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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Köst
er sich als Privatdozent für das Kri-
minalrecht in Tübingen, wurde 1841
außerordentl. Professor und erhielt
1851 dort die ordentliche Professur.
Seit 1840 infolge der gesteigerten An-
strengungen brustleidend, starb er am
14. Septbr. 1856. Außer verschiedenen
juristischen Werken veröffentlichte er

S:

Die Geschichte von dem spanischen
Baumeister und: Die Geschichte vom
Leim und der Mariandl (2 En.), 1837.
- Die Mathildenhöhle (E.), 1839. -
Gesammelte Erzählungen u. Novellen;
III, 1847 (Jnhalt: 1. Die Kinder der
Freude. - II. Real und Jdeal. - III.
Die Karfreitags-Christen). - Gedichte,
1853.

*Köstlin, Therese Josephine
Sophie,

wurde am 30. Mai 1877 in
Kloster Maulbronn (Württemberg)
geboren, wo ihr Vater damals Pfarrer
war. Sie hat trotz ihrer Jugend doch
schon manches in ihrem Leben durch-
gemacht und muß infolge körperlicher
Zartheit auf das verzichten, worauf
andere Mädchen ihres Alters den Wert
und Reiz der Jugend legen. So ist sie
schon frühe auf die engere, aber tiefere
Welt des Hauses und des Gemütes
gewiesen worden. Die Gabe der Poesie
ist ihr von zwei Seiten zugeflossen:
einmal von dem Großvater mütter-
licherseits, Karl Gerok (s. d.), dann
aber auch von dem Großvater väter-
licherseits, dem Professor Reinhold
Köstlin (s. d.). Jhren Wohnsitz hat die
Dichterin mit ihren Eltern später in
Friedberg in Hessen, seit 1891 in
Darmstadt und seit 1895 in Gießen
gehabt, wohin ihr Vater als Professor
der Theologie berufen ward. Als die-
ser 1901 in den Ruhestand trat, siedelte
die Familie wieder nach Darmstadt
über und nahm 1904 ihren Wohnsitz
in Cannstatt, wo der Vater am 5. Juni
1907 starb.

S:

Jn der Stille erblüht
(Ge.), 1896. - Bilder aus Geschichte
und Leben (Ge.), 1898. - Der Wahr-
heitsucher (Weihnachtssp.), 1902. -
Gib acht auf die Gassen! Sieh nach
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Kotz
den Sternen! (Ge.), 1904. - Traum
und Tag (Neue Ge.), 1906.

Kotanyi, E.,

siehe Elsa Jeru-
salem!

Kotte, Anton,

geb. am 12. Febr.
1818 zu Rheine, ging nach teilweise
absolvierten Gymnasialstudien 1843
nach Amerika und trat in die Kongre-
gation des allerheiligsten Erlösers,
ward 1849 zum Priester geweiht, ar-
beitete an verschiedenen Orten in der
Seelsorge und auf Missionen, kehrte
1854 nach Europa zurück, hielt sich
dann im Franziskanerkloster zu Wa-
rendorf u. einige Zeit in Münster auf,
kam im Juli 1857 als Pfarrverwalter
nach Ottenstein bei Münster, im Febr.
1858 als Hausgeistlicher beim Frei-
herrn v. Schirp nach Baldenay bei
Werden, wo er zugleich als Rektor an
einer öffentlichen Kapelle acht Jahre
fungierte, 1873 als Hilfsgeistlicher an
der Kirche Groß-St.-Martin nach Köln
u. 1884 als Hausgeistlicher nach Burg
Ahrenthal bei Sinzig, wo er am 27.
Mai 1892 starb.

S:

Die große Sün-
derin Maria von Ägypten (R.), 1874.
- Rom und Berlin, oder: Kaplan und
Leutnant (R.), 1877.

*Kottwitz, Edler v. Kortschak,
Gottfried Alexander Viktor,

pseud.
Gottfried Alexander, wurde
am 20. Mai 1857 zu Korneuburg in
Niederösterreich geboren, widmete sich
dem Militärdienste, stand (1887) als
Oberleutnant in Krakau und lebt jetzt
(1891) in Graz.

S:

Sozialisten (Dr.),
1884. - Haß und Liebe (Schsp.), 1884.
- Der Feudaldemokrat (Lsp.), 1887.
- Jm Schoße der Erde (Dr.), 1887. -
Aus der Gesellschaft (Schsp.), 1887. -
Die schlimme Jugend (Lsp.), 1887. -
Weitmoser (Tr.), 1887.

*Kotzde, Rudolf Wilhelm,

geb.
am 1. März 1878 in Gohlitz, einem
Dorfe im Havellande (Brandenburg),
besuchte hier die Dorfschule und seit
1886 das Realprogymnasium in
Nauen. Hier war es besonders der
Geschichtsforscher Prof. Dr. Bardey,

*


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Köſt
er ſich als Privatdozent für das Kri-
minalrecht in Tübingen, wurde 1841
außerordentl. Profeſſor und erhielt
1851 dort die ordentliche Profeſſur.
Seit 1840 infolge der geſteigerten An-
ſtrengungen bruſtleidend, ſtarb er am
14. Septbr. 1856. Außer verſchiedenen
juriſtiſchen Werken veröffentlichte er

S:

Die Geſchichte von dem ſpaniſchen
Baumeiſter und: Die Geſchichte vom
Leim und der Mariandl (2 En.), 1837.
‒ Die Mathildenhöhle (E.), 1839. ‒
Geſammelte Erzählungen u. Novellen;
III, 1847 (Jnhalt: 1. Die Kinder der
Freude. ‒ II. Real und Jdeal. ‒ III.
Die Karfreitags-Chriſten). ‒ Gedichte,
1853.

*Köſtlin, Thereſe Joſephine
Sophie,

wurde am 30. Mai 1877 in
Kloſter Maulbronn (Württemberg)
geboren, wo ihr Vater damals Pfarrer
war. Sie hat trotz ihrer Jugend doch
ſchon manches in ihrem Leben durch-
gemacht und muß infolge körperlicher
Zartheit auf das verzichten, worauf
andere Mädchen ihres Alters den Wert
und Reiz der Jugend legen. So iſt ſie
ſchon frühe auf die engere, aber tiefere
Welt des Hauſes und des Gemütes
gewieſen worden. Die Gabe der Poeſie
iſt ihr von zwei Seiten zugefloſſen:
einmal von dem Großvater mütter-
licherſeits, Karl Gerok (ſ. d.), dann
aber auch von dem Großvater väter-
licherſeits, dem Profeſſor Reinhold
Köſtlin (ſ. d.). Jhren Wohnſitz hat die
Dichterin mit ihren Eltern ſpäter in
Friedberg in Heſſen, ſeit 1891 in
Darmſtadt und ſeit 1895 in Gießen
gehabt, wohin ihr Vater als Profeſſor
der Theologie berufen ward. Als die-
ſer 1901 in den Ruheſtand trat, ſiedelte
die Familie wieder nach Darmſtadt
über und nahm 1904 ihren Wohnſitz
in Cannſtatt, wo der Vater am 5. Juni
1907 ſtarb.

S:

Jn der Stille erblüht
(Ge.), 1896. ‒ Bilder aus Geſchichte
und Leben (Ge.), 1898. ‒ Der Wahr-
heitſucher (Weihnachtsſp.), 1902. ‒
Gib acht auf die Gaſſen! Sieh nach
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Kotz
den Sternen! (Ge.), 1904. ‒ Traum
und Tag (Neue Ge.), 1906.

Kotanyi, E.,

ſiehe Elſa Jeru-
ſalem!

Kotte, Anton,

geb. am 12. Febr.
1818 zu Rheine, ging nach teilweiſe
abſolvierten Gymnaſialſtudien 1843
nach Amerika und trat in die Kongre-
gation des allerheiligſten Erlöſers,
ward 1849 zum Prieſter geweiht, ar-
beitete an verſchiedenen Orten in der
Seelſorge und auf Miſſionen, kehrte
1854 nach Europa zurück, hielt ſich
dann im Franziskanerkloſter zu Wa-
rendorf u. einige Zeit in Münſter auf,
kam im Juli 1857 als Pfarrverwalter
nach Ottenſtein bei Münſter, im Febr.
1858 als Hausgeiſtlicher beim Frei-
herrn v. Schirp nach Baldenay bei
Werden, wo er zugleich als Rektor an
einer öffentlichen Kapelle acht Jahre
fungierte, 1873 als Hilfsgeiſtlicher an
der Kirche Groß-St.-Martin nach Köln
u. 1884 als Hausgeiſtlicher nach Burg
Ahrenthal bei Sinzig, wo er am 27.
Mai 1892 ſtarb.

S:

Die große Sün-
derin Maria von Ägypten (R.), 1874.
‒ Rom und Berlin, oder: Kaplan und
Leutnant (R.), 1877.

*Kottwitz, Edler v. Kortſchak,
Gottfried Alexander Viktor,

pſeud.
Gottfried Alexander, wurde
am 20. Mai 1857 zu Korneuburg in
Niederöſterreich geboren, widmete ſich
dem Militärdienſte, ſtand (1887) als
Oberleutnant in Krakau und lebt jetzt
(1891) in Graz.

S:

Sozialiſten (Dr.),
1884. ‒ Haß und Liebe (Schſp.), 1884.
‒ Der Feudaldemokrat (Lſp.), 1887.
‒ Jm Schoße der Erde (Dr.), 1887. ‒
Aus der Geſellſchaft (Schſp.), 1887. ‒
Die ſchlimme Jugend (Lſp.), 1887. ‒
Weitmoſer (Tr.), 1887.

*Kotzde, Rudolf Wilhelm,

geb.
am 1. März 1878 in Gohlitz, einem
Dorfe im Havellande (Brandenburg),
beſuchte hier die Dorfſchule und ſeit
1886 das Realprogymnaſium in
Nauen. Hier war es beſonders der
Geſchichtsforſcher Prof. Dr. Bardey,

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[84/0088] Köſt Kotz er ſich als Privatdozent für das Kri- minalrecht in Tübingen, wurde 1841 außerordentl. Profeſſor und erhielt 1851 dort die ordentliche Profeſſur. Seit 1840 infolge der geſteigerten An- ſtrengungen bruſtleidend, ſtarb er am 14. Septbr. 1856. Außer verſchiedenen juriſtiſchen Werken veröffentlichte er S: Die Geſchichte von dem ſpaniſchen Baumeiſter und: Die Geſchichte vom Leim und der Mariandl (2 En.), 1837. ‒ Die Mathildenhöhle (E.), 1839. ‒ Geſammelte Erzählungen u. Novellen; III, 1847 (Jnhalt: 1. Die Kinder der Freude. ‒ II. Real und Jdeal. ‒ III. Die Karfreitags-Chriſten). ‒ Gedichte, 1853. *Köſtlin, Thereſe Joſephine Sophie, wurde am 30. Mai 1877 in Kloſter Maulbronn (Württemberg) geboren, wo ihr Vater damals Pfarrer war. Sie hat trotz ihrer Jugend doch ſchon manches in ihrem Leben durch- gemacht und muß infolge körperlicher Zartheit auf das verzichten, worauf andere Mädchen ihres Alters den Wert und Reiz der Jugend legen. So iſt ſie ſchon frühe auf die engere, aber tiefere Welt des Hauſes und des Gemütes gewieſen worden. Die Gabe der Poeſie iſt ihr von zwei Seiten zugefloſſen: einmal von dem Großvater mütter- licherſeits, Karl Gerok (ſ. d.), dann aber auch von dem Großvater väter- licherſeits, dem Profeſſor Reinhold Köſtlin (ſ. d.). Jhren Wohnſitz hat die Dichterin mit ihren Eltern ſpäter in Friedberg in Heſſen, ſeit 1891 in Darmſtadt und ſeit 1895 in Gießen gehabt, wohin ihr Vater als Profeſſor der Theologie berufen ward. Als die- ſer 1901 in den Ruheſtand trat, ſiedelte die Familie wieder nach Darmſtadt über und nahm 1904 ihren Wohnſitz in Cannſtatt, wo der Vater am 5. Juni 1907 ſtarb. S: Jn der Stille erblüht (Ge.), 1896. ‒ Bilder aus Geſchichte und Leben (Ge.), 1898. ‒ Der Wahr- heitſucher (Weihnachtsſp.), 1902. ‒ Gib acht auf die Gaſſen! Sieh nach den Sternen! (Ge.), 1904. ‒ Traum und Tag (Neue Ge.), 1906. Kotanyi, E., ſiehe Elſa Jeru- ſalem! Kotte, Anton, geb. am 12. Febr. 1818 zu Rheine, ging nach teilweiſe abſolvierten Gymnaſialſtudien 1843 nach Amerika und trat in die Kongre- gation des allerheiligſten Erlöſers, ward 1849 zum Prieſter geweiht, ar- beitete an verſchiedenen Orten in der Seelſorge und auf Miſſionen, kehrte 1854 nach Europa zurück, hielt ſich dann im Franziskanerkloſter zu Wa- rendorf u. einige Zeit in Münſter auf, kam im Juli 1857 als Pfarrverwalter nach Ottenſtein bei Münſter, im Febr. 1858 als Hausgeiſtlicher beim Frei- herrn v. Schirp nach Baldenay bei Werden, wo er zugleich als Rektor an einer öffentlichen Kapelle acht Jahre fungierte, 1873 als Hilfsgeiſtlicher an der Kirche Groß-St.-Martin nach Köln u. 1884 als Hausgeiſtlicher nach Burg Ahrenthal bei Sinzig, wo er am 27. Mai 1892 ſtarb. S: Die große Sün- derin Maria von Ägypten (R.), 1874. ‒ Rom und Berlin, oder: Kaplan und Leutnant (R.), 1877. *Kottwitz, Edler v. Kortſchak, Gottfried Alexander Viktor, pſeud. Gottfried Alexander, wurde am 20. Mai 1857 zu Korneuburg in Niederöſterreich geboren, widmete ſich dem Militärdienſte, ſtand (1887) als Oberleutnant in Krakau und lebt jetzt (1891) in Graz. S: Sozialiſten (Dr.), 1884. ‒ Haß und Liebe (Schſp.), 1884. ‒ Der Feudaldemokrat (Lſp.), 1887. ‒ Jm Schoße der Erde (Dr.), 1887. ‒ Aus der Geſellſchaft (Schſp.), 1887. ‒ Die ſchlimme Jugend (Lſp.), 1887. ‒ Weitmoſer (Tr.), 1887. *Kotzde, Rudolf Wilhelm, geb. am 1. März 1878 in Gohlitz, einem Dorfe im Havellande (Brandenburg), beſuchte hier die Dorfſchule und ſeit 1886 das Realprogymnaſium in Nauen. Hier war es beſonders der Geſchichtsforſcher Prof. Dr. Bardey, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 84. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/88>, abgerufen am 26.03.2019.