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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Phil
Ungarn, wo sie sich zehn Jahre lang
als Mühlenpächterin um den Unter-
halt und die Erziehung der Kinder
abmühte. Peter besuchte die Volks-
schulen zu Baan u. Trentschin u. kam
dann auf das Gymnasium in Neutra.
Die letzte Klasse des Gymnasiums
machte er in Neusohl durch, worauf
er 1867 die Wiener Universität bezog,
an der er die Rechte studierte. Unter
harten Entbehrungen absolvierte er
seine Studien, dann trat er nach
Ablegung der juridisch-politischen
Staatsprüfungen in den Dienst des
Wiener Magistrats (1872), in wel-
chem er zuerst als Sekretär und seit
1895 als Rat tätig war, bis er 1900
in den Ruhestand trat.

S:

Deutsche
Klänge aus Ungarn (Ge.), 1867. -
Eine versinkende Welt (Dr. D.), 1879.
2. A. 1892. - Jm Strome der Zeit
(Dr. D.), 1881. 2. A. 1892. - Die
beiden Fiedler (R. a. d. Zeit d. deut-
schen Bauernkr.), 1891. - Welt und
Leben (Ge.), 1893. - Teufels Bad-
stube (Humor. E.), 1893. - Nirwana
und Samsara (Ghaselen), 1900.

Philippi, Adolf,

* in Hamburg
am 12. Jan. 1809, Sohn eines Kauf-
manns, besuchte das dortige Johan-
neum und studierte von 1830-34 in
Bonn und Berlin Philologie. Nach-
dem er in letzterer Stadt sein Examen
absolviert, war er bis 1838 Hilfs-
lehrer in Köln, lebte dann sechs Jahre
lang als Privaterzieher in Paris u.
erhielt Ostern 1845 eine Stelle als
Lehrer an der Realschule in Düssel-
dorf. Seit 1849 Oberlehrer daselbst,
starb er am 29. Juni 1855 eines plötz-
lichen Todes.

S:

Lukretia (Tr., nach
Ponsard), 1840. - Polyeukt (Tr.),
1845.

*Philippi, Felix,

geb. am 5. Aug.
1851 in Berlin, wandte sich früh der
Journalistik zu u. siedelte 1875 nach
München über, wo er für deutsche u.
französische Blätter tätig war. Als
glühender Verehrer Jbsens inßenierte
er die ersten deutschen Aufführungen
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Phil
der "Gespenster" u. von "Rosmers-
holm" am Augsburger Stadttheater.
1884 wandte er sich ganz der Büh-
nenschriftstellerei zu und nahm 1891
seinen dauernden Wohnsitz in Berlin.

S:

Die Münchener Oper und das
Münchener Schauspiel, 1884. - Der
Advokat (Schsp.), 1886. - Jrrlicht
(Schausp.), 1886. - Meeresleuchten
(Lsp.), 1887. - Gaudeamus igitur
(Lsp.), 1887. - Daniela (Schsp.), 1888.
- Dagmar (Schsp.), 1887. - Veritas
(Schsp.), 1888. - Am Fenster (Lsp.),
1889. - Das alte Lied (Schsp.), 1891.
- Die kleine Frau (Schsp.), 1891. -
Der verlorene Sohn (Schsp.), 1892.
- Wohltäter der Menschheit (Schsp.),
1895. - Der Dornenweg (Schsp.),
1896. - Wer war's? (Schsp.), 1897.
- Die Wunderquelle (Schw.), 1898. -
Mengersfelde (Schsp.), 1898. - Asra
(Schsp.), 1898. - Das Erbe (Schsp.),
1899. 2. A. 1903. - Der goldene Käfig
(Schsp.), 1900. - Das große Licht
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(Schsp.), 1904. - Der Helfer (Schsp.),
1905. 2. A. 1906. - Pariser Schatten-
spiel (Dramat. Sk.); II, 1906-07. -
Die Ernte (Schsp.), 1908.

Philippi, Fritz,

geb. am 5. Jan.
1869 in Wiesbaden, besuchte das
Gymnasium seiner Vaterstadt u. wid-
mete sich dann an den Universitäten
Berlin, Tübingen und Marburg dem
Studium der Theologie. Jm Jahre
1895 trat er in den Dienst der nas-
sauischen Landeskirche u. wurde 1897
Pfarrer in Breitscheid bei Herborn.
Die sieben Jahre, welche er hier in-
mitten des Westerwaldes mit seiner
herrlichen Natur und seiner Bevölke-
rung von starker Eigenart verlebte,
waren von entscheidender Bedeutung
für seine schriftstellerische Tätigkeit;
denn die Eindrücke, die er dort ge-
wann, zwangen ihn zu novellistischer
Darstellung des Gesehenen und Er-
lebten. Seit 1904 war Ph. Pfarrer an
St. Peter in Diez a. d. Lahn u. gleich-

*


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Phil
Ungarn, wo ſie ſich zehn Jahre lang
als Mühlenpächterin um den Unter-
halt und die Erziehung der Kinder
abmühte. Peter beſuchte die Volks-
ſchulen zu Baan u. Trentſchin u. kam
dann auf das Gymnaſium in Neutra.
Die letzte Klaſſe des Gymnaſiums
machte er in Neuſohl durch, worauf
er 1867 die Wiener Univerſität bezog,
an der er die Rechte ſtudierte. Unter
harten Entbehrungen abſolvierte er
ſeine Studien, dann trat er nach
Ablegung der juridiſch-politiſchen
Staatsprüfungen in den Dienſt des
Wiener Magiſtrats (1872), in wel-
chem er zuerſt als Sekretär und ſeit
1895 als Rat tätig war, bis er 1900
in den Ruheſtand trat.

S:

Deutſche
Klänge aus Ungarn (Ge.), 1867. ‒
Eine verſinkende Welt (Dr. D.), 1879.
2. A. 1892. ‒ Jm Strome der Zeit
(Dr. D.), 1881. 2. A. 1892. ‒ Die
beiden Fiedler (R. a. d. Zeit d. deut-
ſchen Bauernkr.), 1891. ‒ Welt und
Leben (Ge.), 1893. ‒ Teufels Bad-
ſtube (Humor. E.), 1893. ‒ Nirwana
und Samſara (Ghaſelen), 1900.

Philippi, Adolf,

* in Hamburg
am 12. Jan. 1809, Sohn eines Kauf-
manns, beſuchte das dortige Johan-
neum und ſtudierte von 1830‒34 in
Bonn und Berlin Philologie. Nach-
dem er in letzterer Stadt ſein Examen
abſolviert, war er bis 1838 Hilfs-
lehrer in Köln, lebte dann ſechs Jahre
lang als Privaterzieher in Paris u.
erhielt Oſtern 1845 eine Stelle als
Lehrer an der Realſchule in Düſſel-
dorf. Seit 1849 Oberlehrer daſelbſt,
ſtarb er am 29. Juni 1855 eines plötz-
lichen Todes.

S:

Lukretia (Tr., nach
Ponſard), 1840. ‒ Polyeukt (Tr.),
1845.

*Philippi, Felix,

geb. am 5. Aug.
1851 in Berlin, wandte ſich früh der
Journaliſtik zu u. ſiedelte 1875 nach
München über, wo er für deutſche u.
franzöſiſche Blätter tätig war. Als
glühender Verehrer Jbſens inſzenierte
er die erſten deutſchen Aufführungen
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Phil
der „Geſpenſter“ u. von „Rosmers-
holm“ am Augsburger Stadttheater.
1884 wandte er ſich ganz der Büh-
nenſchriftſtellerei zu und nahm 1891
ſeinen dauernden Wohnſitz in Berlin.

S:

Die Münchener Oper und das
Münchener Schauſpiel, 1884. ‒ Der
Advokat (Schſp.), 1886. ‒ Jrrlicht
(Schauſp.), 1886. ‒ Meeresleuchten
(Lſp.), 1887. ‒ Gaudeamus igitur
(Lſp.), 1887. ‒ Daniela (Schſp.), 1888.
‒ Dagmar (Schſp.), 1887. ‒ Veritas
(Schſp.), 1888. ‒ Am Fenſter (Lſp.),
1889. ‒ Das alte Lied (Schſp.), 1891.
‒ Die kleine Frau (Schſp.), 1891. ‒
Der verlorene Sohn (Schſp.), 1892.
‒ Wohltäter der Menſchheit (Schſp.),
1895. ‒ Der Dornenweg (Schſp.),
1896. ‒ Wer war’s? (Schſp.), 1897.
‒ Die Wunderquelle (Schw.), 1898. ‒
Mengersfelde (Schſp.), 1898. ‒ Asra
(Schſp.), 1898. ‒ Das Erbe (Schſp.),
1899. 2. A. 1903. ‒ Der goldene Käfig
(Schſp.), 1900. ‒ Das große Licht
(Schſp.), 1902. ‒ Das dunkle Tor
(Schſp.), 1903. ‒ Der grüne Zweig
(Schſp.), 1904. ‒ Der Helfer (Schſp.),
1905. 2. A. 1906. ‒ Pariſer Schatten-
ſpiel (Dramat. Sk.); II, 1906‒07. ‒
Die Ernte (Schſp.), 1908.

Philippi, Fritz,

geb. am 5. Jan.
1869 in Wiesbaden, beſuchte das
Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt u. wid-
mete ſich dann an den Univerſitäten
Berlin, Tübingen und Marburg dem
Studium der Theologie. Jm Jahre
1895 trat er in den Dienſt der naſ-
ſauiſchen Landeskirche u. wurde 1897
Pfarrer in Breitſcheid bei Herborn.
Die ſieben Jahre, welche er hier in-
mitten des Weſterwaldes mit ſeiner
herrlichen Natur und ſeiner Bevölke-
rung von ſtarker Eigenart verlebte,
waren von entſcheidender Bedeutung
für ſeine ſchriftſtelleriſche Tätigkeit;
denn die Eindrücke, die er dort ge-
wann, zwangen ihn zu novelliſtiſcher
Darſtellung des Geſehenen und Er-
lebten. Seit 1904 war Ph. Pfarrer an
St. Peter in Diez a. d. Lahn u. gleich-

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[280/0284] Phil Phil Ungarn, wo ſie ſich zehn Jahre lang als Mühlenpächterin um den Unter- halt und die Erziehung der Kinder abmühte. Peter beſuchte die Volks- ſchulen zu Baan u. Trentſchin u. kam dann auf das Gymnaſium in Neutra. Die letzte Klaſſe des Gymnaſiums machte er in Neuſohl durch, worauf er 1867 die Wiener Univerſität bezog, an der er die Rechte ſtudierte. Unter harten Entbehrungen abſolvierte er ſeine Studien, dann trat er nach Ablegung der juridiſch-politiſchen Staatsprüfungen in den Dienſt des Wiener Magiſtrats (1872), in wel- chem er zuerſt als Sekretär und ſeit 1895 als Rat tätig war, bis er 1900 in den Ruheſtand trat. S: Deutſche Klänge aus Ungarn (Ge.), 1867. ‒ Eine verſinkende Welt (Dr. D.), 1879. 2. A. 1892. ‒ Jm Strome der Zeit (Dr. D.), 1881. 2. A. 1892. ‒ Die beiden Fiedler (R. a. d. Zeit d. deut- ſchen Bauernkr.), 1891. ‒ Welt und Leben (Ge.), 1893. ‒ Teufels Bad- ſtube (Humor. E.), 1893. ‒ Nirwana und Samſara (Ghaſelen), 1900. Philippi, Adolf, * in Hamburg am 12. Jan. 1809, Sohn eines Kauf- manns, beſuchte das dortige Johan- neum und ſtudierte von 1830‒34 in Bonn und Berlin Philologie. Nach- dem er in letzterer Stadt ſein Examen abſolviert, war er bis 1838 Hilfs- lehrer in Köln, lebte dann ſechs Jahre lang als Privaterzieher in Paris u. erhielt Oſtern 1845 eine Stelle als Lehrer an der Realſchule in Düſſel- dorf. Seit 1849 Oberlehrer daſelbſt, ſtarb er am 29. Juni 1855 eines plötz- lichen Todes. S: Lukretia (Tr., nach Ponſard), 1840. ‒ Polyeukt (Tr.), 1845. *Philippi, Felix, geb. am 5. Aug. 1851 in Berlin, wandte ſich früh der Journaliſtik zu u. ſiedelte 1875 nach München über, wo er für deutſche u. franzöſiſche Blätter tätig war. Als glühender Verehrer Jbſens inſzenierte er die erſten deutſchen Aufführungen der „Geſpenſter“ u. von „Rosmers- holm“ am Augsburger Stadttheater. 1884 wandte er ſich ganz der Büh- nenſchriftſtellerei zu und nahm 1891 ſeinen dauernden Wohnſitz in Berlin. S: Die Münchener Oper und das Münchener Schauſpiel, 1884. ‒ Der Advokat (Schſp.), 1886. ‒ Jrrlicht (Schauſp.), 1886. ‒ Meeresleuchten (Lſp.), 1887. ‒ Gaudeamus igitur (Lſp.), 1887. ‒ Daniela (Schſp.), 1888. ‒ Dagmar (Schſp.), 1887. ‒ Veritas (Schſp.), 1888. ‒ Am Fenſter (Lſp.), 1889. ‒ Das alte Lied (Schſp.), 1891. ‒ Die kleine Frau (Schſp.), 1891. ‒ Der verlorene Sohn (Schſp.), 1892. ‒ Wohltäter der Menſchheit (Schſp.), 1895. ‒ Der Dornenweg (Schſp.), 1896. ‒ Wer war’s? (Schſp.), 1897. ‒ Die Wunderquelle (Schw.), 1898. ‒ Mengersfelde (Schſp.), 1898. ‒ Asra (Schſp.), 1898. ‒ Das Erbe (Schſp.), 1899. 2. A. 1903. ‒ Der goldene Käfig (Schſp.), 1900. ‒ Das große Licht (Schſp.), 1902. ‒ Das dunkle Tor (Schſp.), 1903. ‒ Der grüne Zweig (Schſp.), 1904. ‒ Der Helfer (Schſp.), 1905. 2. A. 1906. ‒ Pariſer Schatten- ſpiel (Dramat. Sk.); II, 1906‒07. ‒ Die Ernte (Schſp.), 1908. Philippi, Fritz, geb. am 5. Jan. 1869 in Wiesbaden, beſuchte das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt u. wid- mete ſich dann an den Univerſitäten Berlin, Tübingen und Marburg dem Studium der Theologie. Jm Jahre 1895 trat er in den Dienſt der naſ- ſauiſchen Landeskirche u. wurde 1897 Pfarrer in Breitſcheid bei Herborn. Die ſieben Jahre, welche er hier in- mitten des Weſterwaldes mit ſeiner herrlichen Natur und ſeiner Bevölke- rung von ſtarker Eigenart verlebte, waren von entſcheidender Bedeutung für ſeine ſchriftſtelleriſche Tätigkeit; denn die Eindrücke, die er dort ge- wann, zwangen ihn zu novelliſtiſcher Darſtellung des Geſehenen und Er- lebten. Seit 1904 war Ph. Pfarrer an St. Peter in Diez a. d. Lahn u. gleich- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 280. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/284>, abgerufen am 18.02.2019.