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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Gesch. a. d. Theologenleben), 1902.
2. A. 1903. - Unter Tieren u. Men-
schen (En.), 1903. - Moderne Lumpe
(Nn.), 1903. - Der Rächer (Moder-
nes Dr.), 1904. - Der lange Ledebur
(Nach hinterlassenen Papieren der
deutschen Jugend erzählt), 1906. -
Durchlaucht Gänserich (Eine lustige
Gesch. a. fürstlicher Residenz), 1907. -
Versunkene Ringe (Schw.), 1909.

*Neumann-Strela, Karl,

wurde
als der Sohn eines Kaufmanns am
30. Dez. 1838 zu Stralsund geboren.
Nach einer sorgfältigen Erziehung,
welche nach des Vaters frühem Tode
die Mutter ihm angedeihen ließ,
wurde er Buchhändler und lebte als
solcher drei Jahre in Stralsund und
seit 1858 in Berlin. Er gab aber im
folgenden Jahre diesen Beruf auf,
um sich ganz der Literatur zu wid-
men. Zu diesem Zweck hörte er erst
ästhetische u. historische Vorlesungen
in Berlin, bildete sich dann auf Rei-
sen u. ließ sich hierauf 1861 in Wei-
mar nieder, wo er viel mit Gutzkow
u. Dingelstedt verkehrte. Jm Jahre
1865 siedelte er nach Leipzig u. 1868
nach Berlin über, wo er ein Jahr
in der Redaktion des belletristischen
Teils des "Bazar" tätig war. Da-
nach lebte er viel auf Reisen und
kehrte erst 1870 zu dauerndem Auf-
enthalt nach Berlin zurück. 1887
übernahm er die Redaktion der "Kin-
derwelt", einer Beilage zur Zeit-
schrift "Mode und Haus", betätigt
sich aber seit Jahren als freier Schrift-
steller.

S:

Das Christgeschenk (Weih-
nachtsgesch.), 1861. - Sophie La
Roche und Wieland (Federzeichngn.),
1862. - Mit dem Zopf (Geschichten
aus dem 18. Jahrh.), 1865. - Wer ist
von Gottes Gnaden? (Humor. E.),
1871. Neue Ausg. u. d. T.: Prinz
Lieschen, 1880. - Erzählungen, 1872.
- Narren u. Sünder (Humor.), 1876.
- Aus dem Reiche des Todes (Ge-
schichten), 1876. - Berliner Blau
(R.); II, 1880. - Bunte Reihe (Gesch.),
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Neu
1876. - Soldatengeschichten, 1881. -
Theater-Novellen, 1882. - Thron
und Reich (Bilder und Sk.), 1883.
- Jm Silberkranz (Gedenkblatt zur
silbernen Hochzeit des Kronprinzen-
paares), 1883. - Hohenzollern-Mär-
chen, 1890. - Die Hohenzollern in
Wort und Bild (Volksbuch), 1891. -
Deutschlands Helden in Krieg und
Frieden; III, 1891-93. - Kaiser-
Märchen, 1797-1897; 1897. - Unser
Kaiserpaar (Festgabe zur Silberhoch-
zeit), 1906. - Aus Weimars goldenen
Tagen (Fürst und Dichter im Fami-
lienkreise), 1910. - Zahlreiche Lebens-
bilder fürstlicher Personen aus dem
Hohenzollerngeschlecht.

*Neumeister, Georg,

geboren am
10. Januar 1872 in Lützen (Provinz
Sachsen), besuchte das Thomas-
Gymnasium in Leipzig und stu-
dierte erst Philosophie und Literatnr
in München und Berlin, danach Me-
dizin in Leipzig und Rostock. Nach
bestandenem Examen (1898) u. nach
Promotion zum Dr. med. war er als
Assistent bei Nervenärzten in Nassau
a. d. Lahn, in Landsberg a. d. Warthe
und in Wilhelmshöhe bei Kassel tätig
und ließ sich 1902 als selbständiger
Arzt in Tambach (Sachsen) nieder.
1906 verlegte er seine Praxis nach
Gräfenroda in Thüringen.

S:

Lie-
der und Gedichte, 1902.

*Neumeister, Rudolf Albrecht
Julius Emil,

geb. am 10. Mai 1822
zu Sonnefeld im Herzogtum Sachsen-
Koburg als der Sohn eines Geist-
lichen, besuchte seit 1835 das Gym-
nasium Casimirianum in Koburg u.
studierte 1841-44 in Jena Theologie.
Nach bestandenem Kandidaten-Exa-
men nahm er eine Hauslehrerstelle
in Bukarest an u. wurde zwei Jahre
später von der dortigen evangelischen
Gemeinde zum Pfarrer gewählt.
Nachdem er in Koburg ordiniert
worden, trat er 1846 sein Amt in
Rumänien an und bekleidete dasselbe
bis 1867. Daneben war er seit 1856

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Neu
Geſch. a. d. Theologenleben), 1902.
2. A. 1903. ‒ Unter Tieren u. Men-
ſchen (En.), 1903. ‒ Moderne Lumpe
(Nn.), 1903. ‒ Der Rächer (Moder-
nes Dr.), 1904. ‒ Der lange Ledebur
(Nach hinterlaſſenen Papieren der
deutſchen Jugend erzählt), 1906. ‒
Durchlaucht Gänſerich (Eine luſtige
Geſch. a. fürſtlicher Reſidenz), 1907. ‒
Verſunkene Ringe (Schw.), 1909.

*Neumann-Strela, Karl,

wurde
als der Sohn eines Kaufmanns am
30. Dez. 1838 zu Stralſund geboren.
Nach einer ſorgfältigen Erziehung,
welche nach des Vaters frühem Tode
die Mutter ihm angedeihen ließ,
wurde er Buchhändler und lebte als
ſolcher drei Jahre in Stralſund und
ſeit 1858 in Berlin. Er gab aber im
folgenden Jahre dieſen Beruf auf,
um ſich ganz der Literatur zu wid-
men. Zu dieſem Zweck hörte er erſt
äſthetiſche u. hiſtoriſche Vorleſungen
in Berlin, bildete ſich dann auf Rei-
ſen u. ließ ſich hierauf 1861 in Wei-
mar nieder, wo er viel mit Gutzkow
u. Dingelſtedt verkehrte. Jm Jahre
1865 ſiedelte er nach Leipzig u. 1868
nach Berlin über, wo er ein Jahr
in der Redaktion des belletriſtiſchen
Teils des „Bazar“ tätig war. Da-
nach lebte er viel auf Reiſen und
kehrte erſt 1870 zu dauerndem Auf-
enthalt nach Berlin zurück. 1887
übernahm er die Redaktion der „Kin-
derwelt“, einer Beilage zur Zeit-
ſchrift „Mode und Haus“, betätigt
ſich aber ſeit Jahren als freier Schrift-
ſteller.

S:

Das Chriſtgeſchenk (Weih-
nachtsgeſch.), 1861. ‒ Sophie La
Roche und Wieland (Federzeichngn.),
1862. ‒ Mit dem Zopf (Geſchichten
aus dem 18. Jahrh.), 1865. ‒ Wer iſt
von Gottes Gnaden? (Humor. E.),
1871. Neue Ausg. u. d. T.: Prinz
Lieschen, 1880. ‒ Erzählungen, 1872.
‒ Narren u. Sünder (Humor.), 1876.
‒ Aus dem Reiche des Todes (Ge-
ſchichten), 1876. ‒ Berliner Blau
(R.); II, 1880. ‒ Bunte Reihe (Geſch.),
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Neu
1876. ‒ Soldatengeſchichten, 1881. ‒
Theater-Novellen, 1882. ‒ Thron
und Reich (Bilder und Sk.), 1883.
‒ Jm Silberkranz (Gedenkblatt zur
ſilbernen Hochzeit des Kronprinzen-
paares), 1883. ‒ Hohenzollern-Mär-
chen, 1890. ‒ Die Hohenzollern in
Wort und Bild (Volksbuch), 1891. ‒
Deutſchlands Helden in Krieg und
Frieden; III, 1891‒93. ‒ Kaiſer-
Märchen, 1797‒1897; 1897. ‒ Unſer
Kaiſerpaar (Feſtgabe zur Silberhoch-
zeit), 1906. ‒ Aus Weimars goldenen
Tagen (Fürſt und Dichter im Fami-
lienkreiſe), 1910. ‒ Zahlreiche Lebens-
bilder fürſtlicher Perſonen aus dem
Hohenzollerngeſchlecht.

*Neumeiſter, Georg,

geboren am
10. Januar 1872 in Lützen (Provinz
Sachſen), beſuchte das Thomas-
Gymnaſium in Leipzig und ſtu-
dierte erſt Philoſophie und Literatnr
in München und Berlin, danach Me-
dizin in Leipzig und Roſtock. Nach
beſtandenem Examen (1898) u. nach
Promotion zum Dr. med. war er als
Aſſiſtent bei Nervenärzten in Naſſau
a. d. Lahn, in Landsberg a. d. Warthe
und in Wilhelmshöhe bei Kaſſel tätig
und ließ ſich 1902 als ſelbſtändiger
Arzt in Tambach (Sachſen) nieder.
1906 verlegte er ſeine Praxis nach
Gräfenroda in Thüringen.

S:

Lie-
der und Gedichte, 1902.

*Neumeiſter, Rudolf Albrecht
Julius Emil,

geb. am 10. Mai 1822
zu Sonnefeld im Herzogtum Sachſen-
Koburg als der Sohn eines Geiſt-
lichen, beſuchte ſeit 1835 das Gym-
naſium Caſimirianum in Koburg u.
ſtudierte 1841‒44 in Jena Theologie.
Nach beſtandenem Kandidaten-Exa-
men nahm er eine Hauslehrerſtelle
in Bukareſt an u. wurde zwei Jahre
ſpäter von der dortigen evangeliſchen
Gemeinde zum Pfarrer gewählt.
Nachdem er in Koburg ordiniert
worden, trat er 1846 ſein Amt in
Rumänien an und bekleidete dasſelbe
bis 1867. Daneben war er ſeit 1856

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[124/0128] Neu Neu Geſch. a. d. Theologenleben), 1902. 2. A. 1903. ‒ Unter Tieren u. Men- ſchen (En.), 1903. ‒ Moderne Lumpe (Nn.), 1903. ‒ Der Rächer (Moder- nes Dr.), 1904. ‒ Der lange Ledebur (Nach hinterlaſſenen Papieren der deutſchen Jugend erzählt), 1906. ‒ Durchlaucht Gänſerich (Eine luſtige Geſch. a. fürſtlicher Reſidenz), 1907. ‒ Verſunkene Ringe (Schw.), 1909. *Neumann-Strela, Karl, wurde als der Sohn eines Kaufmanns am 30. Dez. 1838 zu Stralſund geboren. Nach einer ſorgfältigen Erziehung, welche nach des Vaters frühem Tode die Mutter ihm angedeihen ließ, wurde er Buchhändler und lebte als ſolcher drei Jahre in Stralſund und ſeit 1858 in Berlin. Er gab aber im folgenden Jahre dieſen Beruf auf, um ſich ganz der Literatur zu wid- men. Zu dieſem Zweck hörte er erſt äſthetiſche u. hiſtoriſche Vorleſungen in Berlin, bildete ſich dann auf Rei- ſen u. ließ ſich hierauf 1861 in Wei- mar nieder, wo er viel mit Gutzkow u. Dingelſtedt verkehrte. Jm Jahre 1865 ſiedelte er nach Leipzig u. 1868 nach Berlin über, wo er ein Jahr in der Redaktion des belletriſtiſchen Teils des „Bazar“ tätig war. Da- nach lebte er viel auf Reiſen und kehrte erſt 1870 zu dauerndem Auf- enthalt nach Berlin zurück. 1887 übernahm er die Redaktion der „Kin- derwelt“, einer Beilage zur Zeit- ſchrift „Mode und Haus“, betätigt ſich aber ſeit Jahren als freier Schrift- ſteller. S: Das Chriſtgeſchenk (Weih- nachtsgeſch.), 1861. ‒ Sophie La Roche und Wieland (Federzeichngn.), 1862. ‒ Mit dem Zopf (Geſchichten aus dem 18. Jahrh.), 1865. ‒ Wer iſt von Gottes Gnaden? (Humor. E.), 1871. Neue Ausg. u. d. T.: Prinz Lieschen, 1880. ‒ Erzählungen, 1872. ‒ Narren u. Sünder (Humor.), 1876. ‒ Aus dem Reiche des Todes (Ge- ſchichten), 1876. ‒ Berliner Blau (R.); II, 1880. ‒ Bunte Reihe (Geſch.), 1876. ‒ Soldatengeſchichten, 1881. ‒ Theater-Novellen, 1882. ‒ Thron und Reich (Bilder und Sk.), 1883. ‒ Jm Silberkranz (Gedenkblatt zur ſilbernen Hochzeit des Kronprinzen- paares), 1883. ‒ Hohenzollern-Mär- chen, 1890. ‒ Die Hohenzollern in Wort und Bild (Volksbuch), 1891. ‒ Deutſchlands Helden in Krieg und Frieden; III, 1891‒93. ‒ Kaiſer- Märchen, 1797‒1897; 1897. ‒ Unſer Kaiſerpaar (Feſtgabe zur Silberhoch- zeit), 1906. ‒ Aus Weimars goldenen Tagen (Fürſt und Dichter im Fami- lienkreiſe), 1910. ‒ Zahlreiche Lebens- bilder fürſtlicher Perſonen aus dem Hohenzollerngeſchlecht. *Neumeiſter, Georg, geboren am 10. Januar 1872 in Lützen (Provinz Sachſen), beſuchte das Thomas- Gymnaſium in Leipzig und ſtu- dierte erſt Philoſophie und Literatnr in München und Berlin, danach Me- dizin in Leipzig und Roſtock. Nach beſtandenem Examen (1898) u. nach Promotion zum Dr. med. war er als Aſſiſtent bei Nervenärzten in Naſſau a. d. Lahn, in Landsberg a. d. Warthe und in Wilhelmshöhe bei Kaſſel tätig und ließ ſich 1902 als ſelbſtändiger Arzt in Tambach (Sachſen) nieder. 1906 verlegte er ſeine Praxis nach Gräfenroda in Thüringen. S: Lie- der und Gedichte, 1902. *Neumeiſter, Rudolf Albrecht Julius Emil, geb. am 10. Mai 1822 zu Sonnefeld im Herzogtum Sachſen- Koburg als der Sohn eines Geiſt- lichen, beſuchte ſeit 1835 das Gym- naſium Caſimirianum in Koburg u. ſtudierte 1841‒44 in Jena Theologie. Nach beſtandenem Kandidaten-Exa- men nahm er eine Hauslehrerſtelle in Bukareſt an u. wurde zwei Jahre ſpäter von der dortigen evangeliſchen Gemeinde zum Pfarrer gewählt. Nachdem er in Koburg ordiniert worden, trat er 1846 ſein Amt in Rumänien an und bekleidete dasſelbe bis 1867. Daneben war er ſeit 1856 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 124. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/128>, abgerufen am 21.02.2019.