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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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rol als der Sohn eines Bauern, be-
suchte die Volksschule in Sterzing u.
in Finkenberg im Zillertal, später
das Gymnasium in Brixen, wandte
sich 1879 der Schriftstellerei zu und
gründete 1882 in Bozen die politische
Wochenschrift "Tiroler Sonntags-
bote", deren Eigentümer er bis 1893
und deren Redakteur er bis 1891 ge-
blieben ist. Ein Freund alpinistischer
Bestrebungen, verlegte er 1891 seinen
Wohnsitz nach Jnnsbruck, wo er seit-
dem als Sekretär und Bureauleiter
des Tiroler Landesverbandes für
Fremdenverkehr tätig war und auch
die "Fremden-Zeitung" redigierte.
Er starb dort am 22. März 1905.

S:

Naut'n und Rosmarin (Geschich-
ten und Sk. aus Tirol), 1892. 2. A.
1904. - Graf und Saltnerstochter
(E. aus Andreas Hofers Zeit), 1894.
- Berg- und Talfahrten in Tirol,
1900.

Plattner, Johann,

geb. am 6.
März 1854 in Stolzenburg (Sieben-
bürgen), absolvierte 1875 das Gym-
nasium in Hermannstadt u. studierte
dann je drei Semester in Wien und
Jena Theologie, Philologie u. Phi-
losophie. Jn die Heimat zurückge-
kehrt, wurde er Lehrer am Unter-
Realgymnasium in S.-Reen, 1886 am
Gymnasium in Hermannstadt und im
Herbst 1897 Pfarrer in seinem Heimat-
orte Stolzenburg.

S:

Die Müßigen,
oder: Wer ist der Pfiffigste? (Volksst.),
1909. - Auf nach Wien! (Schw.), 1910.

Plattner, Placidus,

* am 22. Jan.
1834 zu Untervatz, Kt. Graubünden
in der Schweiz, erhielt seine Gym-
nasialbildung in Dissentis, Einsie-
deln, Chur und St. Gallen und stu-
dierte in München und Prag Philo-
sophie, Philologie u. Geschichte. Jm
Herbst 1858 wurde er Professor am
Kollegium Mariahilf zu Schwyz, spä-
ter in Zug und 1864 Professor für
Geschichte, Griechisch und Deutsch an
der Kantonsschule in Chur. Seit 1872
war P. Mitglied des Großen Rats
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des Kt. Graubünden, dazwischen auch
durch sechs Jahre Mitglied der Kan-
tonsregierung, des Erziehungsrats,
des Bezirks- und Obergerichts und
führte daneben 1888-90 einen grö-
ßeren landwirtschaftlichen Betrieb.

S:

Alpenstimmen (Anthol. kathol.
Dichter), 1859. - Aus den rhätischen
Alpen (Dn.), 1859. - Johann Caldar
(Hist. Dr.), 1859. 2. Ausg. 1863. -
Ulrich Wikard (Hist. Dr.), 1874. -
Des Simon Lemnius Raeteis im
Original hrsg. 1874; ins Deutsche
metrisch übertragen, 1882. - Rink
von Baldenstein (Schsp.), 1889. -
Das Lied von den ersten Eidgenos-
sen, 1896.

*Plattner, Samuel,

jüngerer Bru-
der des Vorigen, wurde am 15. Juli
1838 zu Untervatz in Graubünden
geboren, erhielt seine Gymnasialbil-
dung in Dissentis u. Schwyz, absol-
vierte einen philosophischen Kurs in
Einsiedeln und studierte darauf in
München und Freiburg (Schweiz) die
Rechte. Dann schlug er die redaktio-
nelle Laufbahn ein und verharrte in
derselben -- mit Ausnahme eines
Jahres, das er als Professor an der
Kantonsschule in Zug verlebte --
bis zum Jahre 1890. Er redigierte
zuerst die neu gegründete "Rorscha-
cher Zeitung", dann das "Tageblatt
der östlichen Schweiz", darauf fünf
Jahre lang die "Vorarlberger Lan-
deszeitung" in Bregenz und endlich
18 Jahre lang das "Bündener Tage-
blatt" in Chur. Deneben beteiligte
er sich literarisch an verschiedenen
Zeitschriften, war auch Kreisrichter,
Stadtrat, Stadtschulrat etc. in Chur.
Gegenwärtig lebt er daselbst als Re-
gierungssekretär.

S:

Rudolf von
Werdenberg im Freiheitskampf der
Appenzeller (Dr.), 1862. - Gedichte,
1865. - Graubündens Altertümer u.
Kunstschätze, 1878. - Rudolf von
Ems, ein rhätischer Sänger des 13.
Jahrh., 1886. - Sigband (Eine Hi-
storie in 10 Ges.), 1887. - Don Alle-

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Pla
rol als der Sohn eines Bauern, be-
ſuchte die Volksſchule in Sterzing u.
in Finkenberg im Zillertal, ſpäter
das Gymnaſium in Brixen, wandte
ſich 1879 der Schriftſtellerei zu und
gründete 1882 in Bozen die politiſche
Wochenſchrift „Tiroler Sonntags-
bote“, deren Eigentümer er bis 1893
und deren Redakteur er bis 1891 ge-
blieben iſt. Ein Freund alpiniſtiſcher
Beſtrebungen, verlegte er 1891 ſeinen
Wohnſitz nach Jnnsbruck, wo er ſeit-
dem als Sekretär und Bureauleiter
des Tiroler Landesverbandes für
Fremdenverkehr tätig war und auch
die „Fremden-Zeitung“ redigierte.
Er ſtarb dort am 22. März 1905.

S:

Naut’n und Rosmarin (Geſchich-
ten und Sk. aus Tirol), 1892. 2. A.
1904. ‒ Graf und Saltnerstochter
(E. aus Andreas Hofers Zeit), 1894.
‒ Berg- und Talfahrten in Tirol,
1900.

Plattner, Johann,

geb. am 6.
März 1854 in Stolzenburg (Sieben-
bürgen), abſolvierte 1875 das Gym-
naſium in Hermannſtadt u. ſtudierte
dann je drei Semeſter in Wien und
Jena Theologie, Philologie u. Phi-
loſophie. Jn die Heimat zurückge-
kehrt, wurde er Lehrer am Unter-
Realgymnaſium in S.-Reen, 1886 am
Gymnaſium in Hermannſtadt und im
Herbſt 1897 Pfarrer in ſeinem Heimat-
orte Stolzenburg.

S:

Die Müßigen,
oder: Wer iſt der Pfiffigſte? (Volksſt.),
1909. ‒ Auf nach Wien! (Schw.), 1910.

Plattner, Placidus,

* am 22. Jan.
1834 zu Untervatz, Kt. Graubünden
in der Schweiz, erhielt ſeine Gym-
naſialbildung in Diſſentis, Einſie-
deln, Chur und St. Gallen und ſtu-
dierte in München und Prag Philo-
ſophie, Philologie u. Geſchichte. Jm
Herbſt 1858 wurde er Profeſſor am
Kollegium Mariahilf zu Schwyz, ſpä-
ter in Zug und 1864 Profeſſor für
Geſchichte, Griechiſch und Deutſch an
der Kantonsſchule in Chur. Seit 1872
war P. Mitglied des Großen Rats
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Pla
des Kt. Graubünden, dazwiſchen auch
durch ſechs Jahre Mitglied der Kan-
tonsregierung, des Erziehungsrats,
des Bezirks- und Obergerichts und
führte daneben 1888-90 einen grö-
ßeren landwirtſchaftlichen Betrieb.

S:

Alpenſtimmen (Anthol. kathol.
Dichter), 1859. ‒ Aus den rhätiſchen
Alpen (Dn.), 1859. ‒ Johann Caldar
(Hiſt. Dr.), 1859. 2. Ausg. 1863. ‒
Ulrich Wikard (Hiſt. Dr.), 1874. ‒
Des Simon Lemnius Raeteis im
Original hrsg. 1874; ins Deutſche
metriſch übertragen, 1882. ‒ Rink
von Baldenſtein (Schſp.), 1889. ‒
Das Lied von den erſten Eidgenoſ-
ſen, 1896.

*Plattner, Samuel,

jüngerer Bru-
der des Vorigen, wurde am 15. Juli
1838 zu Untervatz in Graubünden
geboren, erhielt ſeine Gymnaſialbil-
dung in Diſſentis u. Schwyz, abſol-
vierte einen philoſophiſchen Kurs in
Einſiedeln und ſtudierte darauf in
München und Freiburg (Schweiz) die
Rechte. Dann ſchlug er die redaktio-
nelle Laufbahn ein und verharrte in
derſelben — mit Ausnahme eines
Jahres, das er als Profeſſor an der
Kantonsſchule in Zug verlebte —
bis zum Jahre 1890. Er redigierte
zuerſt die neu gegründete „Rorſcha-
cher Zeitung“, dann das „Tageblatt
der öſtlichen Schweiz“, darauf fünf
Jahre lang die „Vorarlberger Lan-
deszeitung“ in Bregenz und endlich
18 Jahre lang das „Bündener Tage-
blatt“ in Chur. Deneben beteiligte
er ſich literariſch an verſchiedenen
Zeitſchriften, war auch Kreisrichter,
Stadtrat, Stadtſchulrat ꝛc. in Chur.
Gegenwärtig lebt er daſelbſt als Re-
gierungsſekretär.

S:

Rudolf von
Werdenberg im Freiheitskampf der
Appenzeller (Dr.), 1862. ‒ Gedichte,
1865. ‒ Graubündens Altertümer u.
Kunſtſchätze, 1878. ‒ Rudolf von
Ems, ein rhätiſcher Sänger des 13.
Jahrh., 1886. ‒ Sigband (Eine Hi-
ſtorie in 10 Geſ.), 1887. ‒ Don Alle-

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[302/0306] Pla Pla rol als der Sohn eines Bauern, be- ſuchte die Volksſchule in Sterzing u. in Finkenberg im Zillertal, ſpäter das Gymnaſium in Brixen, wandte ſich 1879 der Schriftſtellerei zu und gründete 1882 in Bozen die politiſche Wochenſchrift „Tiroler Sonntags- bote“, deren Eigentümer er bis 1893 und deren Redakteur er bis 1891 ge- blieben iſt. Ein Freund alpiniſtiſcher Beſtrebungen, verlegte er 1891 ſeinen Wohnſitz nach Jnnsbruck, wo er ſeit- dem als Sekretär und Bureauleiter des Tiroler Landesverbandes für Fremdenverkehr tätig war und auch die „Fremden-Zeitung“ redigierte. Er ſtarb dort am 22. März 1905. S: Naut’n und Rosmarin (Geſchich- ten und Sk. aus Tirol), 1892. 2. A. 1904. ‒ Graf und Saltnerstochter (E. aus Andreas Hofers Zeit), 1894. ‒ Berg- und Talfahrten in Tirol, 1900. Plattner, Johann, geb. am 6. März 1854 in Stolzenburg (Sieben- bürgen), abſolvierte 1875 das Gym- naſium in Hermannſtadt u. ſtudierte dann je drei Semeſter in Wien und Jena Theologie, Philologie u. Phi- loſophie. Jn die Heimat zurückge- kehrt, wurde er Lehrer am Unter- Realgymnaſium in S.-Reen, 1886 am Gymnaſium in Hermannſtadt und im Herbſt 1897 Pfarrer in ſeinem Heimat- orte Stolzenburg. S: Die Müßigen, oder: Wer iſt der Pfiffigſte? (Volksſt.), 1909. ‒ Auf nach Wien! (Schw.), 1910. Plattner, Placidus, * am 22. Jan. 1834 zu Untervatz, Kt. Graubünden in der Schweiz, erhielt ſeine Gym- naſialbildung in Diſſentis, Einſie- deln, Chur und St. Gallen und ſtu- dierte in München und Prag Philo- ſophie, Philologie u. Geſchichte. Jm Herbſt 1858 wurde er Profeſſor am Kollegium Mariahilf zu Schwyz, ſpä- ter in Zug und 1864 Profeſſor für Geſchichte, Griechiſch und Deutſch an der Kantonsſchule in Chur. Seit 1872 war P. Mitglied des Großen Rats des Kt. Graubünden, dazwiſchen auch durch ſechs Jahre Mitglied der Kan- tonsregierung, des Erziehungsrats, des Bezirks- und Obergerichts und führte daneben 1888-90 einen grö- ßeren landwirtſchaftlichen Betrieb. S: Alpenſtimmen (Anthol. kathol. Dichter), 1859. ‒ Aus den rhätiſchen Alpen (Dn.), 1859. ‒ Johann Caldar (Hiſt. Dr.), 1859. 2. Ausg. 1863. ‒ Ulrich Wikard (Hiſt. Dr.), 1874. ‒ Des Simon Lemnius Raeteis im Original hrsg. 1874; ins Deutſche metriſch übertragen, 1882. ‒ Rink von Baldenſtein (Schſp.), 1889. ‒ Das Lied von den erſten Eidgenoſ- ſen, 1896. *Plattner, Samuel, jüngerer Bru- der des Vorigen, wurde am 15. Juli 1838 zu Untervatz in Graubünden geboren, erhielt ſeine Gymnaſialbil- dung in Diſſentis u. Schwyz, abſol- vierte einen philoſophiſchen Kurs in Einſiedeln und ſtudierte darauf in München und Freiburg (Schweiz) die Rechte. Dann ſchlug er die redaktio- nelle Laufbahn ein und verharrte in derſelben — mit Ausnahme eines Jahres, das er als Profeſſor an der Kantonsſchule in Zug verlebte — bis zum Jahre 1890. Er redigierte zuerſt die neu gegründete „Rorſcha- cher Zeitung“, dann das „Tageblatt der öſtlichen Schweiz“, darauf fünf Jahre lang die „Vorarlberger Lan- deszeitung“ in Bregenz und endlich 18 Jahre lang das „Bündener Tage- blatt“ in Chur. Deneben beteiligte er ſich literariſch an verſchiedenen Zeitſchriften, war auch Kreisrichter, Stadtrat, Stadtſchulrat ꝛc. in Chur. Gegenwärtig lebt er daſelbſt als Re- gierungsſekretär. S: Rudolf von Werdenberg im Freiheitskampf der Appenzeller (Dr.), 1862. ‒ Gedichte, 1865. ‒ Graubündens Altertümer u. Kunſtſchätze, 1878. ‒ Rudolf von Ems, ein rhätiſcher Sänger des 13. Jahrh., 1886. ‒ Sigband (Eine Hi- ſtorie in 10 Geſ.), 1887. ‒ Don Alle- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 302. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/306>, abgerufen am 23.03.2019.