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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Paquet, Louis,

geb. am 11. Febr.
1863 zu Bellevue, Jackson Co., Jowa,
besuchte die öffentliche Schule in Da-
cada, Wisconsin, und von 1882-85
das katholische Lehrer-Seminar in
Milwaukee, war dann Lehrer in
Neu-Wien, Jowa, u. lebt jetzt (1893)
als Geschäftsmann in Chicago.

S:


Nach Westen (Bild aus dem Wander-
leben eines Farmers und kleinere
Gedichte), 1889.

Parameny, K.,

Pseud. f. Anna
Kempe;
s. d.!

Parisius, Ludolf,

wurde am 15.
Oktober 1827 zu Gardelegen in der
Altmark geboren, wo sein Vater
Superintendent war, studierte 1846
bis 1849 in Halle zuerst Mathematik,
dann die Rechte, wurde 1855 Ge-
richtsassessor und 1858 Kreisrichter
in seiner Vaterstadt. Jm Jahre 1861
zum Mitgliede des preußischen Ab-
geordnetenhauses erwählt, schloß er
sich der Fortschrittspartei an, wurde
am 4. Oktbr. 1864 wegen politischer
Wahlagitationen durch Dißiplinar-
urteil des Obertribunals seines Am-
tes entsetzt u. siedelte nun nach Ber-
lin über, um sich der publizistischen
Tätigkeit zu widmen. Seit 1862 Mit-
glied des Zentral-Wahlkomitees der
Fortschrittspartei, redigierte er mit
Eugen Richter die fortschrittliche
"Korrespondenz". Ferner war er seit
1865 Mitredakteur der "Blätter für
Genossenschaftswesen" (Schulze-De-
litzsch) u. gab 1868-72 das Wochen-
blatt "Der Volksfreund" heraus.
Dem Abgeordnetenhause hat er 1861
bis 1898 beständig als Mitglied an-
gehört; im deutschen Reichstage ver-
trat er 1867-74 den ersten Berliner
Wahlkreis, 1874-76 Stallupönen-
Goldap-Darkehmen u. 1881-87 Eise-
nach. Er starb am 11. März 1900.
Von seinen politischen Broschüren
sind besonders die gegen den Minister
von Mühler gerichteten, "Ein Mini-
ster, der seinen Beruf verfehlt hat"
(15. A. 1871) und "Exzellenz, warum
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so mißvergnügt?" (1871) seiner Zeit
viel gelesen worden.

S:

Pflicht und
Schuldigkeit (R.); III, 1872. - Ein
Freiheitsmüder (E.), 1873. - Jm Wald
und auf der Heide (E.); II, 1876. -
Deutsche Volkslieder mit ihren Sing-
weisen, in der Altmark u. im Magde-
burgischen aus dem Volksmunde ge-
sammelt, 1879. - Bilder a. d. Altmark
(mit Hermann Dietrichs), 1882 ff.

Parlow, Hans,

geb. in Ost-
preußen, ging als Schiffsjunge zur
See u. brachte es zum Vollmatrosen.
Später studierte er u. wurde Dr. phil.
Seit drei Jahrzehnten lebt er vor-
wiegend in Spanien, (1907) in San-
tafe, Provinz Granada.

S:

Spani-
sche Nächte (Sk.), 1884. - James
Bothwell (Tr.), 1887. - Bilder und
Träume aus Spanien (Reiseerinne-
rungen), 1889. - Carmen (R.), 1891.
- Fürstin Eboli (Histor. R.), 1891. -
Gloria Alvarado (R. a. d. spanischen
Gesellschaft), 1892. - Über das Meer
(R.); III, 1895. - Das Kattegat (See-
roman), 1896. - Spanische Novellen,
1898. - Matrosenlieder, 1899. - Die
Kaptaube (Seeroman), 1902. - Um
Danebrog und Schwarz-Weiß-Rot
(desgl.), 1905. - Die hohe See
(Schiffsroman), 1907. - Dunkelrot-
weiß-rosenrot (R. aus d. Studenten-
leben), 1907. 2. Aufl. 1911. - Die
Königspalmen (R.), 1911. - Die Kö-
nigin in Thule (See-R.), 1912.

*Parpart, Gertrud Baronin von,


wurde am 27. Juli 1848 auf dem
Rittergute Schötzow bei Kolberg
(Pommern) als Tochter des Ritter-
gutsbesitzers Schröder geboren, er-
hielt ihren ersten Unterricht durch
Erzieherinnen, dann in einem Pen-
sionate in Köslin und pflegte schon
damals mit Vorliebe Musik u. Poesie.
Jm Jahre 1867 vermählte sie sich mit
dem Rittergutsbesitzer Baron von P.
in der Provinz Posen. Nach verschie-
denen Wechselfällen des Lebens kam
sie nach Stettin, wo sie, nachdem
ihre Kinder herangewachsen waren

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Paq
Paquet, Louis,

geb. am 11. Febr.
1863 zu Bellevue, Jackſon Co., Jowa,
beſuchte die öffentliche Schule in Da-
cada, Wisconſin, und von 1882‒85
das katholiſche Lehrer-Seminar in
Milwaukee, war dann Lehrer in
Neu-Wien, Jowa, u. lebt jetzt (1893)
als Geſchäftsmann in Chicago.

S:


Nach Weſten (Bild aus dem Wander-
leben eines Farmers und kleinere
Gedichte), 1889.

Parameny, K.,

Pſeud. f. Anna
Kempe;
ſ. d.!

Pariſius, Ludolf,

wurde am 15.
Oktober 1827 zu Gardelegen in der
Altmark geboren, wo ſein Vater
Superintendent war, ſtudierte 1846
bis 1849 in Halle zuerſt Mathematik,
dann die Rechte, wurde 1855 Ge-
richtsaſſeſſor und 1858 Kreisrichter
in ſeiner Vaterſtadt. Jm Jahre 1861
zum Mitgliede des preußiſchen Ab-
geordnetenhauſes erwählt, ſchloß er
ſich der Fortſchrittspartei an, wurde
am 4. Oktbr. 1864 wegen politiſcher
Wahlagitationen durch Diſziplinar-
urteil des Obertribunals ſeines Am-
tes entſetzt u. ſiedelte nun nach Ber-
lin über, um ſich der publiziſtiſchen
Tätigkeit zu widmen. Seit 1862 Mit-
glied des Zentral-Wahlkomitees der
Fortſchrittspartei, redigierte er mit
Eugen Richter die fortſchrittliche
„Korreſpondenz“. Ferner war er ſeit
1865 Mitredakteur der „Blätter für
Genoſſenſchaftsweſen“ (Schulze-De-
litzſch) u. gab 1868‒72 das Wochen-
blatt „Der Volksfreund“ heraus.
Dem Abgeordnetenhauſe hat er 1861
bis 1898 beſtändig als Mitglied an-
gehört; im deutſchen Reichstage ver-
trat er 1867‒74 den erſten Berliner
Wahlkreis, 1874‒76 Stallupönen-
Goldap-Darkehmen u. 1881‒87 Eiſe-
nach. Er ſtarb am 11. März 1900.
Von ſeinen politiſchen Broſchüren
ſind beſonders die gegen den Miniſter
von Mühler gerichteten, „Ein Mini-
ſter, der ſeinen Beruf verfehlt hat“
(15. A. 1871) und „Exzellenz, warum
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Par
ſo mißvergnügt?“ (1871) ſeiner Zeit
viel geleſen worden.

S:

Pflicht und
Schuldigkeit (R.); III, 1872. ‒ Ein
Freiheitsmüder (E.), 1873. ‒ Jm Wald
und auf der Heide (E.); II, 1876. ‒
Deutſche Volkslieder mit ihren Sing-
weiſen, in der Altmark u. im Magde-
burgiſchen aus dem Volksmunde ge-
ſammelt, 1879. ‒ Bilder a. d. Altmark
(mit Hermann Dietrichs), 1882 ff.

Parlow, Hans,

geb. in Oſt-
preußen, ging als Schiffsjunge zur
See u. brachte es zum Vollmatroſen.
Später ſtudierte er u. wurde Dr. phil.
Seit drei Jahrzehnten lebt er vor-
wiegend in Spanien, (1907) in San-
tafé, Provinz Granada.

S:

Spani-
ſche Nächte (Sk.), 1884. ‒ James
Bothwell (Tr.), 1887. ‒ Bilder und
Träume aus Spanien (Reiſeerinne-
rungen), 1889. ‒ Carmen (R.), 1891.
‒ Fürſtin Eboli (Hiſtor. R.), 1891. ‒
Gloria Alvarado (R. a. d. ſpaniſchen
Geſellſchaft), 1892. ‒ Über das Meer
(R.); III, 1895. ‒ Das Kattegat (See-
roman), 1896. ‒ Spaniſche Novellen,
1898. ‒ Matroſenlieder, 1899. ‒ Die
Kaptaube (Seeroman), 1902. ‒ Um
Danebrog und Schwarz-Weiß-Rot
(desgl.), 1905. ‒ Die hohe See
(Schiffsroman), 1907. ‒ Dunkelrot-
weiß-roſenrot (R. aus d. Studenten-
leben), 1907. 2. Aufl. 1911. ‒ Die
Königspalmen (R.), 1911. ‒ Die Kö-
nigin in Thule (See-R.), 1912.

*Parpart, Gertrud Baronin von,


wurde am 27. Juli 1848 auf dem
Rittergute Schötzow bei Kolberg
(Pommern) als Tochter des Ritter-
gutsbeſitzers Schröder geboren, er-
hielt ihren erſten Unterricht durch
Erzieherinnen, dann in einem Pen-
ſionate in Köslin und pflegte ſchon
damals mit Vorliebe Muſik u. Poeſie.
Jm Jahre 1867 vermählte ſie ſich mit
dem Rittergutsbeſitzer Baron von P.
in der Provinz Poſen. Nach verſchie-
denen Wechſelfällen des Lebens kam
ſie nach Stettin, wo ſie, nachdem
ihre Kinder herangewachſen waren

*
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[228/0232] Paq Par Paquet, Louis, geb. am 11. Febr. 1863 zu Bellevue, Jackſon Co., Jowa, beſuchte die öffentliche Schule in Da- cada, Wisconſin, und von 1882‒85 das katholiſche Lehrer-Seminar in Milwaukee, war dann Lehrer in Neu-Wien, Jowa, u. lebt jetzt (1893) als Geſchäftsmann in Chicago. S: Nach Weſten (Bild aus dem Wander- leben eines Farmers und kleinere Gedichte), 1889. Parameny, K., Pſeud. f. Anna Kempe; ſ. d.! Pariſius, Ludolf, wurde am 15. Oktober 1827 zu Gardelegen in der Altmark geboren, wo ſein Vater Superintendent war, ſtudierte 1846 bis 1849 in Halle zuerſt Mathematik, dann die Rechte, wurde 1855 Ge- richtsaſſeſſor und 1858 Kreisrichter in ſeiner Vaterſtadt. Jm Jahre 1861 zum Mitgliede des preußiſchen Ab- geordnetenhauſes erwählt, ſchloß er ſich der Fortſchrittspartei an, wurde am 4. Oktbr. 1864 wegen politiſcher Wahlagitationen durch Diſziplinar- urteil des Obertribunals ſeines Am- tes entſetzt u. ſiedelte nun nach Ber- lin über, um ſich der publiziſtiſchen Tätigkeit zu widmen. Seit 1862 Mit- glied des Zentral-Wahlkomitees der Fortſchrittspartei, redigierte er mit Eugen Richter die fortſchrittliche „Korreſpondenz“. Ferner war er ſeit 1865 Mitredakteur der „Blätter für Genoſſenſchaftsweſen“ (Schulze-De- litzſch) u. gab 1868‒72 das Wochen- blatt „Der Volksfreund“ heraus. Dem Abgeordnetenhauſe hat er 1861 bis 1898 beſtändig als Mitglied an- gehört; im deutſchen Reichstage ver- trat er 1867‒74 den erſten Berliner Wahlkreis, 1874‒76 Stallupönen- Goldap-Darkehmen u. 1881‒87 Eiſe- nach. Er ſtarb am 11. März 1900. Von ſeinen politiſchen Broſchüren ſind beſonders die gegen den Miniſter von Mühler gerichteten, „Ein Mini- ſter, der ſeinen Beruf verfehlt hat“ (15. A. 1871) und „Exzellenz, warum ſo mißvergnügt?“ (1871) ſeiner Zeit viel geleſen worden. S: Pflicht und Schuldigkeit (R.); III, 1872. ‒ Ein Freiheitsmüder (E.), 1873. ‒ Jm Wald und auf der Heide (E.); II, 1876. ‒ Deutſche Volkslieder mit ihren Sing- weiſen, in der Altmark u. im Magde- burgiſchen aus dem Volksmunde ge- ſammelt, 1879. ‒ Bilder a. d. Altmark (mit Hermann Dietrichs), 1882 ff. Parlow, Hans, geb. in Oſt- preußen, ging als Schiffsjunge zur See u. brachte es zum Vollmatroſen. Später ſtudierte er u. wurde Dr. phil. Seit drei Jahrzehnten lebt er vor- wiegend in Spanien, (1907) in San- tafé, Provinz Granada. S: Spani- ſche Nächte (Sk.), 1884. ‒ James Bothwell (Tr.), 1887. ‒ Bilder und Träume aus Spanien (Reiſeerinne- rungen), 1889. ‒ Carmen (R.), 1891. ‒ Fürſtin Eboli (Hiſtor. R.), 1891. ‒ Gloria Alvarado (R. a. d. ſpaniſchen Geſellſchaft), 1892. ‒ Über das Meer (R.); III, 1895. ‒ Das Kattegat (See- roman), 1896. ‒ Spaniſche Novellen, 1898. ‒ Matroſenlieder, 1899. ‒ Die Kaptaube (Seeroman), 1902. ‒ Um Danebrog und Schwarz-Weiß-Rot (desgl.), 1905. ‒ Die hohe See (Schiffsroman), 1907. ‒ Dunkelrot- weiß-roſenrot (R. aus d. Studenten- leben), 1907. 2. Aufl. 1911. ‒ Die Königspalmen (R.), 1911. ‒ Die Kö- nigin in Thule (See-R.), 1912. *Parpart, Gertrud Baronin von, wurde am 27. Juli 1848 auf dem Rittergute Schötzow bei Kolberg (Pommern) als Tochter des Ritter- gutsbeſitzers Schröder geboren, er- hielt ihren erſten Unterricht durch Erzieherinnen, dann in einem Pen- ſionate in Köslin und pflegte ſchon damals mit Vorliebe Muſik u. Poeſie. Jm Jahre 1867 vermählte ſie ſich mit dem Rittergutsbeſitzer Baron von P. in der Provinz Poſen. Nach verſchie- denen Wechſelfällen des Lebens kam ſie nach Stettin, wo ſie, nachdem ihre Kinder herangewachſen waren *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 228. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/232>, abgerufen am 18.02.2019.