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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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(Ge.), 1880. - Das Wörterbuch des
Diderot (Lsp.), 1882. - Um hohen
Preis (Schsp.), 1887. - Um die deut-
sche Krone (Tr.), 1889. - Der Wett-
trunk (Ein lustiges Junkerstücklein),
1889. - Am Roggenhause (Hist. Tr.),
1891. - Vom Wegesrande (Ausge-
wählte Ge.), 1895.

*Nithack-Stahn, Walther,

psd.
Ulrich Walther, wurde am 23.
Oktbr. 1866 zu Berlin als der Sohn
eines dortigen Pfarrers geboren, er-
hielt seine Schulbildung in Eisleben,
studierte sodann Theologie u. wurde
1893 Vikar in Halberstadt. Später
als Oberlehrer am königl. Großen
Militär-Waisenhause zu Potsdam
tätig, kam er zu Anfang d. J. 1897
als Diakonus an die Lutherkirche in
Görlitz und 1906 als Pfarrer an die
Kaiser Wilhelms-Gedächtniskirche in
Berlin.

S:

Brutus (Trsp.), 1892. -
Deutsche Weihnacht (Deutsch. Spiel),
1895. 3. A. 1907. - Die Christen
(Schsp.), 1897. 2. A. 1902. - Jakob
Böhme (Schsp.), 1898. - Luther in
Oppenheim (Geschichtl. Schsp.), 1906.
- Der Mittler (R.), 1906. 4. A. 1908.
- Zwei Frauen (R.), 1.-6. T. 1910. -
Ahasver (Dr. G.), 1910.

*Nitsch, Harry,

pseudon. Heinz
Hesdin,
wurde am 1. März 1867
in Erfurt als der Sohn eines klein-
bürgerlichen Handwerkers geboren,
erhielt eine gute Schulbildung, da er
als Stipendiat eine katholische Schule
besuchen durfte, welche auch fremd-
sprachlichen Unterricht berücksichtigte,
mußte aber, obwohl er mehr Talent
und Neigung für Malerei und Musik
bekundete, nach seiner Schulzeit als
Lehrling in ein kaufmännisches Fa-
brikgeschäft eintreten. Jn seinen
Mußestunden handhabte er fleißig die
Zeichenfeder und den Aquarellpinsel,
lieferte auch seit seinem 20. Jahre
hin und wieder poetische Beiträge
für Zeitschriften. Doch hielt er bis
zum 25. Jahre in seinem Berufe aus,
der ihn nach Lüttich, München, Ber-
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Nit
lin und Stettin führte. Dann wandte
er sich gänzlich der Schriftstellerei zu.
Er ließ sich 1897 in Dresden nieder,
leitete hier längere Zeit "Die Sonn-
tagsblätter" und trat später in die
Redaktion eines großen Fachblattes,
"Der Verband" ein, der er bis 1908
angehörte. Seitdem ist er Redakteur
der "Jnt. Hotel-Jndustrie" daselbst.

S:

Junge Liebe (Ein humoristischer
Novellenkranz), 1896. Neue Aufl.
u. d. T.: Humoresken, 1902. - Schel-
menlieder (Heitere Lr. u. Gesänge),
1897. - Dummheiten (Lachende Mär-
chen), 1901. - Memoiren eines Kell-
ners, 1902. - Das Mauseschwänzchen
(Humor.), 1902. - Der erste Zank
(Hum.), 1902. - Der Nebenbuhler
(Hum.), 1902. - Der Kellnerapostel
(R.), 1903. 2. A. 1904. - Heinz Hes-
dins humoristische Schriften. I.: En-
phrosyne Lämmerschwanz (Jd. in V.
n. sächs. Mdt.), 1903. - II. Trolls Braut-
schau (Humor. i. V.), 1903. - Die ver-
liebte Katze (Hotelgesch.), 1904. - Der
häßliche Doktor Liebling (R.), 1911.

*Nitschke, Anna,

wurde am 31.
Jan. 1858 zu Ohlau in Schlesien als
die Tochter eines Kaufmauns geb.,
besuchte die dortige Töchterschule u.
die damit verbundene Selekta und
zeigte sich frühe als eine gut bean-
lagte Schülerin, so daß die Eltern
beabsichtigten, sie zur Lehrerin aus-
bilden zu lassen. Dieser Plan schei-
terte indessen an einem Ohrenleiden,
das die Tochter im 15. Jahre befiel
und trotz ärztlicher Hilfe stetig fort-
schritt. Sie wandte nun ihre volle
Schaffenskraft dem Haushalt zu,
führte denselben 1874-75 bei ihrem
in Cudowa als Lehrer wirkenden
Bruder u. in der Folge im elterlichen
Hause zu Ohlau, wo sie auch später
ihrer Schwester, einer Kindergärt-
nerin, als Hausmütterchen treu zur
Seite stand. Ja, als diese Schwester
1898 nach Mexiko ging, um die Leitung
einer deutschen Schule zu überneh-
men, folgte ihr Anna dorihin, um

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Nit
(Ge.), 1880. ‒ Das Wörterbuch des
Diderot (Lſp.), 1882. ‒ Um hohen
Preis (Schſp.), 1887. ‒ Um die deut-
ſche Krone (Tr.), 1889. ‒ Der Wett-
trunk (Ein luſtiges Junkerſtücklein),
1889. ‒ Am Roggenhauſe (Hiſt. Tr.),
1891. ‒ Vom Wegesrande (Ausge-
wählte Ge.), 1895.

*Nithack-Stahn, Walther,

pſd.
Ulrich Walther, wurde am 23.
Oktbr. 1866 zu Berlin als der Sohn
eines dortigen Pfarrers geboren, er-
hielt ſeine Schulbildung in Eisleben,
ſtudierte ſodann Theologie u. wurde
1893 Vikar in Halberſtadt. Später
als Oberlehrer am königl. Großen
Militär-Waiſenhauſe zu Potsdam
tätig, kam er zu Anfang d. J. 1897
als Diakonus an die Lutherkirche in
Görlitz und 1906 als Pfarrer an die
Kaiſer Wilhelms-Gedächtniskirche in
Berlin.

S:

Brutus (Trſp.), 1892. ‒
Deutſche Weihnacht (Deutſch. Spiel),
1895. 3. A. 1907. ‒ Die Chriſten
(Schſp.), 1897. 2. A. 1902. ‒ Jakob
Böhme (Schſp.), 1898. ‒ Luther in
Oppenheim (Geſchichtl. Schſp.), 1906.
‒ Der Mittler (R.), 1906. 4. A. 1908.
‒ Zwei Frauen (R.), 1.‒6. T. 1910. ‒
Ahasver (Dr. G.), 1910.

*Nitſch, Harry,

pſeudon. Heinz
Hesdin,
wurde am 1. März 1867
in Erfurt als der Sohn eines klein-
bürgerlichen Handwerkers geboren,
erhielt eine gute Schulbildung, da er
als Stipendiat eine katholiſche Schule
beſuchen durfte, welche auch fremd-
ſprachlichen Unterricht berückſichtigte,
mußte aber, obwohl er mehr Talent
und Neigung für Malerei und Muſik
bekundete, nach ſeiner Schulzeit als
Lehrling in ein kaufmänniſches Fa-
brikgeſchäft eintreten. Jn ſeinen
Mußeſtunden handhabte er fleißig die
Zeichenfeder und den Aquarellpinſel,
lieferte auch ſeit ſeinem 20. Jahre
hin und wieder poetiſche Beiträge
für Zeitſchriften. Doch hielt er bis
zum 25. Jahre in ſeinem Berufe aus,
der ihn nach Lüttich, München, Ber-
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Nit
lin und Stettin führte. Dann wandte
er ſich gänzlich der Schriftſtellerei zu.
Er ließ ſich 1897 in Dresden nieder,
leitete hier längere Zeit „Die Sonn-
tagsblätter“ und trat ſpäter in die
Redaktion eines großen Fachblattes,
„Der Verband“ ein, der er bis 1908
angehörte. Seitdem iſt er Redakteur
der „Jnt. Hotel-Jnduſtrie“ daſelbſt.

S:

Junge Liebe (Ein humoriſtiſcher
Novellenkranz), 1896. Neue Aufl.
u. d. T.: Humoresken, 1902. ‒ Schel-
menlieder (Heitere Lr. u. Geſänge),
1897. ‒ Dummheiten (Lachende Mär-
chen), 1901. ‒ Memoiren eines Kell-
ners, 1902. ‒ Das Mauſeſchwänzchen
(Humor.), 1902. ‒ Der erſte Zank
(Hum.), 1902. ‒ Der Nebenbuhler
(Hum.), 1902. ‒ Der Kellnerapoſtel
(R.), 1903. 2. A. 1904. ‒ Heinz Hes-
dins humoriſtiſche Schriften. I.: En-
phroſyne Lämmerſchwanz (Jd. in V.
n. ſächſ. Mdt.), 1903. ‒ II. Trolls Braut-
ſchau (Humor. i. V.), 1903. ‒ Die ver-
liebte Katze (Hotelgeſch.), 1904. ‒ Der
häßliche Doktor Liebling (R.), 1911.

*Nitſchke, Anna,

wurde am 31.
Jan. 1858 zu Ohlau in Schleſien als
die Tochter eines Kaufmauns geb.,
beſuchte die dortige Töchterſchule u.
die damit verbundene Selekta und
zeigte ſich frühe als eine gut bean-
lagte Schülerin, ſo daß die Eltern
beabſichtigten, ſie zur Lehrerin aus-
bilden zu laſſen. Dieſer Plan ſchei-
terte indeſſen an einem Ohrenleiden,
das die Tochter im 15. Jahre befiel
und trotz ärztlicher Hilfe ſtetig fort-
ſchritt. Sie wandte nun ihre volle
Schaffenskraft dem Haushalt zu,
führte denſelben 1874-75 bei ihrem
in Cudowa als Lehrer wirkenden
Bruder u. in der Folge im elterlichen
Hauſe zu Ohlau, wo ſie auch ſpäter
ihrer Schweſter, einer Kindergärt-
nerin, als Hausmütterchen treu zur
Seite ſtand. Ja, als dieſe Schweſter
1898 nach Mexiko ging, um die Leitung
einer deutſchen Schule zu überneh-
men, folgte ihr Anna dorihin, um

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[144/0148] Nit Nit (Ge.), 1880. ‒ Das Wörterbuch des Diderot (Lſp.), 1882. ‒ Um hohen Preis (Schſp.), 1887. ‒ Um die deut- ſche Krone (Tr.), 1889. ‒ Der Wett- trunk (Ein luſtiges Junkerſtücklein), 1889. ‒ Am Roggenhauſe (Hiſt. Tr.), 1891. ‒ Vom Wegesrande (Ausge- wählte Ge.), 1895. *Nithack-Stahn, Walther, pſd. Ulrich Walther, wurde am 23. Oktbr. 1866 zu Berlin als der Sohn eines dortigen Pfarrers geboren, er- hielt ſeine Schulbildung in Eisleben, ſtudierte ſodann Theologie u. wurde 1893 Vikar in Halberſtadt. Später als Oberlehrer am königl. Großen Militär-Waiſenhauſe zu Potsdam tätig, kam er zu Anfang d. J. 1897 als Diakonus an die Lutherkirche in Görlitz und 1906 als Pfarrer an die Kaiſer Wilhelms-Gedächtniskirche in Berlin. S: Brutus (Trſp.), 1892. ‒ Deutſche Weihnacht (Deutſch. Spiel), 1895. 3. A. 1907. ‒ Die Chriſten (Schſp.), 1897. 2. A. 1902. ‒ Jakob Böhme (Schſp.), 1898. ‒ Luther in Oppenheim (Geſchichtl. Schſp.), 1906. ‒ Der Mittler (R.), 1906. 4. A. 1908. ‒ Zwei Frauen (R.), 1.‒6. T. 1910. ‒ Ahasver (Dr. G.), 1910. *Nitſch, Harry, pſeudon. Heinz Hesdin, wurde am 1. März 1867 in Erfurt als der Sohn eines klein- bürgerlichen Handwerkers geboren, erhielt eine gute Schulbildung, da er als Stipendiat eine katholiſche Schule beſuchen durfte, welche auch fremd- ſprachlichen Unterricht berückſichtigte, mußte aber, obwohl er mehr Talent und Neigung für Malerei und Muſik bekundete, nach ſeiner Schulzeit als Lehrling in ein kaufmänniſches Fa- brikgeſchäft eintreten. Jn ſeinen Mußeſtunden handhabte er fleißig die Zeichenfeder und den Aquarellpinſel, lieferte auch ſeit ſeinem 20. Jahre hin und wieder poetiſche Beiträge für Zeitſchriften. Doch hielt er bis zum 25. Jahre in ſeinem Berufe aus, der ihn nach Lüttich, München, Ber- lin und Stettin führte. Dann wandte er ſich gänzlich der Schriftſtellerei zu. Er ließ ſich 1897 in Dresden nieder, leitete hier längere Zeit „Die Sonn- tagsblätter“ und trat ſpäter in die Redaktion eines großen Fachblattes, „Der Verband“ ein, der er bis 1908 angehörte. Seitdem iſt er Redakteur der „Jnt. Hotel-Jnduſtrie“ daſelbſt. S: Junge Liebe (Ein humoriſtiſcher Novellenkranz), 1896. Neue Aufl. u. d. T.: Humoresken, 1902. ‒ Schel- menlieder (Heitere Lr. u. Geſänge), 1897. ‒ Dummheiten (Lachende Mär- chen), 1901. ‒ Memoiren eines Kell- ners, 1902. ‒ Das Mauſeſchwänzchen (Humor.), 1902. ‒ Der erſte Zank (Hum.), 1902. ‒ Der Nebenbuhler (Hum.), 1902. ‒ Der Kellnerapoſtel (R.), 1903. 2. A. 1904. ‒ Heinz Hes- dins humoriſtiſche Schriften. I.: En- phroſyne Lämmerſchwanz (Jd. in V. n. ſächſ. Mdt.), 1903. ‒ II. Trolls Braut- ſchau (Humor. i. V.), 1903. ‒ Die ver- liebte Katze (Hotelgeſch.), 1904. ‒ Der häßliche Doktor Liebling (R.), 1911. *Nitſchke, Anna, wurde am 31. Jan. 1858 zu Ohlau in Schleſien als die Tochter eines Kaufmauns geb., beſuchte die dortige Töchterſchule u. die damit verbundene Selekta und zeigte ſich frühe als eine gut bean- lagte Schülerin, ſo daß die Eltern beabſichtigten, ſie zur Lehrerin aus- bilden zu laſſen. Dieſer Plan ſchei- terte indeſſen an einem Ohrenleiden, das die Tochter im 15. Jahre befiel und trotz ärztlicher Hilfe ſtetig fort- ſchritt. Sie wandte nun ihre volle Schaffenskraft dem Haushalt zu, führte denſelben 1874-75 bei ihrem in Cudowa als Lehrer wirkenden Bruder u. in der Folge im elterlichen Hauſe zu Ohlau, wo ſie auch ſpäter ihrer Schweſter, einer Kindergärt- nerin, als Hausmütterchen treu zur Seite ſtand. Ja, als dieſe Schweſter 1898 nach Mexiko ging, um die Leitung einer deutſchen Schule zu überneh- men, folgte ihr Anna dorihin, um *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 144. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/148>, abgerufen am 20.02.2019.