Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Old
auf abenteuerlichen Wegen als Haus-
lehrer, Redakteur von Provinzblät-
tern und gelegentlich auch als Schmie-
ren-Schauspieler Deutschland durch-
reist hatte, erhielt er auf Grund einer
Reihe von Arbeiten für Berliner Blät-
ter 1904 einen Ruf als Feuilleton-
redakteur des "General-Anzeigers"
nach Hamburg, wurde hier 1906 Chef-
redakteur der "Hamburger Woche",
gab aber schon im folgenden Jahre
die Redaktionslaufbahn auf, um hin-
fort ganz der Schriftstellerei zu leben.

S:

Aus der Mannschaftsstube, 1905.
6. Aufl. 1909. - Der Gottverhaßte
(Modern. Studenten-R.), 1909. - Die
verhexte Million (Humor. R.), 1909.
- Zerbrochene Tafeln (R.), 1910. -
Der Strom des Lebens (Nn. u. Ex-
trakte), 1910. - Die Apotheke zum
Haifisch (Schw., mit Mühsam), 1910.

*Olden, Hans,

hieß ursprünglich
Johann August Oppenheim, er-
hielt aber 1891 vom Großherzoge
von Sachsen-Weimar die Genehmi-
gung, sein Pseudonym als Familien-
namen führen zu dürfen. Er wurde
am 5. Juni 1859 in Frankfurt a. M.
als der Sohn des Rentiers August
Oppenheim geboren, besuchte die dor-
tige Musterschule und dann das Vik-
toriainstitut in Falkenberg i. d. Mark,
ein Realgymnasium, das er 1877 mit
dem Reifezeugnis verließ, um dann
am Polytechnikum in Stuttgart Che-
mie und Naturwissenschaften zu stu-
dieren und daneben bei Theodor Vi-
scher ästhetische und literarische Vor-
lesungen zu hören. Dann wirkte O.
einige Jahre als Schauspieler, beson-
ders in Heldenrollen, so am Deut-
schen Theater in Berlin 1883-84. Seit
dem Jahre 1888, in dem sein Erst-
lingsdrama über die meisten deutschen
Bühnen ging, lebte er in Berlin, Wei-
mar, München u. seit 1895 wieder in
Berlin, wo er nun als dramatischer
Schriftsteller tätig ist.

S:

Jlse (Schau-
spiel), 1888. Neue Ausg. 1892. - Jn der
Singakademie (Genrebild), 1888. -
[Spaltenumbruch]

Old
Gewittersegen (Schsp.), 1889. - Die
Geigenfee (Lsp., mit Paul v. Schön-
than), 1890. - Der Glückstifter (Dr.),
1892. - Thielemanns (Lsp.), 1894. -
Die kluge Käthe (Lsp.), 1893. - Die
offizielle Frau (Schsp. n. e. N. des
Col. Savage), 1896. - Nellys Mil-
lionen (Lsp., mit Wilhelm Hegeler),
1898. - Finale (Dr.), 1899. - Ein
Gastspiel (Kom., mit Ernst von Wol-
zogen), 1899. - Tannhäuser (N.),
1902. - Die erste Krawatte u. andere
Geschichten, 1903. - Hermann und
Walter Soltau (R.), 1904. - Wieder-
kunft (Schsp.), 1905. - Der Kaiser
(Trag., mit Hans von Kahlenberg),
1908. - Narren der Natur (Nn.), 1909.

Olden, Julian,

heißt eigentlich
Harry Hügel und schreibt auch
unter dem Pseud. Harry Berge.
Er ist am 7. Septbr. 1838 in Stet-
tin geboren, absolvierte die latei-
nische Schule der Frankeschen Stif-
tungen in Halle und studierte darauf
daselbst Philologie. Jm Jahre 1885
war er Beamter der Staaseisenbahn-
Gesellschaft zu Salesl in Böhmen u.
ging nach einigen Jahren in gleicher
Eigenschaft nach Wien, wo er noch
jetzt lebt.

S:

Der Verlobungsfrack
(Schw.), 1867. - Sie will ausgehen
(Lsp.), 1867. - Die letzte Nacht vor
der Hochzeit (Lsp.), 1868. - Dos-a-
dos
(Lsp. n. d. Franz.), 1885. - Die
Schuld einer Frau (Sittenbild a. d.
Franz.), 1885. - Erträumt (Schw.),
1885. - Wenn Frauen lachen (Lsp.),
1886. - Der Gesandte des Königs
(Lsp.), 1890.

Oldenburg, Ludwig,

geb. am 25.
April 1844 zu Wildeshausen (Gr. Ol-
denburg) als Sohn eines Bauern,
studierte an der Universität Jena,
erwarb sich die Würde eines Dr. phil.
und widmete sich dann dem höheren
Lehrfach. 1873 wurde er Oberlehrer
an der Realschule in Oberstein-Jdar,
wo er bis 1887 besonders in Mathe-
matik unterrichtete. Als eifriger Ver-
treter der fortschrittlichen Grundsätze

* 12*


[Spaltenumbruch]

Old
auf abenteuerlichen Wegen als Haus-
lehrer, Redakteur von Provinzblät-
tern und gelegentlich auch als Schmie-
ren-Schauſpieler Deutſchland durch-
reiſt hatte, erhielt er auf Grund einer
Reihe von Arbeiten für Berliner Blät-
ter 1904 einen Ruf als Feuilleton-
redakteur des „General-Anzeigers“
nach Hamburg, wurde hier 1906 Chef-
redakteur der „Hamburger Woche“,
gab aber ſchon im folgenden Jahre
die Redaktionslaufbahn auf, um hin-
fort ganz der Schriftſtellerei zu leben.

S:

Aus der Mannſchaftsſtube, 1905.
6. Aufl. 1909. ‒ Der Gottverhaßte
(Modern. Studenten-R.), 1909. ‒ Die
verhexte Million (Humor. R.), 1909.
‒ Zerbrochene Tafeln (R.), 1910. ‒
Der Strom des Lebens (Nn. u. Ex-
trakte), 1910. ‒ Die Apotheke zum
Haifiſch (Schw., mit Mühſam), 1910.

*Olden, Hans,

hieß urſprünglich
Johann Auguſt Oppenheim, er-
hielt aber 1891 vom Großherzoge
von Sachſen-Weimar die Genehmi-
gung, ſein Pſeudonym als Familien-
namen führen zu dürfen. Er wurde
am 5. Juni 1859 in Frankfurt a. M.
als der Sohn des Rentiers Auguſt
Oppenheim geboren, beſuchte die dor-
tige Muſterſchule und dann das Vik-
toriainſtitut in Falkenberg i. d. Mark,
ein Realgymnaſium, das er 1877 mit
dem Reifezeugnis verließ, um dann
am Polytechnikum in Stuttgart Che-
mie und Naturwiſſenſchaften zu ſtu-
dieren und daneben bei Theodor Vi-
ſcher äſthetiſche und literariſche Vor-
leſungen zu hören. Dann wirkte O.
einige Jahre als Schauſpieler, beſon-
ders in Heldenrollen, ſo am Deut-
ſchen Theater in Berlin 1883‒84. Seit
dem Jahre 1888, in dem ſein Erſt-
lingsdrama über die meiſten deutſchen
Bühnen ging, lebte er in Berlin, Wei-
mar, München u. ſeit 1895 wieder in
Berlin, wo er nun als dramatiſcher
Schriftſteller tätig iſt.

S:

Jlſe (Schau-
ſpiel), 1888. Neue Ausg. 1892. ‒ Jn der
Singakademie (Genrebild), 1888. ‒
[Spaltenumbruch]

Old
Gewitterſegen (Schſp.), 1889. ‒ Die
Geigenfee (Lſp., mit Paul v. Schön-
than), 1890. ‒ Der Glückſtifter (Dr.),
1892. ‒ Thielemanns (Lſp.), 1894. ‒
Die kluge Käthe (Lſp.), 1893. ‒ Die
offizielle Frau (Schſp. n. e. N. des
Col. Savage), 1896. ‒ Nellys Mil-
lionen (Lſp., mit Wilhelm Hegeler),
1898. ‒ Finale (Dr.), 1899. ‒ Ein
Gaſtſpiel (Kom., mit Ernſt von Wol-
zogen), 1899. ‒ Tannhäuſer (N.),
1902. ‒ Die erſte Krawatte u. andere
Geſchichten, 1903. ‒ Hermann und
Walter Soltau (R.), 1904. ‒ Wieder-
kunft (Schſp.), 1905. ‒ Der Kaiſer
(Trag., mit Hans von Kahlenberg),
1908. ‒ Narren der Natur (Nn.), 1909.

Olden, Julian,

heißt eigentlich
Harry Hügel und ſchreibt auch
unter dem Pſeud. Harry Berge.
Er iſt am 7. Septbr. 1838 in Stet-
tin geboren, abſolvierte die latei-
niſche Schule der Frankeſchen Stif-
tungen in Halle und ſtudierte darauf
daſelbſt Philologie. Jm Jahre 1885
war er Beamter der Staaseiſenbahn-
Geſellſchaft zu Salesl in Böhmen u.
ging nach einigen Jahren in gleicher
Eigenſchaft nach Wien, wo er noch
jetzt lebt.

S:

Der Verlobungsfrack
(Schw.), 1867. ‒ Sie will ausgehen
(Lſp.), 1867. ‒ Die letzte Nacht vor
der Hochzeit (Lſp.), 1868. ‒ Dos-à-
dos
(Lſp. n. d. Franz.), 1885. ‒ Die
Schuld einer Frau (Sittenbild a. d.
Franz.), 1885. ‒ Erträumt (Schw.),
1885. ‒ Wenn Frauen lachen (Lſp.),
1886. ‒ Der Geſandte des Königs
(Lſp.), 1890.

Oldenburg, Ludwig,

geb. am 25.
April 1844 zu Wildeshauſen (Gr. Ol-
denburg) als Sohn eines Bauern,
ſtudierte an der Univerſität Jena,
erwarb ſich die Würde eines Dr. phil.
und widmete ſich dann dem höheren
Lehrfach. 1873 wurde er Oberlehrer
an der Realſchule in Oberſtein-Jdar,
wo er bis 1887 beſonders in Mathe-
matik unterrichtete. Als eifriger Ver-
treter der fortſchrittlichen Grundſätze

* 12*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0183" n="179"/><lb/><cb/><fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Old</hi></fw><lb/>
auf abenteuerlichen Wegen als Haus-<lb/>
lehrer, Redakteur von Provinzblät-<lb/>
tern und gelegentlich auch als Schmie-<lb/>
ren-Schau&#x017F;pieler Deut&#x017F;chland durch-<lb/>
rei&#x017F;t hatte, erhielt er auf Grund einer<lb/>
Reihe von Arbeiten für Berliner Blät-<lb/>
ter 1904 einen Ruf als Feuilleton-<lb/>
redakteur des &#x201E;General-Anzeigers&#x201C;<lb/>
nach Hamburg, wurde hier 1906 Chef-<lb/>
redakteur der &#x201E;Hamburger Woche&#x201C;,<lb/>
gab aber &#x017F;chon im folgenden Jahre<lb/>
die Redaktionslaufbahn auf, um hin-<lb/>
fort ganz der Schrift&#x017F;tellerei zu leben.<lb/></p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Aus der Mann&#x017F;chafts&#x017F;tube, 1905.<lb/>
6. Aufl. 1909. &#x2012; Der Gottverhaßte<lb/>
(Modern. Studenten-R.), 1909. &#x2012; Die<lb/>
verhexte Million (Humor. R.), 1909.<lb/>
&#x2012; Zerbrochene Tafeln (R.), 1910. &#x2012;<lb/>
Der Strom des Lebens (Nn. u. Ex-<lb/>
trakte), 1910. &#x2012; Die Apotheke zum<lb/>
Haifi&#x017F;ch (Schw., mit Müh&#x017F;am), 1910.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Olden,</hi> Hans,</persName></head>
        <p> hieß ur&#x017F;prünglich<lb/>
Johann Augu&#x017F;t <hi rendition="#g">Oppenheim,</hi> er-<lb/>
hielt aber 1891 vom Großherzoge<lb/>
von Sach&#x017F;en-Weimar die Genehmi-<lb/>
gung, &#x017F;ein P&#x017F;eudonym als Familien-<lb/>
namen führen zu dürfen. Er wurde<lb/>
am 5. Juni 1859 in Frankfurt a. M.<lb/>
als der Sohn des Rentiers Augu&#x017F;t<lb/>
Oppenheim geboren, be&#x017F;uchte die dor-<lb/>
tige Mu&#x017F;ter&#x017F;chule und dann das Vik-<lb/>
toriain&#x017F;titut in Falkenberg i. d. Mark,<lb/>
ein Realgymna&#x017F;ium, das er 1877 mit<lb/>
dem Reifezeugnis verließ, um dann<lb/>
am Polytechnikum in Stuttgart Che-<lb/>
mie und Naturwi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chaften zu &#x017F;tu-<lb/>
dieren und daneben bei Theodor Vi-<lb/>
&#x017F;cher ä&#x017F;theti&#x017F;che und literari&#x017F;che Vor-<lb/>
le&#x017F;ungen zu hören. Dann wirkte O.<lb/>
einige Jahre als Schau&#x017F;pieler, be&#x017F;on-<lb/>
ders in Heldenrollen, &#x017F;o am Deut-<lb/>
&#x017F;chen Theater in Berlin 1883&#x2012;84. Seit<lb/>
dem Jahre 1888, in dem &#x017F;ein Er&#x017F;t-<lb/>
lingsdrama über die mei&#x017F;ten deut&#x017F;chen<lb/>
Bühnen ging, lebte er in Berlin, Wei-<lb/>
mar, München u. &#x017F;eit 1895 wieder in<lb/>
Berlin, wo er nun als dramati&#x017F;cher<lb/>
Schrift&#x017F;teller tätig i&#x017F;t. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Jl&#x017F;e (Schau-<lb/>
&#x017F;piel), 1888. Neue Ausg. 1892. &#x2012; Jn der<lb/>
Singakademie (Genrebild), 1888. &#x2012;<lb/><cb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Old</hi></fw><lb/>
Gewitter&#x017F;egen (Sch&#x017F;p.), 1889. &#x2012; Die<lb/>
Geigenfee (L&#x017F;p., mit Paul v. Schön-<lb/>
than), 1890. &#x2012; Der Glück&#x017F;tifter (Dr.),<lb/>
1892. &#x2012; Thielemanns (L&#x017F;p.), 1894. &#x2012;<lb/>
Die kluge Käthe (L&#x017F;p.), 1893. &#x2012; Die<lb/>
offizielle Frau (Sch&#x017F;p. n. e. N. des<lb/>
Col. Savage), 1896. &#x2012; Nellys Mil-<lb/>
lionen (L&#x017F;p., mit Wilhelm Hegeler),<lb/>
1898. &#x2012; Finale (Dr.), 1899. &#x2012; Ein<lb/>
Ga&#x017F;t&#x017F;piel (Kom., mit Ern&#x017F;t von Wol-<lb/>
zogen), 1899. &#x2012; Tannhäu&#x017F;er (N.),<lb/>
1902. &#x2012; Die er&#x017F;te Krawatte u. andere<lb/>
Ge&#x017F;chichten, 1903. &#x2012; Hermann und<lb/>
Walter Soltau (R.), 1904. &#x2012; Wieder-<lb/>
kunft (Sch&#x017F;p.), 1905. &#x2012; Der Kai&#x017F;er<lb/>
(Trag., mit Hans von Kahlenberg),<lb/>
1908. &#x2012; Narren der Natur (Nn.), 1909.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Olden,</hi> Julian,</persName>
        </head>
        <p> heißt eigentlich<lb/><hi rendition="#g">Harry Hügel</hi> und &#x017F;chreibt auch<lb/>
unter dem P&#x017F;eud. <hi rendition="#g">Harry Berge.</hi><lb/>
Er i&#x017F;t am 7. Septbr. 1838 in Stet-<lb/>
tin geboren, ab&#x017F;olvierte die latei-<lb/>
ni&#x017F;che Schule der Franke&#x017F;chen Stif-<lb/>
tungen in Halle und &#x017F;tudierte darauf<lb/>
da&#x017F;elb&#x017F;t Philologie. Jm Jahre 1885<lb/>
war er Beamter der Staasei&#x017F;enbahn-<lb/>
Ge&#x017F;ell&#x017F;chaft zu Salesl in Böhmen u.<lb/>
ging nach einigen Jahren in gleicher<lb/>
Eigen&#x017F;chaft nach Wien, wo er noch<lb/>
jetzt lebt. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Der Verlobungsfrack<lb/>
(Schw.), 1867. &#x2012; Sie will ausgehen<lb/>
(L&#x017F;p.), 1867. &#x2012; Die letzte Nacht vor<lb/>
der Hochzeit (L&#x017F;p.), 1868. &#x2012; <hi rendition="#aq">Dos-à-<lb/>
dos</hi> (L&#x017F;p. n. d. Franz.), 1885. &#x2012; Die<lb/>
Schuld einer Frau (Sittenbild a. d.<lb/>
Franz.), 1885. &#x2012; Erträumt (Schw.),<lb/>
1885. &#x2012; Wenn Frauen lachen (L&#x017F;p.),<lb/>
1886. &#x2012; Der Ge&#x017F;andte des Königs<lb/>
(L&#x017F;p.), 1890.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Oldenburg,</hi> Ludwig,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 25.<lb/>
April 1844 zu Wildeshau&#x017F;en (Gr. Ol-<lb/>
denburg) als Sohn eines Bauern,<lb/>
&#x017F;tudierte an der Univer&#x017F;ität Jena,<lb/>
erwarb &#x017F;ich die Würde eines <hi rendition="#aq">Dr. phil.</hi><lb/>
und widmete &#x017F;ich dann dem höheren<lb/>
Lehrfach. 1873 wurde er Oberlehrer<lb/>
an der Real&#x017F;chule in Ober&#x017F;tein-Jdar,<lb/>
wo er bis 1887 be&#x017F;onders in Mathe-<lb/>
matik unterrichtete. Als eifriger Ver-<lb/>
treter der fort&#x017F;chrittlichen Grund&#x017F;ätze<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">* 12*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[179/0183] Old Old auf abenteuerlichen Wegen als Haus- lehrer, Redakteur von Provinzblät- tern und gelegentlich auch als Schmie- ren-Schauſpieler Deutſchland durch- reiſt hatte, erhielt er auf Grund einer Reihe von Arbeiten für Berliner Blät- ter 1904 einen Ruf als Feuilleton- redakteur des „General-Anzeigers“ nach Hamburg, wurde hier 1906 Chef- redakteur der „Hamburger Woche“, gab aber ſchon im folgenden Jahre die Redaktionslaufbahn auf, um hin- fort ganz der Schriftſtellerei zu leben. S: Aus der Mannſchaftsſtube, 1905. 6. Aufl. 1909. ‒ Der Gottverhaßte (Modern. Studenten-R.), 1909. ‒ Die verhexte Million (Humor. R.), 1909. ‒ Zerbrochene Tafeln (R.), 1910. ‒ Der Strom des Lebens (Nn. u. Ex- trakte), 1910. ‒ Die Apotheke zum Haifiſch (Schw., mit Mühſam), 1910. *Olden, Hans, hieß urſprünglich Johann Auguſt Oppenheim, er- hielt aber 1891 vom Großherzoge von Sachſen-Weimar die Genehmi- gung, ſein Pſeudonym als Familien- namen führen zu dürfen. Er wurde am 5. Juni 1859 in Frankfurt a. M. als der Sohn des Rentiers Auguſt Oppenheim geboren, beſuchte die dor- tige Muſterſchule und dann das Vik- toriainſtitut in Falkenberg i. d. Mark, ein Realgymnaſium, das er 1877 mit dem Reifezeugnis verließ, um dann am Polytechnikum in Stuttgart Che- mie und Naturwiſſenſchaften zu ſtu- dieren und daneben bei Theodor Vi- ſcher äſthetiſche und literariſche Vor- leſungen zu hören. Dann wirkte O. einige Jahre als Schauſpieler, beſon- ders in Heldenrollen, ſo am Deut- ſchen Theater in Berlin 1883‒84. Seit dem Jahre 1888, in dem ſein Erſt- lingsdrama über die meiſten deutſchen Bühnen ging, lebte er in Berlin, Wei- mar, München u. ſeit 1895 wieder in Berlin, wo er nun als dramatiſcher Schriftſteller tätig iſt. S: Jlſe (Schau- ſpiel), 1888. Neue Ausg. 1892. ‒ Jn der Singakademie (Genrebild), 1888. ‒ Gewitterſegen (Schſp.), 1889. ‒ Die Geigenfee (Lſp., mit Paul v. Schön- than), 1890. ‒ Der Glückſtifter (Dr.), 1892. ‒ Thielemanns (Lſp.), 1894. ‒ Die kluge Käthe (Lſp.), 1893. ‒ Die offizielle Frau (Schſp. n. e. N. des Col. Savage), 1896. ‒ Nellys Mil- lionen (Lſp., mit Wilhelm Hegeler), 1898. ‒ Finale (Dr.), 1899. ‒ Ein Gaſtſpiel (Kom., mit Ernſt von Wol- zogen), 1899. ‒ Tannhäuſer (N.), 1902. ‒ Die erſte Krawatte u. andere Geſchichten, 1903. ‒ Hermann und Walter Soltau (R.), 1904. ‒ Wieder- kunft (Schſp.), 1905. ‒ Der Kaiſer (Trag., mit Hans von Kahlenberg), 1908. ‒ Narren der Natur (Nn.), 1909. Olden, Julian, heißt eigentlich Harry Hügel und ſchreibt auch unter dem Pſeud. Harry Berge. Er iſt am 7. Septbr. 1838 in Stet- tin geboren, abſolvierte die latei- niſche Schule der Frankeſchen Stif- tungen in Halle und ſtudierte darauf daſelbſt Philologie. Jm Jahre 1885 war er Beamter der Staaseiſenbahn- Geſellſchaft zu Salesl in Böhmen u. ging nach einigen Jahren in gleicher Eigenſchaft nach Wien, wo er noch jetzt lebt. S: Der Verlobungsfrack (Schw.), 1867. ‒ Sie will ausgehen (Lſp.), 1867. ‒ Die letzte Nacht vor der Hochzeit (Lſp.), 1868. ‒ Dos-à- dos (Lſp. n. d. Franz.), 1885. ‒ Die Schuld einer Frau (Sittenbild a. d. Franz.), 1885. ‒ Erträumt (Schw.), 1885. ‒ Wenn Frauen lachen (Lſp.), 1886. ‒ Der Geſandte des Königs (Lſp.), 1890. Oldenburg, Ludwig, geb. am 25. April 1844 zu Wildeshauſen (Gr. Ol- denburg) als Sohn eines Bauern, ſtudierte an der Univerſität Jena, erwarb ſich die Würde eines Dr. phil. und widmete ſich dann dem höheren Lehrfach. 1873 wurde er Oberlehrer an der Realſchule in Oberſtein-Jdar, wo er bis 1887 beſonders in Mathe- matik unterrichtete. Als eifriger Ver- treter der fortſchrittlichen Grundſätze * 12*

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/183
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 179. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/183>, abgerufen am 17.02.2019.