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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Petz
beiterbildungsvereinen, in Volks-
bibliotheken, im Volksheim und Set-
tlement seinen Wissensdurst zu stillen
suchte. Es darf nicht wundernehmen,
wenn die Brunnen seiner Poesie in
denselben Tiefen rauschen, aus denen
das Proletariat der ganzen Erde
Kraft und Größe schöpft.

S:

Trotz
alledem! (Ge.), 1910. - Memoiren
eines Auges, 1911.

*Petzold, Max,

geb. am 3. Mai 1865
in Halle a. S., machte daselbst seine
Studien und lebte nun dort als freier
Schriftsteller. Nach einem verun-
glückten Versuch auf dem Gebiet des
historischen Romans fand er schnell
das Feld, auf dem er seiner ganzen
Eigenart nach etwas Hervorragen-
des zu leisten imstande ist, und haben
sich seine bisherigen Dramen der Be-
achtung u. Anerkennung zu erfreuen
gehabt. Er lebt seit 1906 in Ham-
burg.

S:

Jris (Hist. R.), 1891. - Un-
term Dach (Lebensbild), 1895. - Die
Einzige (Schsp.), 1896. - Fremdlinge
(Schsp.), 1897. - Der Zeuge (Schsp.),
1898. - Erna (Dr.), 1898. - Marien-
faden (Schsp.), 1899. - Geschwister
(Schsp.), 1899. - Das Alte stürzt,
(Schsp.), 1904. - Fritigil (Tr.), 1904.
- Es werde Licht (Schsp.), 1905.

*Penker, Paul,

geb. am 22. März
1858 in Wien, widmete sich nach
beendeten Realschulstudien auf den
Wunsch seiner Eltern dem Berufe
eines Kaufmanns, erhielt aber, als
seine Abneigung gegen eine derartige
Lebensrichtung immer mehr hervor-
trat, ihre Einwilligung zum Besuch
einer Kunstschule. Jm Jahre 1879
unterzog er sich der Lehramtsprü-
fung und erhielt 1887 eine definitive
Lehrstelle für Freihandzeichnen am
Staatsgymnasium im Bezirk Unter-
Meidling, die er, später mit dem
Titel Professor beehrt, bis zu seinem
Tode, am 10. Oktbr. 1896. bekleidete.

S:

Blätter der Liebe (Ge.), 1874.
- Schriften; hrsg. von Frdr. Haßl-
wander u. Hanns Fraungruber; II.
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Pfaff
1899 (Jnhalt: I. Gedichte. - II. No-
vellen. Touristisches Mosaik).

*Peyerl, von Peyersfeld, He-
lene,

pseud. Helene Czechowski-
Peyersfeld,
wurde 1880 zu Kim-
polung in der Bukowina als die
Tochter des damaligen Bezirksrich-
ters, jetzigen Landesgerichtsrats und
Advokaten Czechowsky geboren. Der
Vater war ein Rumäne, die Mutter
eine Deutsche, und obwohl Helene
beide Sprachen beherrscht, beschäftigt
sie sich doch vorwiegend mit deutscher
Literatur und dichtete bereits im 11.
Jahre in deutscher Sprache. Als
Schülerin von 12 Jahren schrieb sie
Sagen und Märchen, die von ihrer
Lehrerin der Drucklegung gewürdigt
wurden. Seitdem hat sie Beiträge
zu zahlreichen Zeitungen, Zeitschrif-
ten und Anthologien geliefert. Jm
Jahre 1900 verheiratete sie sich mit
dem k. k. Gerichtsadjunkten Peyerl
Ritter von Peyersfeld und lebt in
Gurahumora in der Bukowina.

S:


Herbstzeitlosen (Ge.), 1903.

*Pfaff, Ludwig,

nach seiner Hei-
mat sich auch Pfaff von Jägers-
burg
nennend, wurde am 2. März
1819 im Forsthause Jägersburg, eine
halbe Stunde vom Rhein, zunächst
Groß-Rohrheims bei Gernheim ge-
boren, woselbst damals sein Vater
als großherzoglich hessischer Ober-
förster im Amte stand. P. scheint sich
früh der schriftstellerischen, besonders
der journalistischen Tätigkeit gewid-
met zu haben. Jm Jahre 1870 zog
er als Redakteur des "Dürkheimer
Anzeigers" mit nach Frankreich. Nach
dem Frieden siedelte er nach Darm-
stadt über, wo er ein humoristisches
Blatt in Darmstädter Mundart, den
"Datterich", herausgab, das in Wort
und Bild ganz seine Erfindung war,
das aber, weil es zu wenig Unter-
stützung fand, nach einigen Jahren
wieder einging. Seit Septbr. 1876
lebt er in Frankfurt a. M.

S:

Hei-
matblumen (Ge.), 1865. 2. A. u. d.

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Petz
beiterbildungsvereinen, in Volks-
bibliotheken, im Volksheim und Set-
tlement ſeinen Wiſſensdurſt zu ſtillen
ſuchte. Es darf nicht wundernehmen,
wenn die Brunnen ſeiner Poeſie in
denſelben Tiefen rauſchen, aus denen
das Proletariat der ganzen Erde
Kraft und Größe ſchöpft.

S:

Trotz
alledem! (Ge.), 1910. ‒ Memoiren
eines Auges, 1911.

*Petzold, Max,

geb. am 3. Mai 1865
in Halle a. S., machte daſelbſt ſeine
Studien und lebte nun dort als freier
Schriftſteller. Nach einem verun-
glückten Verſuch auf dem Gebiet des
hiſtoriſchen Romans fand er ſchnell
das Feld, auf dem er ſeiner ganzen
Eigenart nach etwas Hervorragen-
des zu leiſten imſtande iſt, und haben
ſich ſeine bisherigen Dramen der Be-
achtung u. Anerkennung zu erfreuen
gehabt. Er lebt ſeit 1906 in Ham-
burg.

S:

Jris (Hiſt. R.), 1891. ‒ Un-
term Dach (Lebensbild), 1895. ‒ Die
Einzige (Schſp.), 1896. ‒ Fremdlinge
(Schſp.), 1897. ‒ Der Zeuge (Schſp.),
1898. ‒ Erna (Dr.), 1898. ‒ Marien-
faden (Schſp.), 1899. ‒ Geſchwiſter
(Schſp.), 1899. ‒ Das Alte ſtürzt,
(Schſp.), 1904. ‒ Fritigil (Tr.), 1904.
‒ Es werde Licht (Schſp.), 1905.

*Penker, Paul,

geb. am 22. März
1858 in Wien, widmete ſich nach
beendeten Realſchulſtudien auf den
Wunſch ſeiner Eltern dem Berufe
eines Kaufmanns, erhielt aber, als
ſeine Abneigung gegen eine derartige
Lebensrichtung immer mehr hervor-
trat, ihre Einwilligung zum Beſuch
einer Kunſtſchule. Jm Jahre 1879
unterzog er ſich der Lehramtsprü-
fung und erhielt 1887 eine definitive
Lehrſtelle für Freihandzeichnen am
Staatsgymnaſium im Bezirk Unter-
Meidling, die er, ſpäter mit dem
Titel Profeſſor beehrt, bis zu ſeinem
Tode, am 10. Oktbr. 1896. bekleidete.

S:

Blätter der Liebe (Ge.), 1874.
‒ Schriften; hrsg. von Frdr. Haßl-
wander u. Hanns Fraungruber; II.
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Pfaff
1899 (Jnhalt: I. Gedichte. ‒ II. No-
vellen. Touriſtiſches Moſaik).

*Peyerl, von Peyersfeld, He-
lene,

pſeud. Helene Czechowski-
Peyersfeld,
wurde 1880 zu Kim-
polung in der Bukowina als die
Tochter des damaligen Bezirksrich-
ters, jetzigen Landesgerichtsrats und
Advokaten Czechowsky geboren. Der
Vater war ein Rumäne, die Mutter
eine Deutſche, und obwohl Helene
beide Sprachen beherrſcht, beſchäftigt
ſie ſich doch vorwiegend mit deutſcher
Literatur und dichtete bereits im 11.
Jahre in deutſcher Sprache. Als
Schülerin von 12 Jahren ſchrieb ſie
Sagen und Märchen, die von ihrer
Lehrerin der Drucklegung gewürdigt
wurden. Seitdem hat ſie Beiträge
zu zahlreichen Zeitungen, Zeitſchrif-
ten und Anthologien geliefert. Jm
Jahre 1900 verheiratete ſie ſich mit
dem k. k. Gerichtsadjunkten Peyerl
Ritter von Peyersfeld und lebt in
Gurahumora in der Bukowina.

S:


Herbſtzeitloſen (Ge.), 1903.

*Pfaff, Ludwig,

nach ſeiner Hei-
mat ſich auch Pfaff von Jägers-
burg
nennend, wurde am 2. März
1819 im Forſthauſe Jägersburg, eine
halbe Stunde vom Rhein, zunächſt
Groß-Rohrheims bei Gernheim ge-
boren, woſelbſt damals ſein Vater
als großherzoglich heſſiſcher Ober-
förſter im Amte ſtand. P. ſcheint ſich
früh der ſchriftſtelleriſchen, beſonders
der journaliſtiſchen Tätigkeit gewid-
met zu haben. Jm Jahre 1870 zog
er als Redakteur des „Dürkheimer
Anzeigers“ mit nach Frankreich. Nach
dem Frieden ſiedelte er nach Darm-
ſtadt über, wo er ein humoriſtiſches
Blatt in Darmſtädter Mundart, den
„Datterich“, herausgab, das in Wort
und Bild ganz ſeine Erfindung war,
das aber, weil es zu wenig Unter-
ſtützung fand, nach einigen Jahren
wieder einging. Seit Septbr. 1876
lebt er in Frankfurt a. M.

S:

Hei-
matblumen (Ge.), 1865. 2. A. u. d.

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[267/0271] Petz Pfaff beiterbildungsvereinen, in Volks- bibliotheken, im Volksheim und Set- tlement ſeinen Wiſſensdurſt zu ſtillen ſuchte. Es darf nicht wundernehmen, wenn die Brunnen ſeiner Poeſie in denſelben Tiefen rauſchen, aus denen das Proletariat der ganzen Erde Kraft und Größe ſchöpft. S: Trotz alledem! (Ge.), 1910. ‒ Memoiren eines Auges, 1911. *Petzold, Max, geb. am 3. Mai 1865 in Halle a. S., machte daſelbſt ſeine Studien und lebte nun dort als freier Schriftſteller. Nach einem verun- glückten Verſuch auf dem Gebiet des hiſtoriſchen Romans fand er ſchnell das Feld, auf dem er ſeiner ganzen Eigenart nach etwas Hervorragen- des zu leiſten imſtande iſt, und haben ſich ſeine bisherigen Dramen der Be- achtung u. Anerkennung zu erfreuen gehabt. Er lebt ſeit 1906 in Ham- burg. S: Jris (Hiſt. R.), 1891. ‒ Un- term Dach (Lebensbild), 1895. ‒ Die Einzige (Schſp.), 1896. ‒ Fremdlinge (Schſp.), 1897. ‒ Der Zeuge (Schſp.), 1898. ‒ Erna (Dr.), 1898. ‒ Marien- faden (Schſp.), 1899. ‒ Geſchwiſter (Schſp.), 1899. ‒ Das Alte ſtürzt, (Schſp.), 1904. ‒ Fritigil (Tr.), 1904. ‒ Es werde Licht (Schſp.), 1905. *Penker, Paul, geb. am 22. März 1858 in Wien, widmete ſich nach beendeten Realſchulſtudien auf den Wunſch ſeiner Eltern dem Berufe eines Kaufmanns, erhielt aber, als ſeine Abneigung gegen eine derartige Lebensrichtung immer mehr hervor- trat, ihre Einwilligung zum Beſuch einer Kunſtſchule. Jm Jahre 1879 unterzog er ſich der Lehramtsprü- fung und erhielt 1887 eine definitive Lehrſtelle für Freihandzeichnen am Staatsgymnaſium im Bezirk Unter- Meidling, die er, ſpäter mit dem Titel Profeſſor beehrt, bis zu ſeinem Tode, am 10. Oktbr. 1896. bekleidete. S: Blätter der Liebe (Ge.), 1874. ‒ Schriften; hrsg. von Frdr. Haßl- wander u. Hanns Fraungruber; II. 1899 (Jnhalt: I. Gedichte. ‒ II. No- vellen. Touriſtiſches Moſaik). *Peyerl, von Peyersfeld, He- lene, pſeud. Helene Czechowski- Peyersfeld, wurde 1880 zu Kim- polung in der Bukowina als die Tochter des damaligen Bezirksrich- ters, jetzigen Landesgerichtsrats und Advokaten Czechowsky geboren. Der Vater war ein Rumäne, die Mutter eine Deutſche, und obwohl Helene beide Sprachen beherrſcht, beſchäftigt ſie ſich doch vorwiegend mit deutſcher Literatur und dichtete bereits im 11. Jahre in deutſcher Sprache. Als Schülerin von 12 Jahren ſchrieb ſie Sagen und Märchen, die von ihrer Lehrerin der Drucklegung gewürdigt wurden. Seitdem hat ſie Beiträge zu zahlreichen Zeitungen, Zeitſchrif- ten und Anthologien geliefert. Jm Jahre 1900 verheiratete ſie ſich mit dem k. k. Gerichtsadjunkten Peyerl Ritter von Peyersfeld und lebt in Gurahumora in der Bukowina. S: Herbſtzeitloſen (Ge.), 1903. *Pfaff, Ludwig, nach ſeiner Hei- mat ſich auch Pfaff von Jägers- burg nennend, wurde am 2. März 1819 im Forſthauſe Jägersburg, eine halbe Stunde vom Rhein, zunächſt Groß-Rohrheims bei Gernheim ge- boren, woſelbſt damals ſein Vater als großherzoglich heſſiſcher Ober- förſter im Amte ſtand. P. ſcheint ſich früh der ſchriftſtelleriſchen, beſonders der journaliſtiſchen Tätigkeit gewid- met zu haben. Jm Jahre 1870 zog er als Redakteur des „Dürkheimer Anzeigers“ mit nach Frankreich. Nach dem Frieden ſiedelte er nach Darm- ſtadt über, wo er ein humoriſtiſches Blatt in Darmſtädter Mundart, den „Datterich“, herausgab, das in Wort und Bild ganz ſeine Erfindung war, das aber, weil es zu wenig Unter- ſtützung fand, nach einigen Jahren wieder einging. Seit Septbr. 1876 lebt er in Frankfurt a. M. S: Hei- matblumen (Ge.), 1865. 2. A. u. d. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 267. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/271>, abgerufen am 17.02.2019.