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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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gefangengenommen und in Bruchsal
(1850) zu sechsjähriger Haft verur-
teilt, Ende Juli 1852 zwar begnadigt,
aber nach Sachsen ausgeliefert, wo
er von neuem mit achtjähriger Zucht-
hausstrafe belegt wurde. Jm Juni
1856 völlig begnadigt, ließ er sich zu-
nächst in Annaberg nieder, verheira-
tete sich dann mit der Dichterin Luise
Otto (s. d.!) und siedelte 1858 nach
Leipzig über, wo er die Redaktion
der "Mitteldeutschen Volkszeitung"
übernahm, die er bis zu seinem Tode
am 4. Juli 1864 fortführte.

S:

Ge-
dichte, 1844. - Die stille Mühle (E.),
1856. - Eine reiche Erbin (N.), 1856.
- Friedrich der Freudige (Ep. Dn.),
1857. - Mutige Herzen (N.), 1858. -
Erzgebirgische Geschichten; II, 1858.
Volksausg., hrsg. von F. H. Löscher,
1910. - Die Tochter des Wilddiebes
(E.), 1857. - Die Malerin v. Dresden
(E.), 1859. - Aus Heimat u. Fremde
(Nn. u. En.); II, 1860. - Zawis von
Rosenberg (R.); III, 1860. - Die
Witkowetze (R.); III, 1863. - Der
Ring der Kaiserin (R.); II, 1864.

*Peters, Arnold,

geb. am 6. Juni
1844 in Neuhaus an der Elbe (Han-
nover) als der Sohn eines Pastors,
besuchte als Kind die dortige Privat-
schule, absolvierte dann das Gym-
nasium in Hildesheim und studierte
darauf in Göttingen u. Berlin Theo-
logie und Philosophie. Er war dann
zuerst Lehrer an der Privatschule sei-
nes Heimatortes, wo er u. a. auch
seinen jüngeren Bruder Karl P., den
späteren Afrikareisenden u. Gründer
der deutsch-ostafrikanischen Kolonie,
unterrichtete, wurde dann Lehrer an
dem Realgymnasium in Osnabrück,
aber schon nach einiger Zeit nach Neu-
haus zurückgerufen, um seinem er-
krankten Vater als Prädikant zur
Seite zu stehen. Nach einigen Kolla-
boraturjahren in der Lüneburger
Heide kam er als Pastor in das schöne
Leinetal bei Alfeld und 1882 nach
Bodenburg, einer braunschweig. En-
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klave mitten im Hildesheimischen.

S:

Jugendklänge (Ge.), 1905.

*Peters, Fritz,

geb. am 28. Oktbr.
1849 zu Thalberg im Kreise Demmin
(Pommern), studierte die Rechte und
trat 1873 als Referendar in den
Dienst des Reichslandes. Er war bis
1889 Amtsrichter in Finstingen, kam
dann in gleicher Eigenschaft nach
Mülhausen im Els. u. wurde dort 1892
zum Landgerichtsrat befördert. Er +
dort im Ruhestand am 29. Juli 1911.

S:

Übergangszeiten in den Reichs-
landen (Belletr. Sk.), 1883. - Sagen
und Märchen aus Lothringen, 1887.
2. A. 1907. - Andere Übergangszeiten
(R.), 1888. - Märchen a. Lothringen,
1888. - Onkel August (R.); II, 1892.
- Die Kreissekretärin (R.), 1892. -
Vom Meier mit 'nem Jot (Norddeut-
sches Sittenbild in Gesprächform),
1898.

*Peters, Georg Wilhelm,

geb. am
8. April 1865 zu Swinemünde, ver-
lebte seine Jugendzeit in dieser Stadt,
in Kolberg und Köslin, in welchen
Städten sein Vater als praktischer
Arzt tätig war. Als Primaner ver-
ließ er das Gymnasium, um sich dem
Verlagsbuchhandel zu widmen, kehrte
jedoch, nachdem er eingesehen, daß
ihn dieser Beruf nicht befriedigen
könne, aufs Gymnasium zurück und
entschied sich nach erlangter Reife für
das Studium der Medizin, dem er an
den Universitäten Würzburg, Greifs-
wald und Berlin oblag. Jn der
Reichshauptstadt trat er in nahe Be-
ziehung zu dem damals in Blüte
stehenden akademisch-dramatischen
Verein u. empfing hier im lebhaften
Verkehr mit gleichgesinnten, für die
Kunst begeisterten Jünglingen man-
nigfache Anregung. Belehrung und
Förderung wurde ihm durch manche
Autorität auf dem Gebiete der Kunst
und Wissenschaft zuteil, unter andern
durch Ernst von Wildenbruch, Fried-
rich Mitterwurzer, Otto Sommers-
torff und Professor W. Preger. Nach

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gefangengenommen und in Bruchſal
(1850) zu ſechsjähriger Haft verur-
teilt, Ende Juli 1852 zwar begnadigt,
aber nach Sachſen ausgeliefert, wo
er von neuem mit achtjähriger Zucht-
hausſtrafe belegt wurde. Jm Juni
1856 völlig begnadigt, ließ er ſich zu-
nächſt in Annaberg nieder, verheira-
tete ſich dann mit der Dichterin Luiſe
Otto (ſ. d.!) und ſiedelte 1858 nach
Leipzig über, wo er die Redaktion
der „Mitteldeutſchen Volkszeitung“
übernahm, die er bis zu ſeinem Tode
am 4. Juli 1864 fortführte.

S:

Ge-
dichte, 1844. ‒ Die ſtille Mühle (E.),
1856. ‒ Eine reiche Erbin (N.), 1856.
‒ Friedrich der Freudige (Ep. Dn.),
1857. ‒ Mutige Herzen (N.), 1858. ‒
Erzgebirgiſche Geſchichten; II, 1858.
Volksausg., hrsg. von F. H. Löſcher,
1910. ‒ Die Tochter des Wilddiebes
(E.), 1857. ‒ Die Malerin v. Dresden
(E.), 1859. ‒ Aus Heimat u. Fremde
(Nn. u. En.); II, 1860. ‒ Zawis von
Roſenberg (R.); III, 1860. ‒ Die
Witkowetze (R.); III, 1863. ‒ Der
Ring der Kaiſerin (R.); II, 1864.

*Peters, Arnold,

geb. am 6. Juni
1844 in Neuhaus an der Elbe (Han-
nover) als der Sohn eines Paſtors,
beſuchte als Kind die dortige Privat-
ſchule, abſolvierte dann das Gym-
naſium in Hildesheim und ſtudierte
darauf in Göttingen u. Berlin Theo-
logie und Philoſophie. Er war dann
zuerſt Lehrer an der Privatſchule ſei-
nes Heimatortes, wo er u. a. auch
ſeinen jüngeren Bruder Karl P., den
ſpäteren Afrikareiſenden u. Gründer
der deutſch-oſtafrikaniſchen Kolonie,
unterrichtete, wurde dann Lehrer an
dem Realgymnaſium in Osnabrück,
aber ſchon nach einiger Zeit nach Neu-
haus zurückgerufen, um ſeinem er-
krankten Vater als Prädikant zur
Seite zu ſtehen. Nach einigen Kolla-
boraturjahren in der Lüneburger
Heide kam er als Paſtor in das ſchöne
Leinetal bei Alfeld und 1882 nach
Bodenburg, einer braunſchweig. En-
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klave mitten im Hildesheimiſchen.

S:

Jugendklänge (Ge.), 1905.

*Peters, Fritz,

geb. am 28. Oktbr.
1849 zu Thalberg im Kreiſe Demmin
(Pommern), ſtudierte die Rechte und
trat 1873 als Referendar in den
Dienſt des Reichslandes. Er war bis
1889 Amtsrichter in Finſtingen, kam
dann in gleicher Eigenſchaft nach
Mülhauſen im Elſ. u. wurde dort 1892
zum Landgerichtsrat befördert. Er †
dort im Ruheſtand am 29. Juli 1911.

S:

Übergangszeiten in den Reichs-
landen (Belletr. Sk.), 1883. ‒ Sagen
und Märchen aus Lothringen, 1887.
2. A. 1907. ‒ Andere Übergangszeiten
(R.), 1888. ‒ Märchen a. Lothringen,
1888. ‒ Onkel Auguſt (R.); II, 1892.
‒ Die Kreisſekretärin (R.), 1892. ‒
Vom Meier mit ’nem Jot (Norddeut-
ſches Sittenbild in Geſprächform),
1898.

*Peters, Georg Wilhelm,

geb. am
8. April 1865 zu Swinemünde, ver-
lebte ſeine Jugendzeit in dieſer Stadt,
in Kolberg und Köslin, in welchen
Städten ſein Vater als praktiſcher
Arzt tätig war. Als Primaner ver-
ließ er das Gymnaſium, um ſich dem
Verlagsbuchhandel zu widmen, kehrte
jedoch, nachdem er eingeſehen, daß
ihn dieſer Beruf nicht befriedigen
könne, aufs Gymnaſium zurück und
entſchied ſich nach erlangter Reife für
das Studium der Medizin, dem er an
den Univerſitäten Würzburg, Greifs-
wald und Berlin oblag. Jn der
Reichshauptſtadt trat er in nahe Be-
ziehung zu dem damals in Blüte
ſtehenden akademiſch-dramatiſchen
Verein u. empfing hier im lebhaften
Verkehr mit gleichgeſinnten, für die
Kunſt begeiſterten Jünglingen man-
nigfache Anregung. Belehrung und
Förderung wurde ihm durch manche
Autorität auf dem Gebiete der Kunſt
und Wiſſenſchaft zuteil, unter andern
durch Ernſt von Wildenbruch, Fried-
rich Mitterwurzer, Otto Sommers-
torff und Profeſſor W. Preger. Nach

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 259. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/263>, abgerufen am 19.02.2019.