Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Poeck
der Verbesserung der Frauenkleidung,
war auch, solange in Berlin der "Ver-
ein für Verbesserung der Frauenklei-
dung" bestand, Vorsitzende desselben.

S:

Die Geschichten der Eltern (E.),
1903. - Marienmütter (Lsp.), 1904.
- Frau Major Lüdicke (Lsp.), 1908.

*Poeck, Wilhelm,

geb. als Sohn
eines Schmiedes am 29. Dezbr. 1866
in Moisburg (Prov. Hannover), wid-
mete sich seit 1886 in Göttingen und
Marburg dem Studium der Literatur
und neueren Sprachen, brach aber
1888 aus äußeren Gründen seine
Studien ab und wandte sich dem
Steuerfache zu. Er war bis 1907
Oberzollkontrolleur in Hamburg und
widmet sich seitdem ausschließlich
schriftstellerischer Tätigkeit. Jm Jahre
1908 unternahm er eine mehrjährige
Reise durch Frankreich u. Jtalien u.
weilte 1911 in Ascona b. Locarno.

S:


Schicksale (Nn.), 1901. - Jslandzau-
ber (E.), 1904. - De Herr Jnnehmer
Barkenbusch und andere Geschichten
von der Waterkant, 1906. - Jn de
Ellernbucht (En Gesch. von de Ham-
borger Waterkant), 1906. - Turm-
schwalben (Humorist. R.), 1907. -
Von Löwen, Lumpen und anftändi-
gen Leuten (Lustige Hamburger Ge-
schichten), 1908. 2. A. 1908. - Leben-
dige Bütt (Humor.), 1907. - Nord-
kaper (Fideler Reise-R.), 1908. -
Sinkendes Land (R.), 1908. - Von
Hamburger Herrschaften, Kökschen
und Kindern (3 lustige Geschn.), 1909.
- Simon Külpers Kinder (Fischer-R.
von der Nordsee), 1910. - Planeten-
pleite (Hum.-sat. R.), 1910. - Der Aus-
tauschprofessor u. andere Humoresken,
1911. - Das Kraut Orant (R.), 1912.

*Podewils, Tom Freiherr von,


wurde am 2. Januar 1876 zu Am-
berg in der Oberpfalz geboren und
verlebte seine Jugendzeit bei den
Eltern nach deren jeweiligen Auf-
enthaltsort teils in Nürnberg oder
Amberg, wo er das Gymnasium be-
suchte, teils auf dem Familiengute
[Spaltenumbruch]

Pog
Hohenberg in der Nähe des Starn-
berger Sees, wo er durch einen Pri-
vatlehrer weiter unterrichtet ward.
Als sich seine Eltern dauernd in
München niederließen, besuchte er
dort das Gymnasium und begann
dann seine Universitätsstudien, die
er jedoch unterbrechen mußte, da
infolge anstrengender geistiger Arbeit
seine Gesundheit stark angegriffen
war. Er ließ sich nun im Frühjahr
1899 in Pfullingen im lieblichen
Echaztal nieder u. widmet sich, nach-
dem seine Gesundheit sich dauernd
gekräftigt hat, der Schriftstellerei.

S:

Der Versuchung erlegen (Krim.
E.), 1906. - Selbstverschuldetes Leid
(E. n. d. Leben), 1907. - Zweifelhafte
Charaktere (R.), 1909.

*Pogge, Günther,

geboren am
12. Juni 1879 in Merseburg als der
Sohn eines Juristen, besuchte erst die
Schulen seiner Vaterstadt und seit
1891 die Kadettenhäuser in Bens-
berg und Groß-Lichterfelde bei Ber-
lin. Nachdem er in Naumburg a. S.
das Abiturium gemacht, studierte er
in München, Kiel u. Halle die Rechte,
arbeitete als Referendar u. a. in Mag-
deburg u. Berlin und ist jetzt (1911)
Assessor bei der Staatsanwaltschaft in
Hamburg.

S:

Frühe Wanderung (Ge.),
1901. - Einsame Feuer (Ge.), 1907.

*Pogge, Karl,

geb. am 13. Aug.
1875 in Schwaan, einem kleinen
Städtchen in Mecklenburg, erhielt
seine Schulbildung hauptsächlich auf
dem Gymnasium in Rostock, nach
dessen Absolvierung er sich dem Stu-
dium der Theologie widmete. Nach
Erledigung des ersten theolog. Exa-
mens lebte er als Hauslehrer zwei
Jahre im Auslande, fand es aber
nach seiner Rückkehr aus inneren und
äußeren Gründen unmöglich, die ein-
geschlagene Laufbahn weiter zu ver-
folgen. Er wurde Lehrer an einer
Privatschule in einem Dorfe des
Teutoburger Waldes und entschloß
sich nach vier Jahren, abermals die

*


[Spaltenumbruch]

Poeck
der Verbeſſerung der Frauenkleidung,
war auch, ſolange in Berlin der „Ver-
ein für Verbeſſerung der Frauenklei-
dung“ beſtand, Vorſitzende desſelben.

S:

Die Geſchichten der Eltern (E.),
1903. ‒ Marienmütter (Lſp.), 1904.
‒ Frau Major Lüdicke (Lſp.), 1908.

*Poeck, Wilhelm,

geb. als Sohn
eines Schmiedes am 29. Dezbr. 1866
in Moisburg (Prov. Hannover), wid-
mete ſich ſeit 1886 in Göttingen und
Marburg dem Studium der Literatur
und neueren Sprachen, brach aber
1888 aus äußeren Gründen ſeine
Studien ab und wandte ſich dem
Steuerfache zu. Er war bis 1907
Oberzollkontrolleur in Hamburg und
widmet ſich ſeitdem ausſchließlich
ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit. Jm Jahre
1908 unternahm er eine mehrjährige
Reiſe durch Frankreich u. Jtalien u.
weilte 1911 in Ascona b. Locarno.

S:


Schickſale (Nn.), 1901. ‒ Jslandzau-
ber (E.), 1904. ‒ De Herr Jnnehmer
Barkenbuſch und andere Geſchichten
von der Waterkant, 1906. ‒ Jn de
Ellernbucht (En Geſch. von de Ham-
borger Waterkant), 1906. ‒ Turm-
ſchwalben (Humoriſt. R.), 1907. ‒
Von Löwen, Lumpen und anftändi-
gen Leuten (Luſtige Hamburger Ge-
ſchichten), 1908. 2. A. 1908. ‒ Leben-
dige Bütt (Humor.), 1907. ‒ Nord-
kaper (Fideler Reiſe-R.), 1908. ‒
Sinkendes Land (R.), 1908. ‒ Von
Hamburger Herrſchaften, Kökſchen
und Kindern (3 luſtige Geſchn.), 1909.
‒ Simon Külpers Kinder (Fiſcher-R.
von der Nordſee), 1910. ‒ Planeten-
pleite (Hum.-ſat. R.), 1910. ‒ Der Aus-
tauſchprofeſſor u. andere Humoresken,
1911. ‒ Das Kraut Orant (R.), 1912.

*Podewils, Tom Freiherr von,


wurde am 2. Januar 1876 zu Am-
berg in der Oberpfalz geboren und
verlebte ſeine Jugendzeit bei den
Eltern nach deren jeweiligen Auf-
enthaltsort teils in Nürnberg oder
Amberg, wo er das Gymnaſium be-
ſuchte, teils auf dem Familiengute
[Spaltenumbruch]

Pog
Hohenberg in der Nähe des Starn-
berger Sees, wo er durch einen Pri-
vatlehrer weiter unterrichtet ward.
Als ſich ſeine Eltern dauernd in
München niederließen, beſuchte er
dort das Gymnaſium und begann
dann ſeine Univerſitätsſtudien, die
er jedoch unterbrechen mußte, da
infolge anſtrengender geiſtiger Arbeit
ſeine Geſundheit ſtark angegriffen
war. Er ließ ſich nun im Frühjahr
1899 in Pfullingen im lieblichen
Echaztal nieder u. widmet ſich, nach-
dem ſeine Geſundheit ſich dauernd
gekräftigt hat, der Schriftſtellerei.

S:

Der Verſuchung erlegen (Krim.
E.), 1906. ‒ Selbſtverſchuldetes Leid
(E. n. d. Leben), 1907. ‒ Zweifelhafte
Charaktere (R.), 1909.

*Pogge, Günther,

geboren am
12. Juni 1879 in Merſeburg als der
Sohn eines Juriſten, beſuchte erſt die
Schulen ſeiner Vaterſtadt und ſeit
1891 die Kadettenhäuſer in Bens-
berg und Groß-Lichterfelde bei Ber-
lin. Nachdem er in Naumburg a. S.
das Abiturium gemacht, ſtudierte er
in München, Kiel u. Halle die Rechte,
arbeitete als Referendar u. a. in Mag-
deburg u. Berlin und iſt jetzt (1911)
Aſſeſſor bei der Staatsanwaltſchaft in
Hamburg.

S:

Frühe Wanderung (Ge.),
1901. ‒ Einſame Feuer (Ge.), 1907.

*Pogge, Karl,

geb. am 13. Aug.
1875 in Schwaan, einem kleinen
Städtchen in Mecklenburg, erhielt
ſeine Schulbildung hauptſächlich auf
dem Gymnaſium in Roſtock, nach
deſſen Abſolvierung er ſich dem Stu-
dium der Theologie widmete. Nach
Erledigung des erſten theolog. Exa-
mens lebte er als Hauslehrer zwei
Jahre im Auslande, fand es aber
nach ſeiner Rückkehr aus inneren und
äußeren Gründen unmöglich, die ein-
geſchlagene Laufbahn weiter zu ver-
folgen. Er wurde Lehrer an einer
Privatſchule in einem Dorfe des
Teutoburger Waldes und entſchloß
ſich nach vier Jahren, abermals die

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0315" n="311"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Poeck</hi></fw><lb/>
der Verbe&#x017F;&#x017F;erung der Frauenkleidung,<lb/>
war auch, &#x017F;olange in Berlin der &#x201E;Ver-<lb/>
ein für Verbe&#x017F;&#x017F;erung der Frauenklei-<lb/>
dung&#x201C; be&#x017F;tand, Vor&#x017F;itzende des&#x017F;elben.<lb/></p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Die Ge&#x017F;chichten der Eltern (E.),<lb/>
1903. &#x2012; Marienmütter (L&#x017F;p.), 1904.<lb/>
&#x2012; Frau Major Lüdicke (L&#x017F;p.), 1908.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Poeck,</hi> Wilhelm,</persName></head>
        <p> geb. als Sohn<lb/>
eines Schmiedes am 29. Dezbr. 1866<lb/>
in Moisburg (Prov. Hannover), wid-<lb/>
mete &#x017F;ich &#x017F;eit 1886 in Göttingen und<lb/>
Marburg dem Studium der Literatur<lb/>
und neueren Sprachen, brach aber<lb/>
1888 aus äußeren Gründen &#x017F;eine<lb/>
Studien ab und wandte &#x017F;ich dem<lb/>
Steuerfache zu. Er war bis 1907<lb/>
Oberzollkontrolleur in Hamburg und<lb/>
widmet &#x017F;ich &#x017F;eitdem aus&#x017F;chließlich<lb/>
&#x017F;chrift&#x017F;telleri&#x017F;cher Tätigkeit. Jm Jahre<lb/>
1908 unternahm er eine mehrjährige<lb/>
Rei&#x017F;e durch Frankreich u. Jtalien u.<lb/>
weilte 1911 in Ascona b. Locarno. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head><lb/>
          <p><lb/>
Schick&#x017F;ale (Nn.), 1901. &#x2012; Jslandzau-<lb/>
ber (E.), 1904. &#x2012; De Herr Jnnehmer<lb/>
Barkenbu&#x017F;ch und andere Ge&#x017F;chichten<lb/>
von der Waterkant, 1906. &#x2012; Jn de<lb/>
Ellernbucht (En Ge&#x017F;ch. von de Ham-<lb/>
borger Waterkant), 1906. &#x2012; Turm-<lb/>
&#x017F;chwalben (Humori&#x017F;t. R.), 1907. &#x2012;<lb/>
Von Löwen, Lumpen und anftändi-<lb/>
gen Leuten (Lu&#x017F;tige Hamburger Ge-<lb/>
&#x017F;chichten), 1908. 2. A. 1908. &#x2012; Leben-<lb/>
dige Bütt (Humor.), 1907. &#x2012; Nord-<lb/>
kaper (Fideler Rei&#x017F;e-R.), 1908. &#x2012;<lb/>
Sinkendes Land (R.), 1908. &#x2012; Von<lb/>
Hamburger Herr&#x017F;chaften, Kök&#x017F;chen<lb/>
und Kindern (3 lu&#x017F;tige Ge&#x017F;chn.), 1909.<lb/>
&#x2012; Simon Külpers Kinder (Fi&#x017F;cher-R.<lb/>
von der Nord&#x017F;ee), 1910. &#x2012; Planeten-<lb/>
pleite (Hum.-&#x017F;at. R.), 1910. &#x2012; Der Aus-<lb/>
tau&#x017F;chprofe&#x017F;&#x017F;or u. andere Humoresken,<lb/>
1911. &#x2012; Das Kraut Orant (R.), 1912.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Podewils,</hi> Tom Freiherr von,</persName></head>
        <p><lb/>
wurde am 2. Januar 1876 zu Am-<lb/>
berg in der Oberpfalz geboren und<lb/>
verlebte &#x017F;eine Jugendzeit bei den<lb/>
Eltern nach deren jeweiligen Auf-<lb/>
enthaltsort teils in Nürnberg oder<lb/>
Amberg, wo er das Gymna&#x017F;ium be-<lb/>
&#x017F;uchte, teils auf dem Familiengute<lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Pog</hi></fw><lb/>
Hohenberg in der Nähe des Starn-<lb/>
berger Sees, wo er durch einen Pri-<lb/>
vatlehrer weiter unterrichtet ward.<lb/>
Als &#x017F;ich &#x017F;eine Eltern dauernd in<lb/>
München niederließen, be&#x017F;uchte er<lb/>
dort das Gymna&#x017F;ium und begann<lb/>
dann &#x017F;eine Univer&#x017F;itäts&#x017F;tudien, die<lb/>
er jedoch unterbrechen mußte, da<lb/>
infolge an&#x017F;trengender gei&#x017F;tiger Arbeit<lb/>
&#x017F;eine Ge&#x017F;undheit &#x017F;tark angegriffen<lb/>
war. Er ließ &#x017F;ich nun im Frühjahr<lb/>
1899 in Pfullingen im lieblichen<lb/>
Echaztal nieder u. widmet &#x017F;ich, nach-<lb/>
dem &#x017F;eine Ge&#x017F;undheit &#x017F;ich dauernd<lb/>
gekräftigt hat, der Schrift&#x017F;tellerei.<lb/></p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Der Ver&#x017F;uchung erlegen (Krim.<lb/>
E.), 1906. &#x2012; Selb&#x017F;tver&#x017F;chuldetes Leid<lb/>
(E. n. d. Leben), 1907. &#x2012; Zweifelhafte<lb/>
Charaktere (R.), 1909.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Pogge,</hi> Günther,</persName></head>
        <p> geboren am<lb/>
12. Juni 1879 in Mer&#x017F;eburg als der<lb/>
Sohn eines Juri&#x017F;ten, be&#x017F;uchte er&#x017F;t die<lb/>
Schulen &#x017F;einer Vater&#x017F;tadt und &#x017F;eit<lb/>
1891 die Kadettenhäu&#x017F;er in Bens-<lb/>
berg und Groß-Lichterfelde bei Ber-<lb/>
lin. Nachdem er in Naumburg a. S.<lb/>
das Abiturium gemacht, &#x017F;tudierte er<lb/>
in München, Kiel u. Halle die Rechte,<lb/>
arbeitete als Referendar u. a. in Mag-<lb/>
deburg u. Berlin und i&#x017F;t jetzt (1911)<lb/>
A&#x017F;&#x017F;e&#x017F;&#x017F;or bei der Staatsanwalt&#x017F;chaft in<lb/>
Hamburg. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Frühe Wanderung (Ge.),<lb/>
1901. &#x2012; Ein&#x017F;ame Feuer (Ge.), 1907.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Pogge,</hi> Karl,</persName></head>
        <p> geb. am 13. Aug.<lb/>
1875 in Schwaan, einem kleinen<lb/>
Städtchen in Mecklenburg, erhielt<lb/>
&#x017F;eine Schulbildung haupt&#x017F;ächlich auf<lb/>
dem Gymna&#x017F;ium in Ro&#x017F;tock, nach<lb/>
de&#x017F;&#x017F;en Ab&#x017F;olvierung er &#x017F;ich dem Stu-<lb/>
dium der Theologie widmete. Nach<lb/>
Erledigung des er&#x017F;ten theolog. Exa-<lb/>
mens lebte er als Hauslehrer zwei<lb/>
Jahre im Auslande, fand es aber<lb/>
nach &#x017F;einer Rückkehr aus inneren und<lb/>
äußeren Gründen unmöglich, die ein-<lb/>
ge&#x017F;chlagene Laufbahn weiter zu ver-<lb/>
folgen. Er wurde Lehrer an einer<lb/>
Privat&#x017F;chule in einem Dorfe des<lb/>
Teutoburger Waldes und ent&#x017F;chloß<lb/>
&#x017F;ich nach vier Jahren, abermals die<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[311/0315] Poeck Pog der Verbeſſerung der Frauenkleidung, war auch, ſolange in Berlin der „Ver- ein für Verbeſſerung der Frauenklei- dung“ beſtand, Vorſitzende desſelben. S: Die Geſchichten der Eltern (E.), 1903. ‒ Marienmütter (Lſp.), 1904. ‒ Frau Major Lüdicke (Lſp.), 1908. *Poeck, Wilhelm, geb. als Sohn eines Schmiedes am 29. Dezbr. 1866 in Moisburg (Prov. Hannover), wid- mete ſich ſeit 1886 in Göttingen und Marburg dem Studium der Literatur und neueren Sprachen, brach aber 1888 aus äußeren Gründen ſeine Studien ab und wandte ſich dem Steuerfache zu. Er war bis 1907 Oberzollkontrolleur in Hamburg und widmet ſich ſeitdem ausſchließlich ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit. Jm Jahre 1908 unternahm er eine mehrjährige Reiſe durch Frankreich u. Jtalien u. weilte 1911 in Ascona b. Locarno. S: Schickſale (Nn.), 1901. ‒ Jslandzau- ber (E.), 1904. ‒ De Herr Jnnehmer Barkenbuſch und andere Geſchichten von der Waterkant, 1906. ‒ Jn de Ellernbucht (En Geſch. von de Ham- borger Waterkant), 1906. ‒ Turm- ſchwalben (Humoriſt. R.), 1907. ‒ Von Löwen, Lumpen und anftändi- gen Leuten (Luſtige Hamburger Ge- ſchichten), 1908. 2. A. 1908. ‒ Leben- dige Bütt (Humor.), 1907. ‒ Nord- kaper (Fideler Reiſe-R.), 1908. ‒ Sinkendes Land (R.), 1908. ‒ Von Hamburger Herrſchaften, Kökſchen und Kindern (3 luſtige Geſchn.), 1909. ‒ Simon Külpers Kinder (Fiſcher-R. von der Nordſee), 1910. ‒ Planeten- pleite (Hum.-ſat. R.), 1910. ‒ Der Aus- tauſchprofeſſor u. andere Humoresken, 1911. ‒ Das Kraut Orant (R.), 1912. *Podewils, Tom Freiherr von, wurde am 2. Januar 1876 zu Am- berg in der Oberpfalz geboren und verlebte ſeine Jugendzeit bei den Eltern nach deren jeweiligen Auf- enthaltsort teils in Nürnberg oder Amberg, wo er das Gymnaſium be- ſuchte, teils auf dem Familiengute Hohenberg in der Nähe des Starn- berger Sees, wo er durch einen Pri- vatlehrer weiter unterrichtet ward. Als ſich ſeine Eltern dauernd in München niederließen, beſuchte er dort das Gymnaſium und begann dann ſeine Univerſitätsſtudien, die er jedoch unterbrechen mußte, da infolge anſtrengender geiſtiger Arbeit ſeine Geſundheit ſtark angegriffen war. Er ließ ſich nun im Frühjahr 1899 in Pfullingen im lieblichen Echaztal nieder u. widmet ſich, nach- dem ſeine Geſundheit ſich dauernd gekräftigt hat, der Schriftſtellerei. S: Der Verſuchung erlegen (Krim. E.), 1906. ‒ Selbſtverſchuldetes Leid (E. n. d. Leben), 1907. ‒ Zweifelhafte Charaktere (R.), 1909. *Pogge, Günther, geboren am 12. Juni 1879 in Merſeburg als der Sohn eines Juriſten, beſuchte erſt die Schulen ſeiner Vaterſtadt und ſeit 1891 die Kadettenhäuſer in Bens- berg und Groß-Lichterfelde bei Ber- lin. Nachdem er in Naumburg a. S. das Abiturium gemacht, ſtudierte er in München, Kiel u. Halle die Rechte, arbeitete als Referendar u. a. in Mag- deburg u. Berlin und iſt jetzt (1911) Aſſeſſor bei der Staatsanwaltſchaft in Hamburg. S: Frühe Wanderung (Ge.), 1901. ‒ Einſame Feuer (Ge.), 1907. *Pogge, Karl, geb. am 13. Aug. 1875 in Schwaan, einem kleinen Städtchen in Mecklenburg, erhielt ſeine Schulbildung hauptſächlich auf dem Gymnaſium in Roſtock, nach deſſen Abſolvierung er ſich dem Stu- dium der Theologie widmete. Nach Erledigung des erſten theolog. Exa- mens lebte er als Hauslehrer zwei Jahre im Auslande, fand es aber nach ſeiner Rückkehr aus inneren und äußeren Gründen unmöglich, die ein- geſchlagene Laufbahn weiter zu ver- folgen. Er wurde Lehrer an einer Privatſchule in einem Dorfe des Teutoburger Waldes und entſchloß ſich nach vier Jahren, abermals die *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/315
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 311. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/315>, abgerufen am 23.03.2019.