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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kog
Dr. theol. verliehen und 1887 wurde
er vom Könige mit der Präbende eines
Domherrn von Brandenburg beehrt.
Lange andauernde Krankheit zwang
ihn, 1892 die Generalsuperintenden-
tur niederzulegen und 1894 aus dem
Oberkirchenrat auszuscheiden. Er
starb in Berlin am 2. Juli 1896.

S:


Gedichte, 1891. 2. A. 1900. 3. A. 1907.
- Am Meeresstrand von Sylt und
Norderney (Ge.), 1893.

Kogl,

Pseud. für Kajetan Kogl-
gruber;
s. d.!

*Koglgruber, Kajetan

(eigentlich
Johann von Nepomuk), wurde am
14. Mai 1817 als der Sohn eines
Müllers zu Wartberg im Mühlviertel
Oberösterreichs geboren, besuchte sechs
Jahre die Pfarrschule seines Ortes,
absolvierte 1830-38 die Gymnasial-
und philosophischen Studien in Linz
und trat behufs theologischen Studi-
ums in das dortige Priesterseminar
ein. Jm Herbst 1839 fand er Auf-
nahme im Prämonstratenserstift
Schlägl im Mühlkreise, erhielt den
Namen Kajetan, legte 1841 die feier-
lichen Gelübde ab, wurde 1843 in
Linz zum Priester geweiht und nach-
dem er ein Jahr im Stifte als Pre-
diger und Katechet fungiert hatte,
Kooperator in Ulrichsberg, 1848 in
Aigen, 1854 Pfarrvikar in Schwarzen-
berg und kam 1860 als solcher nach
Ulrichsberg. Jnfolge einer schweren
Erkältung kehrte er 1863 in das Stift
Schlägl zurück, wo ihm das Offizium
eines Küchen- und Kellermeisters
und Bräuhausrerwalters zugewiesen
wurde. Jm Jahre 1880 trat er wegen
großer und andauernder Kränklichkeit
in den Ruhestand und lebte er seitdem
teils in Linz, teils im Stift Schlägl.
Der Bischof von Linz verlieh ihm in
Anerkennung seiner Verdienste den
Titel eines geistlichen Rats. K. starb
in Schlägl am 13. Nov. 1907.

S:

Ge-
dichte in oberösterreichischer Mund-
art, 1.-4. Serie, 1876-78. Gesamt-
ausgabe unter demselben Titel, 1879;
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Koh
5. Serie, 1880. - Die hohe Braut
kommt (Dr. Gelegenheitssp. f. d. Ju-
gend), 1881. - Das Vermählungs-
präsent (Dr. Festsp. f. d. Jugend),
1881. - Dramatische Jugendspiele,
1881. - Schwester Regina, oder: Die
versalzene Suppe (Lsp.), 1882. - Die
Schwestern des Missionars (Dr.),
1882. - Die Jubelfeier des Anfalls
von Österreich, Steiermark und Krain
an das Haus Habsburg (Dr.), 1882.
- Das Gespenst wider Willen (Lsp.),
1885. 3. A. 1904. - Die entschuldigte
Gouvernante (Lsp.), 1885. - Die
Predigt-Auszüge u. die Gratulations-
geschenke (Lsp.), 1885. 2. A. 1901. -
Das Glück der Verfolgten (Lsp.), 1885.
- Der Kuckuck als Prophet (Lsp.),
1883. - Wiens Belagerung und Ent-
satz 1683 (Dr.), 1885. - Verehrungs-
blättchen zum 11. Juli 1885 (Ge.),
1885.

*Kohl, Albert,

geb. am 9. Juli 1872
zu Hessen in Braunschweig als der
Sohn eines Steuerbeamten, besuchte
die Realschule in Seesen am Harz und
trat nach dem frühen Tode seines
Vaters in ein kaufmännisches Engros-
Geschäft in Goslar ein, wo er, ein
Siebzehnjähriger, neben Franz Evers
(s. d.) eine Zeitlang Mitherausgeber
der "Literarischen Blätter" war.
Bald entsagte er dem kaufmännischen
Berufe und führte dann, mannigfach
literarisch tätig, ein unruhiges Va-
gantenleben, das ihn weit in Deutsch-
land und Österreich umherwarf. Seit
einer Reihe von Jahren lebt er als
Feuilleton-Redakteur der "Nord-
häuser Zeitung" in Nordhausen
(Prov. Sachsen).

S:

Gedichte, 1906.

*Kohl, Anton,

geb. am 19. Juni
1851 zu Kipfenberg in Mittelfranken
(Bayern), besuchte das Gymnasium
zu Eichstätt bis 1871 und studierte
darauf im dortigen Lyzeum Theologie
und Philosophie. Nachdem er 1876
die Priesterweihe empfangen, wirkte
er erst in Raitenbach seit 1877 als
Pfarrprovisor in Pölling, wurde 1878

*


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Kog
Dr. theol. verliehen und 1887 wurde
er vom Könige mit der Präbende eines
Domherrn von Brandenburg beehrt.
Lange andauernde Krankheit zwang
ihn, 1892 die Generalſuperintenden-
tur niederzulegen und 1894 aus dem
Oberkirchenrat auszuſcheiden. Er
ſtarb in Berlin am 2. Juli 1896.

S:


Gedichte, 1891. 2. A. 1900. 3. A. 1907.
‒ Am Meeresſtrand von Sylt und
Norderney (Ge.), 1893.

Kogl,

Pſeud. für Kajetan Kogl-
gruber;
ſ. d.!

*Koglgruber, Kajetan

(eigentlich
Johann von Nepomuk), wurde am
14. Mai 1817 als der Sohn eines
Müllers zu Wartberg im Mühlviertel
Oberöſterreichs geboren, beſuchte ſechs
Jahre die Pfarrſchule ſeines Ortes,
abſolvierte 1830‒38 die Gymnaſial-
und philoſophiſchen Studien in Linz
und trat behufs theologiſchen Studi-
ums in das dortige Prieſterſeminar
ein. Jm Herbſt 1839 fand er Auf-
nahme im Prämonſtratenſerſtift
Schlägl im Mühlkreiſe, erhielt den
Namen Kajetan, legte 1841 die feier-
lichen Gelübde ab, wurde 1843 in
Linz zum Prieſter geweiht und nach-
dem er ein Jahr im Stifte als Pre-
diger und Katechet fungiert hatte,
Kooperator in Ulrichsberg, 1848 in
Aigen, 1854 Pfarrvikar in Schwarzen-
berg und kam 1860 als ſolcher nach
Ulrichsberg. Jnfolge einer ſchweren
Erkältung kehrte er 1863 in das Stift
Schlägl zurück, wo ihm das Offizium
eines Küchen- und Kellermeiſters
und Bräuhausrerwalters zugewieſen
wurde. Jm Jahre 1880 trat er wegen
großer und andauernder Kränklichkeit
in den Ruheſtand und lebte er ſeitdem
teils in Linz, teils im Stift Schlägl.
Der Biſchof von Linz verlieh ihm in
Anerkennung ſeiner Verdienſte den
Titel eines geiſtlichen Rats. K. ſtarb
in Schlägl am 13. Nov. 1907.

S:

Ge-
dichte in oberöſterreichiſcher Mund-
art, 1.‒4. Serie, 1876‒78. Geſamt-
ausgabe unter demſelben Titel, 1879;
[Spaltenumbruch]

Koh
5. Serie, 1880. ‒ Die hohe Braut
kommt (Dr. Gelegenheitsſp. f. d. Ju-
gend), 1881. ‒ Das Vermählungs-
präſent (Dr. Feſtſp. f. d. Jugend),
1881. ‒ Dramatiſche Jugendſpiele,
1881. ‒ Schweſter Regina, oder: Die
verſalzene Suppe (Lſp.), 1882. ‒ Die
Schweſtern des Miſſionars (Dr.),
1882. ‒ Die Jubelfeier des Anfalls
von Öſterreich, Steiermark und Krain
an das Haus Habsburg (Dr.), 1882.
‒ Das Geſpenſt wider Willen (Lſp.),
1885. 3. A. 1904. ‒ Die entſchuldigte
Gouvernante (Lſp.), 1885. ‒ Die
Predigt-Auszüge u. die Gratulations-
geſchenke (Lſp.), 1885. 2. A. 1901. ‒
Das Glück der Verfolgten (Lſp.), 1885.
‒ Der Kuckuck als Prophet (Lſp.),
1883. ‒ Wiens Belagerung und Ent-
ſatz 1683 (Dr.), 1885. ‒ Verehrungs-
blättchen zum 11. Juli 1885 (Ge.),
1885.

*Kohl, Albert,

geb. am 9. Juli 1872
zu Heſſen in Braunſchweig als der
Sohn eines Steuerbeamten, beſuchte
die Realſchule in Seeſen am Harz und
trat nach dem frühen Tode ſeines
Vaters in ein kaufmänniſches Engros-
Geſchäft in Goslar ein, wo er, ein
Siebzehnjähriger, neben Franz Evers
(ſ. d.) eine Zeitlang Mitherausgeber
der „Literariſchen Blätter‟ war.
Bald entſagte er dem kaufmänniſchen
Berufe und führte dann, mannigfach
literariſch tätig, ein unruhiges Va-
gantenleben, das ihn weit in Deutſch-
land und Öſterreich umherwarf. Seit
einer Reihe von Jahren lebt er als
Feuilleton-Redakteur der „Nord-
häuſer Zeitung‟ in Nordhauſen
(Prov. Sachſen).

S:

Gedichte, 1906.

*Kohl, Anton,

geb. am 19. Juni
1851 zu Kipfenberg in Mittelfranken
(Bayern), beſuchte das Gymnaſium
zu Eichſtätt bis 1871 und ſtudierte
darauf im dortigen Lyzeum Theologie
und Philoſophie. Nachdem er 1876
die Prieſterweihe empfangen, wirkte
er erſt in Raitenbach ſeit 1877 als
Pfarrproviſor in Pölling, wurde 1878

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[48/0052] Kog Koh Dr. theol. verliehen und 1887 wurde er vom Könige mit der Präbende eines Domherrn von Brandenburg beehrt. Lange andauernde Krankheit zwang ihn, 1892 die Generalſuperintenden- tur niederzulegen und 1894 aus dem Oberkirchenrat auszuſcheiden. Er ſtarb in Berlin am 2. Juli 1896. S: Gedichte, 1891. 2. A. 1900. 3. A. 1907. ‒ Am Meeresſtrand von Sylt und Norderney (Ge.), 1893. Kogl, Pſeud. für Kajetan Kogl- gruber; ſ. d.! *Koglgruber, Kajetan (eigentlich Johann von Nepomuk), wurde am 14. Mai 1817 als der Sohn eines Müllers zu Wartberg im Mühlviertel Oberöſterreichs geboren, beſuchte ſechs Jahre die Pfarrſchule ſeines Ortes, abſolvierte 1830‒38 die Gymnaſial- und philoſophiſchen Studien in Linz und trat behufs theologiſchen Studi- ums in das dortige Prieſterſeminar ein. Jm Herbſt 1839 fand er Auf- nahme im Prämonſtratenſerſtift Schlägl im Mühlkreiſe, erhielt den Namen Kajetan, legte 1841 die feier- lichen Gelübde ab, wurde 1843 in Linz zum Prieſter geweiht und nach- dem er ein Jahr im Stifte als Pre- diger und Katechet fungiert hatte, Kooperator in Ulrichsberg, 1848 in Aigen, 1854 Pfarrvikar in Schwarzen- berg und kam 1860 als ſolcher nach Ulrichsberg. Jnfolge einer ſchweren Erkältung kehrte er 1863 in das Stift Schlägl zurück, wo ihm das Offizium eines Küchen- und Kellermeiſters und Bräuhausrerwalters zugewieſen wurde. Jm Jahre 1880 trat er wegen großer und andauernder Kränklichkeit in den Ruheſtand und lebte er ſeitdem teils in Linz, teils im Stift Schlägl. Der Biſchof von Linz verlieh ihm in Anerkennung ſeiner Verdienſte den Titel eines geiſtlichen Rats. K. ſtarb in Schlägl am 13. Nov. 1907. S: Ge- dichte in oberöſterreichiſcher Mund- art, 1.‒4. Serie, 1876‒78. Geſamt- ausgabe unter demſelben Titel, 1879; 5. Serie, 1880. ‒ Die hohe Braut kommt (Dr. Gelegenheitsſp. f. d. Ju- gend), 1881. ‒ Das Vermählungs- präſent (Dr. Feſtſp. f. d. Jugend), 1881. ‒ Dramatiſche Jugendſpiele, 1881. ‒ Schweſter Regina, oder: Die verſalzene Suppe (Lſp.), 1882. ‒ Die Schweſtern des Miſſionars (Dr.), 1882. ‒ Die Jubelfeier des Anfalls von Öſterreich, Steiermark und Krain an das Haus Habsburg (Dr.), 1882. ‒ Das Geſpenſt wider Willen (Lſp.), 1885. 3. A. 1904. ‒ Die entſchuldigte Gouvernante (Lſp.), 1885. ‒ Die Predigt-Auszüge u. die Gratulations- geſchenke (Lſp.), 1885. 2. A. 1901. ‒ Das Glück der Verfolgten (Lſp.), 1885. ‒ Der Kuckuck als Prophet (Lſp.), 1883. ‒ Wiens Belagerung und Ent- ſatz 1683 (Dr.), 1885. ‒ Verehrungs- blättchen zum 11. Juli 1885 (Ge.), 1885. *Kohl, Albert, geb. am 9. Juli 1872 zu Heſſen in Braunſchweig als der Sohn eines Steuerbeamten, beſuchte die Realſchule in Seeſen am Harz und trat nach dem frühen Tode ſeines Vaters in ein kaufmänniſches Engros- Geſchäft in Goslar ein, wo er, ein Siebzehnjähriger, neben Franz Evers (ſ. d.) eine Zeitlang Mitherausgeber der „Literariſchen Blätter‟ war. Bald entſagte er dem kaufmänniſchen Berufe und führte dann, mannigfach literariſch tätig, ein unruhiges Va- gantenleben, das ihn weit in Deutſch- land und Öſterreich umherwarf. Seit einer Reihe von Jahren lebt er als Feuilleton-Redakteur der „Nord- häuſer Zeitung‟ in Nordhauſen (Prov. Sachſen). S: Gedichte, 1906. *Kohl, Anton, geb. am 19. Juni 1851 zu Kipfenberg in Mittelfranken (Bayern), beſuchte das Gymnaſium zu Eichſtätt bis 1871 und ſtudierte darauf im dortigen Lyzeum Theologie und Philoſophie. Nachdem er 1876 die Prieſterweihe empfangen, wirkte er erſt in Raitenbach ſeit 1877 als Pfarrproviſor in Pölling, wurde 1878 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 48. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/52>, abgerufen am 18.03.2019.