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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Kle
desland (Dr. G.), 1888. 2. A. u. d. T.:
Des deutschen Kriegers Christgeschenk,
1905. - Nach Bethlehem (Weihnachts-
spiel), 1898. 2. A. 1909. - Meister
Pech (Dram. G.), 1898. - Die Söhne
des Arbeiters (Schsp.), 1898. - Die
Verstoßenen (Sozial. Volksst.), 1898.
- Nach Golgatha (Schsp.), 1902. -
Tells Tod (Dr.), 1903. - Die Ent-
scheidung (Dram. G.), 1899. - Die
alten Jungfern (Dram. Szene), 1899.
- Dramatische Werke, 1899. - Fest-
blumen (Ge.), 1903. - Vom Heimat-
herd (Lr. u. Bn.), 1905. 2. A. 1908.
- Jm Morgenglanz der Jugend (Ge.
eines deutschen Jungen), 1909. - Jm
Zauberbann der Minne (Ge.), 1909.
- Fürs Herz (Lr. u. Ge.), 1909.

*Klein, Fritz,

Volksdichter, geb.
am 1. Dezbr. 1855 in Kastropp (West-
falen) als Sohn eines Müllers, ver-
lebte eine durch rauhe Arbeit und
viele Krankheiten gewürzte Jugend,
so daß er die Elementarschule in Herne
nur mit oft großen Unterbrechungen
besuchen konnte. Jm Mai 1892 sie-
delte er nach Königswinter a. Rh. über
und richtete daselbst ein kleines Hotel
ein. Nach Verkauf desselben erbaute
er sich 1897 am Aufgang zum Drachen-
fels ein neues, großes Hotel, den
"Westfälischen Hof", den er noch heute
leitet.

S:

Westfölisch Platt un süs
noch watt (Errappeln un Gemeis
düöräingekuakt), 1894. 2. Bdchn. u.
d. T.: Humor und Witz, 1896. - Hoch
und Platt (Ernstes u. Heiteres), 1903.

Klein, H.,

Pseudon. für Heinrich
Pollak;
(s. d.!).

*Klein, Hugo,

wurde am 21. Juli
1853 zu Szegedin geboren, absol-
vierte nach Beendigung der Gymna-
sialstudien die Philosophie an der
Budapester Universität, ohne indes
ein Lehramt anzustreben, da die Er-
reichung eines solchen für den Deut-
schen in Ungarn mit den größten
Schwierigkeiten verbunden ist, und
widmete sich dann der Journalistik.
Er war viele Jahre Redakteur des
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Kle
"Ungarischen Lloyd", spät. des "Neuen
Pester Journals", für das er Feuille-
tonartikel, Theater- und Kunstkritik
schrieb, und lebt seit dem 1. November
1883 in Wien als Schriftsteller, als
welcher er für die bedeutendsten deut-
schen Zeitungen u. Zeitschriften Bei-
träge liefert.

S:

Das Rendezvous in
Monaco (Lsp.), 1883. - Der Blau-
strumpf (Lsp.), 1883. - Jm Pußta-
lande (Nn.), 1884. - Blinde Liebe (R.),
1887. - Zauberkünste (Nn.), 1890. -
Der Hexenpfeifer (Märchensp.), 1900.

Klein, Jda,

Pseud. für Jsabella
Nowotny;
(s. d.!).

*Klein, Johannes,

pseudon. Jo-
hannes Presbyter,
wurde am
27. Dezbr. 1818 zu Dittmannsdorf b.
Neustadt in Oberschlesien geboren, wo
seine Eltern bei ihren Lebzeiten einen
Wirtschafts- u. Gasthausbesitz hatten.
Mit vier Jahren kam er zu einem
Oheim im ganz nahe gelegenen Rie-
gersdorf, welches eine Elementar-
schule besaß. Diese und die damit
verbundene Musikschule besuchte der
Knabe vom sechsten bis zum vier-
zehnten Lebensjahre, worauf er das
katholische Gymnasium in Neiße be-
zog, um sich den Studien zu widmen.
Seit 1840 studierte er an der Bres-
lauer Hochschule Theologie, wurde
1843 in das Priester-Seminar des
Alumnats in Breslau aufgenommen,
erhielt im April 1844 die Priester-
weihe u. fand bald darauf seine erste
Anstellung als Kaplan in Oppersdorf
bei Neiße. Jm Jahre 1851 wurde er
Kaplan zu Steinau in Oberschlesien,
aber schon nach dreiviertel Jahren als
Pfarrer nach Groß-Strenz bei Tra-
chenberg versetzt, wo er in äußerst
schwieriger Stellung neun Jahre aus-
harrte, bis er 1861 durch einen Stel-
lenaustausch nach Arnoldsdorf bei
Ziegenhals kam. Während seiner dor-
tigen Amtstätigkeit erwarb er sich in
Würzburg den theologischen Doktor-
grad und in Löwen (Belgien) den
Grad eines Baccalaureus des kano-

*


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Kle
desland (Dr. G.), 1888. 2. A. u. d. T.:
Des deutſchen Kriegers Chriſtgeſchenk,
1905. ‒ Nach Bethlehem (Weihnachts-
ſpiel), 1898. 2. A. 1909. ‒ Meiſter
Pech (Dram. G.), 1898. ‒ Die Söhne
des Arbeiters (Schſp.), 1898. ‒ Die
Verſtoßenen (Sozial. Volksſt.), 1898.
‒ Nach Golgatha (Schſp.), 1902. ‒
Tells Tod (Dr.), 1903. ‒ Die Ent-
ſcheidung (Dram. G.), 1899. ‒ Die
alten Jungfern (Dram. Szene), 1899.
‒ Dramatiſche Werke, 1899. ‒ Feſt-
blumen (Ge.), 1903. ‒ Vom Heimat-
herd (Lr. u. Bn.), 1905. 2. A. 1908.
‒ Jm Morgenglanz der Jugend (Ge.
eines deutſchen Jungen), 1909. ‒ Jm
Zauberbann der Minne (Ge.), 1909.
‒ Fürs Herz (Lr. u. Ge.), 1909.

*Klein, Fritz,

Volksdichter, geb.
am 1. Dezbr. 1855 in Kaſtropp (Weſt-
falen) als Sohn eines Müllers, ver-
lebte eine durch rauhe Arbeit und
viele Krankheiten gewürzte Jugend,
ſo daß er die Elementarſchule in Herne
nur mit oft großen Unterbrechungen
beſuchen konnte. Jm Mai 1892 ſie-
delte er nach Königswinter a. Rh. über
und richtete daſelbſt ein kleines Hotel
ein. Nach Verkauf desſelben erbaute
er ſich 1897 am Aufgang zum Drachen-
fels ein neues, großes Hotel, den
„Weſtfäliſchen Hof‟, den er noch heute
leitet.

S:

Weſtföliſch Platt un ſüs
noch watt (Errappeln un Gemeis
düöräingekuakt), 1894. 2. Bdchn. u.
d. T.: Humor und Witz, 1896. ‒ Hoch
und Platt (Ernſtes u. Heiteres), 1903.

Klein, H.,

Pſeudon. für Heinrich
Pollak;
(ſ. d.!).

*Klein, Hugo,

wurde am 21. Juli
1853 zu Szegedin geboren, abſol-
vierte nach Beendigung der Gymna-
ſialſtudien die Philoſophie an der
Budapeſter Univerſität, ohne indes
ein Lehramt anzuſtreben, da die Er-
reichung eines ſolchen für den Deut-
ſchen in Ungarn mit den größten
Schwierigkeiten verbunden iſt, und
widmete ſich dann der Journaliſtik.
Er war viele Jahre Redakteur des
[Spaltenumbruch]

Kle
„Ungariſchen Lloyd‟, ſpät. des „Neuen
Peſter Journals‟, für das er Feuille-
tonartikel, Theater- und Kunſtkritik
ſchrieb, und lebt ſeit dem 1. November
1883 in Wien als Schriftſteller, als
welcher er für die bedeutendſten deut-
ſchen Zeitungen u. Zeitſchriften Bei-
träge liefert.

S:

Das Rendezvous in
Monaco (Lſp.), 1883. ‒ Der Blau-
ſtrumpf (Lſp.), 1883. ‒ Jm Pußta-
lande (Nn.), 1884. ‒ Blinde Liebe (R.),
1887. ‒ Zauberkünſte (Nn.), 1890. ‒
Der Hexenpfeifer (Märchenſp.), 1900.

Klein, Jda,

Pſeud. für Jſabella
Nowotny;
(ſ. d.!).

*Klein, Johannes,

pſeudon. Jo-
hannes Presbyter,
wurde am
27. Dezbr. 1818 zu Dittmannsdorf b.
Neuſtadt in Oberſchleſien geboren, wo
ſeine Eltern bei ihren Lebzeiten einen
Wirtſchafts- u. Gaſthausbeſitz hatten.
Mit vier Jahren kam er zu einem
Oheim im ganz nahe gelegenen Rie-
gersdorf, welches eine Elementar-
ſchule beſaß. Dieſe und die damit
verbundene Muſikſchule beſuchte der
Knabe vom ſechſten bis zum vier-
zehnten Lebensjahre, worauf er das
katholiſche Gymnaſium in Neiße be-
zog, um ſich den Studien zu widmen.
Seit 1840 ſtudierte er an der Bres-
lauer Hochſchule Theologie, wurde
1843 in das Prieſter-Seminar des
Alumnats in Breslau aufgenommen,
erhielt im April 1844 die Prieſter-
weihe u. fand bald darauf ſeine erſte
Anſtellung als Kaplan in Oppersdorf
bei Neiße. Jm Jahre 1851 wurde er
Kaplan zu Steinau in Oberſchleſien,
aber ſchon nach dreiviertel Jahren als
Pfarrer nach Groß-Strenz bei Tra-
chenberg verſetzt, wo er in äußerſt
ſchwieriger Stellung neun Jahre aus-
harrte, bis er 1861 durch einen Stel-
lenaustauſch nach Arnoldsdorf bei
Ziegenhals kam. Während ſeiner dor-
tigen Amtstätigkeit erwarb er ſich in
Würzburg den theologiſchen Doktor-
grad und in Löwen (Belgien) den
Grad eines Baccalaureus des kano-

*
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[4/0008] Kle Kle desland (Dr. G.), 1888. 2. A. u. d. T.: Des deutſchen Kriegers Chriſtgeſchenk, 1905. ‒ Nach Bethlehem (Weihnachts- ſpiel), 1898. 2. A. 1909. ‒ Meiſter Pech (Dram. G.), 1898. ‒ Die Söhne des Arbeiters (Schſp.), 1898. ‒ Die Verſtoßenen (Sozial. Volksſt.), 1898. ‒ Nach Golgatha (Schſp.), 1902. ‒ Tells Tod (Dr.), 1903. ‒ Die Ent- ſcheidung (Dram. G.), 1899. ‒ Die alten Jungfern (Dram. Szene), 1899. ‒ Dramatiſche Werke, 1899. ‒ Feſt- blumen (Ge.), 1903. ‒ Vom Heimat- herd (Lr. u. Bn.), 1905. 2. A. 1908. ‒ Jm Morgenglanz der Jugend (Ge. eines deutſchen Jungen), 1909. ‒ Jm Zauberbann der Minne (Ge.), 1909. ‒ Fürs Herz (Lr. u. Ge.), 1909. *Klein, Fritz, Volksdichter, geb. am 1. Dezbr. 1855 in Kaſtropp (Weſt- falen) als Sohn eines Müllers, ver- lebte eine durch rauhe Arbeit und viele Krankheiten gewürzte Jugend, ſo daß er die Elementarſchule in Herne nur mit oft großen Unterbrechungen beſuchen konnte. Jm Mai 1892 ſie- delte er nach Königswinter a. Rh. über und richtete daſelbſt ein kleines Hotel ein. Nach Verkauf desſelben erbaute er ſich 1897 am Aufgang zum Drachen- fels ein neues, großes Hotel, den „Weſtfäliſchen Hof‟, den er noch heute leitet. S: Weſtföliſch Platt un ſüs noch watt (Errappeln un Gemeis düöräingekuakt), 1894. 2. Bdchn. u. d. T.: Humor und Witz, 1896. ‒ Hoch und Platt (Ernſtes u. Heiteres), 1903. Klein, H., Pſeudon. für Heinrich Pollak; (ſ. d.!). *Klein, Hugo, wurde am 21. Juli 1853 zu Szegedin geboren, abſol- vierte nach Beendigung der Gymna- ſialſtudien die Philoſophie an der Budapeſter Univerſität, ohne indes ein Lehramt anzuſtreben, da die Er- reichung eines ſolchen für den Deut- ſchen in Ungarn mit den größten Schwierigkeiten verbunden iſt, und widmete ſich dann der Journaliſtik. Er war viele Jahre Redakteur des „Ungariſchen Lloyd‟, ſpät. des „Neuen Peſter Journals‟, für das er Feuille- tonartikel, Theater- und Kunſtkritik ſchrieb, und lebt ſeit dem 1. November 1883 in Wien als Schriftſteller, als welcher er für die bedeutendſten deut- ſchen Zeitungen u. Zeitſchriften Bei- träge liefert. S: Das Rendezvous in Monaco (Lſp.), 1883. ‒ Der Blau- ſtrumpf (Lſp.), 1883. ‒ Jm Pußta- lande (Nn.), 1884. ‒ Blinde Liebe (R.), 1887. ‒ Zauberkünſte (Nn.), 1890. ‒ Der Hexenpfeifer (Märchenſp.), 1900. Klein, Jda, Pſeud. für Jſabella Nowotny; (ſ. d.!). *Klein, Johannes, pſeudon. Jo- hannes Presbyter, wurde am 27. Dezbr. 1818 zu Dittmannsdorf b. Neuſtadt in Oberſchleſien geboren, wo ſeine Eltern bei ihren Lebzeiten einen Wirtſchafts- u. Gaſthausbeſitz hatten. Mit vier Jahren kam er zu einem Oheim im ganz nahe gelegenen Rie- gersdorf, welches eine Elementar- ſchule beſaß. Dieſe und die damit verbundene Muſikſchule beſuchte der Knabe vom ſechſten bis zum vier- zehnten Lebensjahre, worauf er das katholiſche Gymnaſium in Neiße be- zog, um ſich den Studien zu widmen. Seit 1840 ſtudierte er an der Bres- lauer Hochſchule Theologie, wurde 1843 in das Prieſter-Seminar des Alumnats in Breslau aufgenommen, erhielt im April 1844 die Prieſter- weihe u. fand bald darauf ſeine erſte Anſtellung als Kaplan in Oppersdorf bei Neiße. Jm Jahre 1851 wurde er Kaplan zu Steinau in Oberſchleſien, aber ſchon nach dreiviertel Jahren als Pfarrer nach Groß-Strenz bei Tra- chenberg verſetzt, wo er in äußerſt ſchwieriger Stellung neun Jahre aus- harrte, bis er 1861 durch einen Stel- lenaustauſch nach Arnoldsdorf bei Ziegenhals kam. Während ſeiner dor- tigen Amtstätigkeit erwarb er ſich in Würzburg den theologiſchen Doktor- grad und in Löwen (Belgien) den Grad eines Baccalaureus des kano- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 4. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/8>, abgerufen am 22.08.2018.