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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Pes
der Laber (Ge. in schles. Mdt.), 1903.
- Bunte Blätter (Scherz und Ernst
in Vers u. Prosa), 1903. - Der Leier-
kasten (Heiteres und Ernstes für Ge-
sellschaft und Haus), 1.-4. Heft (Jn-
halt: 1. Der Kampf mit dem Lind-
wurm. P., 1903. - 2. Eine Nacht im
Panoptikum. Der Sängerkrieg auf
der Narrenburg, 1904. - 3. Die Boten.
Kom. Szene, 1904. - 4. Humoristische
Vorträge, 1904.

*Pesendorfer, Friedrich Joseph,


geb. am 9. März 1867 zu Gmunden
in Oberösterreich als der Sohn eines
praktischen Arztes, besuchte dort die
Volks- und Bürgerschule, danach drei
Jahre lang das Staatsgymnasium
in Linz, seit 1881 das Jesuitengym-
nasium am Freinberge bei Linz und
trat 1886 in das Priesterseminar zu
Linz ein, wo er 1889 die Priester-
weihe empfing. Jm Jahre 1890
wurde er als Stadtpfarrkooperator
in Wels angestellt, und 1896 kam er
nach Linz a. d. Donau als Dompre-
diger und Direktor der Druckereien
des katholischen Preßvereins. Hier
redigiert er die Monatsschrift "Ave
Maria", die Frauenzeitschrift "Elisa-
beth-Blatt", die Kinderzeitschrift
"Kleines Ave Maria", den "Ave Ma-
ria-Kalender" u. den großen u. klei-
nen "Preßvereins-Kalender". Einen
Pilgerzug, den er 1904 nach Jerusa-
lem unternahm, hat er in seiner
Schrift "Vom Donaustrand ins Hei-
lige Land" geschildert. Jm Jahre
1907 wurde er zum Geistlichen Rat
ernannt. Außer mehreren theologi-
schen Schriften veröffentlichte er

S:


Der Welt Huldigung vor Leo XIII.
(Dram. Szene), 1893. - Leo-Hymne,
1893. - Jmmakulatarosen (Marien-
gedichte), 1893. 2. A. 1894. - Reife-
erinnerungen aus d. schönen Frank-
reich, 1895. - Fest- und Gelegenheits-
gedichte, 1. Teil, 1897. - Beim
Pfarrach in Bertsham (Bilder aus
Tirol), 1899. 2. Teil u. d. T.: Alpen-
blumen aus Tirol, 1910. - Jn die
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Pet
Siebenhügelstadt (Reiseskizzen), 1903.
- Vom Donaustrand ins Heilige Land
(Gedenkbuch), 1905. - Der Jnschrif-
tendichter, 1905. - Konstantinopl
(Gedenkbuch), 1908. - Grüß Gott!
(Ge.), 1911.

Pessiack, Luise,

geb. Crobath
wurde am 12. Juni 1828 in Laibach
als die Tochter eines angesehenen
Advokaten geboren, vermählte sie
1848 mit dem Kaufmann Simon P.
daselbst und lebte mit ihm in glück-
lichster Ehe, bis sie im Jahre 1878
Witwe wurde. Erst nach der Er-
ziehung ihrer fünf Töchter widmet
sie sich schriftstellerischer Tätigkeit so
wohl in deutscher als in slowenische
Sprache, war auch durch zehn Jahre
ständige Mitarbeiterin einer slowe-
nischen Jugendschrift und hat zahl-
reiche Übersetzungen aus romanischen
und slawischen Sprachen geliefert
Sie starb am 31. März 1898. Außer
einem Bändchen Gedichte "Violice"
u. einem Roman "Beatin dneonik"
(beide in slowen. Sprache) veröffent-
lichte sie

S:

Jns Kindesherz (Ge.)
1883.

*Peter, Eva Hermine,

pseudon.
Hero Max, wurde am 26. Februar
1863 zu Meiningen in Thüringen als
die Tochter eines Militärbeamten ge-
boren, der 1866 in preußische Dienste
übertrat. Sie verlebte daselbst ihre
Kindheit und empfing in einem aus-
gezeichneten englisch-französischen
Jnstitut ihre Ausbildung. Mit un-
gewöhnlicher Begabung und einem
lebhaften Eifer ausgerüstet, sammelte
sie in den verschiedensten Fächern
eine Fülle von Kenntnissen, huldigte
auch schon in frühen Jahren der poe-
tischen Muse. Jm Jahre 1876 wurde
ihr Vater nach Hersfeld versetzt, wo
sie ihre Mutter verlor, infolgedessen
sie in noch jugendlichem Alter sich der
Führung des Haushalts unterziehen
mußte. Als aber ihr Vater nach eini-
ger Zeit als Vorstand der Garnison-
verwaltung nach Meiningen zurück-

*


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Peſ
der Laber (Ge. in ſchleſ. Mdt.), 1903.
‒ Bunte Blätter (Scherz und Ernſt
in Vers u. Proſa), 1903. ‒ Der Leier-
kaſten (Heiteres und Ernſtes für Ge-
ſellſchaft und Haus), 1.‒4. Heft (Jn-
halt: 1. Der Kampf mit dem Lind-
wurm. P., 1903. ‒ 2. Eine Nacht im
Panoptikum. Der Sängerkrieg auf
der Narrenburg, 1904. ‒ 3. Die Boten.
Kom. Szene, 1904. ‒ 4. Humoriſtiſche
Vorträge, 1904.

*Peſendorfer, Friedrich Joſeph,


geb. am 9. März 1867 zu Gmunden
in Oberöſterreich als der Sohn eines
praktiſchen Arztes, beſuchte dort die
Volks- und Bürgerſchule, danach drei
Jahre lang das Staatsgymnaſium
in Linz, ſeit 1881 das Jeſuitengym-
naſium am Freinberge bei Linz und
trat 1886 in das Prieſterſeminar zu
Linz ein, wo er 1889 die Prieſter-
weihe empfing. Jm Jahre 1890
wurde er als Stadtpfarrkooperator
in Wels angeſtellt, und 1896 kam er
nach Linz a. d. Donau als Dompre-
diger und Direktor der Druckereien
des katholiſchen Preßvereins. Hier
redigiert er die Monatsſchrift „Ave
Maria“, die Frauenzeitſchrift „Eliſa-
beth-Blatt“, die Kinderzeitſchrift
„Kleines Ave Maria“, den „Ave Ma-
ria-Kalender“ u. den großen u. klei-
nen „Preßvereins-Kalender“. Einen
Pilgerzug, den er 1904 nach Jeruſa-
lem unternahm, hat er in ſeiner
Schrift „Vom Donauſtrand ins Hei-
lige Land“ geſchildert. Jm Jahre
1907 wurde er zum Geiſtlichen Rat
ernannt. Außer mehreren theologi-
ſchen Schriften veröffentlichte er

S:


Der Welt Huldigung vor Leo XIII.
(Dram. Szene), 1893. ‒ Leo-Hymne,
1893. ‒ Jmmakulataroſen (Marien-
gedichte), 1893. 2. A. 1894. ‒ Reife-
erinnerungen aus d. ſchönen Frank-
reich, 1895. ‒ Feſt- und Gelegenheits-
gedichte, 1. Teil, 1897. ‒ Beim
Pfarrach in Bertsham (Bilder aus
Tirol), 1899. 2. Teil u. d. T.: Alpen-
blumen aus Tirol, 1910. ‒ Jn die
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Pet
Siebenhügelſtadt (Reiſeſkizzen), 1903.
‒ Vom Donauſtrand ins Heilige Land
(Gedenkbuch), 1905. ‒ Der Jnſchrif-
tendichter, 1905. ‒ Konſtantinopl
(Gedenkbuch), 1908. ‒ Grüß Gott!
(Ge.), 1911.

Peſſiack, Luiſe,

geb. Crobath
wurde am 12. Juni 1828 in Laibach
als die Tochter eines angeſehenen
Advokaten geboren, vermählte ſie
1848 mit dem Kaufmann Simon P.
daſelbſt und lebte mit ihm in glück-
lichſter Ehe, bis ſie im Jahre 1878
Witwe wurde. Erſt nach der Er-
ziehung ihrer fünf Töchter widmet
ſie ſich ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit ſo
wohl in deutſcher als in ſloweniſche
Sprache, war auch durch zehn Jahre
ſtändige Mitarbeiterin einer ſlowe-
niſchen Jugendſchrift und hat zahl-
reiche Überſetzungen aus romaniſchen
und ſlawiſchen Sprachen geliefert
Sie ſtarb am 31. März 1898. Außer
einem Bändchen Gedichte „Violice“
u. einem Roman „Beatin dneonik“
(beide in ſlowen. Sprache) veröffent-
lichte ſie

S:

Jns Kindesherz (Ge.)
1883.

*Peter, Eva Hermine,

pſeudon.
Hero Max, wurde am 26. Februar
1863 zu Meiningen in Thüringen als
die Tochter eines Militärbeamten ge-
boren, der 1866 in preußiſche Dienſte
übertrat. Sie verlebte daſelbſt ihre
Kindheit und empfing in einem aus-
gezeichneten engliſch-franzöſiſchen
Jnſtitut ihre Ausbildung. Mit un-
gewöhnlicher Begabung und einem
lebhaften Eifer ausgerüſtet, ſammelte
ſie in den verſchiedenſten Fächern
eine Fülle von Kenntniſſen, huldigte
auch ſchon in frühen Jahren der poe-
tiſchen Muſe. Jm Jahre 1876 wurde
ihr Vater nach Hersfeld verſetzt, wo
ſie ihre Mutter verlor, infolgedeſſen
ſie in noch jugendlichem Alter ſich der
Führung des Haushalts unterziehen
mußte. Als aber ihr Vater nach eini-
ger Zeit als Vorſtand der Garniſon-
verwaltung nach Meiningen zurück-

*
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[256/0260] Peſ Pet der Laber (Ge. in ſchleſ. Mdt.), 1903. ‒ Bunte Blätter (Scherz und Ernſt in Vers u. Proſa), 1903. ‒ Der Leier- kaſten (Heiteres und Ernſtes für Ge- ſellſchaft und Haus), 1.‒4. Heft (Jn- halt: 1. Der Kampf mit dem Lind- wurm. P., 1903. ‒ 2. Eine Nacht im Panoptikum. Der Sängerkrieg auf der Narrenburg, 1904. ‒ 3. Die Boten. Kom. Szene, 1904. ‒ 4. Humoriſtiſche Vorträge, 1904. *Peſendorfer, Friedrich Joſeph, geb. am 9. März 1867 zu Gmunden in Oberöſterreich als der Sohn eines praktiſchen Arztes, beſuchte dort die Volks- und Bürgerſchule, danach drei Jahre lang das Staatsgymnaſium in Linz, ſeit 1881 das Jeſuitengym- naſium am Freinberge bei Linz und trat 1886 in das Prieſterſeminar zu Linz ein, wo er 1889 die Prieſter- weihe empfing. Jm Jahre 1890 wurde er als Stadtpfarrkooperator in Wels angeſtellt, und 1896 kam er nach Linz a. d. Donau als Dompre- diger und Direktor der Druckereien des katholiſchen Preßvereins. Hier redigiert er die Monatsſchrift „Ave Maria“, die Frauenzeitſchrift „Eliſa- beth-Blatt“, die Kinderzeitſchrift „Kleines Ave Maria“, den „Ave Ma- ria-Kalender“ u. den großen u. klei- nen „Preßvereins-Kalender“. Einen Pilgerzug, den er 1904 nach Jeruſa- lem unternahm, hat er in ſeiner Schrift „Vom Donauſtrand ins Hei- lige Land“ geſchildert. Jm Jahre 1907 wurde er zum Geiſtlichen Rat ernannt. Außer mehreren theologi- ſchen Schriften veröffentlichte er S: Der Welt Huldigung vor Leo XIII. (Dram. Szene), 1893. ‒ Leo-Hymne, 1893. ‒ Jmmakulataroſen (Marien- gedichte), 1893. 2. A. 1894. ‒ Reife- erinnerungen aus d. ſchönen Frank- reich, 1895. ‒ Feſt- und Gelegenheits- gedichte, 1. Teil, 1897. ‒ Beim Pfarrach in Bertsham (Bilder aus Tirol), 1899. 2. Teil u. d. T.: Alpen- blumen aus Tirol, 1910. ‒ Jn die Siebenhügelſtadt (Reiſeſkizzen), 1903. ‒ Vom Donauſtrand ins Heilige Land (Gedenkbuch), 1905. ‒ Der Jnſchrif- tendichter, 1905. ‒ Konſtantinopl (Gedenkbuch), 1908. ‒ Grüß Gott! (Ge.), 1911. Peſſiack, Luiſe, geb. Crobath wurde am 12. Juni 1828 in Laibach als die Tochter eines angeſehenen Advokaten geboren, vermählte ſie 1848 mit dem Kaufmann Simon P. daſelbſt und lebte mit ihm in glück- lichſter Ehe, bis ſie im Jahre 1878 Witwe wurde. Erſt nach der Er- ziehung ihrer fünf Töchter widmet ſie ſich ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit ſo wohl in deutſcher als in ſloweniſche Sprache, war auch durch zehn Jahre ſtändige Mitarbeiterin einer ſlowe- niſchen Jugendſchrift und hat zahl- reiche Überſetzungen aus romaniſchen und ſlawiſchen Sprachen geliefert Sie ſtarb am 31. März 1898. Außer einem Bändchen Gedichte „Violice“ u. einem Roman „Beatin dneonik“ (beide in ſlowen. Sprache) veröffent- lichte ſie S: Jns Kindesherz (Ge.) 1883. *Peter, Eva Hermine, pſeudon. Hero Max, wurde am 26. Februar 1863 zu Meiningen in Thüringen als die Tochter eines Militärbeamten ge- boren, der 1866 in preußiſche Dienſte übertrat. Sie verlebte daſelbſt ihre Kindheit und empfing in einem aus- gezeichneten engliſch-franzöſiſchen Jnſtitut ihre Ausbildung. Mit un- gewöhnlicher Begabung und einem lebhaften Eifer ausgerüſtet, ſammelte ſie in den verſchiedenſten Fächern eine Fülle von Kenntniſſen, huldigte auch ſchon in frühen Jahren der poe- tiſchen Muſe. Jm Jahre 1876 wurde ihr Vater nach Hersfeld verſetzt, wo ſie ihre Mutter verlor, infolgedeſſen ſie in noch jugendlichem Alter ſich der Führung des Haushalts unterziehen mußte. Als aber ihr Vater nach eini- ger Zeit als Vorſtand der Garniſon- verwaltung nach Meiningen zurück- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 256. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/260>, abgerufen am 20.03.2019.