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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Koh
der Nähe Wiens und 1875 als Gou-
vernante nach Slawonien, wo sie
ihren ersten novellistischen Versuch
machte. 1877 nahm sie ihren dauern-
den Aufenthalt in Wien, wo sie erst
als Musiklehrerin, nach ihrer Ver-
heiratung aber ausschließlich als
Schriftstellerin tätig ist.

S:

Ver-
schlungene Pfade (N.), 1907. - Die
Jagd nach dem Glück (N.), 1908.

Kohl von Kohlenegg, Leonhard,


pseud. Poly Henrion, wurde am
13. Dezbr. 1834 zu Wien als der Sohn
des k. k. Obristleutnants Lorenz K.
geboren, war zuerst Offizier in der
österreichischen Armee, nahm dann
aber nach dem Frieden von Villa-
franca seinen Abschied und ging nach
Paris, wo ihm durch den Verkehr
mit Meyerbeer, Rossini, Scribe, Ha-
levy die Pforten der Kunst geöffnet
wurden und er sich entschloß, Schau-
spieler zu werden. Unter dem Namen
"Poly Henrion" trat er 1860 zuerst
am Thaliatheater in Hamburg auf,
war dann am Hoftheater in Stutt-
gart, 1862 als Regisseur am Stadt-
theater in Mainz tätig, gastierte seit
1863 in Frankfurt a. M., Prag, Pest,
Würzburg, Königsberg, Wien und
nahm dann seinen Abschied von der
Bühne, um nun für dieselbe als
Schriftsteller tätig zu sein. Jm Jahre
1872 redigierte er kurze Zeit die
"Dresdener Presse", lebte dann in
Gotha, Saalfeld und starb hier am
1. Mai 1875.

S:

Jn der Bastille
(Dramolet), 1865. - Hohe Gäste
(Schw., m. Georg Belly), 1868. -
Jrdische Heilige (Moderne Mysterien);
II, 1870. - Kleindeutsche Hofgeschich-
ten; III, 1870. - Eine verpfuschte
Saison (E.); II, 1871. - Moderne
Sirenen (R.); III, 1871. - Der Roman
einer Göttin (R.), 1872. - Kleine
Jndiskretionen über große Leute,
1872. - Gesammelte dramatische Blu-
etten; II, 1872. [Jnh.: Die Liebes-
diplomaten (1863). - Mylord Car-
touche. - Meine Memoiren. - Ein
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Koh
unschuldiger Diplomat (1865). -
Kastor und Pollux. - Für nervöse
Frauen (1869). - Geheiratet (1865).
Kammerwahlen im Karneval. - Para-
graph drei. - Jhr erster Kuß. -
Brididi. - Il Barbiere de Seviglia].
- Das schwache Geschlecht (R.); II,
1875.

*Kohlenegg (eigentlich Kohl-
Kohlenegg
), Viktor von,

wurde
am 6. Februar 1872 in München ge-
boren und entstammt einer adeligen
Offiziersfamilie. Sein Vater, Leopold
Karl von K. hatte früh den Militär-
dienst quitttert, um seinen künstle-
rischen und literarischen Neigungen
zu leben, war aber schon 1875 ge-
storben; die Mutter entstammte einer
alten angesehenen Grund- und Fa-
brikbesitzerfamilie Thüringens, zu
deren Besitztum zuletzt Schloß Kitzen-
stein a. d. Saale gehörte. Die Eltern
verlebten die ersten Jahre ihrer Ehe
an den thüringischen Höfen und in
München und Dresden. Nach dem
Tode des Vaters verbrachte der Sohn
seine Kindheit (1875-82) in Saalfeld
a. d. Saale, der Heimatstadt seiner
Mutter. Letztere hatte sich 1878 zum
zweiten Male verheiratet mit einem
Angehörigen der rheinischen Groß-
industriellenfamilie Dyckerhoff. Seit
1882 lebte Viktor in Berlin, wo er
seine Schulbildung erhielt und danach
die Universität besuchte. Nach Be-
endigung seiner Studien (1895) wid-
mete er sich der Schriftstellerei und
hat er seinen Wohnsitz in Großlichter-
felde bei Berlin. Er ist seit 1905 mit
der Schriftstellerin Gertrud Triepel
(s. d. Folgende) verheiratet.

S:

Die
Höpfe (Kom. Familienr.), 1898. -
Kühnrod. Ein Lebensbild (R.), 1900.
- Bille Brandt (R.), 1900. - Paul
Utes Frau (R.), 1904. - Was Toby
von Krake schrieb und andere Ge-
schichten, 1905. - Die Ehe im Schatten
(R.), 1906. - Eifersucht (R.), 1907. -
Dorchen. Die Geschichte einer jungen
Dame von heute (R.), 1908.

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Koh
der Nähe Wiens und 1875 als Gou-
vernante nach Slawonien, wo ſie
ihren erſten novelliſtiſchen Verſuch
machte. 1877 nahm ſie ihren dauern-
den Aufenthalt in Wien, wo ſie erſt
als Muſiklehrerin, nach ihrer Ver-
heiratung aber ausſchließlich als
Schriftſtellerin tätig iſt.

S:

Ver-
ſchlungene Pfade (N.), 1907. ‒ Die
Jagd nach dem Glück (N.), 1908.

Kohl von Kohlenegg, Leonhard,


pſeud. Poly Henrion, wurde am
13. Dezbr. 1834 zu Wien als der Sohn
des k. k. Obriſtleutnants Lorenz K.
geboren, war zuerſt Offizier in der
öſterreichiſchen Armee, nahm dann
aber nach dem Frieden von Villa-
franca ſeinen Abſchied und ging nach
Paris, wo ihm durch den Verkehr
mit Meyerbeer, Roſſini, Scribe, Ha-
lévy die Pforten der Kunſt geöffnet
wurden und er ſich entſchloß, Schau-
ſpieler zu werden. Unter dem Namen
„Poly Henrion‟ trat er 1860 zuerſt
am Thaliatheater in Hamburg auf,
war dann am Hoftheater in Stutt-
gart, 1862 als Regiſſeur am Stadt-
theater in Mainz tätig, gaſtierte ſeit
1863 in Frankfurt a. M., Prag, Peſt,
Würzburg, Königsberg, Wien und
nahm dann ſeinen Abſchied von der
Bühne, um nun für dieſelbe als
Schriftſteller tätig zu ſein. Jm Jahre
1872 redigierte er kurze Zeit die
„Dresdener Preſſe‟, lebte dann in
Gotha, Saalfeld und ſtarb hier am
1. Mai 1875.

S:

Jn der Baſtille
(Dramolet), 1865. ‒ Hohe Gäſte
(Schw., m. Georg Belly), 1868. ‒
Jrdiſche Heilige (Moderne Myſterien);
II, 1870. ‒ Kleindeutſche Hofgeſchich-
ten; III, 1870. ‒ Eine verpfuſchte
Saiſon (E.); II, 1871. ‒ Moderne
Sirenen (R.); III, 1871. ‒ Der Roman
einer Göttin (R.), 1872. ‒ Kleine
Jndiskretionen über große Leute,
1872. ‒ Geſammelte dramatiſche Blu-
etten; II, 1872. [Jnh.: Die Liebes-
diplomaten (1863). ‒ Mylord Car-
touche. ‒ Meine Memoiren. ‒ Ein
[Spaltenumbruch]

Koh
unſchuldiger Diplomat (1865). ‒
Kaſtor und Pollux. ‒ Für nervöſe
Frauen (1869). ‒ Geheiratet (1865).
Kammerwahlen im Karneval. ‒ Para-
graph drei. ‒ Jhr erſter Kuß. ‒
Brididi. ‒ Il Barbiere de Seviglia].
‒ Das ſchwache Geſchlecht (R.); II,
1875.

*Kohlenegg (eigentlich Kohl-
Kohlenegg
), Viktor von,

wurde
am 6. Februar 1872 in München ge-
boren und entſtammt einer adeligen
Offiziersfamilie. Sein Vater, Leopold
Karl von K. hatte früh den Militär-
dienſt quitttert, um ſeinen künſtle-
riſchen und literariſchen Neigungen
zu leben, war aber ſchon 1875 ge-
ſtorben; die Mutter entſtammte einer
alten angeſehenen Grund- und Fa-
brikbeſitzerfamilie Thüringens, zu
deren Beſitztum zuletzt Schloß Kitzen-
ſtein a. d. Saale gehörte. Die Eltern
verlebten die erſten Jahre ihrer Ehe
an den thüringiſchen Höfen und in
München und Dresden. Nach dem
Tode des Vaters verbrachte der Sohn
ſeine Kindheit (1875‒82) in Saalfeld
a. d. Saale, der Heimatſtadt ſeiner
Mutter. Letztere hatte ſich 1878 zum
zweiten Male verheiratet mit einem
Angehörigen der rheiniſchen Groß-
induſtriellenfamilie Dyckerhoff. Seit
1882 lebte Viktor in Berlin, wo er
ſeine Schulbildung erhielt und danach
die Univerſität beſuchte. Nach Be-
endigung ſeiner Studien (1895) wid-
mete er ſich der Schriftſtellerei und
hat er ſeinen Wohnſitz in Großlichter-
felde bei Berlin. Er iſt ſeit 1905 mit
der Schriftſtellerin Gertrud Triepel
(ſ. d. Folgende) verheiratet.

S:

Die
Höpfe (Kom. Familienr.), 1898. ‒
Kühnrod. Ein Lebensbild (R.), 1900.
‒ Bille Brandt (R.), 1900. ‒ Paul
Utes Frau (R.), 1904. ‒ Was Toby
von Krake ſchrieb und andere Ge-
ſchichten, 1905. ‒ Die Ehe im Schatten
(R.), 1906. ‒ Eiferſucht (R.), 1907. ‒
Dorchen. Die Geſchichte einer jungen
Dame von heute (R.), 1908.

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[50/0054] Koh Koh der Nähe Wiens und 1875 als Gou- vernante nach Slawonien, wo ſie ihren erſten novelliſtiſchen Verſuch machte. 1877 nahm ſie ihren dauern- den Aufenthalt in Wien, wo ſie erſt als Muſiklehrerin, nach ihrer Ver- heiratung aber ausſchließlich als Schriftſtellerin tätig iſt. S: Ver- ſchlungene Pfade (N.), 1907. ‒ Die Jagd nach dem Glück (N.), 1908. Kohl von Kohlenegg, Leonhard, pſeud. Poly Henrion, wurde am 13. Dezbr. 1834 zu Wien als der Sohn des k. k. Obriſtleutnants Lorenz K. geboren, war zuerſt Offizier in der öſterreichiſchen Armee, nahm dann aber nach dem Frieden von Villa- franca ſeinen Abſchied und ging nach Paris, wo ihm durch den Verkehr mit Meyerbeer, Roſſini, Scribe, Ha- lévy die Pforten der Kunſt geöffnet wurden und er ſich entſchloß, Schau- ſpieler zu werden. Unter dem Namen „Poly Henrion‟ trat er 1860 zuerſt am Thaliatheater in Hamburg auf, war dann am Hoftheater in Stutt- gart, 1862 als Regiſſeur am Stadt- theater in Mainz tätig, gaſtierte ſeit 1863 in Frankfurt a. M., Prag, Peſt, Würzburg, Königsberg, Wien und nahm dann ſeinen Abſchied von der Bühne, um nun für dieſelbe als Schriftſteller tätig zu ſein. Jm Jahre 1872 redigierte er kurze Zeit die „Dresdener Preſſe‟, lebte dann in Gotha, Saalfeld und ſtarb hier am 1. Mai 1875. S: Jn der Baſtille (Dramolet), 1865. ‒ Hohe Gäſte (Schw., m. Georg Belly), 1868. ‒ Jrdiſche Heilige (Moderne Myſterien); II, 1870. ‒ Kleindeutſche Hofgeſchich- ten; III, 1870. ‒ Eine verpfuſchte Saiſon (E.); II, 1871. ‒ Moderne Sirenen (R.); III, 1871. ‒ Der Roman einer Göttin (R.), 1872. ‒ Kleine Jndiskretionen über große Leute, 1872. ‒ Geſammelte dramatiſche Blu- etten; II, 1872. [Jnh.: Die Liebes- diplomaten (1863). ‒ Mylord Car- touche. ‒ Meine Memoiren. ‒ Ein unſchuldiger Diplomat (1865). ‒ Kaſtor und Pollux. ‒ Für nervöſe Frauen (1869). ‒ Geheiratet (1865). Kammerwahlen im Karneval. ‒ Para- graph drei. ‒ Jhr erſter Kuß. ‒ Brididi. ‒ Il Barbiere de Seviglia]. ‒ Das ſchwache Geſchlecht (R.); II, 1875. *Kohlenegg (eigentlich Kohl- Kohlenegg), Viktor von, wurde am 6. Februar 1872 in München ge- boren und entſtammt einer adeligen Offiziersfamilie. Sein Vater, Leopold Karl von K. hatte früh den Militär- dienſt quitttert, um ſeinen künſtle- riſchen und literariſchen Neigungen zu leben, war aber ſchon 1875 ge- ſtorben; die Mutter entſtammte einer alten angeſehenen Grund- und Fa- brikbeſitzerfamilie Thüringens, zu deren Beſitztum zuletzt Schloß Kitzen- ſtein a. d. Saale gehörte. Die Eltern verlebten die erſten Jahre ihrer Ehe an den thüringiſchen Höfen und in München und Dresden. Nach dem Tode des Vaters verbrachte der Sohn ſeine Kindheit (1875‒82) in Saalfeld a. d. Saale, der Heimatſtadt ſeiner Mutter. Letztere hatte ſich 1878 zum zweiten Male verheiratet mit einem Angehörigen der rheiniſchen Groß- induſtriellenfamilie Dyckerhoff. Seit 1882 lebte Viktor in Berlin, wo er ſeine Schulbildung erhielt und danach die Univerſität beſuchte. Nach Be- endigung ſeiner Studien (1895) wid- mete er ſich der Schriftſtellerei und hat er ſeinen Wohnſitz in Großlichter- felde bei Berlin. Er iſt ſeit 1905 mit der Schriftſtellerin Gertrud Triepel (ſ. d. Folgende) verheiratet. S: Die Höpfe (Kom. Familienr.), 1898. ‒ Kühnrod. Ein Lebensbild (R.), 1900. ‒ Bille Brandt (R.), 1900. ‒ Paul Utes Frau (R.), 1904. ‒ Was Toby von Krake ſchrieb und andere Ge- ſchichten, 1905. ‒ Die Ehe im Schatten (R.), 1906. ‒ Eiferſucht (R.), 1907. ‒ Dorchen. Die Geſchichte einer jungen Dame von heute (R.), 1908. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 50. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/54>, abgerufen am 26.03.2019.