Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Par
und sich gute Stellungen erworben
hatten, ganz ihren künstlerischen Nei-
gungen leben konnte. Seit 1900 hat
sie ihren Wohnsitz in Berlin.

S:

Pro-
fessors Barbiertag (Lsp.), 1903.

Parr, M. J.,

Pseud. für Maria
Justina Rapp; s. d.!

Parrisius, Eduard,

geb. am 24.
März 1857 in Berlin, erhielt daselbst
seine wissenschaftliche Ausbildung in
der Philosophie u. verwandten Dißi-
plinen und erwarb sich im November
1881 in Tübingen mit der Disser-
tation "Das Ethische in der Kunst"
den Doktorgrad. Mit Beginn des
Jahres 1882 unternahm P. eine grö-
ßere Reise durch Süddeutschland und
Norditalien nach Nizza, um seine
Gesundheit, die in ernster Gefahr
schwebte, zu kräftigen. Aber nicht
lange weilte er hier; er eilte nach Pa-
ris, verbrachte den Sommer am Gen-
fer See, durchstreifte die Schweiz und
kehrte am Schluß des Jahres nach
Berlin zurück, um mit Beginn d. J.
1883 von neuem über Paris, Turin
und Pisa nach Rom zu eilen. Schwer
krank kehrte er heim, und am 19. Ok-
tober 1883 erlag er in Berlin dem
heimtückischen Lungenleiden.

S:

Zer-
streute Blätter. Nach seinem Tode
gesamm. u. hrsg.; II, 1884-85 (I. Tl.
a. u. d. T.: Gedenkblätter. Gewidmet
den Freunden des Dr. Ed. P. [ent-
haltend: Reisetagebücher, Ge. und
das Schauspiel: Der Graf von Ein-
siedel]).

*Parsche, Julius,

geb. am 14.
Januar 1866 in Altstadt bei Tetschen
a. Elbe (Böhmen), besuchte die k. k.
Lehrerbildungs-Anstalt in Komotau
und wirkt seit mehreren Jahren als
Lehrer in Dauba in Böhmen.

S:

Hei-
matliche Herzensklänge (Ge.), 1895.

Parthenau, Moritz,

Pseud. für
Friedrich Moritz Schuster; s. d.!

Parucker, Karl,

geb. am 2. Dezbr.
1826 zu Kloschwitz bei Plauen i. V.
(Sachsen), besuchte das Gymnasium
in Plauen und studierte darauf in
[Spaltenumbruch]

Pas
Leipzig Theologie, gab hier auch mit
Julius Schanz das "Deutsche Lieder-
buch" (1848) und selbständig einen
Band Gedichte heraus. Jn den sech-
ziger Jahren lebte er als Präfekt in
Mexiko u. gegenwärtig (1896) weilt
er zu Joinville in Brasilien.

S:

Ge-
dichte, 1851.

Paschali,

Pseudon. für Georg
Weick;
s. d.!

*Paschke(-Diergarten), Marie,


bekannt auch unter ihrem Mädchen-
namen Marie Diergarten, wur-
de am 11. Oktober 1870 in Kierspe,
einem westfälischen Dorfe, geboren
und verlebte dort eine sonnige Kind-
heit. Sie besuchte nur die Ortsschule,
die von ihrem Onkel verwaltet wur-
de; aber dem Einfluß desselben sowie
ihrer spielend leichten Auffassungs-
gabe verdankte sie es, daß ihre Bil-
dung weit über die Ziele einer Ele-
mentarschule hinausragte. Mit 14
Jahren völlig verwaist, kam sie nach
Lüdenscheid zu Verwandten, die nach
Kräften bemüht waren, ihr alles Ver-
lorene zu ersetzen, Hier regte sie auch
zuerst die poetischen Schwingen, und
manches Gedicht flog in die heimat-
lichen Wochenblätter und Zeitungen.
Sich mehr und mehr auf eigene Füße
zu stellen, nahm sie eine Beamtinnen-
stellung bei der Firma Friedrich
Krupp in Essen an, welche sie neun
Jahre innehatte, und in der sie sich,
nicht nur wegen ihrer Pflichttreue,
sondern auch wegen ihrer Poesien
der Zuneigung des Chefs der Firma
erfreuen durfte. Jm Mai 1900 ver-
heiratete sie sich mit dem Stadtsekre-
tär Paschke in Kiel und lebt seitdem
daselbst.

S:

Herbststürme (Ge.), 1897.
3. A. 1905. - Blumen am Wege (Ge.),
1902.

Paschkis, Moritz,

geb. am 4. April
1850 in Nicolsburg (Mähr.), Dr. jur.,
lebt (1898) als Direktor der Buko-
winer Boden-Kreditanstalt in Czer-
nowitz.

S:

Osteuropäische Geschich-
ten, 1898.

*


[Spaltenumbruch]

Par
und ſich gute Stellungen erworben
hatten, ganz ihren künſtleriſchen Nei-
gungen leben konnte. Seit 1900 hat
ſie ihren Wohnſitz in Berlin.

S:

Pro-
feſſors Barbiertag (Lſp.), 1903.

Parr, M. J.,

Pſeud. für Maria
Juſtina Rapp; ſ. d.!

Parriſius, Eduard,

geb. am 24.
März 1857 in Berlin, erhielt daſelbſt
ſeine wiſſenſchaftliche Ausbildung in
der Philoſophie u. verwandten Diſzi-
plinen und erwarb ſich im November
1881 in Tübingen mit der Diſſer-
tation „Das Ethiſche in der Kunſt“
den Doktorgrad. Mit Beginn des
Jahres 1882 unternahm P. eine grö-
ßere Reiſe durch Süddeutſchland und
Norditalien nach Nizza, um ſeine
Geſundheit, die in ernſter Gefahr
ſchwebte, zu kräftigen. Aber nicht
lange weilte er hier; er eilte nach Pa-
ris, verbrachte den Sommer am Gen-
fer See, durchſtreifte die Schweiz und
kehrte am Schluß des Jahres nach
Berlin zurück, um mit Beginn d. J.
1883 von neuem über Paris, Turin
und Piſa nach Rom zu eilen. Schwer
krank kehrte er heim, und am 19. Ok-
tober 1883 erlag er in Berlin dem
heimtückiſchen Lungenleiden.

S:

Zer-
ſtreute Blätter. Nach ſeinem Tode
geſamm. u. hrsg.; II, 1884‒85 (I. Tl.
a. u. d. T.: Gedenkblätter. Gewidmet
den Freunden des Dr. Ed. P. [ent-
haltend: Reiſetagebücher, Ge. und
das Schauſpiel: Der Graf von Ein-
ſiedel]).

*Parſche, Julius,

geb. am 14.
Januar 1866 in Altſtadt bei Tetſchen
a. Elbe (Böhmen), beſuchte die k. k.
Lehrerbildungs-Anſtalt in Komotau
und wirkt ſeit mehreren Jahren als
Lehrer in Dauba in Böhmen.

S:

Hei-
matliche Herzensklänge (Ge.), 1895.

Parthenau, Moritz,

Pſeud. für
Friedrich Moritz Schuſter; ſ. d.!

Parucker, Karl,

geb. am 2. Dezbr.
1826 zu Kloſchwitz bei Plauen i. V.
(Sachſen), beſuchte das Gymnaſium
in Plauen und ſtudierte darauf in
[Spaltenumbruch]

Paſ
Leipzig Theologie, gab hier auch mit
Julius Schanz das „Deutſche Lieder-
buch“ (1848) und ſelbſtändig einen
Band Gedichte heraus. Jn den ſech-
ziger Jahren lebte er als Präfekt in
Mexiko u. gegenwärtig (1896) weilt
er zu Joinville in Braſilien.

S:

Ge-
dichte, 1851.

Paſchali,

Pſeudon. für Georg
Weick;
ſ. d.!

*Paſchke(-Diergarten), Marie,


bekannt auch unter ihrem Mädchen-
namen Marie Diergarten, wur-
de am 11. Oktober 1870 in Kierspe,
einem weſtfäliſchen Dorfe, geboren
und verlebte dort eine ſonnige Kind-
heit. Sie beſuchte nur die Ortsſchule,
die von ihrem Onkel verwaltet wur-
de; aber dem Einfluß desſelben ſowie
ihrer ſpielend leichten Auffaſſungs-
gabe verdankte ſie es, daß ihre Bil-
dung weit über die Ziele einer Ele-
mentarſchule hinausragte. Mit 14
Jahren völlig verwaiſt, kam ſie nach
Lüdenſcheid zu Verwandten, die nach
Kräften bemüht waren, ihr alles Ver-
lorene zu erſetzen, Hier regte ſie auch
zuerſt die poetiſchen Schwingen, und
manches Gedicht flog in die heimat-
lichen Wochenblätter und Zeitungen.
Sich mehr und mehr auf eigene Füße
zu ſtellen, nahm ſie eine Beamtinnen-
ſtellung bei der Firma Friedrich
Krupp in Eſſen an, welche ſie neun
Jahre innehatte, und in der ſie ſich,
nicht nur wegen ihrer Pflichttreue,
ſondern auch wegen ihrer Poeſien
der Zuneigung des Chefs der Firma
erfreuen durfte. Jm Mai 1900 ver-
heiratete ſie ſich mit dem Stadtſekre-
tär Paſchke in Kiel und lebt ſeitdem
daſelbſt.

S:

Herbſtſtürme (Ge.), 1897.
3. A. 1905. ‒ Blumen am Wege (Ge.),
1902.

Paſchkis, Moritz,

geb. am 4. April
1850 in Nicolsburg (Mähr.), Dr. jur.,
lebt (1898) als Direktor der Buko-
winer Boden-Kreditanſtalt in Czer-
nowitz.

S:

Oſteuropäiſche Geſchich-
ten, 1898.

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0233" n="229"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Par</hi></fw><lb/>
und &#x017F;ich gute Stellungen erworben<lb/>
hatten, ganz ihren kün&#x017F;tleri&#x017F;chen Nei-<lb/>
gungen leben konnte. Seit 1900 hat<lb/>
&#x017F;ie ihren Wohn&#x017F;itz in Berlin. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Pro-<lb/>
fe&#x017F;&#x017F;ors Barbiertag (L&#x017F;p.), 1903.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Parr,</hi> M. J.,</persName>
        </head>
        <p> P&#x017F;eud. für Maria<lb/>
Ju&#x017F;tina <hi rendition="#g">Rapp;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Parri&#x017F;ius,</hi> Eduard,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 24.<lb/>
März 1857 in Berlin, erhielt da&#x017F;elb&#x017F;t<lb/>
&#x017F;eine wi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chaftliche Ausbildung in<lb/>
der Philo&#x017F;ophie u. verwandten Di&#x017F;zi-<lb/>
plinen und erwarb &#x017F;ich im November<lb/>
1881 in Tübingen mit der Di&#x017F;&#x017F;er-<lb/>
tation &#x201E;Das Ethi&#x017F;che in der Kun&#x017F;t&#x201C;<lb/>
den Doktorgrad. Mit Beginn des<lb/>
Jahres 1882 unternahm P. eine grö-<lb/>
ßere Rei&#x017F;e durch Süddeut&#x017F;chland und<lb/>
Norditalien nach Nizza, um &#x017F;eine<lb/>
Ge&#x017F;undheit, die in ern&#x017F;ter Gefahr<lb/>
&#x017F;chwebte, zu kräftigen. Aber nicht<lb/>
lange weilte er hier; er eilte nach Pa-<lb/>
ris, verbrachte den Sommer am Gen-<lb/>
fer See, durch&#x017F;treifte die Schweiz und<lb/>
kehrte am Schluß des Jahres nach<lb/>
Berlin zurück, um mit Beginn d. J.<lb/>
1883 von neuem über Paris, Turin<lb/>
und Pi&#x017F;a nach Rom zu eilen. Schwer<lb/>
krank kehrte er heim, und am 19. Ok-<lb/>
tober 1883 erlag er in Berlin dem<lb/>
heimtücki&#x017F;chen Lungenleiden. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Zer-<lb/>
&#x017F;treute Blätter. Nach &#x017F;einem Tode<lb/>
ge&#x017F;amm. u. hrsg.; <hi rendition="#aq">II,</hi> 1884&#x2012;85 (<hi rendition="#aq">I.</hi> Tl.<lb/>
a. u. d. T.: Gedenkblätter. Gewidmet<lb/>
den Freunden des <hi rendition="#aq">Dr.</hi> Ed. P. [ent-<lb/>
haltend: Rei&#x017F;etagebücher, Ge. und<lb/>
das Schau&#x017F;piel: Der Graf von Ein-<lb/>
&#x017F;iedel]).</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Par&#x017F;che,</hi> Julius,</persName></head>
        <p> geb. am 14.<lb/>
Januar 1866 in Alt&#x017F;tadt bei Tet&#x017F;chen<lb/>
a. Elbe (Böhmen), be&#x017F;uchte die k. k.<lb/>
Lehrerbildungs-An&#x017F;talt in Komotau<lb/>
und wirkt &#x017F;eit mehreren Jahren als<lb/>
Lehrer in Dauba in Böhmen. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Hei-<lb/>
matliche Herzensklänge (Ge.), 1895.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Parthenau,</hi> Moritz,</persName>
        </head>
        <p> P&#x017F;eud. für<lb/>
Friedrich <hi rendition="#g">Moritz Schu&#x017F;ter;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Parucker,</hi> Karl,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 2. Dezbr.<lb/>
1826 zu Klo&#x017F;chwitz bei Plauen i. V.<lb/>
(Sach&#x017F;en), be&#x017F;uchte das Gymna&#x017F;ium<lb/>
in Plauen und &#x017F;tudierte darauf in<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Pa&#x017F;</hi></fw><lb/>
Leipzig Theologie, gab hier auch mit<lb/>
Julius Schanz das &#x201E;Deut&#x017F;che Lieder-<lb/>
buch&#x201C; (1848) und &#x017F;elb&#x017F;tändig einen<lb/>
Band Gedichte heraus. Jn den &#x017F;ech-<lb/>
ziger Jahren lebte er als Präfekt in<lb/>
Mexiko u. gegenwärtig (1896) weilt<lb/>
er zu Joinville in Bra&#x017F;ilien. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Ge-<lb/>
dichte, 1851.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName> <hi rendition="#b">Pa&#x017F;chali,</hi> </persName>
        </head>
        <p> P&#x017F;eudon. für <hi rendition="#g">Georg<lb/>
Weick;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Pa&#x017F;chke(-Diergarten),</hi> Marie,</persName></head>
        <p><lb/>
bekannt auch unter ihrem Mädchen-<lb/>
namen <hi rendition="#g">Marie Diergarten,</hi> wur-<lb/>
de am 11. Oktober 1870 in Kierspe,<lb/>
einem we&#x017F;tfäli&#x017F;chen Dorfe, geboren<lb/>
und verlebte dort eine &#x017F;onnige Kind-<lb/>
heit. Sie be&#x017F;uchte nur die Orts&#x017F;chule,<lb/>
die von ihrem Onkel verwaltet wur-<lb/>
de; aber dem Einfluß des&#x017F;elben &#x017F;owie<lb/>
ihrer &#x017F;pielend leichten Auffa&#x017F;&#x017F;ungs-<lb/>
gabe verdankte &#x017F;ie es, daß ihre Bil-<lb/>
dung weit über die Ziele einer Ele-<lb/>
mentar&#x017F;chule hinausragte. Mit 14<lb/>
Jahren völlig verwai&#x017F;t, kam &#x017F;ie nach<lb/>
Lüden&#x017F;cheid zu Verwandten, die nach<lb/>
Kräften bemüht waren, ihr alles Ver-<lb/>
lorene zu er&#x017F;etzen, Hier regte &#x017F;ie auch<lb/>
zuer&#x017F;t die poeti&#x017F;chen Schwingen, und<lb/>
manches Gedicht flog in die heimat-<lb/>
lichen Wochenblätter und Zeitungen.<lb/>
Sich mehr und mehr auf eigene Füße<lb/>
zu &#x017F;tellen, nahm &#x017F;ie eine Beamtinnen-<lb/>
&#x017F;tellung bei der Firma Friedrich<lb/>
Krupp in E&#x017F;&#x017F;en an, welche &#x017F;ie neun<lb/>
Jahre innehatte, und in der &#x017F;ie &#x017F;ich,<lb/>
nicht nur wegen ihrer Pflichttreue,<lb/>
&#x017F;ondern auch wegen ihrer Poe&#x017F;ien<lb/>
der Zuneigung des Chefs der Firma<lb/>
erfreuen durfte. Jm Mai 1900 ver-<lb/>
heiratete &#x017F;ie &#x017F;ich mit dem Stadt&#x017F;ekre-<lb/>
tär Pa&#x017F;chke in Kiel und lebt &#x017F;eitdem<lb/>
da&#x017F;elb&#x017F;t. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Herb&#x017F;t&#x017F;türme (Ge.), 1897.<lb/>
3. A. 1905. &#x2012; Blumen am Wege (Ge.),<lb/>
1902.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Pa&#x017F;chkis,</hi> Moritz,</persName>
        </head>
        <p> geb. am 4. April<lb/>
1850 in Nicolsburg (Mähr.), <hi rendition="#aq">Dr. jur.,</hi><lb/>
lebt (1898) als Direktor der Buko-<lb/>
winer Boden-Kreditan&#x017F;talt in Czer-<lb/>
nowitz. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>O&#x017F;teuropäi&#x017F;che Ge&#x017F;chich-<lb/>
ten, 1898.</p><lb/>
          <fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[229/0233] Par Paſ und ſich gute Stellungen erworben hatten, ganz ihren künſtleriſchen Nei- gungen leben konnte. Seit 1900 hat ſie ihren Wohnſitz in Berlin. S: Pro- feſſors Barbiertag (Lſp.), 1903. Parr, M. J., Pſeud. für Maria Juſtina Rapp; ſ. d.! Parriſius, Eduard, geb. am 24. März 1857 in Berlin, erhielt daſelbſt ſeine wiſſenſchaftliche Ausbildung in der Philoſophie u. verwandten Diſzi- plinen und erwarb ſich im November 1881 in Tübingen mit der Diſſer- tation „Das Ethiſche in der Kunſt“ den Doktorgrad. Mit Beginn des Jahres 1882 unternahm P. eine grö- ßere Reiſe durch Süddeutſchland und Norditalien nach Nizza, um ſeine Geſundheit, die in ernſter Gefahr ſchwebte, zu kräftigen. Aber nicht lange weilte er hier; er eilte nach Pa- ris, verbrachte den Sommer am Gen- fer See, durchſtreifte die Schweiz und kehrte am Schluß des Jahres nach Berlin zurück, um mit Beginn d. J. 1883 von neuem über Paris, Turin und Piſa nach Rom zu eilen. Schwer krank kehrte er heim, und am 19. Ok- tober 1883 erlag er in Berlin dem heimtückiſchen Lungenleiden. S: Zer- ſtreute Blätter. Nach ſeinem Tode geſamm. u. hrsg.; II, 1884‒85 (I. Tl. a. u. d. T.: Gedenkblätter. Gewidmet den Freunden des Dr. Ed. P. [ent- haltend: Reiſetagebücher, Ge. und das Schauſpiel: Der Graf von Ein- ſiedel]). *Parſche, Julius, geb. am 14. Januar 1866 in Altſtadt bei Tetſchen a. Elbe (Böhmen), beſuchte die k. k. Lehrerbildungs-Anſtalt in Komotau und wirkt ſeit mehreren Jahren als Lehrer in Dauba in Böhmen. S: Hei- matliche Herzensklänge (Ge.), 1895. Parthenau, Moritz, Pſeud. für Friedrich Moritz Schuſter; ſ. d.! Parucker, Karl, geb. am 2. Dezbr. 1826 zu Kloſchwitz bei Plauen i. V. (Sachſen), beſuchte das Gymnaſium in Plauen und ſtudierte darauf in Leipzig Theologie, gab hier auch mit Julius Schanz das „Deutſche Lieder- buch“ (1848) und ſelbſtändig einen Band Gedichte heraus. Jn den ſech- ziger Jahren lebte er als Präfekt in Mexiko u. gegenwärtig (1896) weilt er zu Joinville in Braſilien. S: Ge- dichte, 1851. Paſchali, Pſeudon. für Georg Weick; ſ. d.! *Paſchke(-Diergarten), Marie, bekannt auch unter ihrem Mädchen- namen Marie Diergarten, wur- de am 11. Oktober 1870 in Kierspe, einem weſtfäliſchen Dorfe, geboren und verlebte dort eine ſonnige Kind- heit. Sie beſuchte nur die Ortsſchule, die von ihrem Onkel verwaltet wur- de; aber dem Einfluß desſelben ſowie ihrer ſpielend leichten Auffaſſungs- gabe verdankte ſie es, daß ihre Bil- dung weit über die Ziele einer Ele- mentarſchule hinausragte. Mit 14 Jahren völlig verwaiſt, kam ſie nach Lüdenſcheid zu Verwandten, die nach Kräften bemüht waren, ihr alles Ver- lorene zu erſetzen, Hier regte ſie auch zuerſt die poetiſchen Schwingen, und manches Gedicht flog in die heimat- lichen Wochenblätter und Zeitungen. Sich mehr und mehr auf eigene Füße zu ſtellen, nahm ſie eine Beamtinnen- ſtellung bei der Firma Friedrich Krupp in Eſſen an, welche ſie neun Jahre innehatte, und in der ſie ſich, nicht nur wegen ihrer Pflichttreue, ſondern auch wegen ihrer Poeſien der Zuneigung des Chefs der Firma erfreuen durfte. Jm Mai 1900 ver- heiratete ſie ſich mit dem Stadtſekre- tär Paſchke in Kiel und lebt ſeitdem daſelbſt. S: Herbſtſtürme (Ge.), 1897. 3. A. 1905. ‒ Blumen am Wege (Ge.), 1902. Paſchkis, Moritz, geb. am 4. April 1850 in Nicolsburg (Mähr.), Dr. jur., lebt (1898) als Direktor der Buko- winer Boden-Kreditanſtalt in Czer- nowitz. S: Oſteuropäiſche Geſchich- ten, 1898. *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/233
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 229. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/233>, abgerufen am 21.02.2019.