Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Pau
Bremen.

S:

Erzählungen, 2 Samm-
lungen, 1826-28. - Die Stiefbrüder,
oder: Die Wahnsinnige auf dem
Grauensteine (2 Nn.), 1828. - Ja-
cobea, Königin der Niederlande
(Schsp.), 1829. - Neue Novellen (Bil-
der a. d. wirklichen Welt), 1832.

*Pauer, Jgnaz,

* am 27. Juni 1859
zu Waldegg in Niederösterreich, ab-
folvierte die Realschule bei den Pia-
isten in Wien und darauf die dor-
ige Handelsschule. Er trat dann als
Volontär in ein Großhandelshaus
in Wien, um sich dem kaufmännischen
Berufe zu widmen, nahm aber spä-
ter eine Stellung als Privatbeamter
an.

S:

Freda (Schw.), 1890. - Lo-
gische Konsequenzen (Schw.), 1891.
- Die Hosen des Vaters und ande-
res (Hum.), 1892. - Sündhafte Lie-
der, 1892. - Heitere Abende (Wiener
Vortragshumor), 1895. - Spottvögel
(Humor. E.), 1909.

Paul, Adolf,

geb. als Sohn eines
Gutsbesitzers am 6. Januar 1863
auf Bromo in Schweden, kam mit
neun Jahren nach Finnland, wo er
das Lyzeum in Abo und 1880-81 die
landwirtschaftliche Hochschule in Mu-
stiala besuchte. Er war dann bis
1886 als Landwirt praktisch tätig,
änderte dann seinen Lebensplan und
bezog 1886 das Konservatorium für
Musik in Helsingfors, an dem er drei
Jahre lang studierte. 1889 kam er
mit dem Pianisten und Komponisten
Ferruccio Busoni nach Weimar, setzte
dann noch ein Jahr lang unter Klind-
worth in Berlin seine musikalischen
Studien fort, ging dann aber in das
Lager der Schriftsteller über. Er lebt
seitdem als Korrespondent schwedi-
scher und finnisch-schwedischer Zei-
tungen in Charlottenburg. Sei 1891
ist er auch als Roman- und drama-
tischer Schriftsteller tätig u. schreibt
er seit 1894 seine Werke in deutscher
Sprache.

S:

Jn deutscher Über-
setzung: Das Buch eines Menschen
(R.), 1891. - The Ripper (Nn.),
[Spaltenumbruch]

Pau
1892. - Herr Ludwigs (R.), 1893. -
Alte Sünden (Spießbürgerl. Schsp.),
1893. - Blindebukk (R.), 1894. - Ein
gefallener Prophet (En.), 1895. -
Mit dem falschen und dem ehrlichen
Auge (R.), 1895. - Jn deutscher
Sprache: Jung-Hansens Liebesbriefe
(R.), 1897. - Mater Dolorosa (Schau-
spiel), 1897. - König Kristian II.
(Schsp.), 1899. Neue deutsche Ausg.
1903. - Karin Mänstochter (Schsp.),
1899. Neue deutsche Ausg. 1903. -
Harpagos (Schsp.), 1900. Neue
deutsche Ausg. 1903. - Heroische Ko-
mödien (3 Einakter: David und Go-
liath. - Der Fall Voltaire. - Der
Tiger.) - Die Doppelgänger (Komö-
die), 1903. - Die Madonna mit dem
Rosenbusch (Alt-lübische Gesch.), 1903.
- Hille Bobbe (Komödie), 1905. -
Die Teufelskirche (Kom.), 1905. -
Lohndiener (Kom.), 1906. - Heroi-
sche Komödien. 2. Folge (Der Klin-
gelbeutel. - St. Helena), 1907. -
Oedipus im Norden und andere Er-
zählungen, 1907. - Der Triumph der
Pompadour (Kom.), 1908. - Wie die
Sünde in die Welt kam (Dram. Lg.),
1909. - De veer Uhlen (Nord-Ostsee-
R.), 1909. 3. Aufl. 1910. - Blauer
Dunst (Kom.), 1909.

Paul, Albert,

wurde am 2. Febr.
1856 (u. a. 1859) in Berlin als der
Sohn des langjährigen Redakteurs
der "Gartenlaube", Dr. Albert
Fränkel geboren und erhielt seine
Schulbildung auf dem Gymnasium
in Leipzig. Obgleich er zum Studium
bestimmt war, wählte er doch, durch
den häusigen Besuch des Theaters
angeregt, den Schauspielerberuf.
Sein Vater war damit einverstanden
unter der Bedingung, daß des Soh-
nes Talent von dem bekannten Schau-
spieler Friedrich Haase geprüft werde,
und da dieser eine entschiedene Be-
gabung festgestellt hatte, betrat P.
am 14. November 1874 in einer klei-
nen Rolle zum erstenmal die Bühne
des Leipziger Stadttheaters. Da ihm

*


[Spaltenumbruch]

Pau
Bremen.

S:

Erzählungen, 2 Samm-
lungen, 1826‒28. ‒ Die Stiefbrüder,
oder: Die Wahnſinnige auf dem
Grauenſteine (2 Nn.), 1828. ‒ Ja-
cobea, Königin der Niederlande
(Schſp.), 1829. ‒ Neue Novellen (Bil-
der a. d. wirklichen Welt), 1832.

*Pauer, Jgnaz,

* am 27. Juni 1859
zu Waldegg in Niederöſterreich, ab-
folvierte die Realſchule bei den Pia-
iſten in Wien und darauf die dor-
ige Handelsſchule. Er trat dann als
Volontär in ein Großhandelshaus
in Wien, um ſich dem kaufmänniſchen
Berufe zu widmen, nahm aber ſpä-
ter eine Stellung als Privatbeamter
an.

S:

Freda (Schw.), 1890. ‒ Lo-
giſche Konſequenzen (Schw.), 1891.
‒ Die Hoſen des Vaters und ande-
res (Hum.), 1892. ‒ Sündhafte Lie-
der, 1892. ‒ Heitere Abende (Wiener
Vortragshumor), 1895. ‒ Spottvögel
(Humor. E.), 1909.

Paul, Adolf,

geb. als Sohn eines
Gutsbeſitzers am 6. Januar 1863
auf Bromô in Schweden, kam mit
neun Jahren nach Finnland, wo er
das Lyzeum in Abo und 1880‒81 die
landwirtſchaftliche Hochſchule in Mu-
ſtiala beſuchte. Er war dann bis
1886 als Landwirt praktiſch tätig,
änderte dann ſeinen Lebensplan und
bezog 1886 das Konſervatorium für
Muſik in Helſingfors, an dem er drei
Jahre lang ſtudierte. 1889 kam er
mit dem Pianiſten und Komponiſten
Ferruccio Buſoni nach Weimar, ſetzte
dann noch ein Jahr lang unter Klind-
worth in Berlin ſeine muſikaliſchen
Studien fort, ging dann aber in das
Lager der Schriftſteller über. Er lebt
ſeitdem als Korreſpondent ſchwedi-
ſcher und finniſch-ſchwediſcher Zei-
tungen in Charlottenburg. Sei 1891
iſt er auch als Roman- und drama-
tiſcher Schriftſteller tätig u. ſchreibt
er ſeit 1894 ſeine Werke in deutſcher
Sprache.

S:

Jn deutſcher Über-
ſetzung: Das Buch eines Menſchen
(R.), 1891. ‒ The Ripper (Nn.),
[Spaltenumbruch]

Pau
1892. ‒ Herr Ludwigs (R.), 1893. ‒
Alte Sünden (Spießbürgerl. Schſp.),
1893. ‒ Blindebukk (R.), 1894. ‒ Ein
gefallener Prophet (En.), 1895. ‒
Mit dem falſchen und dem ehrlichen
Auge (R.), 1895. ‒ Jn deutſcher
Sprache: Jung-Hanſens Liebesbriefe
(R.), 1897. ‒ Mater Doloroſa (Schau-
ſpiel), 1897. ‒ König Kriſtian II.
(Schſp.), 1899. Neue deutſche Ausg.
1903. ‒ Karin Mänstochter (Schſp.),
1899. Neue deutſche Ausg. 1903. ‒
Harpagos (Schſp.), 1900. Neue
deutſche Ausg. 1903. ‒ Heroiſche Ko-
mödien (3 Einakter: David und Go-
liath. ‒ Der Fall Voltaire. ‒ Der
Tiger.) ‒ Die Doppelgänger (Komö-
die), 1903. ‒ Die Madonna mit dem
Roſenbuſch (Alt-lübiſche Geſch.), 1903.
‒ Hille Bobbe (Komödie), 1905. ‒
Die Teufelskirche (Kom.), 1905. ‒
Lohndiener (Kom.), 1906. ‒ Heroi-
ſche Komödien. 2. Folge (Der Klin-
gelbeutel. ‒ St. Helena), 1907. ‒
Oedipus im Norden und andere Er-
zählungen, 1907. ‒ Der Triumph der
Pompadour (Kom.), 1908. ‒ Wie die
Sünde in die Welt kam (Dram. Lg.),
1909. ‒ De veer Uhlen (Nord-Oſtſee-
R.), 1909. 3. Aufl. 1910. ‒ Blauer
Dunſt (Kom.), 1909.

Paul, Albert,

wurde am 2. Febr.
1856 (u. a. 1859) in Berlin als der
Sohn des langjährigen Redakteurs
der „Gartenlaube“, Dr. Albert
Fränkel geboren und erhielt ſeine
Schulbildung auf dem Gymnaſium
in Leipzig. Obgleich er zum Studium
beſtimmt war, wählte er doch, durch
den häuſigen Beſuch des Theaters
angeregt, den Schauſpielerberuf.
Sein Vater war damit einverſtanden
unter der Bedingung, daß des Soh-
nes Talent von dem bekannten Schau-
ſpieler Friedrich Haaſe geprüft werde,
und da dieſer eine entſchiedene Be-
gabung feſtgeſtellt hatte, betrat P.
am 14. November 1874 in einer klei-
nen Rolle zum erſtenmal die Bühne
des Leipziger Stadttheaters. Da ihm

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0239" n="235"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Pau</hi></fw><lb/>
Bremen. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Erzählungen, 2 Samm-<lb/>
lungen, 1826&#x2012;28. &#x2012; Die Stiefbrüder,<lb/>
oder: Die Wahn&#x017F;innige auf dem<lb/>
Grauen&#x017F;teine (2 Nn.), 1828. &#x2012; Ja-<lb/>
cobea, Königin der Niederlande<lb/>
(Sch&#x017F;p.), 1829. &#x2012; Neue Novellen (Bil-<lb/>
der a. d. wirklichen Welt), 1832.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Pauer,</hi> Jgnaz,</persName></head>
        <p> * am 27. Juni 1859<lb/>
zu Waldegg in Niederö&#x017F;terreich, ab-<lb/>
folvierte die Real&#x017F;chule bei den Pia-<lb/>
i&#x017F;ten in Wien und darauf die dor-<lb/>
ige Handels&#x017F;chule. Er trat dann als<lb/>
Volontär in ein Großhandelshaus<lb/>
in Wien, um &#x017F;ich dem kaufmänni&#x017F;chen<lb/>
Berufe zu widmen, nahm aber &#x017F;pä-<lb/>
ter eine Stellung als Privatbeamter<lb/>
an. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Freda (Schw.), 1890. &#x2012; Lo-<lb/>
gi&#x017F;che Kon&#x017F;equenzen (Schw.), 1891.<lb/>
&#x2012; Die Ho&#x017F;en des Vaters und ande-<lb/>
res (Hum.), 1892. &#x2012; Sündhafte Lie-<lb/>
der, 1892. &#x2012; Heitere Abende (Wiener<lb/>
Vortragshumor), 1895. &#x2012; Spottvögel<lb/>
(Humor. E.), 1909.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Paul,</hi> Adolf,</persName>
        </head>
        <p> geb. als Sohn eines<lb/>
Gutsbe&#x017F;itzers am 6. Januar 1863<lb/>
auf Brom<hi rendition="#aq">ô</hi> in Schweden, kam mit<lb/>
neun Jahren nach Finnland, wo er<lb/>
das Lyzeum in Abo und 1880&#x2012;81 die<lb/>
landwirt&#x017F;chaftliche Hoch&#x017F;chule in Mu-<lb/>
&#x017F;tiala be&#x017F;uchte. Er war dann bis<lb/>
1886 als Landwirt prakti&#x017F;ch tätig,<lb/>
änderte dann &#x017F;einen Lebensplan und<lb/>
bezog 1886 das Kon&#x017F;ervatorium für<lb/>
Mu&#x017F;ik in Hel&#x017F;ingfors, an dem er drei<lb/>
Jahre lang &#x017F;tudierte. 1889 kam er<lb/>
mit dem Piani&#x017F;ten und Komponi&#x017F;ten<lb/>
Ferruccio Bu&#x017F;oni nach Weimar, &#x017F;etzte<lb/>
dann noch ein Jahr lang unter Klind-<lb/>
worth in Berlin &#x017F;eine mu&#x017F;ikali&#x017F;chen<lb/>
Studien fort, ging dann aber in das<lb/>
Lager der Schrift&#x017F;teller über. Er lebt<lb/>
&#x017F;eitdem als Korre&#x017F;pondent &#x017F;chwedi-<lb/>
&#x017F;cher und finni&#x017F;ch-&#x017F;chwedi&#x017F;cher Zei-<lb/>
tungen in Charlottenburg. Sei 1891<lb/>
i&#x017F;t er auch als Roman- und drama-<lb/>
ti&#x017F;cher Schrift&#x017F;teller tätig u. &#x017F;chreibt<lb/>
er &#x017F;eit 1894 &#x017F;eine Werke in deut&#x017F;cher<lb/>
Sprache. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Jn deut&#x017F;cher Über-<lb/>
&#x017F;etzung: Das Buch eines Men&#x017F;chen<lb/>
(R.), 1891. &#x2012; <hi rendition="#aq">The Ripper</hi> (Nn.),<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Pau</hi></fw><lb/>
1892. &#x2012; Herr Ludwigs (R.), 1893. &#x2012;<lb/>
Alte Sünden (Spießbürgerl. Sch&#x017F;p.),<lb/>
1893. &#x2012; Blindebukk (R.), 1894. &#x2012; Ein<lb/>
gefallener Prophet (En.), 1895. &#x2012;<lb/>
Mit dem fal&#x017F;chen und dem ehrlichen<lb/>
Auge (R.), 1895. &#x2012; Jn deut&#x017F;cher<lb/>
Sprache: Jung-Han&#x017F;ens Liebesbriefe<lb/>
(R.), 1897. &#x2012; Mater Doloro&#x017F;a (Schau-<lb/>
&#x017F;piel), 1897. &#x2012; König Kri&#x017F;tian <hi rendition="#aq">II.</hi><lb/>
(Sch&#x017F;p.), 1899. Neue deut&#x017F;che Ausg.<lb/>
1903. &#x2012; Karin Mänstochter (Sch&#x017F;p.),<lb/>
1899. Neue deut&#x017F;che Ausg. 1903. &#x2012;<lb/>
Harpagos (Sch&#x017F;p.), 1900. Neue<lb/>
deut&#x017F;che Ausg. 1903. &#x2012; Heroi&#x017F;che Ko-<lb/>
mödien (3 Einakter: David und Go-<lb/>
liath. &#x2012; Der Fall Voltaire. &#x2012; Der<lb/>
Tiger.) &#x2012; Die Doppelgänger (Komö-<lb/>
die), 1903. &#x2012; Die Madonna mit dem<lb/>
Ro&#x017F;enbu&#x017F;ch (Alt-lübi&#x017F;che Ge&#x017F;ch.), 1903.<lb/>
&#x2012; Hille Bobbe (Komödie), 1905. &#x2012;<lb/>
Die Teufelskirche (Kom.), 1905. &#x2012;<lb/>
Lohndiener (Kom.), 1906. &#x2012; Heroi-<lb/>
&#x017F;che Komödien. 2. Folge (Der Klin-<lb/>
gelbeutel. &#x2012; St. Helena), 1907. &#x2012;<lb/>
Oedipus im Norden und andere Er-<lb/>
zählungen, 1907. &#x2012; Der Triumph der<lb/>
Pompadour (Kom.), 1908. &#x2012; Wie die<lb/>
Sünde in die Welt kam (Dram. Lg.),<lb/>
1909. &#x2012; De veer Uhlen (Nord-O&#x017F;t&#x017F;ee-<lb/>
R.), 1909. 3. Aufl. 1910. &#x2012; Blauer<lb/>
Dun&#x017F;t (Kom.), 1909.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Paul,</hi> Albert,</persName>
        </head>
        <p> wurde am 2. Febr.<lb/>
1856 (u. a. 1859) in Berlin als der<lb/>
Sohn des langjährigen Redakteurs<lb/>
der &#x201E;Gartenlaube&#x201C;, <hi rendition="#aq">Dr.</hi> Albert<lb/><hi rendition="#g">Fränkel</hi> geboren und erhielt &#x017F;eine<lb/>
Schulbildung auf dem Gymna&#x017F;ium<lb/>
in Leipzig. Obgleich er zum Studium<lb/>
be&#x017F;timmt war, wählte er doch, durch<lb/>
den häu&#x017F;igen Be&#x017F;uch des Theaters<lb/>
angeregt, den Schau&#x017F;pielerberuf.<lb/>
Sein Vater war damit einver&#x017F;tanden<lb/>
unter der Bedingung, daß des Soh-<lb/>
nes Talent von dem bekannten Schau-<lb/>
&#x017F;pieler Friedrich Haa&#x017F;e geprüft werde,<lb/>
und da die&#x017F;er eine ent&#x017F;chiedene Be-<lb/>
gabung fe&#x017F;tge&#x017F;tellt hatte, betrat P.<lb/>
am 14. November 1874 in einer klei-<lb/>
nen Rolle zum er&#x017F;tenmal die Bühne<lb/>
des Leipziger Stadttheaters. Da ihm<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[235/0239] Pau Pau Bremen. S: Erzählungen, 2 Samm- lungen, 1826‒28. ‒ Die Stiefbrüder, oder: Die Wahnſinnige auf dem Grauenſteine (2 Nn.), 1828. ‒ Ja- cobea, Königin der Niederlande (Schſp.), 1829. ‒ Neue Novellen (Bil- der a. d. wirklichen Welt), 1832. *Pauer, Jgnaz, * am 27. Juni 1859 zu Waldegg in Niederöſterreich, ab- folvierte die Realſchule bei den Pia- iſten in Wien und darauf die dor- ige Handelsſchule. Er trat dann als Volontär in ein Großhandelshaus in Wien, um ſich dem kaufmänniſchen Berufe zu widmen, nahm aber ſpä- ter eine Stellung als Privatbeamter an. S: Freda (Schw.), 1890. ‒ Lo- giſche Konſequenzen (Schw.), 1891. ‒ Die Hoſen des Vaters und ande- res (Hum.), 1892. ‒ Sündhafte Lie- der, 1892. ‒ Heitere Abende (Wiener Vortragshumor), 1895. ‒ Spottvögel (Humor. E.), 1909. Paul, Adolf, geb. als Sohn eines Gutsbeſitzers am 6. Januar 1863 auf Bromô in Schweden, kam mit neun Jahren nach Finnland, wo er das Lyzeum in Abo und 1880‒81 die landwirtſchaftliche Hochſchule in Mu- ſtiala beſuchte. Er war dann bis 1886 als Landwirt praktiſch tätig, änderte dann ſeinen Lebensplan und bezog 1886 das Konſervatorium für Muſik in Helſingfors, an dem er drei Jahre lang ſtudierte. 1889 kam er mit dem Pianiſten und Komponiſten Ferruccio Buſoni nach Weimar, ſetzte dann noch ein Jahr lang unter Klind- worth in Berlin ſeine muſikaliſchen Studien fort, ging dann aber in das Lager der Schriftſteller über. Er lebt ſeitdem als Korreſpondent ſchwedi- ſcher und finniſch-ſchwediſcher Zei- tungen in Charlottenburg. Sei 1891 iſt er auch als Roman- und drama- tiſcher Schriftſteller tätig u. ſchreibt er ſeit 1894 ſeine Werke in deutſcher Sprache. S: Jn deutſcher Über- ſetzung: Das Buch eines Menſchen (R.), 1891. ‒ The Ripper (Nn.), 1892. ‒ Herr Ludwigs (R.), 1893. ‒ Alte Sünden (Spießbürgerl. Schſp.), 1893. ‒ Blindebukk (R.), 1894. ‒ Ein gefallener Prophet (En.), 1895. ‒ Mit dem falſchen und dem ehrlichen Auge (R.), 1895. ‒ Jn deutſcher Sprache: Jung-Hanſens Liebesbriefe (R.), 1897. ‒ Mater Doloroſa (Schau- ſpiel), 1897. ‒ König Kriſtian II. (Schſp.), 1899. Neue deutſche Ausg. 1903. ‒ Karin Mänstochter (Schſp.), 1899. Neue deutſche Ausg. 1903. ‒ Harpagos (Schſp.), 1900. Neue deutſche Ausg. 1903. ‒ Heroiſche Ko- mödien (3 Einakter: David und Go- liath. ‒ Der Fall Voltaire. ‒ Der Tiger.) ‒ Die Doppelgänger (Komö- die), 1903. ‒ Die Madonna mit dem Roſenbuſch (Alt-lübiſche Geſch.), 1903. ‒ Hille Bobbe (Komödie), 1905. ‒ Die Teufelskirche (Kom.), 1905. ‒ Lohndiener (Kom.), 1906. ‒ Heroi- ſche Komödien. 2. Folge (Der Klin- gelbeutel. ‒ St. Helena), 1907. ‒ Oedipus im Norden und andere Er- zählungen, 1907. ‒ Der Triumph der Pompadour (Kom.), 1908. ‒ Wie die Sünde in die Welt kam (Dram. Lg.), 1909. ‒ De veer Uhlen (Nord-Oſtſee- R.), 1909. 3. Aufl. 1910. ‒ Blauer Dunſt (Kom.), 1909. Paul, Albert, wurde am 2. Febr. 1856 (u. a. 1859) in Berlin als der Sohn des langjährigen Redakteurs der „Gartenlaube“, Dr. Albert Fränkel geboren und erhielt ſeine Schulbildung auf dem Gymnaſium in Leipzig. Obgleich er zum Studium beſtimmt war, wählte er doch, durch den häuſigen Beſuch des Theaters angeregt, den Schauſpielerberuf. Sein Vater war damit einverſtanden unter der Bedingung, daß des Soh- nes Talent von dem bekannten Schau- ſpieler Friedrich Haaſe geprüft werde, und da dieſer eine entſchiedene Be- gabung feſtgeſtellt hatte, betrat P. am 14. November 1874 in einer klei- nen Rolle zum erſtenmal die Bühne des Leipziger Stadttheaters. Da ihm *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/239
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 235. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/239>, abgerufen am 22.02.2019.