Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Posch
lau als Tochter des Bankiers Jakob
Landau geboren, erhielt dort ihre
Erziehung und ging 1875 zu weiterer
Ausbildung in der Musik nach Ber-
lin, wo sie ihre Studien bis 1880 in
der Neuen Akademie der Tonkunst
unter persönlicher Leitung von Theo-
dor Kullak betrieb, die sie später bei
Wilhelm Tappert, Moritz Moszkowski,
Xaver Scharwenka und Franz Lißt
fortsetzte. Jm Jahre 1883 verheira-
tete sie sich mit Heinrich Ritter von
Poschinger, dem bekannten Bismarck-
Biographen (s. d. Vorigen!) u. hatte
dadurch das Glück, dem Bismarck-
schen Hause näherzutreten. Die Ehe
wurde indes 1899 geschieden und --
ein Aufsehen erregender Fall -- 1908
auch vom Papste für nichtig erklärt.
Margarete von P., die seitdem ihren
Wohnsitz in Berlin beibehalten hat,
ist seit 1892 auch als Schriftstellerin
tätig. Veranlaßt wurde sie zu dieser
Tätigkeit durch ein längeres Leiden,
das sie an das Zimmer fesselte u. der
Gefellschaft fernhielt. Unter dem
Pseud. Margarete v. Frauenau
schrieb sie Märchen und Gedichte für
verschiedene Blätter, gab auch ein
Bändchen lyrischer Poesien heraus,
die indes nur als Manuskript gedruckt
sind. Sehr beachtenswert ist ihr Werk
"Kaiser Friedrich. Jn neuer quellen-
mäßiger Darstellung" (II, 1898 bis
1900); auch gab sie "Kaiser Friedrichs
Tagebücher über die Kriege von 1866
und 1870-71, sowie über seine Reisen
nach dem Morgenlande und nach
Spanien" (1901) heraus.

S:

Erleb-
tes und Erdichtetes (Nn. u. literar.
Aufsätze), 1893. - Ebenbürtig (R.),
1895. - Wie Künstler lieben (N.),
1896.

Poschinger, Heriberte von,

psd.
Heinz Ossen, geb. am 1. Dezbr.
1849 in Rabenstein (Bayern), lebt
(1893) als Gattin eines Kommerzien-
rates in München. Sie ist Dichterin
und Malerin.

S:

Lieder der Wald-
frau (Ge.), 1893.

[Spaltenumbruch]
Pöst
Posgaru,

Pseud. für Karl Adolf
Suckow; s. d.!

*Post, Albert Hermann,

geb. am
8. Okt. 1839 zu Bremen, empfing dort
seine Gymnasialbildung u. studierte
darauf an verschiedenen Hochschulen
die Rechte. Nachdem er die Würde
eines Dr. jur. erworben und die Be-
stallung zum Advokaten erlangt hatte,
kehrte er 1863 in seine Vaterstadt zu-
rück u. versah hier eine Zeitlang die
Stelle eines Gerichtssekretärs, bis er
am 21. Februar 1874 Mitglied des
Richterkollegiums wurde. Seit 1879
Landrichter daselbst, starb er am 25.
August 1895. P. war ein namhafter
Schriftsteller auf juriftisch-philoso-
phischem Gebiet und einer der rüstig-
sten Pioniere auf dem Felde der ver-
gleichenden Rechtswissenschaft auf
ethnologischer Basis und hat nach
dieser Seite hin zahlreiche wertvolle
Werke geschrieben. Hier bleiben zu
erwähnen

S:

Bremer Leben (Satir.
G.), 1872. - Wismund (Ein Myste-
rium in 8 Szenen), 1873.

Postel, Georg,

pseudon. Georg
von der Halde,
wurde am 23.
April 1862 in Neiße geboren, besuchte
das Gymnasium in Glatz u. trat 1881
in die sächsische Armee ein, der er bis
1903 angehörte, zuletzt als Haupt-
mann z. D. und Bezirksoffizier in
Chemnitz. Nach seinem Ausscheiden
als Major a. D. lebte er erst in Dres-
den u. seit 1906 als Geschäftsführer
des Verbandes sächsisch-thüringischer
Webereien u. der Vereinigung deut-
scher Webereien englischer Gardinen
in Greiz i. V.

S:

Aus dem Tornister
(Launige Erinnerungen), 1902. - Der
Bergmann von Falun (Eine Berg-
mannsmär), 1902.

Posthumus, Theodor,

Pseudon.
f. Theodor Freih. v. Treitschke;
s. d.!

*Pöstion, Auguste,

geb. am 12.
Januar 1885 in Aussee (Steiermark),
verlebte dort ihre Kindheit u. Jugend
und weilt seit einigen Jahren mit

*


[Spaltenumbruch]

Poſch
lau als Tochter des Bankiers Jakob
Landau geboren, erhielt dort ihre
Erziehung und ging 1875 zu weiterer
Ausbildung in der Muſik nach Ber-
lin, wo ſie ihre Studien bis 1880 in
der Neuen Akademie der Tonkunſt
unter perſönlicher Leitung von Theo-
dor Kullak betrieb, die ſie ſpäter bei
Wilhelm Tappert, Moritz Moszkowski,
Xaver Scharwenka und Franz Liſzt
fortſetzte. Jm Jahre 1883 verheira-
tete ſie ſich mit Heinrich Ritter von
Poſchinger, dem bekannten Bismarck-
Biographen (ſ. d. Vorigen!) u. hatte
dadurch das Glück, dem Bismarck-
ſchen Hauſe näherzutreten. Die Ehe
wurde indes 1899 geſchieden und —
ein Aufſehen erregender Fall — 1908
auch vom Papſte für nichtig erklärt.
Margarete von P., die ſeitdem ihren
Wohnſitz in Berlin beibehalten hat,
iſt ſeit 1892 auch als Schriftſtellerin
tätig. Veranlaßt wurde ſie zu dieſer
Tätigkeit durch ein längeres Leiden,
das ſie an das Zimmer feſſelte u. der
Gefellſchaft fernhielt. Unter dem
Pſeud. Margarete v. Frauenau
ſchrieb ſie Märchen und Gedichte für
verſchiedene Blätter, gab auch ein
Bändchen lyriſcher Poeſien heraus,
die indes nur als Manuſkript gedruckt
ſind. Sehr beachtenswert iſt ihr Werk
„Kaiſer Friedrich. Jn neuer quellen-
mäßiger Darſtellung“ (II, 1898 bis
1900); auch gab ſie „Kaiſer Friedrichs
Tagebücher über die Kriege von 1866
und 1870‒71, ſowie über ſeine Reiſen
nach dem Morgenlande und nach
Spanien“ (1901) heraus.

S:

Erleb-
tes und Erdichtetes (Nn. u. literar.
Aufſätze), 1893. ‒ Ebenbürtig (R.),
1895. ‒ Wie Künſtler lieben (N.),
1896.

Poſchinger, Heriberte von,

pſd.
Heinz Oſſen, geb. am 1. Dezbr.
1849 in Rabenſtein (Bayern), lebt
(1893) als Gattin eines Kommerzien-
rates in München. Sie iſt Dichterin
und Malerin.

S:

Lieder der Wald-
frau (Ge.), 1893.

[Spaltenumbruch]
Pöſt
Posgaru,

Pſeud. für Karl Adolf
Suckow; ſ. d.!

*Poſt, Albert Hermann,

geb. am
8. Okt. 1839 zu Bremen, empfing dort
ſeine Gymnaſialbildung u. ſtudierte
darauf an verſchiedenen Hochſchulen
die Rechte. Nachdem er die Würde
eines Dr. jur. erworben und die Be-
ſtallung zum Advokaten erlangt hatte,
kehrte er 1863 in ſeine Vaterſtadt zu-
rück u. verſah hier eine Zeitlang die
Stelle eines Gerichtsſekretärs, bis er
am 21. Februar 1874 Mitglied des
Richterkollegiums wurde. Seit 1879
Landrichter daſelbſt, ſtarb er am 25.
Auguſt 1895. P. war ein namhafter
Schriftſteller auf juriftiſch-philoſo-
phiſchem Gebiet und einer der rüſtig-
ſten Pioniere auf dem Felde der ver-
gleichenden Rechtswiſſenſchaft auf
ethnologiſcher Baſis und hat nach
dieſer Seite hin zahlreiche wertvolle
Werke geſchrieben. Hier bleiben zu
erwähnen

S:

Bremer Leben (Satir.
G.), 1872. ‒ Wismund (Ein Myſte-
rium in 8 Szenen), 1873.

Poſtel, Georg,

pſeudon. Georg
von der Halde,
wurde am 23.
April 1862 in Neiße geboren, beſuchte
das Gymnaſium in Glatz u. trat 1881
in die ſächſiſche Armee ein, der er bis
1903 angehörte, zuletzt als Haupt-
mann z. D. und Bezirksoffizier in
Chemnitz. Nach ſeinem Ausſcheiden
als Major a. D. lebte er erſt in Dres-
den u. ſeit 1906 als Geſchäftsführer
des Verbandes ſächſiſch-thüringiſcher
Webereien u. der Vereinigung deut-
ſcher Webereien engliſcher Gardinen
in Greiz i. V.

S:

Aus dem Torniſter
(Launige Erinnerungen), 1902. ‒ Der
Bergmann von Falun (Eine Berg-
mannsmär), 1902.

Poſthumus, Theodor,

Pſeudon.
f. Theodor Freih. v. Treitſchke;
ſ. d.!

*Pöſtion, Auguſte,

geb. am 12.
Januar 1885 in Auſſee (Steiermark),
verlebte dort ihre Kindheit u. Jugend
und weilt ſeit einigen Jahren mit

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0334" n="330"/><lb/><cb/><lb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Po&#x017F;ch</hi></fw><lb/>
lau als Tochter des Bankiers Jakob<lb/><hi rendition="#g">Landau</hi> geboren, erhielt dort ihre<lb/>
Erziehung und ging 1875 zu weiterer<lb/>
Ausbildung in der Mu&#x017F;ik nach Ber-<lb/>
lin, wo &#x017F;ie ihre Studien bis 1880 in<lb/>
der Neuen Akademie der Tonkun&#x017F;t<lb/>
unter per&#x017F;önlicher Leitung von Theo-<lb/>
dor Kullak betrieb, die &#x017F;ie &#x017F;päter bei<lb/>
Wilhelm Tappert, Moritz Moszkowski,<lb/>
Xaver Scharwenka und Franz Li&#x017F;zt<lb/>
fort&#x017F;etzte. Jm Jahre 1883 verheira-<lb/>
tete &#x017F;ie &#x017F;ich mit Heinrich Ritter von<lb/>
Po&#x017F;chinger, dem bekannten Bismarck-<lb/>
Biographen (&#x017F;. d. Vorigen!) u. hatte<lb/>
dadurch das Glück, dem Bismarck-<lb/>
&#x017F;chen Hau&#x017F;e näherzutreten. Die Ehe<lb/>
wurde indes 1899 ge&#x017F;chieden und &#x2014;<lb/>
ein Auf&#x017F;ehen erregender Fall &#x2014; 1908<lb/>
auch vom Pap&#x017F;te für nichtig erklärt.<lb/>
Margarete von P., die &#x017F;eitdem ihren<lb/>
Wohn&#x017F;itz in Berlin beibehalten hat,<lb/>
i&#x017F;t &#x017F;eit 1892 auch als Schrift&#x017F;tellerin<lb/>
tätig. Veranlaßt wurde &#x017F;ie zu die&#x017F;er<lb/>
Tätigkeit durch ein längeres Leiden,<lb/>
das &#x017F;ie an das Zimmer fe&#x017F;&#x017F;elte u. der<lb/>
Gefell&#x017F;chaft fernhielt. Unter dem<lb/>
P&#x017F;eud. <hi rendition="#g">Margarete</hi> v. <hi rendition="#g">Frauenau</hi><lb/>
&#x017F;chrieb &#x017F;ie Märchen und Gedichte für<lb/>
ver&#x017F;chiedene Blätter, gab auch ein<lb/>
Bändchen lyri&#x017F;cher Poe&#x017F;ien heraus,<lb/>
die indes nur als Manu&#x017F;kript gedruckt<lb/>
&#x017F;ind. Sehr beachtenswert i&#x017F;t ihr Werk<lb/>
&#x201E;Kai&#x017F;er Friedrich. Jn neuer quellen-<lb/>
mäßiger Dar&#x017F;tellung&#x201C; (<hi rendition="#aq">II,</hi> 1898 bis<lb/>
1900); auch gab &#x017F;ie &#x201E;Kai&#x017F;er Friedrichs<lb/>
Tagebücher über die Kriege von 1866<lb/>
und 1870&#x2012;71, &#x017F;owie über &#x017F;eine Rei&#x017F;en<lb/>
nach dem Morgenlande und nach<lb/>
Spanien&#x201C; (1901) heraus. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Erleb-<lb/>
tes und Erdichtetes (Nn. u. literar.<lb/>
Auf&#x017F;ätze), 1893. &#x2012; Ebenbürtig (R.),<lb/>
1895. &#x2012; Wie Kün&#x017F;tler lieben (N.),<lb/>
1896.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Po&#x017F;chinger,</hi> Heriberte von,</persName>
        </head>
        <p> p&#x017F;d.<lb/><hi rendition="#g">Heinz O&#x017F;&#x017F;en,</hi> geb. am 1. Dezbr.<lb/>
1849 in Raben&#x017F;tein (Bayern), lebt<lb/>
(1893) als Gattin eines Kommerzien-<lb/>
rates in München. Sie i&#x017F;t Dichterin<lb/>
und Malerin. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Lieder der Wald-<lb/>
frau (Ge.), 1893.</p><lb/>
          <cb/><lb/>
          <fw type="header" place="top"> <hi rendition="#g">&#x017F;t</hi> </fw><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName> <hi rendition="#b">Posgaru,</hi> </persName>
        </head>
        <p> P&#x017F;eud. für Karl Adolf<lb/><hi rendition="#g">Suckow;</hi> &#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Po&#x017F;t,</hi> Albert Hermann,</persName></head>
        <p> geb. am<lb/>
8. Okt. 1839 zu Bremen, empfing dort<lb/>
&#x017F;eine Gymna&#x017F;ialbildung u. &#x017F;tudierte<lb/>
darauf an ver&#x017F;chiedenen Hoch&#x017F;chulen<lb/>
die Rechte. Nachdem er die Würde<lb/>
eines <hi rendition="#aq">Dr. jur.</hi> erworben und die Be-<lb/>
&#x017F;tallung zum Advokaten erlangt hatte,<lb/>
kehrte er 1863 in &#x017F;eine Vater&#x017F;tadt zu-<lb/>
rück u. ver&#x017F;ah hier eine Zeitlang die<lb/>
Stelle eines Gerichts&#x017F;ekretärs, bis er<lb/>
am 21. Februar 1874 Mitglied des<lb/>
Richterkollegiums wurde. Seit 1879<lb/>
Landrichter da&#x017F;elb&#x017F;t, &#x017F;tarb er am 25.<lb/>
Augu&#x017F;t 1895. P. war ein namhafter<lb/>
Schrift&#x017F;teller auf jurifti&#x017F;ch-philo&#x017F;o-<lb/>
phi&#x017F;chem Gebiet und einer der rü&#x017F;tig-<lb/>
&#x017F;ten Pioniere auf dem Felde der ver-<lb/>
gleichenden Rechtswi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chaft auf<lb/>
ethnologi&#x017F;cher Ba&#x017F;is und hat nach<lb/>
die&#x017F;er Seite hin zahlreiche wertvolle<lb/>
Werke ge&#x017F;chrieben. Hier bleiben zu<lb/>
erwähnen </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Bremer Leben (Satir.<lb/>
G.), 1872. &#x2012; Wismund (Ein My&#x017F;te-<lb/>
rium in 8 Szenen), 1873.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Po&#x017F;tel,</hi> Georg,</persName>
        </head>
        <p> p&#x017F;eudon. <hi rendition="#g">Georg<lb/>
von der Halde,</hi> wurde am 23.<lb/>
April 1862 in Neiße geboren, be&#x017F;uchte<lb/>
das Gymna&#x017F;ium in Glatz u. trat 1881<lb/>
in die &#x017F;äch&#x017F;i&#x017F;che Armee ein, der er bis<lb/>
1903 angehörte, zuletzt als Haupt-<lb/>
mann z. D. und Bezirksoffizier in<lb/>
Chemnitz. Nach &#x017F;einem Aus&#x017F;cheiden<lb/>
als Major a. D. lebte er er&#x017F;t in Dres-<lb/>
den u. &#x017F;eit 1906 als Ge&#x017F;chäftsführer<lb/>
des Verbandes &#x017F;äch&#x017F;i&#x017F;ch-thüringi&#x017F;cher<lb/>
Webereien u. der Vereinigung deut-<lb/>
&#x017F;cher Webereien engli&#x017F;cher Gardinen<lb/>
in Greiz i. V. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Aus dem Torni&#x017F;ter<lb/>
(Launige Erinnerungen), 1902. &#x2012; Der<lb/>
Bergmann von Falun (Eine Berg-<lb/>
mannsmär), 1902.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Po&#x017F;thumus,</hi> Theodor,</persName>
        </head>
        <p> P&#x017F;eudon.<lb/>
f. <hi rendition="#g">Theodor</hi> Freih. v. <hi rendition="#g">Treit&#x017F;chke;</hi><lb/>
&#x017F;. d.!</p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">&#x017F;tion,</hi> Augu&#x017F;te,</persName></head>
        <p> geb. am 12.<lb/>
Januar 1885 in Au&#x017F;&#x017F;ee (Steiermark),<lb/>
verlebte dort ihre Kindheit u. Jugend<lb/>
und weilt &#x017F;eit einigen Jahren mit<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[330/0334] Poſch Pöſt lau als Tochter des Bankiers Jakob Landau geboren, erhielt dort ihre Erziehung und ging 1875 zu weiterer Ausbildung in der Muſik nach Ber- lin, wo ſie ihre Studien bis 1880 in der Neuen Akademie der Tonkunſt unter perſönlicher Leitung von Theo- dor Kullak betrieb, die ſie ſpäter bei Wilhelm Tappert, Moritz Moszkowski, Xaver Scharwenka und Franz Liſzt fortſetzte. Jm Jahre 1883 verheira- tete ſie ſich mit Heinrich Ritter von Poſchinger, dem bekannten Bismarck- Biographen (ſ. d. Vorigen!) u. hatte dadurch das Glück, dem Bismarck- ſchen Hauſe näherzutreten. Die Ehe wurde indes 1899 geſchieden und — ein Aufſehen erregender Fall — 1908 auch vom Papſte für nichtig erklärt. Margarete von P., die ſeitdem ihren Wohnſitz in Berlin beibehalten hat, iſt ſeit 1892 auch als Schriftſtellerin tätig. Veranlaßt wurde ſie zu dieſer Tätigkeit durch ein längeres Leiden, das ſie an das Zimmer feſſelte u. der Gefellſchaft fernhielt. Unter dem Pſeud. Margarete v. Frauenau ſchrieb ſie Märchen und Gedichte für verſchiedene Blätter, gab auch ein Bändchen lyriſcher Poeſien heraus, die indes nur als Manuſkript gedruckt ſind. Sehr beachtenswert iſt ihr Werk „Kaiſer Friedrich. Jn neuer quellen- mäßiger Darſtellung“ (II, 1898 bis 1900); auch gab ſie „Kaiſer Friedrichs Tagebücher über die Kriege von 1866 und 1870‒71, ſowie über ſeine Reiſen nach dem Morgenlande und nach Spanien“ (1901) heraus. S: Erleb- tes und Erdichtetes (Nn. u. literar. Aufſätze), 1893. ‒ Ebenbürtig (R.), 1895. ‒ Wie Künſtler lieben (N.), 1896. Poſchinger, Heriberte von, pſd. Heinz Oſſen, geb. am 1. Dezbr. 1849 in Rabenſtein (Bayern), lebt (1893) als Gattin eines Kommerzien- rates in München. Sie iſt Dichterin und Malerin. S: Lieder der Wald- frau (Ge.), 1893. Posgaru, Pſeud. für Karl Adolf Suckow; ſ. d.! *Poſt, Albert Hermann, geb. am 8. Okt. 1839 zu Bremen, empfing dort ſeine Gymnaſialbildung u. ſtudierte darauf an verſchiedenen Hochſchulen die Rechte. Nachdem er die Würde eines Dr. jur. erworben und die Be- ſtallung zum Advokaten erlangt hatte, kehrte er 1863 in ſeine Vaterſtadt zu- rück u. verſah hier eine Zeitlang die Stelle eines Gerichtsſekretärs, bis er am 21. Februar 1874 Mitglied des Richterkollegiums wurde. Seit 1879 Landrichter daſelbſt, ſtarb er am 25. Auguſt 1895. P. war ein namhafter Schriftſteller auf juriftiſch-philoſo- phiſchem Gebiet und einer der rüſtig- ſten Pioniere auf dem Felde der ver- gleichenden Rechtswiſſenſchaft auf ethnologiſcher Baſis und hat nach dieſer Seite hin zahlreiche wertvolle Werke geſchrieben. Hier bleiben zu erwähnen S: Bremer Leben (Satir. G.), 1872. ‒ Wismund (Ein Myſte- rium in 8 Szenen), 1873. Poſtel, Georg, pſeudon. Georg von der Halde, wurde am 23. April 1862 in Neiße geboren, beſuchte das Gymnaſium in Glatz u. trat 1881 in die ſächſiſche Armee ein, der er bis 1903 angehörte, zuletzt als Haupt- mann z. D. und Bezirksoffizier in Chemnitz. Nach ſeinem Ausſcheiden als Major a. D. lebte er erſt in Dres- den u. ſeit 1906 als Geſchäftsführer des Verbandes ſächſiſch-thüringiſcher Webereien u. der Vereinigung deut- ſcher Webereien engliſcher Gardinen in Greiz i. V. S: Aus dem Torniſter (Launige Erinnerungen), 1902. ‒ Der Bergmann von Falun (Eine Berg- mannsmär), 1902. Poſthumus, Theodor, Pſeudon. f. Theodor Freih. v. Treitſchke; ſ. d.! *Pöſtion, Auguſte, geb. am 12. Januar 1885 in Auſſee (Steiermark), verlebte dort ihre Kindheit u. Jugend und weilt ſeit einigen Jahren mit *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/334
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 330. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/334>, abgerufen am 16.02.2019.