Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Opp
wirkte seit 1892 in Neustadt am
Rennsteig.

S:

Gesammelte Wald- u.
Dorfgeschichten von der Werra und
aus der Rhön, 1891. - Bauernstolz.
Der Försteradjunkt (Thüringische
Dorfgeschichten), 1891.

Oppel, Karl,

geb. am 9. Aug. 1816
zu Frankfurt a. M. als der Sohn
eines Schneidermeisters, sollte nach
dem Willen seines Vaters Kaufmann
werden, durfte sich aber auf Verwen-
dung seiner Lehrer dem Lehrerberufe
widmen. Letztere bereiteten ihn pri-
vatim u. unentgeltlich in Sprachen,
Mathematik und Musik für das Se-
minar in Eßlingen vor, das er 1833
bis 1835 besuchte, worauf er sofort
Hilfslehrer an der Dreikönigsschule
und 1837 Hauptlehrer an der Weiß-
frauenschule in seiner Vaterstadt
wurde. Jm Jahre 1847 trat er als
Lehrer an die Musterschule (Real-
schule I. Ordnung) daselbst über, er-
warb sich 1859 an der Universität
Gießen die Würde eines Dr. phil. und
trat 1879 in den Ruhestand. Seiner
angegriffenen Gesundheit wegen ver-
ließ er 1883 Frankfurt und lebte ein
Jahrzehnt in dem kleinen Schwein-
furt, wo er sich als Schriftsteller be-
tätigte und vielfach populär-wissen-
schaftliche Vorträge hielt. Jm Jahre
1893 kehrte er nach seiner Vaterstadt
zurück, und dort ist er am 12. (n. a.
11.) Mai 1903 gestorben. Außer einer
Reihe von pädagogischen u. Jugend-
schriften veröffentlichte er

S:

Die
Brautfahrt (Schweinfurter N.), 1894,
Städtegeschichten. Aus allen Gauen
des Vaterlandes (Hist. En.). 2. A. 1895.

*Oppeln-Bronikowski,

Fried-
rich von, geb. am 7. April 1873 in
Kassel, widmete sich dem Militär-
dienste und trat 1892 als Fähnrich
in das Husarenregiment Nr. 14 ein.
Nach Besuch der Kriegsschule in Neiße
bestand er sein Offiziersexamen. Eine
Reise nach Rom, die er 1895 unter-
nahm, weckte in ihm den Wunsch,
seine wissenschaftliche Bildung zu
[Spaltenumbruch]

Opp
vervollkommnen, und ein Unfall, den
er in der Reitbahn erlitten, brachte
diesen Wunsch der Erfüllung näher.
Er schied aus dem Soldatenstande,
holte durch Privatstudien nach, was
ihm an Kenntnissen in der klassischen
Philologie fehlte, absolvierte dann
die Ergänzungsprüfung zum huma-
nistischen Maturum und studierte
dann in Berlin drei Jahre lang
Archäologie, Kunstgeschichte u. Fran-
zösisch. Nach kurzer Beschäftigung in
einer Zeitungsredaktion, die ihm
mancherlei trübe Erfahrungen brach-
te, ward er auf ein Krankenlager ge-
worfen, von dem er sich erst nach
mehrjährigem Aufenthalt in Jtalien
erholte. Seinen Wohnsitz hat er in
Berlin beibehalten. Außer zahlreichen
Übersetzungen der Werke von M.
Maeterlinck, G. Rodenbach, H. de Reg-
nier, H. Beyle, G. de Maupassant u. a.
veröffentlichte er

S:

Aus dem Sattel
geplaudert und anderes, 1898. 3. A.
1905. - Militaria (Nn.), 1908. - Fes-
seln und Schranken (Dichtung und
Wahrheit a. d. Offiziersleben), 1905.
Neue Ausg. u. d. T.: Der Rebell (R.
a. d. Offiziersleben), 1908. - Deutsche
Kriegs- und Soldatenlieder (Volks-
u. Kunstgesang 1800-1900, ausgew.),
1911. - Das junge Frankreich (Anthol.
deutsch. Übertragn.), 1908. - Zwischen
Lachen und Weinen (16 En.), 1912.

Oppen, J.,

Pseud. für Jda Op-
penheim;
s. d.!

*Oppenheim, Jda,

pseudon. J.
Oppen, geboren am 28. August
1865 zu Eibenschütz in Mähren als
zweite Tochter des Predigers Dr.
Joachim O., genoß ihre Ausbildung
in Thorn, wohin ihr Vater als Seel-
sorger berufen worden war, und
legte 1884 vor der Prüfungskom-
mission in Danzig ihr Examen als
Lehrerin für höhere Töchterschulen
ab. Sie war danach drei Jahre als
Lehrerin an städtischen Schulen tätig
und ging nunmehr zu schriftstelleri-
scher Tätigkeit über. Unter dem Na-

*


[Spaltenumbruch]

Opp
wirkte ſeit 1892 in Neuſtadt am
Rennſteig.

S:

Geſammelte Wald- u.
Dorfgeſchichten von der Werra und
aus der Rhön, 1891. ‒ Bauernſtolz.
Der Förſteradjunkt (Thüringiſche
Dorfgeſchichten), 1891.

Oppel, Karl,

geb. am 9. Aug. 1816
zu Frankfurt a. M. als der Sohn
eines Schneidermeiſters, ſollte nach
dem Willen ſeines Vaters Kaufmann
werden, durfte ſich aber auf Verwen-
dung ſeiner Lehrer dem Lehrerberufe
widmen. Letztere bereiteten ihn pri-
vatim u. unentgeltlich in Sprachen,
Mathematik und Muſik für das Se-
minar in Eßlingen vor, das er 1833
bis 1835 beſuchte, worauf er ſofort
Hilfslehrer an der Dreikönigsſchule
und 1837 Hauptlehrer an der Weiß-
frauenſchule in ſeiner Vaterſtadt
wurde. Jm Jahre 1847 trat er als
Lehrer an die Muſterſchule (Real-
ſchule I. Ordnung) daſelbſt über, er-
warb ſich 1859 an der Univerſität
Gießen die Würde eines Dr. phil. und
trat 1879 in den Ruheſtand. Seiner
angegriffenen Geſundheit wegen ver-
ließ er 1883 Frankfurt und lebte ein
Jahrzehnt in dem kleinen Schwein-
furt, wo er ſich als Schriftſteller be-
tätigte und vielfach populär-wiſſen-
ſchaftliche Vorträge hielt. Jm Jahre
1893 kehrte er nach ſeiner Vaterſtadt
zurück, und dort iſt er am 12. (n. a.
11.) Mai 1903 geſtorben. Außer einer
Reihe von pädagogiſchen u. Jugend-
ſchriften veröffentlichte er

S:

Die
Brautfahrt (Schweinfurter N.), 1894,
Städtegeſchichten. Aus allen Gauen
des Vaterlandes (Hiſt. En.). 2. A. 1895.

*Oppeln-Bronikowski,

Fried-
rich von, geb. am 7. April 1873 in
Kaſſel, widmete ſich dem Militär-
dienſte und trat 1892 als Fähnrich
in das Huſarenregiment Nr. 14 ein.
Nach Beſuch der Kriegsſchule in Neiße
beſtand er ſein Offiziersexamen. Eine
Reiſe nach Rom, die er 1895 unter-
nahm, weckte in ihm den Wunſch,
ſeine wiſſenſchaftliche Bildung zu
[Spaltenumbruch]

Opp
vervollkommnen, und ein Unfall, den
er in der Reitbahn erlitten, brachte
dieſen Wunſch der Erfüllung näher.
Er ſchied aus dem Soldatenſtande,
holte durch Privatſtudien nach, was
ihm an Kenntniſſen in der klaſſiſchen
Philologie fehlte, abſolvierte dann
die Ergänzungsprüfung zum huma-
niſtiſchen Maturum und ſtudierte
dann in Berlin drei Jahre lang
Archäologie, Kunſtgeſchichte u. Fran-
zöſiſch. Nach kurzer Beſchäftigung in
einer Zeitungsredaktion, die ihm
mancherlei trübe Erfahrungen brach-
te, ward er auf ein Krankenlager ge-
worfen, von dem er ſich erſt nach
mehrjährigem Aufenthalt in Jtalien
erholte. Seinen Wohnſitz hat er in
Berlin beibehalten. Außer zahlreichen
Überſetzungen der Werke von M.
Maeterlinck, G. Rodenbach, H. de Rég-
nier, H. Beyle, G. de Maupaſſant u. a.
veröffentlichte er

S:

Aus dem Sattel
geplaudert und anderes, 1898. 3. A.
1905. ‒ Militaria (Nn.), 1908. ‒ Feſ-
ſeln und Schranken (Dichtung und
Wahrheit a. d. Offiziersleben), 1905.
Neue Ausg. u. d. T.: Der Rebell (R.
a. d. Offiziersleben), 1908. ‒ Deutſche
Kriegs- und Soldatenlieder (Volks-
u. Kunſtgeſang 1800‒1900, ausgew.),
1911. ‒ Das junge Frankreich (Anthol.
deutſch. Übertragn.), 1908. ‒ Zwiſchen
Lachen und Weinen (16 En.), 1912.

Oppen, J.,

Pſeud. für Jda Op-
penheim;
ſ. d.!

*Oppenheim, Jda,

pſeudon. J.
Oppen, geboren am 28. Auguſt
1865 zu Eibenſchütz in Mähren als
zweite Tochter des Predigers Dr.
Joachim O., genoß ihre Ausbildung
in Thorn, wohin ihr Vater als Seel-
ſorger berufen worden war, und
legte 1884 vor der Prüfungskom-
miſſion in Danzig ihr Examen als
Lehrerin für höhere Töchterſchulen
ab. Sie war danach drei Jahre als
Lehrerin an ſtädtiſchen Schulen tätig
und ging nunmehr zu ſchriftſtelleri-
ſcher Tätigkeit über. Unter dem Na-

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0191" n="187"/><lb/><cb/><fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Opp</hi></fw><lb/>
wirkte &#x017F;eit 1892 in Neu&#x017F;tadt am<lb/>
Renn&#x017F;teig. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Ge&#x017F;ammelte Wald- u.<lb/>
Dorfge&#x017F;chichten von der Werra und<lb/>
aus der Rhön, 1891. &#x2012; Bauern&#x017F;tolz.<lb/>
Der För&#x017F;teradjunkt (Thüringi&#x017F;che<lb/>
Dorfge&#x017F;chichten), 1891.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Oppel,</hi> Karl,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 9. Aug. 1816<lb/>
zu Frankfurt a. M. als der Sohn<lb/>
eines Schneidermei&#x017F;ters, &#x017F;ollte nach<lb/>
dem Willen &#x017F;eines Vaters Kaufmann<lb/>
werden, durfte &#x017F;ich aber auf Verwen-<lb/>
dung &#x017F;einer Lehrer dem Lehrerberufe<lb/>
widmen. Letztere bereiteten ihn pri-<lb/>
vatim u. unentgeltlich in Sprachen,<lb/>
Mathematik und Mu&#x017F;ik für das Se-<lb/>
minar in Eßlingen vor, das er 1833<lb/>
bis 1835 be&#x017F;uchte, worauf er &#x017F;ofort<lb/>
Hilfslehrer an der Dreikönigs&#x017F;chule<lb/>
und 1837 Hauptlehrer an der Weiß-<lb/>
frauen&#x017F;chule in &#x017F;einer Vater&#x017F;tadt<lb/>
wurde. Jm Jahre 1847 trat er als<lb/>
Lehrer an die Mu&#x017F;ter&#x017F;chule (Real-<lb/>
&#x017F;chule <hi rendition="#aq">I.</hi> Ordnung) da&#x017F;elb&#x017F;t über, er-<lb/>
warb &#x017F;ich 1859 an der Univer&#x017F;ität<lb/>
Gießen die Würde eines <hi rendition="#aq">Dr. phil.</hi> und<lb/>
trat 1879 in den Ruhe&#x017F;tand. Seiner<lb/>
angegriffenen Ge&#x017F;undheit wegen ver-<lb/>
ließ er 1883 Frankfurt und lebte ein<lb/>
Jahrzehnt in dem kleinen Schwein-<lb/>
furt, wo er &#x017F;ich als Schrift&#x017F;teller be-<lb/>
tätigte und vielfach populär-wi&#x017F;&#x017F;en-<lb/>
&#x017F;chaftliche Vorträge hielt. Jm Jahre<lb/>
1893 kehrte er nach &#x017F;einer Vater&#x017F;tadt<lb/>
zurück, und dort i&#x017F;t er am 12. (n. a.<lb/>
11.) Mai 1903 ge&#x017F;torben. Außer einer<lb/>
Reihe von pädagogi&#x017F;chen u. Jugend-<lb/>
&#x017F;chriften veröffentlichte er </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Die<lb/>
Brautfahrt (Schweinfurter N.), 1894,<lb/>
Städtege&#x017F;chichten. Aus allen Gauen<lb/>
des Vaterlandes (Hi&#x017F;t. En.). 2. A. 1895.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Oppeln-Bronikowski,</hi></persName></head>
        <p> Fried-<lb/>
rich von, geb. am 7. April 1873 in<lb/>
Ka&#x017F;&#x017F;el, widmete &#x017F;ich dem Militär-<lb/>
dien&#x017F;te und trat 1892 als Fähnrich<lb/>
in das Hu&#x017F;arenregiment Nr. 14 ein.<lb/>
Nach Be&#x017F;uch der Kriegs&#x017F;chule in Neiße<lb/>
be&#x017F;tand er &#x017F;ein Offiziersexamen. Eine<lb/>
Rei&#x017F;e nach Rom, die er 1895 unter-<lb/>
nahm, weckte in ihm den Wun&#x017F;ch,<lb/>
&#x017F;eine wi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chaftliche Bildung zu<lb/><cb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Opp</hi></fw><lb/>
vervollkommnen, und ein Unfall, den<lb/>
er in der Reitbahn erlitten, brachte<lb/>
die&#x017F;en Wun&#x017F;ch der Erfüllung näher.<lb/>
Er &#x017F;chied aus dem Soldaten&#x017F;tande,<lb/>
holte durch Privat&#x017F;tudien nach, was<lb/>
ihm an Kenntni&#x017F;&#x017F;en in der kla&#x017F;&#x017F;i&#x017F;chen<lb/>
Philologie fehlte, ab&#x017F;olvierte dann<lb/>
die Ergänzungsprüfung zum huma-<lb/>
ni&#x017F;ti&#x017F;chen Maturum und &#x017F;tudierte<lb/>
dann in Berlin drei Jahre lang<lb/>
Archäologie, Kun&#x017F;tge&#x017F;chichte u. Fran-<lb/>&#x017F;i&#x017F;ch. Nach kurzer Be&#x017F;chäftigung in<lb/>
einer Zeitungsredaktion, die ihm<lb/>
mancherlei trübe Erfahrungen brach-<lb/>
te, ward er auf ein Krankenlager ge-<lb/>
worfen, von dem er &#x017F;ich er&#x017F;t nach<lb/>
mehrjährigem Aufenthalt in Jtalien<lb/>
erholte. Seinen Wohn&#x017F;itz hat er in<lb/>
Berlin beibehalten. Außer zahlreichen<lb/>
Über&#x017F;etzungen der Werke von M.<lb/>
Maeterlinck, G. Rodenbach, H. de Rég-<lb/>
nier, H. Beyle, G. de Maupa&#x017F;&#x017F;ant u. a.<lb/>
veröffentlichte er </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Aus dem Sattel<lb/>
geplaudert und anderes, 1898. 3. A.<lb/>
1905. &#x2012; Militaria (Nn.), 1908. &#x2012; Fe&#x017F;-<lb/>
&#x017F;eln und Schranken (Dichtung und<lb/>
Wahrheit a. d. Offiziersleben), 1905.<lb/>
Neue Ausg. u. d. T.: Der Rebell (R.<lb/>
a. d. Offiziersleben), 1908. &#x2012; Deut&#x017F;che<lb/>
Kriegs- und Soldatenlieder (Volks-<lb/>
u. Kun&#x017F;tge&#x017F;ang 1800&#x2012;1900, ausgew.),<lb/>
1911. &#x2012; Das junge Frankreich (Anthol.<lb/>
deut&#x017F;ch. Übertragn.), 1908. &#x2012; Zwi&#x017F;chen<lb/>
Lachen und Weinen (16 En.), 1912.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Oppen,</hi> J.,</persName>
        </head>
        <p> P&#x017F;eud. für <hi rendition="#g">Jda Op-<lb/>
penheim;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Oppenheim,</hi> Jda,</persName></head>
        <p> p&#x017F;eudon. J.<lb/><hi rendition="#g">Oppen,</hi> geboren am 28. Augu&#x017F;t<lb/>
1865 zu Eiben&#x017F;chütz in Mähren als<lb/>
zweite Tochter des Predigers <hi rendition="#aq">Dr.</hi><lb/>
Joachim O., genoß ihre Ausbildung<lb/>
in Thorn, wohin ihr Vater als Seel-<lb/>
&#x017F;orger berufen worden war, und<lb/>
legte 1884 vor der Prüfungskom-<lb/>
mi&#x017F;&#x017F;ion in Danzig ihr Examen als<lb/>
Lehrerin für höhere Töchter&#x017F;chulen<lb/>
ab. Sie war danach drei Jahre als<lb/>
Lehrerin an &#x017F;tädti&#x017F;chen Schulen tätig<lb/>
und ging nunmehr zu &#x017F;chrift&#x017F;telleri-<lb/>
&#x017F;cher Tätigkeit über. Unter dem Na-<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[187/0191] Opp Opp wirkte ſeit 1892 in Neuſtadt am Rennſteig. S: Geſammelte Wald- u. Dorfgeſchichten von der Werra und aus der Rhön, 1891. ‒ Bauernſtolz. Der Förſteradjunkt (Thüringiſche Dorfgeſchichten), 1891. Oppel, Karl, geb. am 9. Aug. 1816 zu Frankfurt a. M. als der Sohn eines Schneidermeiſters, ſollte nach dem Willen ſeines Vaters Kaufmann werden, durfte ſich aber auf Verwen- dung ſeiner Lehrer dem Lehrerberufe widmen. Letztere bereiteten ihn pri- vatim u. unentgeltlich in Sprachen, Mathematik und Muſik für das Se- minar in Eßlingen vor, das er 1833 bis 1835 beſuchte, worauf er ſofort Hilfslehrer an der Dreikönigsſchule und 1837 Hauptlehrer an der Weiß- frauenſchule in ſeiner Vaterſtadt wurde. Jm Jahre 1847 trat er als Lehrer an die Muſterſchule (Real- ſchule I. Ordnung) daſelbſt über, er- warb ſich 1859 an der Univerſität Gießen die Würde eines Dr. phil. und trat 1879 in den Ruheſtand. Seiner angegriffenen Geſundheit wegen ver- ließ er 1883 Frankfurt und lebte ein Jahrzehnt in dem kleinen Schwein- furt, wo er ſich als Schriftſteller be- tätigte und vielfach populär-wiſſen- ſchaftliche Vorträge hielt. Jm Jahre 1893 kehrte er nach ſeiner Vaterſtadt zurück, und dort iſt er am 12. (n. a. 11.) Mai 1903 geſtorben. Außer einer Reihe von pädagogiſchen u. Jugend- ſchriften veröffentlichte er S: Die Brautfahrt (Schweinfurter N.), 1894, Städtegeſchichten. Aus allen Gauen des Vaterlandes (Hiſt. En.). 2. A. 1895. *Oppeln-Bronikowski, Fried- rich von, geb. am 7. April 1873 in Kaſſel, widmete ſich dem Militär- dienſte und trat 1892 als Fähnrich in das Huſarenregiment Nr. 14 ein. Nach Beſuch der Kriegsſchule in Neiße beſtand er ſein Offiziersexamen. Eine Reiſe nach Rom, die er 1895 unter- nahm, weckte in ihm den Wunſch, ſeine wiſſenſchaftliche Bildung zu vervollkommnen, und ein Unfall, den er in der Reitbahn erlitten, brachte dieſen Wunſch der Erfüllung näher. Er ſchied aus dem Soldatenſtande, holte durch Privatſtudien nach, was ihm an Kenntniſſen in der klaſſiſchen Philologie fehlte, abſolvierte dann die Ergänzungsprüfung zum huma- niſtiſchen Maturum und ſtudierte dann in Berlin drei Jahre lang Archäologie, Kunſtgeſchichte u. Fran- zöſiſch. Nach kurzer Beſchäftigung in einer Zeitungsredaktion, die ihm mancherlei trübe Erfahrungen brach- te, ward er auf ein Krankenlager ge- worfen, von dem er ſich erſt nach mehrjährigem Aufenthalt in Jtalien erholte. Seinen Wohnſitz hat er in Berlin beibehalten. Außer zahlreichen Überſetzungen der Werke von M. Maeterlinck, G. Rodenbach, H. de Rég- nier, H. Beyle, G. de Maupaſſant u. a. veröffentlichte er S: Aus dem Sattel geplaudert und anderes, 1898. 3. A. 1905. ‒ Militaria (Nn.), 1908. ‒ Feſ- ſeln und Schranken (Dichtung und Wahrheit a. d. Offiziersleben), 1905. Neue Ausg. u. d. T.: Der Rebell (R. a. d. Offiziersleben), 1908. ‒ Deutſche Kriegs- und Soldatenlieder (Volks- u. Kunſtgeſang 1800‒1900, ausgew.), 1911. ‒ Das junge Frankreich (Anthol. deutſch. Übertragn.), 1908. ‒ Zwiſchen Lachen und Weinen (16 En.), 1912. Oppen, J., Pſeud. für Jda Op- penheim; ſ. d.! *Oppenheim, Jda, pſeudon. J. Oppen, geboren am 28. Auguſt 1865 zu Eibenſchütz in Mähren als zweite Tochter des Predigers Dr. Joachim O., genoß ihre Ausbildung in Thorn, wohin ihr Vater als Seel- ſorger berufen worden war, und legte 1884 vor der Prüfungskom- miſſion in Danzig ihr Examen als Lehrerin für höhere Töchterſchulen ab. Sie war danach drei Jahre als Lehrerin an ſtädtiſchen Schulen tätig und ging nunmehr zu ſchriftſtelleri- ſcher Tätigkeit über. Unter dem Na- *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/191
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 187. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/191>, abgerufen am 24.02.2019.