Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Neb
1882 als Einjährig-Freiwilliger in
das 74. Jnfanterieregiment ein und
studierte danach auf dem Polytech-
nikum in Hannover zwei Semester
Elektrotechnik. Ende 1884 entsagte
er dem Studium und wurde Schau-
spieler und Mitglied der königl. Hof-
bühne in Hannover. Jm Jahre 1890
verließ er die Bühnenlaufbahn und
widmete sich seitdem dem nicht min-
der dornenvollen Berufe eines Rezi-
tators, in welchem er, freilich auch
nach manchen Enttäuschungen, doch
endlich die gehofften Erfolge erzielte.
Der Fürst von Waldeck ernannte
ihn zum Hof-Rezitator. Seinen
ständigen Wohnsitz hat N. noch im-
mer in Hannover.

S:

Jesus von Na-
zareth (Sein Leben im Spiegel deut-
scher Poesie), 1892. - Helden des
Glaubens (Die Kirchengeschichte im
Spiegel deutscher Poesie), 1892. -
Die Hohenzollern (Die Geschichte der
Zollern-Dynastie im Spiegel d. P.),
1892. - Martin Luther, der deutsche
Reformator (Sein Leben im Spiegel
d. P.), 1893. - Der glorreiche Krieg
von 1870-71 (desgl.), 1895.

*Nebe, Klara,

Tochter des durch
seine veterinär- und naturwissen-
schaftlichen Schriften bekannten Dr.
Erdt in Köslin, wurde daselbst am
25. Novbr. 1840 geboren u. in ihrem
16. Jahre mit dem späteren kaiser-
lichen Ländrentmeister Nebe zu Metz
ehelich verbunden. Mit ihrem 30.
Jahre begann sie ihre schriftstelle-
rische Tätigkeit, zu der sie nament-
lich durch die liebliche Schönheit der
Potsdamer Landschaft angeregt wur-
de. Dieser galt dann auch ihr Erst-
lingswerk, ein der Königin Elisabeth
von Preußen gewidmetes Gedicht
"Potsdam". Dann folgten Romane,
Novellen, Humoresken u. eine große
Serie Stimmungsbilder u. feuilleto-
nischer Plaudereien aus Straßburg
und Metz, die im "Neuen Blatt", im
"Berliner Fremdenblatt" und an-
deren Journalen erschienen. Sie
[Spaltenumbruch]

Neck
+ in Warmbrunn am 22. April 1883.

S:

Potsdam (G.), 1870,

Nebinger, J. H.,

psd. J. Haardt,
geb. 1861, lebt in Kreuznach. Außer
vielen Jugendtraktätchen veröffent-
lichte sie

S:

Der köstlichste Schmuck
(M.), 1879. - Der Ring (Gesch. für
junge Mädchen), 1889. - Ann' von
der Glann (E.), 1897. - Der Hart-
steiner (R.), 1897. - Die Geschwister
(E.), 1897. - Jm Vorbehalt (E.),
1897. - Nie zu spät (E.), 1897. - Nur
ein Schnurrantenkind (E.), 1897. -
So war es (E.), 1897. - Schuldbe-
laden (E.), 1897. - Jn Gottes Schule
(4 En. f. jung und alt), 1898. - Ave
Imperator
(R.), 1899. 3. A. 1909. -
Jch hatt' einen Kameraden! Tante
Salome (2 En.), 1906.

*Neckarsulmer, Ernst,

geb. am 18.
Oktbr. 1877 in Aachen, entstammt
einer angesehenen Großkaufmanns-
familie, die seit langen Jahren dort
ausässig war. Er besuchte das Gym-
nasium daselbst und brachte schon als
Schüler allen literarischen u. künst-
lerischen Fragen lebhaftes Jnteresse
entgegen. Nach Erlangung des
Reifezeugnisses bezog er die Univer-
sität Berlin, an der er in erster Linie
Nationalökonomie studierte, die ihm
als die wichtigste Wissenschaft zum
Verständnis des sozialen, gesellschaft-
lichen und geistigen Lebens erschien.
Daneben widmete er sich geschicht-
lichen, musik-, kunst- und literar-
historischen Studien. Danach ent-
schied er sich für den Redakteurberuf.
Seine Sporen verdiente er sich am
"Berliner Börsen-Courier" und trat
nach mehrjähriger Tätigkeit an die-
sem Blatte in den Redaktionsverband
der "Vossischen Ztg.", dem er mehrere
Jahre angehörte. Mehrere längere
Reisen ins Ausland, vor allem nach
Jtalien, Paris, Nordafrika und Grie-
chenland unterbrachen seine Tätigkeit
lieferten ihm aber reichlichen Stof
für literarische Arbeiten.

S:

Berliner
Saison (Mädchentypen), 1902. - Aus

*


[Spaltenumbruch]

Neb
1882 als Einjährig-Freiwilliger in
das 74. Jnfanterieregiment ein und
ſtudierte danach auf dem Polytech-
nikum in Hannover zwei Semeſter
Elektrotechnik. Ende 1884 entſagte
er dem Studium und wurde Schau-
ſpieler und Mitglied der königl. Hof-
bühne in Hannover. Jm Jahre 1890
verließ er die Bühnenlaufbahn und
widmete ſich ſeitdem dem nicht min-
der dornenvollen Berufe eines Rezi-
tators, in welchem er, freilich auch
nach manchen Enttäuſchungen, doch
endlich die gehofften Erfolge erzielte.
Der Fürſt von Waldeck ernannte
ihn zum Hof-Rezitator. Seinen
ſtändigen Wohnſitz hat N. noch im-
mer in Hannover.

S:

Jeſus von Na-
zareth (Sein Leben im Spiegel deut-
ſcher Poeſie), 1892. ‒ Helden des
Glaubens (Die Kirchengeſchichte im
Spiegel deutſcher Poeſie), 1892. ‒
Die Hohenzollern (Die Geſchichte der
Zollern-Dynaſtie im Spiegel d. P.),
1892. ‒ Martin Luther, der deutſche
Reformator (Sein Leben im Spiegel
d. P.), 1893. ‒ Der glorreiche Krieg
von 1870‒71 (desgl.), 1895.

*Nebe, Klara,

Tochter des durch
ſeine veterinär- und naturwiſſen-
ſchaftlichen Schriften bekannten Dr.
Erdt in Köslin, wurde daſelbſt am
25. Novbr. 1840 geboren u. in ihrem
16. Jahre mit dem ſpäteren kaiſer-
lichen Ländrentmeiſter Nebe zu Metz
ehelich verbunden. Mit ihrem 30.
Jahre begann ſie ihre ſchriftſtelle-
riſche Tätigkeit, zu der ſie nament-
lich durch die liebliche Schönheit der
Potsdamer Landſchaft angeregt wur-
de. Dieſer galt dann auch ihr Erſt-
lingswerk, ein der Königin Eliſabeth
von Preußen gewidmetes Gedicht
„Potsdam“. Dann folgten Romane,
Novellen, Humoresken u. eine große
Serie Stimmungsbilder u. feuilleto-
niſcher Plaudereien aus Straßburg
und Metz, die im „Neuen Blatt“, im
„Berliner Fremdenblatt“ und an-
deren Journalen erſchienen. Sie
[Spaltenumbruch]

Neck
† in Warmbrunn am 22. April 1883.

S:

Potsdam (G.), 1870,

Nebinger, J. H.,

pſd. J. Haardt,
geb. 1861, lebt in Kreuznach. Außer
vielen Jugendtraktätchen veröffent-
lichte ſie

S:

Der köſtlichſte Schmuck
(M.), 1879. ‒ Der Ring (Geſch. für
junge Mädchen), 1889. ‒ Ann’ von
der Glann (E.), 1897. ‒ Der Hart-
ſteiner (R.), 1897. ‒ Die Geſchwiſter
(E.), 1897. ‒ Jm Vorbehalt (E.),
1897. ‒ Nie zu ſpät (E.), 1897. ‒ Nur
ein Schnurrantenkind (E.), 1897. ‒
So war es (E.), 1897. ‒ Schuldbe-
laden (E.), 1897. ‒ Jn Gottes Schule
(4 En. f. jung und alt), 1898. ‒ Ave
Imperator
(R.), 1899. 3. A. 1909. ‒
Jch hatt’ einen Kameraden! Tante
Salome (2 En.), 1906.

*Neckarſulmer, Ernſt,

geb. am 18.
Oktbr. 1877 in Aachen, entſtammt
einer angeſehenen Großkaufmanns-
familie, die ſeit langen Jahren dort
auſäſſig war. Er beſuchte das Gym-
naſium daſelbſt und brachte ſchon als
Schüler allen literariſchen u. künſt-
leriſchen Fragen lebhaftes Jntereſſe
entgegen. Nach Erlangung des
Reifezeugniſſes bezog er die Univer-
ſität Berlin, an der er in erſter Linie
Nationalökonomie ſtudierte, die ihm
als die wichtigſte Wiſſenſchaft zum
Verſtändnis des ſozialen, geſellſchaft-
lichen und geiſtigen Lebens erſchien.
Daneben widmete er ſich geſchicht-
lichen, muſik-, kunſt- und literar-
hiſtoriſchen Studien. Danach ent-
ſchied er ſich für den Redakteurberuf.
Seine Sporen verdiente er ſich am
„Berliner Börſen-Courier“ und trat
nach mehrjähriger Tätigkeit an die-
ſem Blatte in den Redaktionsverband
der „Voſſiſchen Ztg.“, dem er mehrere
Jahre angehörte. Mehrere längere
Reiſen ins Ausland, vor allem nach
Jtalien, Paris, Nordafrika und Grie-
chenland unterbrachen ſeine Tätigkeit
lieferten ihm aber reichlichen Stof
für literariſche Arbeiten.

S:

Berliner
Saiſon (Mädchentypen), 1902. ‒ Aus

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0112" n="108"/><lb/><cb/><fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Neb</hi></fw><lb/>
1882 als Einjährig-Freiwilliger in<lb/>
das 74. Jnfanterieregiment ein und<lb/>
&#x017F;tudierte danach auf dem Polytech-<lb/>
nikum in Hannover zwei Seme&#x017F;ter<lb/>
Elektrotechnik. Ende 1884 ent&#x017F;agte<lb/>
er dem Studium und wurde Schau-<lb/>
&#x017F;pieler und Mitglied der königl. Hof-<lb/>
bühne in Hannover. Jm Jahre 1890<lb/>
verließ er die Bühnenlaufbahn und<lb/>
widmete &#x017F;ich &#x017F;eitdem dem nicht min-<lb/>
der dornenvollen Berufe eines Rezi-<lb/>
tators, in welchem er, freilich auch<lb/>
nach manchen Enttäu&#x017F;chungen, doch<lb/>
endlich die gehofften Erfolge erzielte.<lb/>
Der Für&#x017F;t von Waldeck ernannte<lb/>
ihn zum Hof-Rezitator. Seinen<lb/>
&#x017F;tändigen Wohn&#x017F;itz hat N. noch im-<lb/>
mer in Hannover. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Je&#x017F;us von Na-<lb/>
zareth (Sein Leben im Spiegel deut-<lb/>
&#x017F;cher Poe&#x017F;ie), 1892. &#x2012; Helden des<lb/>
Glaubens (Die Kirchenge&#x017F;chichte im<lb/>
Spiegel deut&#x017F;cher Poe&#x017F;ie), 1892. &#x2012;<lb/>
Die Hohenzollern (Die Ge&#x017F;chichte der<lb/>
Zollern-Dyna&#x017F;tie im Spiegel d. P.),<lb/>
1892. &#x2012; Martin Luther, der deut&#x017F;che<lb/>
Reformator (Sein Leben im Spiegel<lb/>
d. P.), 1893. &#x2012; Der glorreiche Krieg<lb/>
von 1870&#x2012;71 (desgl.), 1895.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Nebe,</hi> Klara,</persName></head>
        <p> Tochter des durch<lb/>
&#x017F;eine veterinär- und naturwi&#x017F;&#x017F;en-<lb/>
&#x017F;chaftlichen Schriften bekannten <hi rendition="#aq">Dr.</hi><lb/><hi rendition="#g">Erdt</hi> in Köslin, wurde da&#x017F;elb&#x017F;t am<lb/>
25. Novbr. 1840 geboren u. in ihrem<lb/>
16. Jahre mit dem &#x017F;päteren kai&#x017F;er-<lb/>
lichen Ländrentmei&#x017F;ter <hi rendition="#g">Nebe</hi> zu Metz<lb/>
ehelich verbunden. Mit ihrem 30.<lb/>
Jahre begann &#x017F;ie ihre &#x017F;chrift&#x017F;telle-<lb/>
ri&#x017F;che Tätigkeit, zu der &#x017F;ie nament-<lb/>
lich durch die liebliche Schönheit der<lb/>
Potsdamer Land&#x017F;chaft angeregt wur-<lb/>
de. Die&#x017F;er galt dann auch ihr Er&#x017F;t-<lb/>
lingswerk, ein der Königin Eli&#x017F;abeth<lb/>
von Preußen gewidmetes Gedicht<lb/>
&#x201E;Potsdam&#x201C;. Dann folgten Romane,<lb/>
Novellen, Humoresken u. eine große<lb/>
Serie Stimmungsbilder u. feuilleto-<lb/>
ni&#x017F;cher Plaudereien aus Straßburg<lb/>
und Metz, die im &#x201E;Neuen Blatt&#x201C;, im<lb/>
&#x201E;Berliner Fremdenblatt&#x201C; und an-<lb/>
deren Journalen er&#x017F;chienen. Sie<lb/><cb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Neck</hi></fw><lb/>
&#x2020; in Warmbrunn am 22. April 1883.<lb/></p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Potsdam (G.), 1870,</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Nebinger,</hi> J. H.,</persName>
        </head>
        <p> p&#x017F;d. J. <hi rendition="#g">Haardt,</hi><lb/>
geb. 1861, lebt in Kreuznach. Außer<lb/>
vielen Jugendtraktätchen veröffent-<lb/>
lichte &#x017F;ie </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Der kö&#x017F;tlich&#x017F;te Schmuck<lb/>
(M.), 1879. &#x2012; Der Ring (Ge&#x017F;ch. für<lb/>
junge Mädchen), 1889. &#x2012; Ann&#x2019; von<lb/>
der Glann (E.), 1897. &#x2012; Der Hart-<lb/>
&#x017F;teiner (R.), 1897. &#x2012; Die Ge&#x017F;chwi&#x017F;ter<lb/>
(E.), 1897. &#x2012; Jm Vorbehalt (E.),<lb/>
1897. &#x2012; Nie zu &#x017F;pät (E.), 1897. &#x2012; Nur<lb/>
ein Schnurrantenkind (E.), 1897. &#x2012;<lb/>
So war es (E.), 1897. &#x2012; Schuldbe-<lb/>
laden (E.), 1897. &#x2012; Jn Gottes Schule<lb/>
(4 En. f. jung und alt), 1898. &#x2012; <hi rendition="#aq">Ave<lb/>
Imperator</hi> (R.), 1899. 3. A. 1909. &#x2012;<lb/>
Jch hatt&#x2019; einen Kameraden! Tante<lb/>
Salome (2 En.), 1906.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Neckar&#x017F;ulmer,</hi> Ern&#x017F;t,</persName></head>
        <p> geb. am 18.<lb/>
Oktbr. 1877 in Aachen, ent&#x017F;tammt<lb/>
einer ange&#x017F;ehenen Großkaufmanns-<lb/>
familie, die &#x017F;eit langen Jahren dort<lb/>
au&#x017F;ä&#x017F;&#x017F;ig war. Er be&#x017F;uchte das Gym-<lb/>
na&#x017F;ium da&#x017F;elb&#x017F;t und brachte &#x017F;chon als<lb/>
Schüler allen literari&#x017F;chen u. kün&#x017F;t-<lb/>
leri&#x017F;chen Fragen lebhaftes Jntere&#x017F;&#x017F;e<lb/>
entgegen. Nach Erlangung des<lb/>
Reifezeugni&#x017F;&#x017F;es bezog er die Univer-<lb/>
&#x017F;ität Berlin, an der er in er&#x017F;ter Linie<lb/>
Nationalökonomie &#x017F;tudierte, die ihm<lb/>
als die wichtig&#x017F;te Wi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chaft zum<lb/>
Ver&#x017F;tändnis des &#x017F;ozialen, ge&#x017F;ell&#x017F;chaft-<lb/>
lichen und gei&#x017F;tigen Lebens er&#x017F;chien.<lb/>
Daneben widmete er &#x017F;ich ge&#x017F;chicht-<lb/>
lichen, mu&#x017F;ik-, kun&#x017F;t- und literar-<lb/>
hi&#x017F;tori&#x017F;chen Studien. Danach ent-<lb/>
&#x017F;chied er &#x017F;ich für den Redakteurberuf.<lb/>
Seine Sporen verdiente er &#x017F;ich am<lb/>
&#x201E;Berliner Bör&#x017F;en-Courier&#x201C; und trat<lb/>
nach mehrjähriger Tätigkeit an die-<lb/>
&#x017F;em Blatte in den Redaktionsverband<lb/>
der &#x201E;Vo&#x017F;&#x017F;i&#x017F;chen Ztg.&#x201C;, dem er mehrere<lb/>
Jahre angehörte. Mehrere längere<lb/>
Rei&#x017F;en ins Ausland, vor allem nach<lb/>
Jtalien, Paris, Nordafrika und Grie-<lb/>
chenland unterbrachen &#x017F;eine Tätigkeit<lb/>
lieferten ihm aber reichlichen Stof<lb/>
für literari&#x017F;che Arbeiten. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Berliner<lb/>
Sai&#x017F;on (Mädchentypen), 1902. &#x2012; Aus<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[108/0112] Neb Neck 1882 als Einjährig-Freiwilliger in das 74. Jnfanterieregiment ein und ſtudierte danach auf dem Polytech- nikum in Hannover zwei Semeſter Elektrotechnik. Ende 1884 entſagte er dem Studium und wurde Schau- ſpieler und Mitglied der königl. Hof- bühne in Hannover. Jm Jahre 1890 verließ er die Bühnenlaufbahn und widmete ſich ſeitdem dem nicht min- der dornenvollen Berufe eines Rezi- tators, in welchem er, freilich auch nach manchen Enttäuſchungen, doch endlich die gehofften Erfolge erzielte. Der Fürſt von Waldeck ernannte ihn zum Hof-Rezitator. Seinen ſtändigen Wohnſitz hat N. noch im- mer in Hannover. S: Jeſus von Na- zareth (Sein Leben im Spiegel deut- ſcher Poeſie), 1892. ‒ Helden des Glaubens (Die Kirchengeſchichte im Spiegel deutſcher Poeſie), 1892. ‒ Die Hohenzollern (Die Geſchichte der Zollern-Dynaſtie im Spiegel d. P.), 1892. ‒ Martin Luther, der deutſche Reformator (Sein Leben im Spiegel d. P.), 1893. ‒ Der glorreiche Krieg von 1870‒71 (desgl.), 1895. *Nebe, Klara, Tochter des durch ſeine veterinär- und naturwiſſen- ſchaftlichen Schriften bekannten Dr. Erdt in Köslin, wurde daſelbſt am 25. Novbr. 1840 geboren u. in ihrem 16. Jahre mit dem ſpäteren kaiſer- lichen Ländrentmeiſter Nebe zu Metz ehelich verbunden. Mit ihrem 30. Jahre begann ſie ihre ſchriftſtelle- riſche Tätigkeit, zu der ſie nament- lich durch die liebliche Schönheit der Potsdamer Landſchaft angeregt wur- de. Dieſer galt dann auch ihr Erſt- lingswerk, ein der Königin Eliſabeth von Preußen gewidmetes Gedicht „Potsdam“. Dann folgten Romane, Novellen, Humoresken u. eine große Serie Stimmungsbilder u. feuilleto- niſcher Plaudereien aus Straßburg und Metz, die im „Neuen Blatt“, im „Berliner Fremdenblatt“ und an- deren Journalen erſchienen. Sie † in Warmbrunn am 22. April 1883. S: Potsdam (G.), 1870, Nebinger, J. H., pſd. J. Haardt, geb. 1861, lebt in Kreuznach. Außer vielen Jugendtraktätchen veröffent- lichte ſie S: Der köſtlichſte Schmuck (M.), 1879. ‒ Der Ring (Geſch. für junge Mädchen), 1889. ‒ Ann’ von der Glann (E.), 1897. ‒ Der Hart- ſteiner (R.), 1897. ‒ Die Geſchwiſter (E.), 1897. ‒ Jm Vorbehalt (E.), 1897. ‒ Nie zu ſpät (E.), 1897. ‒ Nur ein Schnurrantenkind (E.), 1897. ‒ So war es (E.), 1897. ‒ Schuldbe- laden (E.), 1897. ‒ Jn Gottes Schule (4 En. f. jung und alt), 1898. ‒ Ave Imperator (R.), 1899. 3. A. 1909. ‒ Jch hatt’ einen Kameraden! Tante Salome (2 En.), 1906. *Neckarſulmer, Ernſt, geb. am 18. Oktbr. 1877 in Aachen, entſtammt einer angeſehenen Großkaufmanns- familie, die ſeit langen Jahren dort auſäſſig war. Er beſuchte das Gym- naſium daſelbſt und brachte ſchon als Schüler allen literariſchen u. künſt- leriſchen Fragen lebhaftes Jntereſſe entgegen. Nach Erlangung des Reifezeugniſſes bezog er die Univer- ſität Berlin, an der er in erſter Linie Nationalökonomie ſtudierte, die ihm als die wichtigſte Wiſſenſchaft zum Verſtändnis des ſozialen, geſellſchaft- lichen und geiſtigen Lebens erſchien. Daneben widmete er ſich geſchicht- lichen, muſik-, kunſt- und literar- hiſtoriſchen Studien. Danach ent- ſchied er ſich für den Redakteurberuf. Seine Sporen verdiente er ſich am „Berliner Börſen-Courier“ und trat nach mehrjähriger Tätigkeit an die- ſem Blatte in den Redaktionsverband der „Voſſiſchen Ztg.“, dem er mehrere Jahre angehörte. Mehrere längere Reiſen ins Ausland, vor allem nach Jtalien, Paris, Nordafrika und Grie- chenland unterbrachen ſeine Tätigkeit lieferten ihm aber reichlichen Stof für literariſche Arbeiten. S: Berliner Saiſon (Mädchentypen), 1902. ‒ Aus *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/112
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 108. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/112>, abgerufen am 23.02.2019.