechtigkeitsgefühl drängte, und das ihr auch durch die Stellung ihres Gatten näher gerückt wurde. Zu ihren Arbeiten nach die- ſer Seite hin gehören beſonders die deutſchen Bearbeitungen von „Das häusliche Glück‟ (1889, 5. A. 1895) u. „Dr. Bernardo Homes’ Rettungs- und Wohlfahrts-Anſtalten‟ (1892). S: Briefe aus Philadelphia an eine Freundin, 1877. ‒ Die ſtolze Lene (Volksrom.), 1887. 2. A. 1889. *Migerka, Helene, die Tochter der Vorigen, wurde am 13. Septbr. 1867 in Brünn geboren, empfing in Wien, wohin ſie 1872 mit den Eltern kam, ihre Ausbildung und lebt noch jetzt daſelbſt im glücklichen Familienkreiſe ihres elterlichen Hauſes. S: Gedichte, 1890. ‒ Neue Gedichte, 1894. Mikado, Pſeud. für Karl Edler von der Planitz; ſ. d.! Milanis, C., Pſeud. für Katha- rina Michaelis; ſ. d.! Milár-Gersdorff, Bertha, ſiehe Bertha Mohr! Milbach, Karl, geb. 1869 in Deutz bei Köln a. Rhein als der Sohn eines Kaufmanns, widmete ſich trotz großer Neigung zu wiſſenſchaftlichen Stu- dien nach neunjährigem Beſuch des Gymnaſiums dem Kaufmannsſtande, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 474. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/478>, abgerufen am 27.03.2019.