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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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novellistischen Arbeiten in stenogra-
phischer Schrift. Auch mehrere Kom-
positionen von ihr sind im Druck er-
schienen.

S:

Novellen (in Stolze-
scher Stenographie hrsg. v. Georg
Oehmke); IV, 1889-96 (Jnhalt: I.
Schwarz und rosig. - Die Erbschaft
der Tante. - II. Eva Normann. -
III. Unter Blumen und anderes. -
IV. Aus unsern Tagen). - Aus allen
Kreisen (Nn.) 1898. - Maienfrost
(N.), 1898. - Frau Magdalena (R.),
1899. - Jm Bannkreis der Pflicht
(R. einer Frau), 1900. - Ein moder-
ner Jsmael (R.), 1900. - Heimge-
funden (R.), 1902. - Jm Lebens-
kampf (Nn.), 1907. - Regina (R.),
1912. - Allein in der Welt (R.), 1912.
- Dissonanzen (R.), 1912.

*Ohnesorge, Friedrich,

geb. am
13. Septbr. 1834 zu Soldin in der
Neumark als der Sohn des dortigen
Rektors der Stadtschule, der 1835 als
Prediger nach Neu-Mecklenburg und
1843 als Archidiakonus nach Friede-
berg in der Neumark versetzt ward,
besuchte seit Ostern 1849 das Gym-
nasium zum Grauen Kloster in Berlin
und studierte von Ostern 1855-58 an
der dortigen Universität Theologie.
Nachdem er als Kandidat des Predigt-
amts in verschiedenen Stellungen
Hauslehrer gewesen war, wurde er
im Herbst 1861 Konrektor an der
Stadtschule in Anklam (Pommern),
ging Ostern 1865 als Privatlehrer
nach Dresden und im Herbst 1866
als Rektor der Stadtschule nach Seb-
nitz in Sachsen, wo er (seit 1873 als
Direktor) bis zu seiner Pensionie-
rung (1. Febr. 1907) im Amte stand.

S:

Das große deutsche Jubeljahr
(Vaterl. Ge. zur Sedanfeier), 1888. -
Lorbeerkranz für deutsche Helden
(Sangbare Lr. aus d. vorigen), 1888.
- Jubelfeier des Hauses Wettin
(Vaterl. Dn.), 1889. - Wilhelm der
Große (Bilder a. d. Leben des Hel-
den in Lr. u. V.), 1897. - Esaias
Tegners Frithjofssage, verdeutscht,
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Oho
1897. - Hinaus! (Lieder und Verse),
1910.

*Ohorn, Anton Joseph,

wurde
am 22. Juli 1846 zu Theresienstadt in
Böhmen geboren und von seinen in
beschränkten Verhältnissen lebenden
Eltern für den geistlichen Stand be-
stimmt. Er trat deshalb nach Absol-
vierung des Gymnasiums in Böh-
misch-Leipa 1865 zu Tepl in den
Orden der Prämonstratenser Chor-
herrn. Seine Vorgesetzten bestimm-
ten ihn für das Gymnasiallehrfach,
und eigene Neigung entsprach dieser
Bestimmung. Nach fünfjährigem
Studium der Theologie in Prag u.
nachdem er 1870 die Priesterweihe
erhalten, studierte er noch zwei Jahre
Philosophie, Mathematik, Natur-
wissenschaften, Literatur-Geschichte,
deutsche Sprache, bestand auch in
diesen Wissenschaften das Examen in
rühmlichster Weise und erwarb sich
den Grad eines Doktors der Philo-
sophie. Aber schon lange hatte O.
das Drückende der geistigen Fesseln
empfunden, die in der katholischen
Kirche, namentlich dem Priester, alle
Regungen seines Geistes einschnür-
ten u. bei seinem geistigen Schaffen
ihm immer ein drohendes Halt ge-
boten. Durch die Unfehlbarkeitser-
klärung des Papstes wurde ihm das
Bleiben in der katholischen Kirchen-
gemeinschaft vollends unmöglich, u.
so trat er am 28. August 1872 in
Gotha zur protestantischen Kirche
über. Noch in demselben Jahre wurde
er erster Lehrer an der Töchterschule
in Mühlhausen und 1874 Oberlehrer
an der höheren Bürgerschule in Chem-
nitz, wo er seit 1877 als Lehrer der
deutschen Sprache und Literatur an
den technischen Staatslehranstalten
(jetzt: königl. Gewerbe-Akademie)
tätig ist. Jm Jahre 1884 wurde er
zum Professor ernannt.

S:

Der
Dorfengel (N.), 1872. - Der fliegende
Holländer (D.), 1873. 3. A. 1893. -
Der Klosterzögling (R.), 1875. 3. A.

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Ohn
novelliſtiſchen Arbeiten in ſtenogra-
phiſcher Schrift. Auch mehrere Kom-
poſitionen von ihr ſind im Druck er-
ſchienen.

S:

Novellen (in Stolze-
ſcher Stenographie hrsg. v. Georg
Oehmke); IV, 1889‒96 (Jnhalt: I.
Schwarz und roſig. ‒ Die Erbſchaft
der Tante. ‒ II. Eva Normann. ‒
III. Unter Blumen und anderes. ‒
IV. Aus unſern Tagen). ‒ Aus allen
Kreiſen (Nn.) 1898. ‒ Maienfroſt
(N.), 1898. ‒ Frau Magdalena (R.),
1899. ‒ Jm Bannkreis der Pflicht
(R. einer Frau), 1900. ‒ Ein moder-
ner Jsmael (R.), 1900. ‒ Heimge-
funden (R.), 1902. ‒ Jm Lebens-
kampf (Nn.), 1907. ‒ Regina (R.),
1912. ‒ Allein in der Welt (R.), 1912.
‒ Diſſonanzen (R.), 1912.

*Ohneſorge, Friedrich,

geb. am
13. Septbr. 1834 zu Soldin in der
Neumark als der Sohn des dortigen
Rektors der Stadtſchule, der 1835 als
Prediger nach Neu-Mecklenburg und
1843 als Archidiakonus nach Friede-
berg in der Neumark verſetzt ward,
beſuchte ſeit Oſtern 1849 das Gym-
naſium zum Grauen Kloſter in Berlin
und ſtudierte von Oſtern 1855‒58 an
der dortigen Univerſität Theologie.
Nachdem er als Kandidat des Predigt-
amts in verſchiedenen Stellungen
Hauslehrer geweſen war, wurde er
im Herbſt 1861 Konrektor an der
Stadtſchule in Anklam (Pommern),
ging Oſtern 1865 als Privatlehrer
nach Dresden und im Herbſt 1866
als Rektor der Stadtſchule nach Seb-
nitz in Sachſen, wo er (ſeit 1873 als
Direktor) bis zu ſeiner Penſionie-
rung (1. Febr. 1907) im Amte ſtand.

S:

Das große deutſche Jubeljahr
(Vaterl. Ge. zur Sedanfeier), 1888. ‒
Lorbeerkranz für deutſche Helden
(Sangbare Lr. aus d. vorigen), 1888.
‒ Jubelfeier des Hauſes Wettin
(Vaterl. Dn.), 1889. ‒ Wilhelm der
Große (Bilder a. d. Leben des Hel-
den in Lr. u. V.), 1897. ‒ Eſaias
Tegnérs Frithjofsſage, verdeutſcht,
[Spaltenumbruch]

Oho
1897. ‒ Hinaus! (Lieder und Verſe),
1910.

*Ohorn, Anton Joſeph,

wurde
am 22. Juli 1846 zu Thereſienſtadt in
Böhmen geboren und von ſeinen in
beſchränkten Verhältniſſen lebenden
Eltern für den geiſtlichen Stand be-
ſtimmt. Er trat deshalb nach Abſol-
vierung des Gymnaſiums in Böh-
miſch-Leipa 1865 zu Tepl in den
Orden der Prämonſtratenſer Chor-
herrn. Seine Vorgeſetzten beſtimm-
ten ihn für das Gymnaſiallehrfach,
und eigene Neigung entſprach dieſer
Beſtimmung. Nach fünfjährigem
Studium der Theologie in Prag u.
nachdem er 1870 die Prieſterweihe
erhalten, ſtudierte er noch zwei Jahre
Philoſophie, Mathematik, Natur-
wiſſenſchaften, Literatur-Geſchichte,
deutſche Sprache, beſtand auch in
dieſen Wiſſenſchaften das Examen in
rühmlichſter Weiſe und erwarb ſich
den Grad eines Doktors der Philo-
ſophie. Aber ſchon lange hatte O.
das Drückende der geiſtigen Feſſeln
empfunden, die in der katholiſchen
Kirche, namentlich dem Prieſter, alle
Regungen ſeines Geiſtes einſchnür-
ten u. bei ſeinem geiſtigen Schaffen
ihm immer ein drohendes Halt ge-
boten. Durch die Unfehlbarkeitser-
klärung des Papſtes wurde ihm das
Bleiben in der katholiſchen Kirchen-
gemeinſchaft vollends unmöglich, u.
ſo trat er am 28. Auguſt 1872 in
Gotha zur proteſtantiſchen Kirche
über. Noch in demſelben Jahre wurde
er erſter Lehrer an der Töchterſchule
in Mühlhauſen und 1874 Oberlehrer
an der höheren Bürgerſchule in Chem-
nitz, wo er ſeit 1877 als Lehrer der
deutſchen Sprache und Literatur an
den techniſchen Staatslehranſtalten
(jetzt: königl. Gewerbe-Akademie)
tätig iſt. Jm Jahre 1884 wurde er
zum Profeſſor ernannt.

S:

Der
Dorfengel (N.), 1872. ‒ Der fliegende
Holländer (D.), 1873. 3. A. 1893. ‒
Der Kloſterzögling (R.), 1875. 3. A.

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[174/0178] Ohn Oho novelliſtiſchen Arbeiten in ſtenogra- phiſcher Schrift. Auch mehrere Kom- poſitionen von ihr ſind im Druck er- ſchienen. S: Novellen (in Stolze- ſcher Stenographie hrsg. v. Georg Oehmke); IV, 1889‒96 (Jnhalt: I. Schwarz und roſig. ‒ Die Erbſchaft der Tante. ‒ II. Eva Normann. ‒ III. Unter Blumen und anderes. ‒ IV. Aus unſern Tagen). ‒ Aus allen Kreiſen (Nn.) 1898. ‒ Maienfroſt (N.), 1898. ‒ Frau Magdalena (R.), 1899. ‒ Jm Bannkreis der Pflicht (R. einer Frau), 1900. ‒ Ein moder- ner Jsmael (R.), 1900. ‒ Heimge- funden (R.), 1902. ‒ Jm Lebens- kampf (Nn.), 1907. ‒ Regina (R.), 1912. ‒ Allein in der Welt (R.), 1912. ‒ Diſſonanzen (R.), 1912. *Ohneſorge, Friedrich, geb. am 13. Septbr. 1834 zu Soldin in der Neumark als der Sohn des dortigen Rektors der Stadtſchule, der 1835 als Prediger nach Neu-Mecklenburg und 1843 als Archidiakonus nach Friede- berg in der Neumark verſetzt ward, beſuchte ſeit Oſtern 1849 das Gym- naſium zum Grauen Kloſter in Berlin und ſtudierte von Oſtern 1855‒58 an der dortigen Univerſität Theologie. Nachdem er als Kandidat des Predigt- amts in verſchiedenen Stellungen Hauslehrer geweſen war, wurde er im Herbſt 1861 Konrektor an der Stadtſchule in Anklam (Pommern), ging Oſtern 1865 als Privatlehrer nach Dresden und im Herbſt 1866 als Rektor der Stadtſchule nach Seb- nitz in Sachſen, wo er (ſeit 1873 als Direktor) bis zu ſeiner Penſionie- rung (1. Febr. 1907) im Amte ſtand. S: Das große deutſche Jubeljahr (Vaterl. Ge. zur Sedanfeier), 1888. ‒ Lorbeerkranz für deutſche Helden (Sangbare Lr. aus d. vorigen), 1888. ‒ Jubelfeier des Hauſes Wettin (Vaterl. Dn.), 1889. ‒ Wilhelm der Große (Bilder a. d. Leben des Hel- den in Lr. u. V.), 1897. ‒ Eſaias Tegnérs Frithjofsſage, verdeutſcht, 1897. ‒ Hinaus! (Lieder und Verſe), 1910. *Ohorn, Anton Joſeph, wurde am 22. Juli 1846 zu Thereſienſtadt in Böhmen geboren und von ſeinen in beſchränkten Verhältniſſen lebenden Eltern für den geiſtlichen Stand be- ſtimmt. Er trat deshalb nach Abſol- vierung des Gymnaſiums in Böh- miſch-Leipa 1865 zu Tepl in den Orden der Prämonſtratenſer Chor- herrn. Seine Vorgeſetzten beſtimm- ten ihn für das Gymnaſiallehrfach, und eigene Neigung entſprach dieſer Beſtimmung. Nach fünfjährigem Studium der Theologie in Prag u. nachdem er 1870 die Prieſterweihe erhalten, ſtudierte er noch zwei Jahre Philoſophie, Mathematik, Natur- wiſſenſchaften, Literatur-Geſchichte, deutſche Sprache, beſtand auch in dieſen Wiſſenſchaften das Examen in rühmlichſter Weiſe und erwarb ſich den Grad eines Doktors der Philo- ſophie. Aber ſchon lange hatte O. das Drückende der geiſtigen Feſſeln empfunden, die in der katholiſchen Kirche, namentlich dem Prieſter, alle Regungen ſeines Geiſtes einſchnür- ten u. bei ſeinem geiſtigen Schaffen ihm immer ein drohendes Halt ge- boten. Durch die Unfehlbarkeitser- klärung des Papſtes wurde ihm das Bleiben in der katholiſchen Kirchen- gemeinſchaft vollends unmöglich, u. ſo trat er am 28. Auguſt 1872 in Gotha zur proteſtantiſchen Kirche über. Noch in demſelben Jahre wurde er erſter Lehrer an der Töchterſchule in Mühlhauſen und 1874 Oberlehrer an der höheren Bürgerſchule in Chem- nitz, wo er ſeit 1877 als Lehrer der deutſchen Sprache und Literatur an den techniſchen Staatslehranſtalten (jetzt: königl. Gewerbe-Akademie) tätig iſt. Jm Jahre 1884 wurde er zum Profeſſor ernannt. S: Der Dorfengel (N.), 1872. ‒ Der fliegende Holländer (D.), 1873. 3. A. 1893. ‒ Der Kloſterzögling (R.), 1875. 3. A. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 174. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/178>, abgerufen am 21.02.2019.