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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Pach
allseitiger Beteiligung der Hof- und
Gesellschaftskreise Dresdens und der
verschiedensten auswärtigen Hof- u.
Stadttheater sein 25jähriges Jubi-
läum und starb am 22. Oktbr. 1881.

S:

Die Furcht des Herrn ist der
Weisheit Anfang (Audachtsbuch),
1846. - Christliches Schatzkästlein
(Eigene Dn.), 1848. - Ein Götter-
wettstreit (Festsp.), 1860. - Die letz-
ten Tage von Pompeji (O.), 1865. -
Armus u. Albina (Festsp.), 1850. -
Blüh ewig fort, du Haus Wettin!
(Festsp.), 1859. - Die Tonkunft und
vier deutsche Meister (D.), 1859. -
An Körners Grabe (Dr.), 1863. -
Wie es euch gefällt (Dr. von Shake-
speare, für die Bühne eingerichtet),
1864. - Die Trauer und der Nach-
ruhm (Vorsp.), 1866. - Festliche
Glocken (Dn.), 1872. 2. A. 1881.

Pach, Oskar,

Pseudon. für Franz
Joseph Prochaska; s. d.!

*Pachler, Faustus,

psd. C. Paul,
geb. am 18. Dezbr. 1819 zu Graz in
Steiermark, wo sein Vater Advokat
war, studierte in Graz die Rechte und
promovierte in Wien. Der lebhafte
Verkehr seiner Eltern mit Künstlern
und Gebildeten aller Art blieb nicht
ohne anregenden Einfluß auf seine
Phantasie. Zum Advokaten bestimmt,
neigte sich sein Geist doch mehr dem
Studium u. vorzüglich der Poesie zu.
Die Freunde seiner Eltern wurden
seine Gönner und beredeten den Va-
ter, ihm die Einwilligung zur Ände-
rung der Laufbahn zu geben. Der
berühmte Gelehrte Ferdinand Wolf
hatte nämlich den Jüngling veran-
laßt, sich um eine Stelle in der Wie-
ner Hofbibliothek zu bewerben, wo
denn P. seit dem Jahre 1843 ange-
stellt war u. seit 1875 die Stelle des
ersten Kustos bekleidete. Jm Jahre
1851 beteiligte er sich mit Papsch an
der Redaktion des "Jllustrierten Fa-
milienbuchs d. österreichischen Lloyd"
u. führte dieselbe, bis die Redaktion
von Wien nach Triest verlegt ward
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Pah
(Oktbr. 1852). Von 1854-55 führte
er dann die Redaktion der "Abend-
stunden". Von P.s Arbeiten, die
meist unter dem Pseudon. C. Paul
in Zeitschriften erschienen, ist bis
jetzt nur wenig in den Buchhandel
gekommen; doch war seine literari-
sche Tätigkeit, die mit 1845 begann,
eine umfassende und vielseitige. Jm
Jahre 1889 trat er als Regierungs-
rat in den Ruhestand und starb in
Graz, wo er den Sommer zu ver-
leben pflegte, am 5. September 1891.

S:

Jaroslaw und Wassa (Tr., auf-
geführt), 1848. - Begum Sumro
(Tr.), 1849. - Kaiser Max und sein
Lieblingstraum (Festsp.), 1853. -
Beethoven u. Marie Pachler-Koschak
(Beiträge und Berichtigungen), 1866.
- Er weiß alles (Lsp.), 1876. - Loge
Nr. 2 (Lsp.), 1876. - Die erste Frau
(R.); II, 1877. - Cserhalom (Ep. G.
v. Mich. Vörösmarty, aus d. Ungar.
übers.), 1878. - Rohitscher Brun-
nenkur (Lyrischer Zyklus), 1879. -
Das Geheimnis des Dichtens (Lyr.
Symphonie), 1885. - Rohitscher
Sonnendienst (Ge.), 1889.

Paganetti-Hummler, Gustav,


geb. am 21. Dez. 1871 in Klosterneu-
burg (Österreich), besuchte die Mit-
telschule (Gymnasium) in Wien und
widmete sich dann, u. a. in Rom,
naturwissenschaftlichen Studien. Er
bereiste darauf Dalmatien, die Herze-
gowina, Montenegro, Albanien,
Griechenland, Jtalien, Ägypten, die
Küsten Kleinasiens und Tunis und
stellte überall Untersuchungen der
wirbellosen Tiere an, die er dann in
einer Reihe von Schriften niederlegte.
Nach seiner Heimkehr ließ er sich in
Vöslau bei Wien nieder, wo er jetzt
noch lebt.

S:

Aus meiner Welt (Nn.
und Sk.), 1901. - Ein Ende (Dr.),
1904. - Kleinigkeiten (Ge.), 1906.

*Pahlen, Gustav Alexander,


nannte sich 1901 der Schriftsteller G.
A. Pollak, der als Sohn sehr rei-
cher Eltern am 1. Januar 1872 in

*


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Pach
allſeitiger Beteiligung der Hof- und
Geſellſchaftskreiſe Dresdens und der
verſchiedenſten auswärtigen Hof- u.
Stadttheater ſein 25jähriges Jubi-
läum und ſtarb am 22. Oktbr. 1881.

S:

Die Furcht des Herrn iſt der
Weisheit Anfang (Audachtsbuch),
1846. ‒ Chriſtliches Schatzkäſtlein
(Eigene Dn.), 1848. ‒ Ein Götter-
wettſtreit (Feſtſp.), 1860. ‒ Die letz-
ten Tage von Pompeji (O.), 1865. ‒
Armus u. Albina (Feſtſp.), 1850. ‒
Blüh ewig fort, du Haus Wettin!
(Feſtſp.), 1859. ‒ Die Tonkunft und
vier deutſche Meiſter (D.), 1859. ‒
An Körners Grabe (Dr.), 1863. ‒
Wie es euch gefällt (Dr. von Shake-
ſpeare, für die Bühne eingerichtet),
1864. ‒ Die Trauer und der Nach-
ruhm (Vorſp.), 1866. ‒ Feſtliche
Glocken (Dn.), 1872. 2. A. 1881.

Pach, Oskar,

Pſeudon. für Franz
Joſeph Prochaska; ſ. d.!

*Pachler, Fauſtus,

pſd. C. Paul,
geb. am 18. Dezbr. 1819 zu Graz in
Steiermark, wo ſein Vater Advokat
war, ſtudierte in Graz die Rechte und
promovierte in Wien. Der lebhafte
Verkehr ſeiner Eltern mit Künſtlern
und Gebildeten aller Art blieb nicht
ohne anregenden Einfluß auf ſeine
Phantaſie. Zum Advokaten beſtimmt,
neigte ſich ſein Geiſt doch mehr dem
Studium u. vorzüglich der Poeſie zu.
Die Freunde ſeiner Eltern wurden
ſeine Gönner und beredeten den Va-
ter, ihm die Einwilligung zur Ände-
rung der Laufbahn zu geben. Der
berühmte Gelehrte Ferdinand Wolf
hatte nämlich den Jüngling veran-
laßt, ſich um eine Stelle in der Wie-
ner Hofbibliothek zu bewerben, wo
denn P. ſeit dem Jahre 1843 ange-
ſtellt war u. ſeit 1875 die Stelle des
erſten Kuſtos bekleidete. Jm Jahre
1851 beteiligte er ſich mit Papſch an
der Redaktion des „Jlluſtrierten Fa-
milienbuchs d. öſterreichiſchen Lloyd“
u. führte dieſelbe, bis die Redaktion
von Wien nach Trieſt verlegt ward
[Spaltenumbruch]

Pah
(Oktbr. 1852). Von 1854‒55 führte
er dann die Redaktion der „Abend-
ſtunden“. Von P.s Arbeiten, die
meiſt unter dem Pſeudon. C. Paul
in Zeitſchriften erſchienen, iſt bis
jetzt nur wenig in den Buchhandel
gekommen; doch war ſeine literari-
ſche Tätigkeit, die mit 1845 begann,
eine umfaſſende und vielſeitige. Jm
Jahre 1889 trat er als Regierungs-
rat in den Ruheſtand und ſtarb in
Graz, wo er den Sommer zu ver-
leben pflegte, am 5. September 1891.

S:

Jaroſlaw und Waſſa (Tr., auf-
geführt), 1848. ‒ Begum Sumro
(Tr.), 1849. ‒ Kaiſer Max und ſein
Lieblingstraum (Feſtſp.), 1853. ‒
Beethoven u. Marie Pachler-Koſchak
(Beiträge und Berichtigungen), 1866.
‒ Er weiß alles (Lſp.), 1876. ‒ Loge
Nr. 2 (Lſp.), 1876. ‒ Die erſte Frau
(R.); II, 1877. ‒ Cſerhalom (Ep. G.
v. Mich. Vörösmarty, aus d. Ungar.
überſ.), 1878. ‒ Rohitſcher Brun-
nenkur (Lyriſcher Zyklus), 1879. ‒
Das Geheimnis des Dichtens (Lyr.
Symphonie), 1885. ‒ Rohitſcher
Sonnendienſt (Ge.), 1889.

Paganetti-Hummler, Guſtav,


geb. am 21. Dez. 1871 in Kloſterneu-
burg (Öſterreich), beſuchte die Mit-
telſchule (Gymnaſium) in Wien und
widmete ſich dann, u. a. in Rom,
naturwiſſenſchaftlichen Studien. Er
bereiſte darauf Dalmatien, die Herze-
gowina, Montenegro, Albanien,
Griechenland, Jtalien, Ägypten, die
Küſten Kleinaſiens und Tunis und
ſtellte überall Unterſuchungen der
wirbelloſen Tiere an, die er dann in
einer Reihe von Schriften niederlegte.
Nach ſeiner Heimkehr ließ er ſich in
Vöslau bei Wien nieder, wo er jetzt
noch lebt.

S:

Aus meiner Welt (Nn.
und Sk.), 1901. ‒ Ein Ende (Dr.),
1904. ‒ Kleinigkeiten (Ge.), 1906.

*Pahlen, Guſtav Alexander,


nannte ſich 1901 der Schriftſteller G.
A. Pollak, der als Sohn ſehr rei-
cher Eltern am 1. Januar 1872 in

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[217/0221] Pach Pah allſeitiger Beteiligung der Hof- und Geſellſchaftskreiſe Dresdens und der verſchiedenſten auswärtigen Hof- u. Stadttheater ſein 25jähriges Jubi- läum und ſtarb am 22. Oktbr. 1881. S: Die Furcht des Herrn iſt der Weisheit Anfang (Audachtsbuch), 1846. ‒ Chriſtliches Schatzkäſtlein (Eigene Dn.), 1848. ‒ Ein Götter- wettſtreit (Feſtſp.), 1860. ‒ Die letz- ten Tage von Pompeji (O.), 1865. ‒ Armus u. Albina (Feſtſp.), 1850. ‒ Blüh ewig fort, du Haus Wettin! (Feſtſp.), 1859. ‒ Die Tonkunft und vier deutſche Meiſter (D.), 1859. ‒ An Körners Grabe (Dr.), 1863. ‒ Wie es euch gefällt (Dr. von Shake- ſpeare, für die Bühne eingerichtet), 1864. ‒ Die Trauer und der Nach- ruhm (Vorſp.), 1866. ‒ Feſtliche Glocken (Dn.), 1872. 2. A. 1881. Pach, Oskar, Pſeudon. für Franz Joſeph Prochaska; ſ. d.! *Pachler, Fauſtus, pſd. C. Paul, geb. am 18. Dezbr. 1819 zu Graz in Steiermark, wo ſein Vater Advokat war, ſtudierte in Graz die Rechte und promovierte in Wien. Der lebhafte Verkehr ſeiner Eltern mit Künſtlern und Gebildeten aller Art blieb nicht ohne anregenden Einfluß auf ſeine Phantaſie. Zum Advokaten beſtimmt, neigte ſich ſein Geiſt doch mehr dem Studium u. vorzüglich der Poeſie zu. Die Freunde ſeiner Eltern wurden ſeine Gönner und beredeten den Va- ter, ihm die Einwilligung zur Ände- rung der Laufbahn zu geben. Der berühmte Gelehrte Ferdinand Wolf hatte nämlich den Jüngling veran- laßt, ſich um eine Stelle in der Wie- ner Hofbibliothek zu bewerben, wo denn P. ſeit dem Jahre 1843 ange- ſtellt war u. ſeit 1875 die Stelle des erſten Kuſtos bekleidete. Jm Jahre 1851 beteiligte er ſich mit Papſch an der Redaktion des „Jlluſtrierten Fa- milienbuchs d. öſterreichiſchen Lloyd“ u. führte dieſelbe, bis die Redaktion von Wien nach Trieſt verlegt ward (Oktbr. 1852). Von 1854‒55 führte er dann die Redaktion der „Abend- ſtunden“. Von P.s Arbeiten, die meiſt unter dem Pſeudon. C. Paul in Zeitſchriften erſchienen, iſt bis jetzt nur wenig in den Buchhandel gekommen; doch war ſeine literari- ſche Tätigkeit, die mit 1845 begann, eine umfaſſende und vielſeitige. Jm Jahre 1889 trat er als Regierungs- rat in den Ruheſtand und ſtarb in Graz, wo er den Sommer zu ver- leben pflegte, am 5. September 1891. S: Jaroſlaw und Waſſa (Tr., auf- geführt), 1848. ‒ Begum Sumro (Tr.), 1849. ‒ Kaiſer Max und ſein Lieblingstraum (Feſtſp.), 1853. ‒ Beethoven u. Marie Pachler-Koſchak (Beiträge und Berichtigungen), 1866. ‒ Er weiß alles (Lſp.), 1876. ‒ Loge Nr. 2 (Lſp.), 1876. ‒ Die erſte Frau (R.); II, 1877. ‒ Cſerhalom (Ep. G. v. Mich. Vörösmarty, aus d. Ungar. überſ.), 1878. ‒ Rohitſcher Brun- nenkur (Lyriſcher Zyklus), 1879. ‒ Das Geheimnis des Dichtens (Lyr. Symphonie), 1885. ‒ Rohitſcher Sonnendienſt (Ge.), 1889. Paganetti-Hummler, Guſtav, geb. am 21. Dez. 1871 in Kloſterneu- burg (Öſterreich), beſuchte die Mit- telſchule (Gymnaſium) in Wien und widmete ſich dann, u. a. in Rom, naturwiſſenſchaftlichen Studien. Er bereiſte darauf Dalmatien, die Herze- gowina, Montenegro, Albanien, Griechenland, Jtalien, Ägypten, die Küſten Kleinaſiens und Tunis und ſtellte überall Unterſuchungen der wirbelloſen Tiere an, die er dann in einer Reihe von Schriften niederlegte. Nach ſeiner Heimkehr ließ er ſich in Vöslau bei Wien nieder, wo er jetzt noch lebt. S: Aus meiner Welt (Nn. und Sk.), 1901. ‒ Ein Ende (Dr.), 1904. ‒ Kleinigkeiten (Ge.), 1906. *Pahlen, Guſtav Alexander, nannte ſich 1901 der Schriftſteller G. A. Pollak, der als Sohn ſehr rei- cher Eltern am 1. Januar 1872 in *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 217. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/221>, abgerufen am 20.03.2019.