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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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ihren Eltern in Graz. Sie ist seit
ihrem 15. Jahre dichterisch tätig, und
sind bereits mehrere ihrer Gedichte
von verschiedenen Komponisten ver-
tont worden.

S:

Jch möcht' ein Lied
dir singen! (Ge.), 1907.

*Postler, Elisabeth,

pseudon. E.
Linden, wurde am 11. April 1863
zu Santomysl (Posen) als die zweite
Tochter des dortigen evangelischen
Pfarrers geboren. Schon frühzeitig
begann bei ihr ein lebhaftes Schön-
heitsgefühl und ein reger Sinn für
Poesie sich zu entwickeln. Jn Verden
an der Aller, wohin ihr Vater als
Seminardirektor versetzt ward, ent-
standen ihre ersten Gedichte u. später
folgten zahlreiche prosaische Arbeiten
in den verschiedensten Zeitschriften.
Jm Jahre 1884 zog sie mit ihrem
Vater in das Oberpfarrhaus in
Schwanebeck bei Halberstadt, wo sie
noch jetzt lebt, sofern sie nicht in
Freundeskreisen zu Schkölen b. Cam-
burg an der Saale weilt.

S:

Unter
dem Weihnachtsstern (E.), 1895. -
Ernstes und Heiteres zum Hochzeits-
feste, 1900. - Um eine Pflaume (E.),
1902. - Schwester Martha Postler
(Lebensbild ihrer in China als Mis-
sionarin 1909 + Schwester), 1907. -
Jn alle Welt (Missionsspiel), 1909. -
Das Walten der Frau (Festsp.), 1910.
- Gustav Adolf (Bilderkranz aus s.
Leben. D.), 1912.

Postumus, Karl,

Pseudon. für
Postuma Wilhelmine von Leesen;
s. d.!

*Poths-Wegner, Friedrich,

geb.
am 21. Januar 1844 in Wiesbaden,
entstammt einer dort altangesessenen
begüterten Bürgerfamilie, besuchte
das Realgymnasium daselbst u. ging
1858 nach Amsterdam in Holland, wo
er im Großhandel bis 1864 tätig
war. Nach größeren Reisen in Europa,
Amerika, Afrika und einem Teil von
Asien, ließ er sich 1865 auf seiner Be-
sitzung bei Wiesbaden nieder, wo er,
wenn er nicht in Jtalien oder im
[Spaltenumbruch]

Pot
Orient weilte, seinen Wohnsitz bis
1897 beibehielt. Seitdem lebt er in
München.

S:

Verschiedene Wege (R.),
1885. - Die eiserne Maske (R.), 1893.
- Reisen durch Ungarn bis zur Grenze
des Halbmondes, 1895. - Kreuz- und
Querfahrten, 1896. - Korsika, 1897.
- Venedig, 1898. - Capri, 1898. -
Reisen an der Adria, durch Dalma-
tien, Montenegro u. Albanien, 1899.
- Kreuz- und Querfahrten. Neue
Folge, 1899. - Eine Gesellschaft wider
Willen (Lsp.), 1900. - Neu-Hellas
(R.), 1901. - Lola Montez (R.), 1902.
- Deutschlands Einigung und Kaiser
Wilhelm II. (Hist. E.), 1903. - Spe-
kulation (Dr.), 1906. - Komödien;
IV, 1907 [Jnhalt: I. Eine Gesellschaft
wider Willen. - II. Wahlkampf
(Schsp.). - III. Handel und Wandel
(Schsp.). - IV. Beim Brett'l (Kom.)].
- Ein Teufelsweib (R.), 1908. - Kar-
neval in Ragusa (Lsp.), 1908. - Theo-
dor Körner (Dr.), 1909. - Benvenuto
Cellini (Romant. Kom.), 1909. - Lose
Blätter (Reiseerinnergn.), 1909. -
Der große Krieg (R.), 1911. - Ge-
sammelte Gedichte; 1. Bd., 1911.

*Potier, Julius Baron,

pseudon.
Ernst Marbach, wurde am 20.
Mai 1835 zu Verona in Jtatien als
der Sohn eines k. k. österreichischen
Stabsoffiziers geboren und gleich-
falls für die militärische Laufbahn
bestimmt. Nachdem er die Militär-
Jngenieurakademie in Wien absol-
viert, trat er als Offizier in die Ar-
mee ein. Ein chronisches Lungenleiden
machte ihn später für den Kriegsdienst
untauglich, und so trat er zur Mili-
tärbauverwaltung über u. avancierte
in derselben zum Hauptmann-Rech-
nungsführer. Jm Jahre 1874 schied
er mit Pension aus dem Dienste und
übernahm die Chefredaktion der
"Ödenburger Zeitung", die er noch
heute in Ödenburg leitet.

S:

Am
Strande (Lr.), 1859. - Melusine
(Dr.). 1860. - Gelbe Rosen (Lustsp.),
1870. - Das Vermächtnis (Lustsp.),

*


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Poſt
ihren Eltern in Graz. Sie iſt ſeit
ihrem 15. Jahre dichteriſch tätig, und
ſind bereits mehrere ihrer Gedichte
von verſchiedenen Komponiſten ver-
tont worden.

S:

Jch möcht’ ein Lied
dir ſingen! (Ge.), 1907.

*Poſtler, Eliſabeth,

pſeudon. E.
Linden, wurde am 11. April 1863
zu Santomysl (Poſen) als die zweite
Tochter des dortigen evangeliſchen
Pfarrers geboren. Schon frühzeitig
begann bei ihr ein lebhaftes Schön-
heitsgefühl und ein reger Sinn für
Poeſie ſich zu entwickeln. Jn Verden
an der Aller, wohin ihr Vater als
Seminardirektor verſetzt ward, ent-
ſtanden ihre erſten Gedichte u. ſpäter
folgten zahlreiche proſaiſche Arbeiten
in den verſchiedenſten Zeitſchriften.
Jm Jahre 1884 zog ſie mit ihrem
Vater in das Oberpfarrhaus in
Schwanebeck bei Halberſtadt, wo ſie
noch jetzt lebt, ſofern ſie nicht in
Freundeskreiſen zu Schkölen b. Cam-
burg an der Saale weilt.

S:

Unter
dem Weihnachtsſtern (E.), 1895. ‒
Ernſtes und Heiteres zum Hochzeits-
feſte, 1900. ‒ Um eine Pflaume (E.),
1902. ‒ Schweſter Martha Poſtler
(Lebensbild ihrer in China als Miſ-
ſionarin 1909 † Schweſter), 1907. ‒
Jn alle Welt (Miſſionsſpiel), 1909. ‒
Das Walten der Frau (Feſtſp.), 1910.
‒ Guſtav Adolf (Bilderkranz aus ſ.
Leben. D.), 1912.

Poſtumus, Karl,

Pſeudon. für
Poſtuma Wilhelmine von Leeſen;
ſ. d.!

*Poths-Wegner, Friedrich,

geb.
am 21. Januar 1844 in Wiesbaden,
entſtammt einer dort altangeſeſſenen
begüterten Bürgerfamilie, beſuchte
das Realgymnaſium daſelbſt u. ging
1858 nach Amſterdam in Holland, wo
er im Großhandel bis 1864 tätig
war. Nach größeren Reiſen in Europa,
Amerika, Afrika und einem Teil von
Aſien, ließ er ſich 1865 auf ſeiner Be-
ſitzung bei Wiesbaden nieder, wo er,
wenn er nicht in Jtalien oder im
[Spaltenumbruch]

Pot
Orient weilte, ſeinen Wohnſitz bis
1897 beibehielt. Seitdem lebt er in
München.

S:

Verſchiedene Wege (R.),
1885. ‒ Die eiſerne Maske (R.), 1893.
‒ Reiſen durch Ungarn bis zur Grenze
des Halbmondes, 1895. ‒ Kreuz- und
Querfahrten, 1896. ‒ Korſika, 1897.
‒ Venedig, 1898. ‒ Capri, 1898. ‒
Reiſen an der Adria, durch Dalma-
tien, Montenegro u. Albanien, 1899.
‒ Kreuz- und Querfahrten. Neue
Folge, 1899. ‒ Eine Geſellſchaft wider
Willen (Lſp.), 1900. ‒ Neu-Hellas
(R.), 1901. ‒ Lola Montez (R.), 1902.
‒ Deutſchlands Einigung und Kaiſer
Wilhelm II. (Hiſt. E.), 1903. ‒ Spe-
kulation (Dr.), 1906. ‒ Komödien;
IV, 1907 [Jnhalt: I. Eine Geſellſchaft
wider Willen. ‒ II. Wahlkampf
(Schſp.). ‒ III. Handel und Wandel
(Schſp.). ‒ IV. Beim Brett’l (Kom.)].
‒ Ein Teufelsweib (R.), 1908. ‒ Kar-
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dor Körner (Dr.), 1909. ‒ Benvenuto
Cellini (Romant. Kom.), 1909. ‒ Loſe
Blätter (Reiſeerinnergn.), 1909. ‒
Der große Krieg (R.), 1911. ‒ Ge-
ſammelte Gedichte; 1. Bd., 1911.

*Potier, Julius Baron,

pſeudon.
Ernſt Marbach, wurde am 20.
Mai 1835 zu Verona in Jtatien als
der Sohn eines k. k. öſterreichiſchen
Stabsoffiziers geboren und gleich-
falls für die militäriſche Laufbahn
beſtimmt. Nachdem er die Militär-
Jngenieurakademie in Wien abſol-
viert, trat er als Offizier in die Ar-
mee ein. Ein chroniſches Lungenleiden
machte ihn ſpäter für den Kriegsdienſt
untauglich, und ſo trat er zur Mili-
tärbauverwaltung über u. avancierte
in derſelben zum Hauptmann-Rech-
nungsführer. Jm Jahre 1874 ſchied
er mit Penſion aus dem Dienſte und
übernahm die Chefredaktion der
„Ödenburger Zeitung“, die er noch
heute in Ödenburg leitet.

S:

Am
Strande (Lr.), 1859. ‒ Meluſine
(Dr.). 1860. ‒ Gelbe Roſen (Luſtſp.),
1870. ‒ Das Vermächtnis (Luſtſp.),

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[331/0335] Poſt Pot ihren Eltern in Graz. Sie iſt ſeit ihrem 15. Jahre dichteriſch tätig, und ſind bereits mehrere ihrer Gedichte von verſchiedenen Komponiſten ver- tont worden. S: Jch möcht’ ein Lied dir ſingen! (Ge.), 1907. *Poſtler, Eliſabeth, pſeudon. E. Linden, wurde am 11. April 1863 zu Santomysl (Poſen) als die zweite Tochter des dortigen evangeliſchen Pfarrers geboren. Schon frühzeitig begann bei ihr ein lebhaftes Schön- heitsgefühl und ein reger Sinn für Poeſie ſich zu entwickeln. Jn Verden an der Aller, wohin ihr Vater als Seminardirektor verſetzt ward, ent- ſtanden ihre erſten Gedichte u. ſpäter folgten zahlreiche proſaiſche Arbeiten in den verſchiedenſten Zeitſchriften. Jm Jahre 1884 zog ſie mit ihrem Vater in das Oberpfarrhaus in Schwanebeck bei Halberſtadt, wo ſie noch jetzt lebt, ſofern ſie nicht in Freundeskreiſen zu Schkölen b. Cam- burg an der Saale weilt. S: Unter dem Weihnachtsſtern (E.), 1895. ‒ Ernſtes und Heiteres zum Hochzeits- feſte, 1900. ‒ Um eine Pflaume (E.), 1902. ‒ Schweſter Martha Poſtler (Lebensbild ihrer in China als Miſ- ſionarin 1909 † Schweſter), 1907. ‒ Jn alle Welt (Miſſionsſpiel), 1909. ‒ Das Walten der Frau (Feſtſp.), 1910. ‒ Guſtav Adolf (Bilderkranz aus ſ. Leben. D.), 1912. Poſtumus, Karl, Pſeudon. für Poſtuma Wilhelmine von Leeſen; ſ. d.! *Poths-Wegner, Friedrich, geb. am 21. Januar 1844 in Wiesbaden, entſtammt einer dort altangeſeſſenen begüterten Bürgerfamilie, beſuchte das Realgymnaſium daſelbſt u. ging 1858 nach Amſterdam in Holland, wo er im Großhandel bis 1864 tätig war. Nach größeren Reiſen in Europa, Amerika, Afrika und einem Teil von Aſien, ließ er ſich 1865 auf ſeiner Be- ſitzung bei Wiesbaden nieder, wo er, wenn er nicht in Jtalien oder im Orient weilte, ſeinen Wohnſitz bis 1897 beibehielt. Seitdem lebt er in München. S: Verſchiedene Wege (R.), 1885. ‒ Die eiſerne Maske (R.), 1893. ‒ Reiſen durch Ungarn bis zur Grenze des Halbmondes, 1895. ‒ Kreuz- und Querfahrten, 1896. ‒ Korſika, 1897. ‒ Venedig, 1898. ‒ Capri, 1898. ‒ Reiſen an der Adria, durch Dalma- tien, Montenegro u. Albanien, 1899. ‒ Kreuz- und Querfahrten. Neue Folge, 1899. ‒ Eine Geſellſchaft wider Willen (Lſp.), 1900. ‒ Neu-Hellas (R.), 1901. ‒ Lola Montez (R.), 1902. ‒ Deutſchlands Einigung und Kaiſer Wilhelm II. (Hiſt. E.), 1903. ‒ Spe- kulation (Dr.), 1906. ‒ Komödien; IV, 1907 [Jnhalt: I. Eine Geſellſchaft wider Willen. ‒ II. Wahlkampf (Schſp.). ‒ III. Handel und Wandel (Schſp.). ‒ IV. Beim Brett’l (Kom.)]. ‒ Ein Teufelsweib (R.), 1908. ‒ Kar- neval in Raguſa (Lſp.), 1908. ‒ Theo- dor Körner (Dr.), 1909. ‒ Benvenuto Cellini (Romant. Kom.), 1909. ‒ Loſe Blätter (Reiſeerinnergn.), 1909. ‒ Der große Krieg (R.), 1911. ‒ Ge- ſammelte Gedichte; 1. Bd., 1911. *Potier, Julius Baron, pſeudon. Ernſt Marbach, wurde am 20. Mai 1835 zu Verona in Jtatien als der Sohn eines k. k. öſterreichiſchen Stabsoffiziers geboren und gleich- falls für die militäriſche Laufbahn beſtimmt. Nachdem er die Militär- Jngenieurakademie in Wien abſol- viert, trat er als Offizier in die Ar- mee ein. Ein chroniſches Lungenleiden machte ihn ſpäter für den Kriegsdienſt untauglich, und ſo trat er zur Mili- tärbauverwaltung über u. avancierte in derſelben zum Hauptmann-Rech- nungsführer. Jm Jahre 1874 ſchied er mit Penſion aus dem Dienſte und übernahm die Chefredaktion der „Ödenburger Zeitung“, die er noch heute in Ödenburg leitet. S: Am Strande (Lr.), 1859. ‒ Meluſine (Dr.). 1860. ‒ Gelbe Roſen (Luſtſp.), 1870. ‒ Das Vermächtnis (Luſtſp.), *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 331. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/335>, abgerufen am 16.02.2019.