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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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rari erschienen. Gleicherweise war
für N. die nähere Bekanntschaft mit
dem damals in Eisenach wohnenden
Dichter A. E. Brachvogel von großer
Anregung. Beim Ausbruch des Krie-
ges 1870 meldete er sich zum Wieder-
eintritt in die Armee und tat beim
Ersatz-Bataillon in Gotha Dienst;
1871 erhielt er den Charakter als
Hauptmann. Aus seiner Feder flos-
sen in der Folge "Der französische
Feldzug 1870-71" (1871), vom eng-
lischen General Newdigate ins Eng-
lische übersetzt. - "Geschichte des 6.
Thüring. Jnfant.-Reg. Nr. 95" (3.
A. 1875); auch gab er das "Militär-
Handlexikon" (Stuttg. 1877) heraus
und schrieb zahlreiche wissenschaftliche
Artikel für Johnsons Cyclopaedia,
New York
, für das "Daheim", für
"Petermanns Mitteilungen" und für
die "Genealogisch-heraldische Akade-
mie in Pisa". Nachdem er 1888 Gotha
verlassen, unternahm er zwei Jahre
lang größere Reisen und hielt sich be-
sonders lange Zeit in Österreich und
Italien auf, worauf er 1890 seinen
Wohnsitz in Leipzig nahm. 1898 ließ
er sich in Hosterwitz bei Dresden, 1899
in Hannover u. 1901 in Dresden nie-
der.

S:

Die Verlobung in Wiesbaden
(N.), 1868. Neue A. 1890. - Eduard
Hasperg und Sohn (N.), 1869. -
Gettysburg (N., mit A. Schmidt),
1869. - Man to! (R., mit A. Schmidt);
IV, 1870. - Katharina (R.), 1879.
3. A. 1903. - Eine Emanzipierte (R.);
II, 1880. - Die Grafen von Alten-
schwerdt (R.); III, 1883. - Bakchen
und Thyrsosträger (R.); II, 1882.
3. Aufl. 1910. - Pieter Maritz, der
Bauernsohn (E.), 1886. 7. A. 1902.
- Das Geheimnis einer Mumie,
1886. 3. A. 1905. - Das Flibustier-
buch (Erlebnisse e. jungen Deutschen
unter den Freibeutern), 1887. 3. A.
1906. - Eulen und Krebse (R.), 1888.
- Des rechten Auges Ärgernis (R.);
II, 1888. - Bei Hofe (R.); II, 1889. -
Amors Bekenntnisse (Ehestands-Ge-
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Nie
schichten), 1890. - Der arme Dich-
ter (R.); III, 1890. - Der Günstling
des Fürsten (R.); II, 1891. - Voll
Dampf voraus (R.); II, 1892. - Hoch-
gebirge und Ozean (R.); II, 1893. -
Der Junggesell (Hum.), 1893. - Mas-
kenspiel des Lebens (R.); II, 1894. -
Lorbeer (E.), 1894. - Der Agitator
(R.); II, 1895. - Die Erbinnen (R.);
II, 1896. - Der Günstling des Volkes
(R.), 1896. - Frauenliebe (N.), 1897.
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1897. - Das goldene Haus (R.), 1898.
- War sie schuldig? (R.), 1898. -
Nur ein Weib (R.), 1898. - Gerech-
tigkeit (R. a. d. Burenkriege), 1900.
- Zwei Frauen (R.), 1. u. 2. A. 1901.
- Der Mahatma (Gesch. einer Offen-
barung), 1902. - Liebesquadrille (R.
a. d. Weltstadt), 1901. - Jmmer ver-
nünftig. Die schwarze Messe (2 En.),
1903. - Gwendolin (R.), 1904. - Der
Weltkrieg. Deutsche Träume (R.),
1904. - Hans Jakob Graf v. Garse-
bach, der Garde-Panzerreiter (Hum.
R.), 1904. - Unsere blauen Jungen
(Erlebnisse auf einem deutsch. Kriegs-
schiffe), 1907. - Kredit (R.), 1908.
2. A. 1908. - Gefährliche Verbindun-
gen (R.), 1909. - Lebenserinnerungen,
1909. - Aetherio (Eine Planetenfahrt),
1909. - Hellmut, der Patrouillenrei-
ter (E. a. Südwest), 1910. 2. A. 1911.
- Der Schleier der Tanit (E.), 1911.

*Niemann, Johanna,

wurde am
18. April 1844 in Danzig als älteste
von sieben Geschwistern geboren. Jhr
Vater war Regierungsrat; ihre Mut-
ter, eine gebor. Freiin von Norden-
flycht, gehörte einer aus Schweden
stammenden Familie an. Johanna
wandte sich dem Berufe einer Lehre-
rin zu und wurde nach abgelegtem
Examen 1870 an einer städtischen
Mädchenschule in Danzig angestellt;
21 Jahre wirkte sie in ihrem Amte,
bis Gesundheitsrücksichten sie zwan-
gen, dasselbe niederzulegen. Nach
dem Tode ihrer Eltern fiel ihr die
Aufgabe zu, an ihren jüngsten Ge-

*


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Nie
rari erſchienen. Gleicherweiſe war
für N. die nähere Bekanntſchaft mit
dem damals in Eiſenach wohnenden
Dichter A. E. Brachvogel von großer
Anregung. Beim Ausbruch des Krie-
ges 1870 meldete er ſich zum Wieder-
eintritt in die Armee und tat beim
Erſatz-Bataillon in Gotha Dienſt;
1871 erhielt er den Charakter als
Hauptmann. Aus ſeiner Feder floſ-
ſen in der Folge „Der franzöſiſche
Feldzug 1870‒71“ (1871), vom eng-
liſchen General Newdigate ins Eng-
liſche überſetzt. ‒ „Geſchichte des 6.
Thüring. Jnfant.-Reg. Nr. 95“ (3.
A. 1875); auch gab er das „Militär-
Handlexikon“ (Stuttg. 1877) heraus
und ſchrieb zahlreiche wiſſenſchaftliche
Artikel für Johnsons Cyclopaedia,
New York
, für das „Daheim“, für
„Petermanns Mitteilungen“ und für
die „Genealogiſch-heraldiſche Akade-
mie in Piſa“. Nachdem er 1888 Gotha
verlaſſen, unternahm er zwei Jahre
lang größere Reiſen und hielt ſich be-
ſonders lange Zeit in Öſterreich und
Italien auf, worauf er 1890 ſeinen
Wohnſitz in Leipzig nahm. 1898 ließ
er ſich in Hoſterwitz bei Dresden, 1899
in Hannover u. 1901 in Dresden nie-
der.

S:

Die Verlobung in Wiesbaden
(N.), 1868. Neue A. 1890. ‒ Eduard
Hasperg und Sohn (N.), 1869. ‒
Gettysburg (N., mit A. Schmidt),
1869. ‒ Man to! (R., mit A. Schmidt);
IV, 1870. ‒ Katharina (R.), 1879.
3. A. 1903. ‒ Eine Emanzipierte (R.);
II, 1880. ‒ Die Grafen von Alten-
ſchwerdt (R.); III, 1883. ‒ Bakchen
und Thyrſosträger (R.); II, 1882.
3. Aufl. 1910. ‒ Pieter Maritz, der
Bauernſohn (E.), 1886. 7. A. 1902.
‒ Das Geheimnis einer Mumie,
1886. 3. A. 1905. ‒ Das Flibuſtier-
buch (Erlebniſſe e. jungen Deutſchen
unter den Freibeutern), 1887. 3. A.
1906. ‒ Eulen und Krebſe (R.), 1888.
‒ Des rechten Auges Ärgernis (R.);
II, 1888. ‒ Bei Hofe (R.); II, 1889. ‒
Amors Bekenntniſſe (Eheſtands-Ge-
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Nie
ſchichten), 1890. ‒ Der arme Dich-
ter (R.); III, 1890. ‒ Der Günſtling
des Fürſten (R.); II, 1891. ‒ Voll
Dampf voraus (R.); II, 1892. ‒ Hoch-
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Der Junggeſell (Hum.), 1893. ‒ Mas-
kenſpiel des Lebens (R.); II, 1894. ‒
Lorbeer (E.), 1894. ‒ Der Agitator
(R.); II, 1895. ‒ Die Erbinnen (R.);
II, 1896. ‒ Der Günſtling des Volkes
(R.), 1896. ‒ Frauenliebe (N.), 1897.
‒ Smaragda (R. a. Konſtantinopel),
1897. ‒ Das goldene Haus (R.), 1898.
‒ War ſie ſchuldig? (R.), 1898. ‒
Nur ein Weib (R.), 1898. ‒ Gerech-
tigkeit (R. a. d. Burenkriege), 1900.
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‒ Der Mahatma (Geſch. einer Offen-
barung), 1902. ‒ Liebesquadrille (R.
a. d. Weltſtadt), 1901. ‒ Jmmer ver-
nünftig. Die ſchwarze Meſſe (2 En.),
1903. ‒ Gwendolin (R.), 1904. ‒ Der
Weltkrieg. Deutſche Träume (R.),
1904. ‒ Hans Jakob Graf v. Garſe-
bach, der Garde-Panzerreiter (Hum.
R.), 1904. ‒ Unſere blauen Jungen
(Erlebniſſe auf einem deutſch. Kriegs-
ſchiffe), 1907. ‒ Kredit (R.), 1908.
2. A. 1908. ‒ Gefährliche Verbindun-
gen (R.), 1909. ‒ Lebenserinnerungen,
1909. ‒ Aetherio (Eine Planetenfahrt),
1909. ‒ Hellmut, der Patrouillenrei-
ter (E. a. Südweſt), 1910. 2. A. 1911.
‒ Der Schleier der Tanit (E.), 1911.

*Niemann, Johanna,

wurde am
18. April 1844 in Danzig als älteſte
von ſieben Geſchwiſtern geboren. Jhr
Vater war Regierungsrat; ihre Mut-
ter, eine gebor. Freiin von Norden-
flycht, gehörte einer aus Schweden
ſtammenden Familie an. Johanna
wandte ſich dem Berufe einer Lehre-
rin zu und wurde nach abgelegtem
Examen 1870 an einer ſtädtiſchen
Mädchenſchule in Danzig angeſtellt;
21 Jahre wirkte ſie in ihrem Amte,
bis Geſundheitsrückſichten ſie zwan-
gen, dasſelbe niederzulegen. Nach
dem Tode ihrer Eltern fiel ihr die
Aufgabe zu, an ihren jüngſten Ge-

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[133/0137] Nie Nie rari erſchienen. Gleicherweiſe war für N. die nähere Bekanntſchaft mit dem damals in Eiſenach wohnenden Dichter A. E. Brachvogel von großer Anregung. Beim Ausbruch des Krie- ges 1870 meldete er ſich zum Wieder- eintritt in die Armee und tat beim Erſatz-Bataillon in Gotha Dienſt; 1871 erhielt er den Charakter als Hauptmann. Aus ſeiner Feder floſ- ſen in der Folge „Der franzöſiſche Feldzug 1870‒71“ (1871), vom eng- liſchen General Newdigate ins Eng- liſche überſetzt. ‒ „Geſchichte des 6. Thüring. Jnfant.-Reg. Nr. 95“ (3. A. 1875); auch gab er das „Militär- Handlexikon“ (Stuttg. 1877) heraus und ſchrieb zahlreiche wiſſenſchaftliche Artikel für Johnsons Cyclopaedia, New York, für das „Daheim“, für „Petermanns Mitteilungen“ und für die „Genealogiſch-heraldiſche Akade- mie in Piſa“. Nachdem er 1888 Gotha verlaſſen, unternahm er zwei Jahre lang größere Reiſen und hielt ſich be- ſonders lange Zeit in Öſterreich und Italien auf, worauf er 1890 ſeinen Wohnſitz in Leipzig nahm. 1898 ließ er ſich in Hoſterwitz bei Dresden, 1899 in Hannover u. 1901 in Dresden nie- der. S: Die Verlobung in Wiesbaden (N.), 1868. Neue A. 1890. ‒ Eduard Hasperg und Sohn (N.), 1869. ‒ Gettysburg (N., mit A. Schmidt), 1869. ‒ Man to! (R., mit A. Schmidt); IV, 1870. ‒ Katharina (R.), 1879. 3. A. 1903. ‒ Eine Emanzipierte (R.); II, 1880. ‒ Die Grafen von Alten- ſchwerdt (R.); III, 1883. ‒ Bakchen und Thyrſosträger (R.); II, 1882. 3. Aufl. 1910. ‒ Pieter Maritz, der Bauernſohn (E.), 1886. 7. A. 1902. ‒ Das Geheimnis einer Mumie, 1886. 3. A. 1905. ‒ Das Flibuſtier- buch (Erlebniſſe e. jungen Deutſchen unter den Freibeutern), 1887. 3. A. 1906. ‒ Eulen und Krebſe (R.), 1888. ‒ Des rechten Auges Ärgernis (R.); II, 1888. ‒ Bei Hofe (R.); II, 1889. ‒ Amors Bekenntniſſe (Eheſtands-Ge- ſchichten), 1890. ‒ Der arme Dich- ter (R.); III, 1890. ‒ Der Günſtling des Fürſten (R.); II, 1891. ‒ Voll Dampf voraus (R.); II, 1892. ‒ Hoch- gebirge und Ozean (R.); II, 1893. ‒ Der Junggeſell (Hum.), 1893. ‒ Mas- kenſpiel des Lebens (R.); II, 1894. ‒ Lorbeer (E.), 1894. ‒ Der Agitator (R.); II, 1895. ‒ Die Erbinnen (R.); II, 1896. ‒ Der Günſtling des Volkes (R.), 1896. ‒ Frauenliebe (N.), 1897. ‒ Smaragda (R. a. Konſtantinopel), 1897. ‒ Das goldene Haus (R.), 1898. ‒ War ſie ſchuldig? (R.), 1898. ‒ Nur ein Weib (R.), 1898. ‒ Gerech- tigkeit (R. a. d. Burenkriege), 1900. ‒ Zwei Frauen (R.), 1. u. 2. A. 1901. ‒ Der Mahatma (Geſch. einer Offen- barung), 1902. ‒ Liebesquadrille (R. a. d. Weltſtadt), 1901. ‒ Jmmer ver- nünftig. Die ſchwarze Meſſe (2 En.), 1903. ‒ Gwendolin (R.), 1904. ‒ Der Weltkrieg. Deutſche Träume (R.), 1904. ‒ Hans Jakob Graf v. Garſe- bach, der Garde-Panzerreiter (Hum. R.), 1904. ‒ Unſere blauen Jungen (Erlebniſſe auf einem deutſch. Kriegs- ſchiffe), 1907. ‒ Kredit (R.), 1908. 2. A. 1908. ‒ Gefährliche Verbindun- gen (R.), 1909. ‒ Lebenserinnerungen, 1909. ‒ Aetherio (Eine Planetenfahrt), 1909. ‒ Hellmut, der Patrouillenrei- ter (E. a. Südweſt), 1910. 2. A. 1911. ‒ Der Schleier der Tanit (E.), 1911. *Niemann, Johanna, wurde am 18. April 1844 in Danzig als älteſte von ſieben Geſchwiſtern geboren. Jhr Vater war Regierungsrat; ihre Mut- ter, eine gebor. Freiin von Norden- flycht, gehörte einer aus Schweden ſtammenden Familie an. Johanna wandte ſich dem Berufe einer Lehre- rin zu und wurde nach abgelegtem Examen 1870 an einer ſtädtiſchen Mädchenſchule in Danzig angeſtellt; 21 Jahre wirkte ſie in ihrem Amte, bis Geſundheitsrückſichten ſie zwan- gen, dasſelbe niederzulegen. Nach dem Tode ihrer Eltern fiel ihr die Aufgabe zu, an ihren jüngſten Ge- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 133. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/137>, abgerufen am 23.02.2019.