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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Pai
Wien geboren wurde. Er besuchte
seit 1882 das sogenannte Esterhazy-
Gymnasium daselbst und studierte
1890-97 in Wien u. München Medi-
zin und Philosophie. Seitdem be-
tätigte er sich als Schriftsteller. Jn-
folge schwerer Krankheit erschoßer sich
im März 1902.

S:

Das tote Kätzchen
(R.), 1898.

Paiersbach, Fritz von,

Pseud. für
Benjamin Baier; s. d.!

*Pailler, Wilhelm,

wurde am 23.
März 1838 zu Linz in Österreich als
der älteste Sohn eines k. k. Oberpost-
amts-Verwalters geboren, war im
13. Jahre völlig verwaist und wurde
nun im Hause der mütterlichen Groß-
eltern erzogen. Nachdem er im Jahre
1858 das Gymnasium zu Linz absol-
viert, fand er noch in demselben
Jahre Aufnahme im Augustiner-
Chorherrn-Stift St. Florian. Nach
Vollendung der theologischen Stu-
dien wurde P. am 26. Juli 1863 zum
Priester geweiht und vom Stifts-
prälaten zum Kustos der bedeuten-
den Kunstsammlungen des Stifts-
bestimmt, welches Amt ihn veran-
laßte, die berühmteren Gemälde-
sammlungen und Museen zu besuchen
und zu studieren und sich selbst noch im
Zeichnen auszubilden. Jm Jahre
1867 bezog er zu weiteren Stu-
dien die Universität Jnnsbruck und
übernahm 1868 die ihm übertragene
Professur der Kirchengeschichte und
des kanonischen Rechts an der theo-
logischen Fakultät des Stifts St.
Florian, wurde hier auch regulierter
Chorherr. Nach zehnjähriger Wirk-
samkeit in dieser Stellung bat er um
Enthebung von derselben u. wurde
Pfarrer in dem idyllischen Gold-
wörth bei Linz, von wo er im Mai
1886 als Pfarrer nach St. Peter am
Windberg (offiziell: Wimberg) in
Oberösterr. kam, wo er am 17. März
1895 am Herzschlage starb.

S:

Das
Passionsspiel in Brixlegg, 1868. -
Schauspiele für Jungfrauenvereine
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Paj
und weibliche Bildungsanstalten;
III, 1871. 3. A. 1907. - Heitere Dra-
men für kleine Damen, 1875. 4. A.
1908. - Volkstümliche Krippenspiele,
1875. - Weihnachtsspiele für Mäd-
chen, 1875. 2. A. 1899. - Religiöse
Schauspiele für Mädchen, 1877. 4. A.
1898. - Festspiel zur silbernen Hoch-
zeit des Kaisers Franz Joseph, 1879. -
Neue heitere Dramen, 1879. 3. A. 1911.
- Fromm und froh (6 Dr.), 1881.
2. Aufl. 1898. - Weihnachtslieder u.
Krippenspiele aus Oberösterreich und
Tirol; II, 1881-83. - Salve domina
(Deutsche Dichtergrüße), 1874. -
Neue religiöse Schauspiele für Mäd-
chen, 1895. - Jm Hirtental (Weih-
nachtsspiel mit Lr.; aus dem Nach-
laß), 1905.

*Pajeken, Friedrich J.,

* am 25
März 1855 in Bremen, besuchte dort
das Handelsgymnasium u. widmete
sich 1873-76 in einem der Großhan-
delshäuser seiner Vaterstadt dem
kaufmännischen Berufe. Dann ging
er nach Venezuela, wo er vier Jahre
lang neben seiner Tätigkeit als Han-
delsbeflissener Gelegenheit fand
Land und Leute zu studieren. Schon
damals hatte er die Absicht, seine
Erlebnisse, Erfahrungen u. Studien
schriftstellerisch zu verwerten. Er gab
darum, als er von Venezuela nach
Nordamerika ging, seinen Beruf auf
und sammelte auch hier währen
seines Aufenthalts im Westen und
unter den Jndianern hauptsächlich
auch den Stoff für seine Erzählungen.
Heimgekehrt, ließ er sich als Schrift-
steller erst in seiner Vaterstadt Bre-
men nieder, siedelte aber 1889 nach
Hamburg über, von wo er 1897 sei-
nen Wohnsitz nach Berlin, bezw. Char-
lottenburg verlegte.

S:

Kulturge-
schichtl. Erzählungen: Bob der Fal-
lensteller, 1889. 3. A. 1900. Bob der
Städtegründer, 1891. - Das Ge-
heimnis des Karaiben, 1891. - Ein
Held der Grenze, 1892. 3. A. 1904
- Jim der Trapper, 1892. 3. A. 1901

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Pai
Wien geboren wurde. Er beſuchte
ſeit 1882 das ſogenannte Eſterhazy-
Gymnaſium daſelbſt und ſtudierte
1890‒97 in Wien u. München Medi-
zin und Philoſophie. Seitdem be-
tätigte er ſich als Schriftſteller. Jn-
folge ſchwerer Krankheit erſchoßer ſich
im März 1902.

S:

Das tote Kätzchen
(R.), 1898.

Paiersbach, Fritz von,

Pſeud. für
Benjamin Baier; ſ. d.!

*Pailler, Wilhelm,

wurde am 23.
März 1838 zu Linz in Öſterreich als
der älteſte Sohn eines k. k. Oberpoſt-
amts-Verwalters geboren, war im
13. Jahre völlig verwaiſt und wurde
nun im Hauſe der mütterlichen Groß-
eltern erzogen. Nachdem er im Jahre
1858 das Gymnaſium zu Linz abſol-
viert, fand er noch in demſelben
Jahre Aufnahme im Auguſtiner-
Chorherrn-Stift St. Florian. Nach
Vollendung der theologiſchen Stu-
dien wurde P. am 26. Juli 1863 zum
Prieſter geweiht und vom Stifts-
prälaten zum Kuſtos der bedeuten-
den Kunſtſammlungen des Stifts-
beſtimmt, welches Amt ihn veran-
laßte, die berühmteren Gemälde-
ſammlungen und Muſeen zu beſuchen
und zu ſtudieren und ſich ſelbſt noch im
Zeichnen auszubilden. Jm Jahre
1867 bezog er zu weiteren Stu-
dien die Univerſität Jnnsbruck und
übernahm 1868 die ihm übertragene
Profeſſur der Kirchengeſchichte und
des kanoniſchen Rechts an der theo-
logiſchen Fakultät des Stifts St.
Florian, wurde hier auch regulierter
Chorherr. Nach zehnjähriger Wirk-
ſamkeit in dieſer Stellung bat er um
Enthebung von derſelben u. wurde
Pfarrer in dem idylliſchen Gold-
wörth bei Linz, von wo er im Mai
1886 als Pfarrer nach St. Peter am
Windberg (offiziell: Wimberg) in
Oberöſterr. kam, wo er am 17. März
1895 am Herzſchlage ſtarb.

S:

Das
Paſſionsſpiel in Brixlegg, 1868. ‒
Schauſpiele für Jungfrauenvereine
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Paj
und weibliche Bildungsanſtalten;
III, 1871. 3. A. 1907. ‒ Heitere Dra-
men für kleine Damen, 1875. 4. A.
1908. ‒ Volkstümliche Krippenſpiele,
1875. ‒ Weihnachtsſpiele für Mäd-
chen, 1875. 2. A. 1899. ‒ Religiöſe
Schauſpiele für Mädchen, 1877. 4. A.
1898. ‒ Feſtſpiel zur ſilbernen Hoch-
zeit des Kaiſers Franz Joſeph, 1879. ‒
Neue heitere Dramen, 1879. 3. A. 1911.
‒ Fromm und froh (6 Dr.), 1881.
2. Aufl. 1898. ‒ Weihnachtslieder u.
Krippenſpiele aus Oberöſterreich und
Tirol; II, 1881‒83. ‒ Salve domina
(Deutſche Dichtergrüße), 1874. ‒
Neue religiöſe Schauſpiele für Mäd-
chen, 1895. ‒ Jm Hirtental (Weih-
nachtsſpiel mit Lr.; aus dem Nach-
laß), 1905.

*Pajeken, Friedrich J.,

* am 25
März 1855 in Bremen, beſuchte dort
das Handelsgymnaſium u. widmete
ſich 1873‒76 in einem der Großhan-
delshäuſer ſeiner Vaterſtadt dem
kaufmänniſchen Berufe. Dann ging
er nach Venezuela, wo er vier Jahre
lang neben ſeiner Tätigkeit als Han-
delsbefliſſener Gelegenheit fand
Land und Leute zu ſtudieren. Schon
damals hatte er die Abſicht, ſeine
Erlebniſſe, Erfahrungen u. Studien
ſchriftſtelleriſch zu verwerten. Er gab
darum, als er von Venezuela nach
Nordamerika ging, ſeinen Beruf auf
und ſammelte auch hier währen
ſeines Aufenthalts im Weſten und
unter den Jndianern hauptſächlich
auch den Stoff für ſeine Erzählungen.
Heimgekehrt, ließ er ſich als Schrift-
ſteller erſt in ſeiner Vaterſtadt Bre-
men nieder, ſiedelte aber 1889 nach
Hamburg über, von wo er 1897 ſei-
nen Wohnſitz nach Berlin, bezw. Char-
lottenburg verlegte.

S:

Kulturge-
ſchichtl. Erzählungen: Bob der Fal-
lenſteller, 1889. 3. A. 1900. Bob der
Städtegründer, 1891. ‒ Das Ge-
heimnis des Karaiben, 1891. ‒ Ein
Held der Grenze, 1892. 3. A. 1904
‒ Jim der Trapper, 1892. 3. A. 1901

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[218/0222] Pai Paj Wien geboren wurde. Er beſuchte ſeit 1882 das ſogenannte Eſterhazy- Gymnaſium daſelbſt und ſtudierte 1890‒97 in Wien u. München Medi- zin und Philoſophie. Seitdem be- tätigte er ſich als Schriftſteller. Jn- folge ſchwerer Krankheit erſchoßer ſich im März 1902. S: Das tote Kätzchen (R.), 1898. Paiersbach, Fritz von, Pſeud. für Benjamin Baier; ſ. d.! *Pailler, Wilhelm, wurde am 23. März 1838 zu Linz in Öſterreich als der älteſte Sohn eines k. k. Oberpoſt- amts-Verwalters geboren, war im 13. Jahre völlig verwaiſt und wurde nun im Hauſe der mütterlichen Groß- eltern erzogen. Nachdem er im Jahre 1858 das Gymnaſium zu Linz abſol- viert, fand er noch in demſelben Jahre Aufnahme im Auguſtiner- Chorherrn-Stift St. Florian. Nach Vollendung der theologiſchen Stu- dien wurde P. am 26. Juli 1863 zum Prieſter geweiht und vom Stifts- prälaten zum Kuſtos der bedeuten- den Kunſtſammlungen des Stifts- beſtimmt, welches Amt ihn veran- laßte, die berühmteren Gemälde- ſammlungen und Muſeen zu beſuchen und zu ſtudieren und ſich ſelbſt noch im Zeichnen auszubilden. Jm Jahre 1867 bezog er zu weiteren Stu- dien die Univerſität Jnnsbruck und übernahm 1868 die ihm übertragene Profeſſur der Kirchengeſchichte und des kanoniſchen Rechts an der theo- logiſchen Fakultät des Stifts St. Florian, wurde hier auch regulierter Chorherr. Nach zehnjähriger Wirk- ſamkeit in dieſer Stellung bat er um Enthebung von derſelben u. wurde Pfarrer in dem idylliſchen Gold- wörth bei Linz, von wo er im Mai 1886 als Pfarrer nach St. Peter am Windberg (offiziell: Wimberg) in Oberöſterr. kam, wo er am 17. März 1895 am Herzſchlage ſtarb. S: Das Paſſionsſpiel in Brixlegg, 1868. ‒ Schauſpiele für Jungfrauenvereine und weibliche Bildungsanſtalten; III, 1871. 3. A. 1907. ‒ Heitere Dra- men für kleine Damen, 1875. 4. A. 1908. ‒ Volkstümliche Krippenſpiele, 1875. ‒ Weihnachtsſpiele für Mäd- chen, 1875. 2. A. 1899. ‒ Religiöſe Schauſpiele für Mädchen, 1877. 4. A. 1898. ‒ Feſtſpiel zur ſilbernen Hoch- zeit des Kaiſers Franz Joſeph, 1879. ‒ Neue heitere Dramen, 1879. 3. A. 1911. ‒ Fromm und froh (6 Dr.), 1881. 2. Aufl. 1898. ‒ Weihnachtslieder u. Krippenſpiele aus Oberöſterreich und Tirol; II, 1881‒83. ‒ Salve domina (Deutſche Dichtergrüße), 1874. ‒ Neue religiöſe Schauſpiele für Mäd- chen, 1895. ‒ Jm Hirtental (Weih- nachtsſpiel mit Lr.; aus dem Nach- laß), 1905. *Pajeken, Friedrich J., * am 25 März 1855 in Bremen, beſuchte dort das Handelsgymnaſium u. widmete ſich 1873‒76 in einem der Großhan- delshäuſer ſeiner Vaterſtadt dem kaufmänniſchen Berufe. Dann ging er nach Venezuela, wo er vier Jahre lang neben ſeiner Tätigkeit als Han- delsbefliſſener Gelegenheit fand Land und Leute zu ſtudieren. Schon damals hatte er die Abſicht, ſeine Erlebniſſe, Erfahrungen u. Studien ſchriftſtelleriſch zu verwerten. Er gab darum, als er von Venezuela nach Nordamerika ging, ſeinen Beruf auf und ſammelte auch hier währen ſeines Aufenthalts im Weſten und unter den Jndianern hauptſächlich auch den Stoff für ſeine Erzählungen. Heimgekehrt, ließ er ſich als Schrift- ſteller erſt in ſeiner Vaterſtadt Bre- men nieder, ſiedelte aber 1889 nach Hamburg über, von wo er 1897 ſei- nen Wohnſitz nach Berlin, bezw. Char- lottenburg verlegte. S: Kulturge- ſchichtl. Erzählungen: Bob der Fal- lenſteller, 1889. 3. A. 1900. Bob der Städtegründer, 1891. ‒ Das Ge- heimnis des Karaiben, 1891. ‒ Ein Held der Grenze, 1892. 3. A. 1904 ‒ Jim der Trapper, 1892. 3. A. 1901 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 218. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/222>, abgerufen am 23.03.2019.