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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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*Kophamel, Luise,

wurde am 27.
Mai 1869 zu Hückeswagen in der
Rheinprovinz als das älteste Kind
des Kaufmanns Theodor K. geboren
und verlebte eine wechselvolle Kind-
heit. Schon im dritten Jahre verlor
sie den Vater. Nach der Wiederver-
heiratung der Mutter mit dem Kauf-
mann H. Bever zog die Familie nach
Kassel, später nach Lippstadt u. endlich
nach Neviges bei Elberfeld. Hier be-
suchte Luise die Rektoratschule, kam
dann auf die Schornsteinsche höhere
Mädchenschule nach Elberfeld u. legte
in dem damit verbundenen Seminar
1888 das Examen für höhere Mädchen-
schulen ab. Sie unterrichtete darauf
vorübergehend an verschiedenen An-
stalten, zuletzt in einem Pensionate der
französischen Schweiz, von woher sie
der Tod ihres sorgenden Pflegevaters
in die Heimat zurückrief u. als älteste
von sechs Geschwistern mitten in den
Kampf des Lebens hineinwarf. Ostern
1893 wurde sie Lehrerin an einer
Privattöchterschule in Langenberg u.
Ostern 1896 übernahm sie als Vor-
steherin die Leitung der Töchterschule
zu Velbert, die sie bis zum 1. Juli
1905 führte. Dann nötigten sie Ge-
sundheitsrücksichten, in den Ruhestand
zu treten, und lebt sie nunmehr in
einem Vororte von Köln am Rhein.

S:

Blütenflocken (Ge.), 1894. - Jrm-
gard, die Sternenbraut (Eine Pen-
sions- und Backfischgeschichte), 1896.

*Kopp, Waldemar Edmund,

ge-
boren am 8. Septbr. 1825 zu Dem-
min in Pommern als der Sohn eines
Konrektors, der später als Prediger
nach dem Dorfe Lindenberg versetzt
ward, erhielt seinen ersten Unterricht
im väterlichen Hause, besuchte seit
1838 die Gymnasien in Stralsund u.
Stettin und studierte seit Michaelis
1844 in Berlin u. Halle Philosophie
und klassische Philologie. Jm Januar
1848 erwarb er sich die Doktorwürde,
ein Jahr später legte er in Greifs-
wald sein Staatsexamen ab, machte
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sein Probejahr am Gymnasium in
Stettin durch und wurde Ostern 1850
als Lehrer an das Gymnasium in
Stargard i. P. berufen. Jm Jahre
1862 ging er an das Gymnasium in
Greifenberg i. P., übernahm aber
schon Ostern 1863 das Rektorat der
damaligen Privat-Knabenschule in
Freienwalde a. O. Es gelang seinem
unermüdlichen Eifer, diese Anstalt zu
einem Progymnasium u. Ostern 1868
zu einem vollberechtigten Gymnasium
zu erheben, dessen Leitung er als
Direktor bis zu seinem Tode, 14. Jan.
1881, führte.

S:

Die zehn Hirten-
lieder des Virgil in freier Über-
tragung, 1873. - Bilder aus der Mark
(Dn.), 1875. - Lorbeer und Zypresse
(Ge.), 1875. - Aus Sturmeszeit, 1813
bis 1815 (Nationale Dn.), 1875. -
Des Euripides Jphigenia unter den
Tauriern; übers., 1875. - Heldensang,
1876. - Gedichte, 1878.

*Koppel, Ernst,

wurde am 22.
April 1850 als der Sohn eines Kauf-
manns zu Hamburg geboren u. wid-
mete sich auf Wunsch seines Vaters
dem Handelsstande, den er jedoch wie-
der verließ, um von 1872-75 an ver-
schiedenen Universitäten die Rechts-
wissenschaften zu studieren. Nachdem
er promoviert, trat er eine längere
Reise nach Jtalien an, von der er im
September 1876 wieder nach Deutsch-
land zurückkehrte. Er lebte seitdem
vorwiegend in Berlin, wandte sich
aber 1895 wieder nach Jtalien, wo
er besonders in Florenz oder in Rom
weilt.

S:

Jphigenie in Delphi
(Schsp.), 1874. - Savonarola (Tr.),
1875. - Gedichte, 1876. - Merlin
(Dr.), 1877. - Der Schatz (Schsp.),
1882. - Raskolnikow (Schw., mit E.
Zabel), 1890. - Der Kirchgang
(Schsp.), 1897. - Die Karthagerin
(Dr.), 1902.

*Koppel (oder wie er sich jetzt
nennt, Koppel-Ellfeld), Franz,


wurde am 7. Dezbr. 1840 zu Eliville
im Nassauischen geboren, kam 1848

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*Kophamel, Luiſe,

wurde am 27.
Mai 1869 zu Hückeswagen in der
Rheinprovinz als das älteſte Kind
des Kaufmanns Theodor K. geboren
und verlebte eine wechſelvolle Kind-
heit. Schon im dritten Jahre verlor
ſie den Vater. Nach der Wiederver-
heiratung der Mutter mit dem Kauf-
mann H. Bever zog die Familie nach
Kaſſel, ſpäter nach Lippſtadt u. endlich
nach Neviges bei Elberfeld. Hier be-
ſuchte Luiſe die Rektoratſchule, kam
dann auf die Schornſteinſche höhere
Mädchenſchule nach Elberfeld u. legte
in dem damit verbundenen Seminar
1888 das Examen für höhere Mädchen-
ſchulen ab. Sie unterrichtete darauf
vorübergehend an verſchiedenen An-
ſtalten, zuletzt in einem Penſionate der
franzöſiſchen Schweiz, von woher ſie
der Tod ihres ſorgenden Pflegevaters
in die Heimat zurückrief u. als älteſte
von ſechs Geſchwiſtern mitten in den
Kampf des Lebens hineinwarf. Oſtern
1893 wurde ſie Lehrerin an einer
Privattöchterſchule in Langenberg u.
Oſtern 1896 übernahm ſie als Vor-
ſteherin die Leitung der Töchterſchule
zu Velbert, die ſie bis zum 1. Juli
1905 führte. Dann nötigten ſie Ge-
ſundheitsrückſichten, in den Ruheſtand
zu treten, und lebt ſie nunmehr in
einem Vororte von Köln am Rhein.

S:

Blütenflocken (Ge.), 1894. ‒ Jrm-
gard, die Sternenbraut (Eine Pen-
ſions- und Backfiſchgeſchichte), 1896.

*Kopp, Waldemar Edmund,

ge-
boren am 8. Septbr. 1825 zu Dem-
min in Pommern als der Sohn eines
Konrektors, der ſpäter als Prediger
nach dem Dorfe Lindenberg verſetzt
ward, erhielt ſeinen erſten Unterricht
im väterlichen Hauſe, beſuchte ſeit
1838 die Gymnaſien in Stralſund u.
Stettin und ſtudierte ſeit Michaelis
1844 in Berlin u. Halle Philoſophie
und klaſſiſche Philologie. Jm Januar
1848 erwarb er ſich die Doktorwürde,
ein Jahr ſpäter legte er in Greifs-
wald ſein Staatsexamen ab, machte
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ſein Probejahr am Gymnaſium in
Stettin durch und wurde Oſtern 1850
als Lehrer an das Gymnaſium in
Stargard i. P. berufen. Jm Jahre
1862 ging er an das Gymnaſium in
Greifenberg i. P., übernahm aber
ſchon Oſtern 1863 das Rektorat der
damaligen Privat-Knabenſchule in
Freienwalde a. O. Es gelang ſeinem
unermüdlichen Eifer, dieſe Anſtalt zu
einem Progymnaſium u. Oſtern 1868
zu einem vollberechtigten Gymnaſium
zu erheben, deſſen Leitung er als
Direktor bis zu ſeinem Tode, 14. Jan.
1881, führte.

S:

Die zehn Hirten-
lieder des Virgil in freier Über-
tragung, 1873. ‒ Bilder aus der Mark
(Dn.), 1875. ‒ Lorbeer und Zypreſſe
(Ge.), 1875. ‒ Aus Sturmeszeit, 1813
bis 1815 (Nationale Dn.), 1875. ‒
Des Euripides Jphigenia unter den
Tauriern; überſ., 1875. ‒ Heldenſang,
1876. ‒ Gedichte, 1878.

*Koppel, Ernſt,

wurde am 22.
April 1850 als der Sohn eines Kauf-
manns zu Hamburg geboren u. wid-
mete ſich auf Wunſch ſeines Vaters
dem Handelsſtande, den er jedoch wie-
der verließ, um von 1872‒75 an ver-
ſchiedenen Univerſitäten die Rechts-
wiſſenſchaften zu ſtudieren. Nachdem
er promoviert, trat er eine längere
Reiſe nach Jtalien an, von der er im
September 1876 wieder nach Deutſch-
land zurückkehrte. Er lebte ſeitdem
vorwiegend in Berlin, wandte ſich
aber 1895 wieder nach Jtalien, wo
er beſonders in Florenz oder in Rom
weilt.

S:

Jphigenie in Delphi
(Schſp.), 1874. ‒ Savonarola (Tr.),
1875. ‒ Gedichte, 1876. ‒ Merlin
(Dr.), 1877. ‒ Der Schatz (Schſp.),
1882. ‒ Raskolnikow (Schw., mit E.
Zabel), 1890. ‒ Der Kirchgang
(Schſp.), 1897. ‒ Die Karthagerin
(Dr.), 1902.

*Koppel (oder wie er ſich jetzt
nennt, Koppel-Ellfeld), Franz,


wurde am 7. Dezbr. 1840 zu Eliville
im Naſſauiſchen geboren, kam 1848

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[70/0074] Kop Kop *Kophamel, Luiſe, wurde am 27. Mai 1869 zu Hückeswagen in der Rheinprovinz als das älteſte Kind des Kaufmanns Theodor K. geboren und verlebte eine wechſelvolle Kind- heit. Schon im dritten Jahre verlor ſie den Vater. Nach der Wiederver- heiratung der Mutter mit dem Kauf- mann H. Bever zog die Familie nach Kaſſel, ſpäter nach Lippſtadt u. endlich nach Neviges bei Elberfeld. Hier be- ſuchte Luiſe die Rektoratſchule, kam dann auf die Schornſteinſche höhere Mädchenſchule nach Elberfeld u. legte in dem damit verbundenen Seminar 1888 das Examen für höhere Mädchen- ſchulen ab. Sie unterrichtete darauf vorübergehend an verſchiedenen An- ſtalten, zuletzt in einem Penſionate der franzöſiſchen Schweiz, von woher ſie der Tod ihres ſorgenden Pflegevaters in die Heimat zurückrief u. als älteſte von ſechs Geſchwiſtern mitten in den Kampf des Lebens hineinwarf. Oſtern 1893 wurde ſie Lehrerin an einer Privattöchterſchule in Langenberg u. Oſtern 1896 übernahm ſie als Vor- ſteherin die Leitung der Töchterſchule zu Velbert, die ſie bis zum 1. Juli 1905 führte. Dann nötigten ſie Ge- ſundheitsrückſichten, in den Ruheſtand zu treten, und lebt ſie nunmehr in einem Vororte von Köln am Rhein. S: Blütenflocken (Ge.), 1894. ‒ Jrm- gard, die Sternenbraut (Eine Pen- ſions- und Backfiſchgeſchichte), 1896. *Kopp, Waldemar Edmund, ge- boren am 8. Septbr. 1825 zu Dem- min in Pommern als der Sohn eines Konrektors, der ſpäter als Prediger nach dem Dorfe Lindenberg verſetzt ward, erhielt ſeinen erſten Unterricht im väterlichen Hauſe, beſuchte ſeit 1838 die Gymnaſien in Stralſund u. Stettin und ſtudierte ſeit Michaelis 1844 in Berlin u. Halle Philoſophie und klaſſiſche Philologie. Jm Januar 1848 erwarb er ſich die Doktorwürde, ein Jahr ſpäter legte er in Greifs- wald ſein Staatsexamen ab, machte ſein Probejahr am Gymnaſium in Stettin durch und wurde Oſtern 1850 als Lehrer an das Gymnaſium in Stargard i. P. berufen. Jm Jahre 1862 ging er an das Gymnaſium in Greifenberg i. P., übernahm aber ſchon Oſtern 1863 das Rektorat der damaligen Privat-Knabenſchule in Freienwalde a. O. Es gelang ſeinem unermüdlichen Eifer, dieſe Anſtalt zu einem Progymnaſium u. Oſtern 1868 zu einem vollberechtigten Gymnaſium zu erheben, deſſen Leitung er als Direktor bis zu ſeinem Tode, 14. Jan. 1881, führte. S: Die zehn Hirten- lieder des Virgil in freier Über- tragung, 1873. ‒ Bilder aus der Mark (Dn.), 1875. ‒ Lorbeer und Zypreſſe (Ge.), 1875. ‒ Aus Sturmeszeit, 1813 bis 1815 (Nationale Dn.), 1875. ‒ Des Euripides Jphigenia unter den Tauriern; überſ., 1875. ‒ Heldenſang, 1876. ‒ Gedichte, 1878. *Koppel, Ernſt, wurde am 22. April 1850 als der Sohn eines Kauf- manns zu Hamburg geboren u. wid- mete ſich auf Wunſch ſeines Vaters dem Handelsſtande, den er jedoch wie- der verließ, um von 1872‒75 an ver- ſchiedenen Univerſitäten die Rechts- wiſſenſchaften zu ſtudieren. Nachdem er promoviert, trat er eine längere Reiſe nach Jtalien an, von der er im September 1876 wieder nach Deutſch- land zurückkehrte. Er lebte ſeitdem vorwiegend in Berlin, wandte ſich aber 1895 wieder nach Jtalien, wo er beſonders in Florenz oder in Rom weilt. S: Jphigenie in Delphi (Schſp.), 1874. ‒ Savonarola (Tr.), 1875. ‒ Gedichte, 1876. ‒ Merlin (Dr.), 1877. ‒ Der Schatz (Schſp.), 1882. ‒ Raskolnikow (Schw., mit E. Zabel), 1890. ‒ Der Kirchgang (Schſp.), 1897. ‒ Die Karthagerin (Dr.), 1902. *Koppel (oder wie er ſich jetzt nennt, Koppel-Ellfeld), Franz, wurde am 7. Dezbr. 1840 zu Eliville im Naſſauiſchen geboren, kam 1848 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 70. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/74>, abgerufen am 23.03.2019.