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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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sich eine andere Existenz zu gründen.
Als ihm dies nicht glückte, wurde er
im Februar 1908 in Turnau wieder
aktiver Offizier, trat dann aber im
Frühling 1909 in Pension. Er lebt
seitdem in Wien.

S:

Erste Dichtun-
gen, 1899. - Gegen den Strom (Ge.
1900-03), 1904. - Majo (Tr.), 1905.
- Sonette (Jn 12 Runden zu 14 Ge.),
1906. - Sultan Osman (Tr.), 1908.
- Sich selbst Musik (Ge.), 1908. -
Die Liebe in Richard Wagners Musik-
dramen, 1909. - Stürmen und Reifen
(Ge.), 1909.

*Kraft, Edlerv. Helmhacker,
Zdenko von,

jüngerer Bruder des
Vorigen, wurde am 7. März 1886 in
Jitschin (Böhmen) geboren, besuchte
infolge häufiger Versetzungen seines
Vaters verschiedene Schulen (in Lem-
berg, Klagenfurt, Prag, Wien, Bud-
weis, Krems) u. ließ sich nach absol-
vierter Maturitätsprüfung dauernd
in Wien nieder. Hier war er einige
Jahre Zögling einer Schule für dra-
matische Kunst und kam dann als
Schauspieler an das Hofburgtheater.
Seit 1906 ist er auch als Schriftstel-
ler tätig.

S:

Briefe an eine alte
Frau, 1908. - Märzgrün u. Herbst-
laub (R.), 1909. - Starke Herzen (3
Einakter), 1910. - Adagio consolante
(R.), 1910.

*Kraftel, Richard,

* am 6. Febr.
1860 in Wien als der Sohn eines
Drechslermeisters, wuchs in einfachen
aber guten Verhältnissen heran und
erhielt neben dem Unterricht in der
Volksschule eine wohltuende Einwir-
kung seiner in ihren Bestrebungen sich
ergänzenden Eltern. Die Verhältnisse
nötigten ihn, die Realschule, die er
seit seinem zehnten Jahre besuchte,
vor der Zeit zu verlassen und das
Drechslerhandwerk zu erlernen. Er
arbeitete dann mehrere Jahre als Ge-
hilfe, bereiste seit 1880 Deutschland,
wo er mit längerem oder kürzerem
Aufenthalte an 50 größere Städte
keunen lernte, genügte darauf seiner
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Militärpflicht und übernahm später
eine Stelle als Privatbeamter, die er
noch innehat. Zurzeit ist er Sekretär
der Allgemeinen österr. Transport-
Gesellschaft. Von 1892-94 redigierte
er als Obmann des "Vereins für
deutsche Literatur" die "Blätter für
deutsche Dichtung".

S:

Schulmeisters
Marie (Volksstück), 1892. - Funken
und Tropfen (Ausgew. Dn.), 1896.

Krag, Frida von,

geb. am 23. Sep-
tember 1848 in Schleswig, lebte viele
Jahre in Glücksburg u. siedelte 1893
nach Kopenhagen über.

S:

Von Lust
und Leid (En.), 1892.

*Krah, Jna,

geborene Weiland,
wurde 1864 als die zweite Tochter
eines Landwirts auf einem Hofe in
der Nähe der Stadt Eckernförde (Hol-
stein) geboren, erhielt ihren ersten
Unterricht durch Erzieherinnen, be-
suchte darauf eine Privatschule in
Eckernförde u. nach der Konfirmation
das Seminar des Fräuleins Roquette
in Lübeck, worauf sie mit 19 Jahren
eine Stelle als Erzieherin auf dem
Lande annahm. Aber schon nach einem
Jahre gab sie diesen Beruf auf, da
sie sich mit dem Kaufmann Ludwig
K. in Eckernförde verheiratete. Nei-
gung zur Schriftstellerei war schon
frühzeitig vorhanden, aber die Unruhe
des größeren Haushalts, die Sorge
um kränkliche Kinder ließen d. Schrift-
stellerin nur zu kleineren Skizzen kom-
men, welche in Zeitungen und Zeit-
schriften zum Abdruck gelangten.
Erst nach Jahren, als sie etwas freier
atmen konnte, trat sie mit einem
größeren Roman in die Öffentlichkeit.

S:

Der Liebe Tod (Sk. a. d. Frauen-
leben), 1904. - Die Hegelunds (R.),
1906.

Krais, Friedrich Julius,

wurde
am 29. Novbr. 1807 zu Beilstein im
Bottwartale des Königreichs Würt-
temberg als der Sohn des dortigen
Stadtschreibers geboren, besuchte bis
zu seinem 14. Jahre die Schule seiner
Vaterstadt u. trat dann in das nie-

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Kra
ſich eine andere Exiſtenz zu gründen.
Als ihm dies nicht glückte, wurde er
im Februar 1908 in Turnau wieder
aktiver Offizier, trat dann aber im
Frühling 1909 in Penſion. Er lebt
ſeitdem in Wien.

S:

Erſte Dichtun-
gen, 1899. ‒ Gegen den Strom (Ge.
1900‒03), 1904. ‒ Majo (Tr.), 1905.
‒ Sonette (Jn 12 Runden zu 14 Ge.),
1906. ‒ Sultan Osman (Tr.), 1908.
‒ Sich ſelbſt Muſik (Ge.), 1908. ‒
Die Liebe in Richard Wagners Muſik-
dramen, 1909. ‒ Stürmen und Reifen
(Ge.), 1909.

*Kraft, Edlerv. Helmhacker,
Zdenko von,

jüngerer Bruder des
Vorigen, wurde am 7. März 1886 in
Jitſchin (Böhmen) geboren, beſuchte
infolge häufiger Verſetzungen ſeines
Vaters verſchiedene Schulen (in Lem-
berg, Klagenfurt, Prag, Wien, Bud-
weis, Krems) u. ließ ſich nach abſol-
vierter Maturitätsprüfung dauernd
in Wien nieder. Hier war er einige
Jahre Zögling einer Schule für dra-
matiſche Kunſt und kam dann als
Schauſpieler an das Hofburgtheater.
Seit 1906 iſt er auch als Schriftſtel-
ler tätig.

S:

Briefe an eine alte
Frau, 1908. ‒ Märzgrün u. Herbſt-
laub (R.), 1909. ‒ Starke Herzen (3
Einakter), 1910. ‒ Adagio consolante
(R.), 1910.

*Kraftel, Richard,

* am 6. Febr.
1860 in Wien als der Sohn eines
Drechſlermeiſters, wuchs in einfachen
aber guten Verhältniſſen heran und
erhielt neben dem Unterricht in der
Volksſchule eine wohltuende Einwir-
kung ſeiner in ihren Beſtrebungen ſich
ergänzenden Eltern. Die Verhältniſſe
nötigten ihn, die Realſchule, die er
ſeit ſeinem zehnten Jahre beſuchte,
vor der Zeit zu verlaſſen und das
Drechſlerhandwerk zu erlernen. Er
arbeitete dann mehrere Jahre als Ge-
hilfe, bereiſte ſeit 1880 Deutſchland,
wo er mit längerem oder kürzerem
Aufenthalte an 50 größere Städte
keunen lernte, genügte darauf ſeiner
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Kra
Militärpflicht und übernahm ſpäter
eine Stelle als Privatbeamter, die er
noch innehat. Zurzeit iſt er Sekretär
der Allgemeinen öſterr. Transport-
Geſellſchaft. Von 1892‒94 redigierte
er als Obmann des „Vereins für
deutſche Literatur‟ die „Blätter für
deutſche Dichtung‟.

S:

Schulmeiſters
Marie (Volksſtück), 1892. ‒ Funken
und Tropfen (Ausgew. Dn.), 1896.

Krag, Frida von,

geb. am 23. Sep-
tember 1848 in Schleswig, lebte viele
Jahre in Glücksburg u. ſiedelte 1893
nach Kopenhagen über.

S:

Von Luſt
und Leid (En.), 1892.

*Krah, Jna,

geborene Weiland,
wurde 1864 als die zweite Tochter
eines Landwirts auf einem Hofe in
der Nähe der Stadt Eckernförde (Hol-
ſtein) geboren, erhielt ihren erſten
Unterricht durch Erzieherinnen, be-
ſuchte darauf eine Privatſchule in
Eckernförde u. nach der Konfirmation
das Seminar des Fräuleins Roquette
in Lübeck, worauf ſie mit 19 Jahren
eine Stelle als Erzieherin auf dem
Lande annahm. Aber ſchon nach einem
Jahre gab ſie dieſen Beruf auf, da
ſie ſich mit dem Kaufmann Ludwig
K. in Eckernförde verheiratete. Nei-
gung zur Schriftſtellerei war ſchon
frühzeitig vorhanden, aber die Unruhe
des größeren Haushalts, die Sorge
um kränkliche Kinder ließen d. Schrift-
ſtellerin nur zu kleineren Skizzen kom-
men, welche in Zeitungen und Zeit-
ſchriften zum Abdruck gelangten.
Erſt nach Jahren, als ſie etwas freier
atmen konnte, trat ſie mit einem
größeren Roman in die Öffentlichkeit.

S:

Der Liebe Tod (Sk. a. d. Frauen-
leben), 1904. ‒ Die Hegelunds (R.),
1906.

Krais, Friedrich Julius,

wurde
am 29. Novbr. 1807 zu Beilſtein im
Bottwartale des Königreichs Würt-
temberg als der Sohn des dortigen
Stadtſchreibers geboren, beſuchte bis
zu ſeinem 14. Jahre die Schule ſeiner
Vaterſtadt u. trat dann in das nie-

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[89/0093] Kra Kra ſich eine andere Exiſtenz zu gründen. Als ihm dies nicht glückte, wurde er im Februar 1908 in Turnau wieder aktiver Offizier, trat dann aber im Frühling 1909 in Penſion. Er lebt ſeitdem in Wien. S: Erſte Dichtun- gen, 1899. ‒ Gegen den Strom (Ge. 1900‒03), 1904. ‒ Majo (Tr.), 1905. ‒ Sonette (Jn 12 Runden zu 14 Ge.), 1906. ‒ Sultan Osman (Tr.), 1908. ‒ Sich ſelbſt Muſik (Ge.), 1908. ‒ Die Liebe in Richard Wagners Muſik- dramen, 1909. ‒ Stürmen und Reifen (Ge.), 1909. *Kraft, Edlerv. Helmhacker, Zdenko von, jüngerer Bruder des Vorigen, wurde am 7. März 1886 in Jitſchin (Böhmen) geboren, beſuchte infolge häufiger Verſetzungen ſeines Vaters verſchiedene Schulen (in Lem- berg, Klagenfurt, Prag, Wien, Bud- weis, Krems) u. ließ ſich nach abſol- vierter Maturitätsprüfung dauernd in Wien nieder. Hier war er einige Jahre Zögling einer Schule für dra- matiſche Kunſt und kam dann als Schauſpieler an das Hofburgtheater. Seit 1906 iſt er auch als Schriftſtel- ler tätig. S: Briefe an eine alte Frau, 1908. ‒ Märzgrün u. Herbſt- laub (R.), 1909. ‒ Starke Herzen (3 Einakter), 1910. ‒ Adagio consolante (R.), 1910. *Kraftel, Richard, * am 6. Febr. 1860 in Wien als der Sohn eines Drechſlermeiſters, wuchs in einfachen aber guten Verhältniſſen heran und erhielt neben dem Unterricht in der Volksſchule eine wohltuende Einwir- kung ſeiner in ihren Beſtrebungen ſich ergänzenden Eltern. Die Verhältniſſe nötigten ihn, die Realſchule, die er ſeit ſeinem zehnten Jahre beſuchte, vor der Zeit zu verlaſſen und das Drechſlerhandwerk zu erlernen. Er arbeitete dann mehrere Jahre als Ge- hilfe, bereiſte ſeit 1880 Deutſchland, wo er mit längerem oder kürzerem Aufenthalte an 50 größere Städte keunen lernte, genügte darauf ſeiner Militärpflicht und übernahm ſpäter eine Stelle als Privatbeamter, die er noch innehat. Zurzeit iſt er Sekretär der Allgemeinen öſterr. Transport- Geſellſchaft. Von 1892‒94 redigierte er als Obmann des „Vereins für deutſche Literatur‟ die „Blätter für deutſche Dichtung‟. S: Schulmeiſters Marie (Volksſtück), 1892. ‒ Funken und Tropfen (Ausgew. Dn.), 1896. Krag, Frida von, geb. am 23. Sep- tember 1848 in Schleswig, lebte viele Jahre in Glücksburg u. ſiedelte 1893 nach Kopenhagen über. S: Von Luſt und Leid (En.), 1892. *Krah, Jna, geborene Weiland, wurde 1864 als die zweite Tochter eines Landwirts auf einem Hofe in der Nähe der Stadt Eckernförde (Hol- ſtein) geboren, erhielt ihren erſten Unterricht durch Erzieherinnen, be- ſuchte darauf eine Privatſchule in Eckernförde u. nach der Konfirmation das Seminar des Fräuleins Roquette in Lübeck, worauf ſie mit 19 Jahren eine Stelle als Erzieherin auf dem Lande annahm. Aber ſchon nach einem Jahre gab ſie dieſen Beruf auf, da ſie ſich mit dem Kaufmann Ludwig K. in Eckernförde verheiratete. Nei- gung zur Schriftſtellerei war ſchon frühzeitig vorhanden, aber die Unruhe des größeren Haushalts, die Sorge um kränkliche Kinder ließen d. Schrift- ſtellerin nur zu kleineren Skizzen kom- men, welche in Zeitungen und Zeit- ſchriften zum Abdruck gelangten. Erſt nach Jahren, als ſie etwas freier atmen konnte, trat ſie mit einem größeren Roman in die Öffentlichkeit. S: Der Liebe Tod (Sk. a. d. Frauen- leben), 1904. ‒ Die Hegelunds (R.), 1906. Krais, Friedrich Julius, wurde am 29. Novbr. 1807 zu Beilſtein im Bottwartale des Königreichs Würt- temberg als der Sohn des dortigen Stadtſchreibers geboren, beſuchte bis zu ſeinem 14. Jahre die Schule ſeiner Vaterſtadt u. trat dann in das nie- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 89. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/93>, abgerufen am 23.03.2019.