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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ost
März 1887 starb. Acht Tage vorher
war ihm seine treue Lebensgefährtin
im Tode vorangegangen. Am 18.
Juni 1889 wurde sein von Schülern
und Freunden gestistetes Denkmal in
Mühlhausen eingeweiht.

S:

Gedichte,
1848. 3. A. 1873. - Rüdeger von
Bechlaren (Tr.), 1849. 1873. - Win-
fried und die heilige Eiche bei Geis-
mar (Kantate), 1852. - Jm Grünen
(Naturbilder, M. und Arabesken),
1853. - Zur häuslichen Erbauung
(Geistl. Lr.), 1854. - König Älfred
(Ep. D.), 1855. - Walter und Hilde-
gunde (Dr. Spiel), 1867. - Deutsch-
lands Auferstehung (Vaterl. Ge.),
1871. - Bleibt einig! (Zeitgedichte),
1870. - Deutschlands Wiedergeburt
(Frühlingskantate), 1870. - Robert
Franz (Lebensbild), 1886. - Helden
der Sage und der Geschichte, nach
ihren Dichtern für die deutsche Jugend
geschildert: II, 1886. - Erzählungen
aus der alten deutschen Welt; VIII,
1848-66 (Jnhalt: Gudrun. - Sieg-
fried und Krimhilde. - Walter von
Aquitanien. - König Rother. - Par-
zival. - Erzählungen a. d. Kreise der
Dietrichssage). - Homerische For-
schungen. 1. Teil: Hermes-Odysseus.
Mytholog. Erklärung der Odysseus-
sage, 1853. - Jwein, ein keltischer
Frühlingsgott, 1853. - Sang u. Sage
(En. a. deutscher Vorzeit), 5. A. 1904.

*Osthaus, Karl Ernst,

geb. am
15. April 1874 in Hagen (Westfalen)
als der Sohn eines Bankiers, besuchte
in seiner Vaterstadt das Realgym-
nasium und das Gymnasium und be-
zog 1893 zum Studium der Philoso-
phie, Kunstgeschichte und Naturwis-
senschaften die Universität Kiel. Er
setzte dann seine Studien in München,
Berlin, Straßburg und seit 1895 in
Wien fort, wurde hier aber 1896 we-
gen seiner Beteiligung an der natio-
nalen Bewegung gegen den Minister
Badeni ausgewiesen und ging nun
nach Bonn. Eine schwere Erkrankung
nötigte ihn, 1898 seine Studien zu
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Ost
unterbrechen und Genesung in Süd-
europa u. im Orient zu suchen. Einen
Teil seiner Reisen beschrieb er in sei-
nem "Tagebuch einer Reise durch Al-
gier und Tunis" (1898). Jm Jahre
1899 gründete er in seiner Vaterstadt
das "Museum Folkwang", dessen Lei-
tung noch heute in seiner Hand liegt.

S:

König Saul (Tr.), 1897.

Ostini, Fritz Freiherr von,

geb. am
27. Juli 1861 in München, absol-
vierte das Ludwigs-Gymnasium da-
selbst, studierte darauf die Rechte,
besuchte aber gleichzeitig die königl.
Kunstakademie in München, um seiner
schon in der Jugend gehegten Nei-
gung zur Malerei Genüge zu leisten.
Da zwangen ihn die Verhältnisse,
plötzlich das Studium abzubrechen.
Er griff nun zur Feder, war zuerst
als Journalift tätig, trat 1887 in die
Redaktion der "Münchener Neuesten
Nachrichten" ein und wurde hier
schließlich als Referent über Kunst der
Nachfolger des bekannten Professors
Richard Muther. Als solcher hat er
alle die Kämpfe in der Münchener
Künftlerschaft, die der Gründung der
Sezession vorangingen, wacker mit-
gefochten. Seit 1895 redigiert er die
illustrierte Wochenschrift "Jugend".
Außer einigen Künstlermonographien
über "Eduard Grützner" (1900),
"Hans Thoma" (1900), "Fritz von
Uhde" (1902), "Arnold Böcklin"
(1904), "W. von Kaulbach" (1906)
schrieb er

S:

Großes u. Kleines (Nn.),
1888. - Biedermeier mit ei (Lr. eines
Zeitgenossen), 1904. 2. A. 1908. -
Arme Seelen (Geschn. u. Schnurren),
1905. - Schwarmgeister (Ge. a. Zeit
u. Zufall), 1908. - Deutsche Jllustra-
toren (Die Kunst unserer Zeit), 1909.
- Buch der Torheit (Nn.), 1910. -
Die goldene Schlange, oder: Das
Märchen vom kleinen König (Zu 12
Bildern von Hanns Pellar erzählt),
1911.

Ostland, J. P.,

Pseud. für Ja-
kob Perl;
s. d.!

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Oſt
März 1887 ſtarb. Acht Tage vorher
war ihm ſeine treue Lebensgefährtin
im Tode vorangegangen. Am 18.
Juni 1889 wurde ſein von Schülern
und Freunden geſtiſtetes Denkmal in
Mühlhauſen eingeweiht.

S:

Gedichte,
1848. 3. A. 1873. ‒ Rüdeger von
Bechlaren (Tr.), 1849. 1873. ‒ Win-
fried und die heilige Eiche bei Geis-
mar (Kantate), 1852. ‒ Jm Grünen
(Naturbilder, M. und Arabesken),
1853. ‒ Zur häuslichen Erbauung
(Geiſtl. Lr.), 1854. ‒ König Älfred
(Ep. D.), 1855. ‒ Walter und Hilde-
gunde (Dr. Spiel), 1867. ‒ Deutſch-
lands Auferſtehung (Vaterl. Ge.),
1871. ‒ Bleibt einig! (Zeitgedichte),
1870. ‒ Deutſchlands Wiedergeburt
(Frühlingskantate), 1870. ‒ Robert
Franz (Lebensbild), 1886. ‒ Helden
der Sage und der Geſchichte, nach
ihren Dichtern für die deutſche Jugend
geſchildert: II, 1886. ‒ Erzählungen
aus der alten deutſchen Welt; VIII,
1848‒66 (Jnhalt: Gudrun. ‒ Sieg-
fried und Krimhilde. ‒ Walter von
Aquitanien. ‒ König Rother. ‒ Par-
zival. ‒ Erzählungen a. d. Kreiſe der
Dietrichsſage). ‒ Homeriſche For-
ſchungen. 1. Teil: Hermes-Odyſſeus.
Mytholog. Erklärung der Odyſſeus-
ſage, 1853. ‒ Jwein, ein keltiſcher
Frühlingsgott, 1853. ‒ Sang u. Sage
(En. a. deutſcher Vorzeit), 5. A. 1904.

*Oſthaus, Karl Ernſt,

geb. am
15. April 1874 in Hagen (Weſtfalen)
als der Sohn eines Bankiers, beſuchte
in ſeiner Vaterſtadt das Realgym-
naſium und das Gymnaſium und be-
zog 1893 zum Studium der Philoſo-
phie, Kunſtgeſchichte und Naturwiſ-
ſenſchaften die Univerſität Kiel. Er
ſetzte dann ſeine Studien in München,
Berlin, Straßburg und ſeit 1895 in
Wien fort, wurde hier aber 1896 we-
gen ſeiner Beteiligung an der natio-
nalen Bewegung gegen den Miniſter
Badeni ausgewieſen und ging nun
nach Bonn. Eine ſchwere Erkrankung
nötigte ihn, 1898 ſeine Studien zu
[Spaltenumbruch]

Oſt
unterbrechen und Geneſung in Süd-
europa u. im Orient zu ſuchen. Einen
Teil ſeiner Reiſen beſchrieb er in ſei-
nem „Tagebuch einer Reiſe durch Al-
gier und Tunis“ (1898). Jm Jahre
1899 gründete er in ſeiner Vaterſtadt
das „Muſeum Folkwang“, deſſen Lei-
tung noch heute in ſeiner Hand liegt.

S:

König Saul (Tr.), 1897.

Oſtini, Fritz Freiherr von,

geb. am
27. Juli 1861 in München, abſol-
vierte das Ludwigs-Gymnaſium da-
ſelbſt, ſtudierte darauf die Rechte,
beſuchte aber gleichzeitig die königl.
Kunſtakademie in München, um ſeiner
ſchon in der Jugend gehegten Nei-
gung zur Malerei Genüge zu leiſten.
Da zwangen ihn die Verhältniſſe,
plötzlich das Studium abzubrechen.
Er griff nun zur Feder, war zuerſt
als Journalift tätig, trat 1887 in die
Redaktion der „Münchener Neueſten
Nachrichten“ ein und wurde hier
ſchließlich als Referent über Kunſt der
Nachfolger des bekannten Profeſſors
Richard Muther. Als ſolcher hat er
alle die Kämpfe in der Münchener
Künftlerſchaft, die der Gründung der
Sezeſſion vorangingen, wacker mit-
gefochten. Seit 1895 redigiert er die
illuſtrierte Wochenſchrift „Jugend“.
Außer einigen Künſtlermonographien
über „Eduard Grützner“ (1900),
„Hans Thoma“ (1900), „Fritz von
Uhde“ (1902), „Arnold Böcklin“
(1904), „W. von Kaulbach“ (1906)
ſchrieb er

S:

Großes u. Kleines (Nn.),
1888. ‒ Biedermeier mit ei (Lr. eines
Zeitgenoſſen), 1904. 2. A. 1908. ‒
Arme Seelen (Geſchn. u. Schnurren),
1905. ‒ Schwarmgeiſter (Ge. a. Zeit
u. Zufall), 1908. ‒ Deutſche Jlluſtra-
toren (Die Kunſt unſerer Zeit), 1909.
‒ Buch der Torheit (Nn.), 1910. ‒
Die goldene Schlange, oder: Das
Märchen vom kleinen König (Zu 12
Bildern von Hanns Pellar erzählt),
1911.

Oſtland, J. P.,

Pſeud. für Ja-
kob Perl;
ſ. d.!

*
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[204/0208] Oſt Oſt März 1887 ſtarb. Acht Tage vorher war ihm ſeine treue Lebensgefährtin im Tode vorangegangen. Am 18. Juni 1889 wurde ſein von Schülern und Freunden geſtiſtetes Denkmal in Mühlhauſen eingeweiht. S: Gedichte, 1848. 3. A. 1873. ‒ Rüdeger von Bechlaren (Tr.), 1849. 1873. ‒ Win- fried und die heilige Eiche bei Geis- mar (Kantate), 1852. ‒ Jm Grünen (Naturbilder, M. und Arabesken), 1853. ‒ Zur häuslichen Erbauung (Geiſtl. Lr.), 1854. ‒ König Älfred (Ep. D.), 1855. ‒ Walter und Hilde- gunde (Dr. Spiel), 1867. ‒ Deutſch- lands Auferſtehung (Vaterl. Ge.), 1871. ‒ Bleibt einig! (Zeitgedichte), 1870. ‒ Deutſchlands Wiedergeburt (Frühlingskantate), 1870. ‒ Robert Franz (Lebensbild), 1886. ‒ Helden der Sage und der Geſchichte, nach ihren Dichtern für die deutſche Jugend geſchildert: II, 1886. ‒ Erzählungen aus der alten deutſchen Welt; VIII, 1848‒66 (Jnhalt: Gudrun. ‒ Sieg- fried und Krimhilde. ‒ Walter von Aquitanien. ‒ König Rother. ‒ Par- zival. ‒ Erzählungen a. d. Kreiſe der Dietrichsſage). ‒ Homeriſche For- ſchungen. 1. Teil: Hermes-Odyſſeus. Mytholog. Erklärung der Odyſſeus- ſage, 1853. ‒ Jwein, ein keltiſcher Frühlingsgott, 1853. ‒ Sang u. Sage (En. a. deutſcher Vorzeit), 5. A. 1904. *Oſthaus, Karl Ernſt, geb. am 15. April 1874 in Hagen (Weſtfalen) als der Sohn eines Bankiers, beſuchte in ſeiner Vaterſtadt das Realgym- naſium und das Gymnaſium und be- zog 1893 zum Studium der Philoſo- phie, Kunſtgeſchichte und Naturwiſ- ſenſchaften die Univerſität Kiel. Er ſetzte dann ſeine Studien in München, Berlin, Straßburg und ſeit 1895 in Wien fort, wurde hier aber 1896 we- gen ſeiner Beteiligung an der natio- nalen Bewegung gegen den Miniſter Badeni ausgewieſen und ging nun nach Bonn. Eine ſchwere Erkrankung nötigte ihn, 1898 ſeine Studien zu unterbrechen und Geneſung in Süd- europa u. im Orient zu ſuchen. Einen Teil ſeiner Reiſen beſchrieb er in ſei- nem „Tagebuch einer Reiſe durch Al- gier und Tunis“ (1898). Jm Jahre 1899 gründete er in ſeiner Vaterſtadt das „Muſeum Folkwang“, deſſen Lei- tung noch heute in ſeiner Hand liegt. S: König Saul (Tr.), 1897. Oſtini, Fritz Freiherr von, geb. am 27. Juli 1861 in München, abſol- vierte das Ludwigs-Gymnaſium da- ſelbſt, ſtudierte darauf die Rechte, beſuchte aber gleichzeitig die königl. Kunſtakademie in München, um ſeiner ſchon in der Jugend gehegten Nei- gung zur Malerei Genüge zu leiſten. Da zwangen ihn die Verhältniſſe, plötzlich das Studium abzubrechen. Er griff nun zur Feder, war zuerſt als Journalift tätig, trat 1887 in die Redaktion der „Münchener Neueſten Nachrichten“ ein und wurde hier ſchließlich als Referent über Kunſt der Nachfolger des bekannten Profeſſors Richard Muther. Als ſolcher hat er alle die Kämpfe in der Münchener Künftlerſchaft, die der Gründung der Sezeſſion vorangingen, wacker mit- gefochten. Seit 1895 redigiert er die illuſtrierte Wochenſchrift „Jugend“. Außer einigen Künſtlermonographien über „Eduard Grützner“ (1900), „Hans Thoma“ (1900), „Fritz von Uhde“ (1902), „Arnold Böcklin“ (1904), „W. von Kaulbach“ (1906) ſchrieb er S: Großes u. Kleines (Nn.), 1888. ‒ Biedermeier mit ei (Lr. eines Zeitgenoſſen), 1904. 2. A. 1908. ‒ Arme Seelen (Geſchn. u. Schnurren), 1905. ‒ Schwarmgeiſter (Ge. a. Zeit u. Zufall), 1908. ‒ Deutſche Jlluſtra- toren (Die Kunſt unſerer Zeit), 1909. ‒ Buch der Torheit (Nn.), 1910. ‒ Die goldene Schlange, oder: Das Märchen vom kleinen König (Zu 12 Bildern von Hanns Pellar erzählt), 1911. Oſtland, J. P., Pſeud. für Ja- kob Perl; ſ. d.! *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 204. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/208>, abgerufen am 17.02.2019.