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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Pla
gro (Eine Studentengeschichte in
15 Abent.), 1890. - Donat von Vaz
(Ep. D.), 1895. - Guardaval. Am
Ende des Jahrhund. (Eine Historie
in V.), 1895. - Jürg Jenatsch (Hist.
Tr.), 1901.

Plaugmann, D.,

Pseudon. für
David Heinrich Müller; s. d.!

*Plawina, Oswald,

geboren am
29. März 1864 in Brünn (Mähren)
als der Sohn eines Webers, besuchte
das erste deutsche Gymnasium seiner
Vaterstadt und studierte dann seit
1884 an der Universität in Wien die
Rechte. Nach Absolvierung der juri-
disch-politischen Studien trat er im
Februar 1892 bei der k. k. Steuer-
administration in Brünn als Finanz-
Konzeptspraktikant in den österreich.
Staatsdienst, wurde im Juli d. J.
dem Steuerreferate bei der k. k. Be-
zirkshauptmannschaft in Olmütz zu-
gewiesen und im November d. J. der
dortigen Finanz-Bezirks-Direktion
zur Verfügung gestellt. Da er aber
dem Finanzdienst keinen Geschmack
abgewinnen konnte, trat er im Aug.
1893 aus dem Staatsdienst und in
den Konzeptsdienst des Stadtrats in
Brünn, wo er jetzt als Sekretär lebt.
Jm Juli 1894 wurde er an der Uni-
versität Wien zum Dr. jur. utr. pro-
moviert.

S:

Aus Zeit und Leben
(Ge.), 1905.

Plazer, Maria Edle von,

pseud.
Andreas Feiertag, wurde am
29. Sept. 1842 zu Graz in Steiermark
als die Tochter des Finanzrats Ru-
dolf Ritter v. P. geboren und lebt
noch jetzt in Graz ihren literarischen
Neigungen und humanitären Bestre-
bungen. Den letzteren verdankte sie
ihre Ernennung zur Ehrenbürgerin
von Malpurgetto.

S:

Blätter eines
Waldkirschbaumes (3 En.), 1888. -
Das Haus Trotzenstein (E.), 1889.

*Plazer, Viktor Ritter v.,

ein Sohn
des (1888 +) k. k. Landes-Sanitäts-
rats von Steiermark und Stadtphy-
sikus von Graz, Viktor Ritter v. P.,
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Ple
und ein Neffe der Vorigen, wurde
am 16. August 1868 in Radkerburg
(Steiermark) geboren, widmete sich
nach Absolvierung der Unterreal-
schule dem Forstfache, gab aber nach
dem Tode seines Vaters diesen Be-
ruf auf, besuchte einige Zeit später
die Universität Graz u. widmete sich
dann literarischer Tätigkeit. Jm
Jahre 1892 unternahm er eine Reise
nach Deutschland, der Schweiz und
Frankreich u. lebte seit dem Oktober
d. J. auf dem Gute einer Tante in
Anglet bei Biarritz. Jm Jahre 1897
siedelte er nach München über, wo er
den "Neuen bayer. und österreich.
Touristenführer" redigierte. Dort
soll er nach Kürschners Lit.-Kal. 1904
gestorben sein. Außer der Schrift
"Zeitgemäße Betrachtungen" (1893)
veröffentlichte er

S:

Ein seltsam
Spiel, oder: Deutschnational (Lsp.),
1893. - Politische Gesänge, 1895. -
Die Oskariden (Trsp.), 1897.

*Plehn, Auguste,

psd. Brigitte
Augusti,
wurde am 1. Febr. 1839
in Danzig als die Tochter des be-
kannten Predigers, Konsistorialrats
Dr. Karl Heinrich Bresler (s. d.)
geboren u. erhielt daselbst auch ihre
Ausbildung. Jm Jahre 1860 ver-
heiratete sie sich mit dem Gutsbesitzer
Plehn und lebte mit ihm in glück-
licher, aber kinderloser Ehe in Bor-
kau bei Preußisch Stargard (West-
preußen). Nach dem Tode des Gat-
ten verkaufte sie ihr Gut und zog zu
ihrer gleichfalls verwitweten Schwe-
ster, mit der sie 1882-86 in Summin,
dann in Lippy bei Pr. Stargard und
seit 1891 im Seebade Zoppot bei
Danzig lebte. Jm Jahre 1897 bezog
sie ihr eigenes Heim im Stift zum
Heil. Leichnam in Danzig, wo sie
ihren Lebensabend zu verbringen
gedenkt. Erst in reiferen Jahren fing
sie an, schriftstellerisch zu wirken,
hat aber seitdem eine große Frucht-
barkeit entfaltet.

S:

Mädchenlose.
Bilder a. d. Lebens Mai, 1882. 2. A.

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Pla
gro (Eine Studentengeſchichte in
15 Abent.), 1890. ‒ Donat von Vaz
(Ep. D.), 1895. ‒ Guardaval. Am
Ende des Jahrhund. (Eine Hiſtorie
in V.), 1895. ‒ Jürg Jenatſch (Hiſt.
Tr.), 1901.

Plaugmann, D.,

Pſeudon. für
David Heinrich Müller; ſ. d.!

*Plawina, Oswald,

geboren am
29. März 1864 in Brünn (Mähren)
als der Sohn eines Webers, beſuchte
das erſte deutſche Gymnaſium ſeiner
Vaterſtadt und ſtudierte dann ſeit
1884 an der Univerſität in Wien die
Rechte. Nach Abſolvierung der juri-
diſch-politiſchen Studien trat er im
Februar 1892 bei der k. k. Steuer-
adminiſtration in Brünn als Finanz-
Konzeptspraktikant in den öſterreich.
Staatsdienſt, wurde im Juli d. J.
dem Steuerreferate bei der k. k. Be-
zirkshauptmannſchaft in Olmütz zu-
gewieſen und im November d. J. der
dortigen Finanz-Bezirks-Direktion
zur Verfügung geſtellt. Da er aber
dem Finanzdienſt keinen Geſchmack
abgewinnen konnte, trat er im Aug.
1893 aus dem Staatsdienſt und in
den Konzeptsdienſt des Stadtrats in
Brünn, wo er jetzt als Sekretär lebt.
Jm Juli 1894 wurde er an der Uni-
verſität Wien zum Dr. jur. utr. pro-
moviert.

S:

Aus Zeit und Leben
(Ge.), 1905.

Plazer, Maria Edle von,

pſeud.
Andreas Feiertag, wurde am
29. Sept. 1842 zu Graz in Steiermark
als die Tochter des Finanzrats Ru-
dolf Ritter v. P. geboren und lebt
noch jetzt in Graz ihren literariſchen
Neigungen und humanitären Beſtre-
bungen. Den letzteren verdankte ſie
ihre Ernennung zur Ehrenbürgerin
von Malpurgetto.

S:

Blätter eines
Waldkirſchbaumes (3 En.), 1888. ‒
Das Haus Trotzenſtein (E.), 1889.

*Plazer, Viktor Ritter v.,

ein Sohn
des (1888 †) k. k. Landes-Sanitäts-
rats von Steiermark und Stadtphy-
ſikus von Graz, Viktor Ritter v. P.,
[Spaltenumbruch]

Ple
und ein Neffe der Vorigen, wurde
am 16. Auguſt 1868 in Radkerburg
(Steiermark) geboren, widmete ſich
nach Abſolvierung der Unterreal-
ſchule dem Forſtfache, gab aber nach
dem Tode ſeines Vaters dieſen Be-
ruf auf, beſuchte einige Zeit ſpäter
die Univerſität Graz u. widmete ſich
dann literariſcher Tätigkeit. Jm
Jahre 1892 unternahm er eine Reiſe
nach Deutſchland, der Schweiz und
Frankreich u. lebte ſeit dem Oktober
d. J. auf dem Gute einer Tante in
Anglet bei Biarritz. Jm Jahre 1897
ſiedelte er nach München über, wo er
den „Neuen bayer. und öſterreich.
Touriſtenführer“ redigierte. Dort
ſoll er nach Kürſchners Lit.-Kal. 1904
geſtorben ſein. Außer der Schrift
„Zeitgemäße Betrachtungen“ (1893)
veröffentlichte er

S:

Ein ſeltſam
Spiel, oder: Deutſchnational (Lſp.),
1893. ‒ Politiſche Geſänge, 1895. ‒
Die Oskariden (Trſp.), 1897.

*Plehn, Auguſte,

pſd. Brigitte
Auguſti,
wurde am 1. Febr. 1839
in Danzig als die Tochter des be-
kannten Predigers, Konſiſtorialrats
Dr. Karl Heinrich Bresler (ſ. d.)
geboren u. erhielt daſelbſt auch ihre
Ausbildung. Jm Jahre 1860 ver-
heiratete ſie ſich mit dem Gutsbeſitzer
Plehn und lebte mit ihm in glück-
licher, aber kinderloſer Ehe in Bor-
kau bei Preußiſch Stargard (Weſt-
preußen). Nach dem Tode des Gat-
ten verkaufte ſie ihr Gut und zog zu
ihrer gleichfalls verwitweten Schwe-
ſter, mit der ſie 1882-86 in Summin,
dann in Lippy bei Pr. Stargard und
ſeit 1891 im Seebade Zoppot bei
Danzig lebte. Jm Jahre 1897 bezog
ſie ihr eigenes Heim im Stift zum
Heil. Leichnam in Danzig, wo ſie
ihren Lebensabend zu verbringen
gedenkt. Erſt in reiferen Jahren fing
ſie an, ſchriftſtelleriſch zu wirken,
hat aber ſeitdem eine große Frucht-
barkeit entfaltet.

S:

Mädchenloſe.
Bilder a. d. Lebens Mai, 1882. 2. A.

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[303/0307] Pla Ple gro (Eine Studentengeſchichte in 15 Abent.), 1890. ‒ Donat von Vaz (Ep. D.), 1895. ‒ Guardaval. Am Ende des Jahrhund. (Eine Hiſtorie in V.), 1895. ‒ Jürg Jenatſch (Hiſt. Tr.), 1901. Plaugmann, D., Pſeudon. für David Heinrich Müller; ſ. d.! *Plawina, Oswald, geboren am 29. März 1864 in Brünn (Mähren) als der Sohn eines Webers, beſuchte das erſte deutſche Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt und ſtudierte dann ſeit 1884 an der Univerſität in Wien die Rechte. Nach Abſolvierung der juri- diſch-politiſchen Studien trat er im Februar 1892 bei der k. k. Steuer- adminiſtration in Brünn als Finanz- Konzeptspraktikant in den öſterreich. Staatsdienſt, wurde im Juli d. J. dem Steuerreferate bei der k. k. Be- zirkshauptmannſchaft in Olmütz zu- gewieſen und im November d. J. der dortigen Finanz-Bezirks-Direktion zur Verfügung geſtellt. Da er aber dem Finanzdienſt keinen Geſchmack abgewinnen konnte, trat er im Aug. 1893 aus dem Staatsdienſt und in den Konzeptsdienſt des Stadtrats in Brünn, wo er jetzt als Sekretär lebt. Jm Juli 1894 wurde er an der Uni- verſität Wien zum Dr. jur. utr. pro- moviert. S: Aus Zeit und Leben (Ge.), 1905. Plazer, Maria Edle von, pſeud. Andreas Feiertag, wurde am 29. Sept. 1842 zu Graz in Steiermark als die Tochter des Finanzrats Ru- dolf Ritter v. P. geboren und lebt noch jetzt in Graz ihren literariſchen Neigungen und humanitären Beſtre- bungen. Den letzteren verdankte ſie ihre Ernennung zur Ehrenbürgerin von Malpurgetto. S: Blätter eines Waldkirſchbaumes (3 En.), 1888. ‒ Das Haus Trotzenſtein (E.), 1889. *Plazer, Viktor Ritter v., ein Sohn des (1888 †) k. k. Landes-Sanitäts- rats von Steiermark und Stadtphy- ſikus von Graz, Viktor Ritter v. P., und ein Neffe der Vorigen, wurde am 16. Auguſt 1868 in Radkerburg (Steiermark) geboren, widmete ſich nach Abſolvierung der Unterreal- ſchule dem Forſtfache, gab aber nach dem Tode ſeines Vaters dieſen Be- ruf auf, beſuchte einige Zeit ſpäter die Univerſität Graz u. widmete ſich dann literariſcher Tätigkeit. Jm Jahre 1892 unternahm er eine Reiſe nach Deutſchland, der Schweiz und Frankreich u. lebte ſeit dem Oktober d. J. auf dem Gute einer Tante in Anglet bei Biarritz. Jm Jahre 1897 ſiedelte er nach München über, wo er den „Neuen bayer. und öſterreich. Touriſtenführer“ redigierte. Dort ſoll er nach Kürſchners Lit.-Kal. 1904 geſtorben ſein. Außer der Schrift „Zeitgemäße Betrachtungen“ (1893) veröffentlichte er S: Ein ſeltſam Spiel, oder: Deutſchnational (Lſp.), 1893. ‒ Politiſche Geſänge, 1895. ‒ Die Oskariden (Trſp.), 1897. *Plehn, Auguſte, pſd. Brigitte Auguſti, wurde am 1. Febr. 1839 in Danzig als die Tochter des be- kannten Predigers, Konſiſtorialrats Dr. Karl Heinrich Bresler (ſ. d.) geboren u. erhielt daſelbſt auch ihre Ausbildung. Jm Jahre 1860 ver- heiratete ſie ſich mit dem Gutsbeſitzer Plehn und lebte mit ihm in glück- licher, aber kinderloſer Ehe in Bor- kau bei Preußiſch Stargard (Weſt- preußen). Nach dem Tode des Gat- ten verkaufte ſie ihr Gut und zog zu ihrer gleichfalls verwitweten Schwe- ſter, mit der ſie 1882-86 in Summin, dann in Lippy bei Pr. Stargard und ſeit 1891 im Seebade Zoppot bei Danzig lebte. Jm Jahre 1897 bezog ſie ihr eigenes Heim im Stift zum Heil. Leichnam in Danzig, wo ſie ihren Lebensabend zu verbringen gedenkt. Erſt in reiferen Jahren fing ſie an, ſchriftſtelleriſch zu wirken, hat aber ſeitdem eine große Frucht- barkeit entfaltet. S: Mädchenloſe. Bilder a. d. Lebens Mai, 1882. 2. A. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 303. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/307>, abgerufen am 15.11.2018.