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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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sus für den Taubstummenunterricht
an dem Wiener Taubstummen-Er-
ziehungs-Jnstitute. Er starb zu Möd-
ling bei Wien am 8. Juli 1865.

S:


Gedichte, 1846. - Neuere Gedichte,
1850. - Kinderlieder; II, 1855. -
Trinklieder eines Wiener Poeten,
1858. - Dichterstimmen (Anthol. f. d.
Jugd.), 1857. - Der Fink (E.), 1860.

*Neumann, Magnus,

geb. am
2. Januar 1866 in Saalfeld (Ost-
preußen), besuchte das Gymnasium
in Fürstenwalde a. d. Spree, studierte
dann Medizin und ließ sich in Crim-
mitschau (Sachsen) als Arzt nieder.
Jm Jahre 1897 zog er nach Berlin,
wo er, besonders als Frauenarzt,
tätig war und Anfang Juli 1908
starb.

S:

Knospen und Blüten (Ge.),
1896.

*Neumann-Hofer, Annie,

be-
kannt auch unter ihrem Mädchen-
namen Annie Bock, wurde am 20.
März 1867 zu Neuyork geboren und
zeigte schon frühe viel Neigung zur
Musik und ein ausgesprochenes Ta-
lent für Klavierspiel, das sie denn
auch seit 1879, als sie nach Deutsch-
land kam, unter Siegmund Lebert in
Stuttgart ausbildete. Hier besuchte
sie auch die Schule. Jn den Jahren
1880-81 gab sie eine große Anzahl
von Konzerten in den größten Städ-
ten Deutschlands, in Paris und Lon-
don, lebte 1882-84 wieder in Amerika,
wo sie gleichfalls mehrere Konzert-
reisen machte, und kehrie 1885 nach
Deutschland zurück, um hier ihre
Studien unter Xaver Scharwenka in
Berlin nochmals aufzunehmen. 1886
und 1887 unternahm sie dann zwei
große Konzertreisen mit Amalie Joa-
chim. Während des Jahres 1888-89,
das sie in der französischen Schweiz
verbrachte, vollzog sich ihr Übergang
von der Musik zur Schriftstellerei, der
sie sich nun in Berlin, das sie 1889
zum dauernden Wohnsitz wählte, mit
ganzer Seele und Eifer hingab. Als
erste Arbeiten veröffentlichte sie ver-
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Neu
schiedene Feuilletons über das Vir-
tuosenleben und über ihre Reisen im
"Berliner Tageblatt". Jm J. 1891
verheiratete sie sich mit dem bekann-
ten Schriftsteller Otto Neumann-
Hofer in Berlin; doch wurde die Ehe
1905 wieder gelöst, und Annie N. ver-
legte bald darauf ihren Wohnsitz nach
Frankfurt a. Main.

S:

Selam (No-
vellenstrauß), 1890. - Tarantella (R.),
1894. - Der Auserwählte (4 M.),
1894. - Simson und Delila (R.); II,
1895. - Führe uns in Versuchung!
(R.), 1896. - Kollegen! (Kom.), 1895.
- Dora Peters. Zwei, die sich liebten
(R.), 1896. - "Ellen" (N.), 1897. -
Einsamkeit (R., Fortsetzg. von "Dora
Peters"), 1898. - Die Familie Riz-
zoni (R.), 1898. - Die Tote (E.),
Robert (Hum.), 1898. - Der Zug nach
Osten (R.), 1898. - Gräfin Sophie
(R.), 1900. - Tote Liebe (R.), 1901. -
Dora Peters (Schsp.), 1902. - Das
Wunderkind (Komödie), 1903. - Ma-
rie Antoinette (Schsp.), 1903. - Über-
menschen (R.), 1903. - Der Auser-
wählte (dem Andenken des Joseph
Kainz gewidmet), 1910. - Welke Blät-
ter und anderes, 1911. - Ein kleiner
Don Juan und anderes, 1911. -
Wotans Abschied (Kom.), 1911. - Die
Montrefore (Dr., frei n. Edgar Poe),
1911. - Der allmächtige Dollar (R.),
1911. - Spießgesellen (Dr.), 1911.

*Neumann-Jödemann, Ernst,


geb. am 9. Febr. 1863 in Berlin als
der Sohn eines Chefredakteurs und
seiner Gattin Auguste, geb. Jöde-
mann, erhielt seinen ersten Unterricht
in Essen, besuchte dann das Köllnische
u. Askanische Gymnasium in Berlin
und zuletzt, aus Gesundheitsrücksich-
ten dasjenige in Burgsteinfurt in
Westfalen, dem Heimatlande seiner
Eltern. Er widmete sich dann der
Theologie und den Unterichtsfächern,
aber stets mit dem Ausblick auf die
Schriftstellerei, der er nunmehr auch
mit ganzer Seele angehört. Er lebt
in Berlin.

S:

Bühnenzauber (Eine

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Neu
ſus für den Taubſtummenunterricht
an dem Wiener Taubſtummen-Er-
ziehungs-Jnſtitute. Er ſtarb zu Möd-
ling bei Wien am 8. Juli 1865.

S:


Gedichte, 1846. ‒ Neuere Gedichte,
1850. ‒ Kinderlieder; II, 1855. ‒
Trinklieder eines Wiener Poeten,
1858. ‒ Dichterſtimmen (Anthol. f. d.
Jugd.), 1857. ‒ Der Fink (E.), 1860.

*Neumann, Magnus,

geb. am
2. Januar 1866 in Saalfeld (Oſt-
preußen), beſuchte das Gymnaſium
in Fürſtenwalde a. d. Spree, ſtudierte
dann Medizin und ließ ſich in Crim-
mitſchau (Sachſen) als Arzt nieder.
Jm Jahre 1897 zog er nach Berlin,
wo er, beſonders als Frauenarzt,
tätig war und Anfang Juli 1908
ſtarb.

S:

Knoſpen und Blüten (Ge.),
1896.

*Neumann-Hofer, Annie,

be-
kannt auch unter ihrem Mädchen-
namen Annie Bock, wurde am 20.
März 1867 zu Neuyork geboren und
zeigte ſchon frühe viel Neigung zur
Muſik und ein ausgeſprochenes Ta-
lent für Klavierſpiel, das ſie denn
auch ſeit 1879, als ſie nach Deutſch-
land kam, unter Siegmund Lebert in
Stuttgart ausbildete. Hier beſuchte
ſie auch die Schule. Jn den Jahren
1880‒81 gab ſie eine große Anzahl
von Konzerten in den größten Städ-
ten Deutſchlands, in Paris und Lon-
don, lebte 1882‒84 wieder in Amerika,
wo ſie gleichfalls mehrere Konzert-
reiſen machte, und kehrie 1885 nach
Deutſchland zurück, um hier ihre
Studien unter Xaver Scharwenka in
Berlin nochmals aufzunehmen. 1886
und 1887 unternahm ſie dann zwei
große Konzertreiſen mit Amalie Joa-
chim. Während des Jahres 1888‒89,
das ſie in der franzöſiſchen Schweiz
verbrachte, vollzog ſich ihr Übergang
von der Muſik zur Schriftſtellerei, der
ſie ſich nun in Berlin, das ſie 1889
zum dauernden Wohnſitz wählte, mit
ganzer Seele und Eifer hingab. Als
erſte Arbeiten veröffentlichte ſie ver-
[Spaltenumbruch]

Neu
ſchiedene Feuilletons über das Vir-
tuoſenleben und über ihre Reiſen im
„Berliner Tageblatt“. Jm J. 1891
verheiratete ſie ſich mit dem bekann-
ten Schriftſteller Otto Neumann-
Hofer in Berlin; doch wurde die Ehe
1905 wieder gelöſt, und Annie N. ver-
legte bald darauf ihren Wohnſitz nach
Frankfurt a. Main.

S:

Selam (No-
vellenſtrauß), 1890. ‒ Tarantella (R.),
1894. ‒ Der Auserwählte (4 M.),
1894. ‒ Simſon und Delila (R.); II,
1895. ‒ Führe uns in Verſuchung!
(R.), 1896. ‒ Kollegen! (Kom.), 1895.
‒ Dora Peters. Zwei, die ſich liebten
(R.), 1896. ‒ „Ellen“ (N.), 1897. ‒
Einſamkeit (R., Fortſetzg. von „Dora
Peters“), 1898. ‒ Die Familie Riz-
zoni (R.), 1898. ‒ Die Tote (E.),
Robert (Hum.), 1898. ‒ Der Zug nach
Oſten (R.), 1898. ‒ Gräfin Sophie
(R.), 1900. ‒ Tote Liebe (R.), 1901. ‒
Dora Peters (Schſp.), 1902. ‒ Das
Wunderkind (Komödie), 1903. ‒ Ma-
rie Antoinette (Schſp.), 1903. ‒ Über-
menſchen (R.), 1903. ‒ Der Auser-
wählte (dem Andenken des Joſeph
Kainz gewidmet), 1910. ‒ Welke Blät-
ter und anderes, 1911. ‒ Ein kleiner
Don Juan und anderes, 1911. ‒
Wotans Abſchied (Kom.), 1911. ‒ Die
Montrefore (Dr., frei n. Edgar Poe),
1911. ‒ Der allmächtige Dollar (R.),
1911. ‒ Spießgeſellen (Dr.), 1911.

*Neumann-Jödemann, Ernſt,


geb. am 9. Febr. 1863 in Berlin als
der Sohn eines Chefredakteurs und
ſeiner Gattin Auguſte, geb. Jöde-
mann, erhielt ſeinen erſten Unterricht
in Eſſen, beſuchte dann das Köllniſche
u. Askaniſche Gymnaſium in Berlin
und zuletzt, aus Geſundheitsrückſich-
ten dasjenige in Burgſteinfurt in
Weſtfalen, dem Heimatlande ſeiner
Eltern. Er widmete ſich dann der
Theologie und den Unterichtsfächern,
aber ſtets mit dem Ausblick auf die
Schriftſtellerei, der er nunmehr auch
mit ganzer Seele angehört. Er lebt
in Berlin.

S:

Bühnenzauber (Eine

*
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[123/0127] Neu Neu ſus für den Taubſtummenunterricht an dem Wiener Taubſtummen-Er- ziehungs-Jnſtitute. Er ſtarb zu Möd- ling bei Wien am 8. Juli 1865. S: Gedichte, 1846. ‒ Neuere Gedichte, 1850. ‒ Kinderlieder; II, 1855. ‒ Trinklieder eines Wiener Poeten, 1858. ‒ Dichterſtimmen (Anthol. f. d. Jugd.), 1857. ‒ Der Fink (E.), 1860. *Neumann, Magnus, geb. am 2. Januar 1866 in Saalfeld (Oſt- preußen), beſuchte das Gymnaſium in Fürſtenwalde a. d. Spree, ſtudierte dann Medizin und ließ ſich in Crim- mitſchau (Sachſen) als Arzt nieder. Jm Jahre 1897 zog er nach Berlin, wo er, beſonders als Frauenarzt, tätig war und Anfang Juli 1908 ſtarb. S: Knoſpen und Blüten (Ge.), 1896. *Neumann-Hofer, Annie, be- kannt auch unter ihrem Mädchen- namen Annie Bock, wurde am 20. März 1867 zu Neuyork geboren und zeigte ſchon frühe viel Neigung zur Muſik und ein ausgeſprochenes Ta- lent für Klavierſpiel, das ſie denn auch ſeit 1879, als ſie nach Deutſch- land kam, unter Siegmund Lebert in Stuttgart ausbildete. Hier beſuchte ſie auch die Schule. Jn den Jahren 1880‒81 gab ſie eine große Anzahl von Konzerten in den größten Städ- ten Deutſchlands, in Paris und Lon- don, lebte 1882‒84 wieder in Amerika, wo ſie gleichfalls mehrere Konzert- reiſen machte, und kehrie 1885 nach Deutſchland zurück, um hier ihre Studien unter Xaver Scharwenka in Berlin nochmals aufzunehmen. 1886 und 1887 unternahm ſie dann zwei große Konzertreiſen mit Amalie Joa- chim. Während des Jahres 1888‒89, das ſie in der franzöſiſchen Schweiz verbrachte, vollzog ſich ihr Übergang von der Muſik zur Schriftſtellerei, der ſie ſich nun in Berlin, das ſie 1889 zum dauernden Wohnſitz wählte, mit ganzer Seele und Eifer hingab. Als erſte Arbeiten veröffentlichte ſie ver- ſchiedene Feuilletons über das Vir- tuoſenleben und über ihre Reiſen im „Berliner Tageblatt“. Jm J. 1891 verheiratete ſie ſich mit dem bekann- ten Schriftſteller Otto Neumann- Hofer in Berlin; doch wurde die Ehe 1905 wieder gelöſt, und Annie N. ver- legte bald darauf ihren Wohnſitz nach Frankfurt a. Main. S: Selam (No- vellenſtrauß), 1890. ‒ Tarantella (R.), 1894. ‒ Der Auserwählte (4 M.), 1894. ‒ Simſon und Delila (R.); II, 1895. ‒ Führe uns in Verſuchung! (R.), 1896. ‒ Kollegen! (Kom.), 1895. ‒ Dora Peters. Zwei, die ſich liebten (R.), 1896. ‒ „Ellen“ (N.), 1897. ‒ Einſamkeit (R., Fortſetzg. von „Dora Peters“), 1898. ‒ Die Familie Riz- zoni (R.), 1898. ‒ Die Tote (E.), Robert (Hum.), 1898. ‒ Der Zug nach Oſten (R.), 1898. ‒ Gräfin Sophie (R.), 1900. ‒ Tote Liebe (R.), 1901. ‒ Dora Peters (Schſp.), 1902. ‒ Das Wunderkind (Komödie), 1903. ‒ Ma- rie Antoinette (Schſp.), 1903. ‒ Über- menſchen (R.), 1903. ‒ Der Auser- wählte (dem Andenken des Joſeph Kainz gewidmet), 1910. ‒ Welke Blät- ter und anderes, 1911. ‒ Ein kleiner Don Juan und anderes, 1911. ‒ Wotans Abſchied (Kom.), 1911. ‒ Die Montrefore (Dr., frei n. Edgar Poe), 1911. ‒ Der allmächtige Dollar (R.), 1911. ‒ Spießgeſellen (Dr.), 1911. *Neumann-Jödemann, Ernſt, geb. am 9. Febr. 1863 in Berlin als der Sohn eines Chefredakteurs und ſeiner Gattin Auguſte, geb. Jöde- mann, erhielt ſeinen erſten Unterricht in Eſſen, beſuchte dann das Köllniſche u. Askaniſche Gymnaſium in Berlin und zuletzt, aus Geſundheitsrückſich- ten dasjenige in Burgſteinfurt in Weſtfalen, dem Heimatlande ſeiner Eltern. Er widmete ſich dann der Theologie und den Unterichtsfächern, aber ſtets mit dem Ausblick auf die Schriftſtellerei, der er nunmehr auch mit ganzer Seele angehört. Er lebt in Berlin. S: Bühnenzauber (Eine *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 123. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/127>, abgerufen am 17.02.2019.