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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Frauen Blatt", die sie drei Jahre
leitete und mit zahlreichen Beiträgen
versorgte. Jm Jahre 1886 verlegten
die Gatten ihren Wohnsitz nach Bres-
lau, wo Henriette 1888 ihren Gatten
durch den Tod verlor. Sie siedelte
im folgenden Jahre nach Berlin über
und erhielt nach einigen Jahren auf
Verwendung des Ministerialdirek-
tors Greiff eine Stiftsstelle im Kai-
ser-Wilhelm-Stift (Charlottenburg),
für welches sie bei seiner Gründung
durch ihr poetisches Talent erfolgreich
gewirkt hatte. Die meisten ihrer nicht
eben umfangreichen Gedichtsammlun-
gen sollten ein Scherflein zur Linde-
rung oder Beseitigung irgendeines
Notstandes oder zur Förderung ir-
gendeiner wohltätigen Stiftung bei-
tragen: wieder andere sollten dem
Bedürfnisse der Unterhaltung im Fa-
milienkreise oder bei Familienfesten
dienen. H. P. starb am 23. Juli 1902.

S:

Märchenbilder, 1859. - Neue Mär-
chen, 1860. 2. A. 1863. - Heideblüten
(En.), 1862. - Plaudereien. 2. A.
1862. - Preußische Helden a. d. vater-
ländischen Geschichte, 1873. Neue
Ausg. 1897. - Das Märchen von
Sylt, 1877. 2. A. 1892. - Fata Mor-
gana (Ep.), 1877. - Jm Sturm des
Lebens (N.), 1878. - Jmmergrün
(Märchen-Poesien), 1879. - Der Pa-
triot in der Schulstube (Ge.), 1880. -
Heidelbeeren (Ge.), 1881. - Deutsche
Polterabende; II, 1885. - Schnitzel
und Späne (Kleine Nn.), 1884. - Kin-
dermund (Glückwünsche), 1884. -
Drewenzblüten (Ge.), 1885. - Weih-
nachts- und Neujahrslieder, 1885. -
Kinderglückwünsche, 1886. - Boten
Gottes (Ep. D.), 1887. - Bettelgang
(G.), 1888. - Luciola (Ep. D.), 1891.
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abend- und Hochzeitsgedichte; III,
1894. - Rätselbüchlein für Dämmer-
stunden, 1894. - Tonwellen (Gesam-
melte Ge.), 1895. - Verwehender
Klang (Ge.), 1897. - Frühlingsreigen
(D.), 1897. - Kains Ende (Ep. D.),
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Pre
1898. - Verschiedene Erzählungen für
die Jugend.

*Prevot, Rene,

geb. am 14. Dez.
1880 in Moosch (Elsaß), studierte
Nationalökonomie, erwarb sich 1905
in München den Doktorgrad u. lebt
dort jetzt (1912) als Schriftsteller. Er
schreibt vornehmlich Essays, u. zwar
sowohl in deutscher als auch in fran-
zösischer Sprache.

S:

Die Waldmühl
(Volksst., mit Hans Karl Abel), 1901.
- Elsassisch Blüet (Dram. Episode a.
d. J. 1870) und: Freiheit! (Elsässi-
sches Dr.), 1902. - Lieder für sie, 1903.

*Preyer, Johann Nepomuk,


der Sohn eines Beamten, wurde am
28. Okt. 1805 zu Lugos, dem Haupt-
orte der Krasoer Gespanschaft in
Ungarn geboren, empfing den ersten
Unterricht in der Elementarschule sei-
nes Geburtsortes und besuchte dann
eine Privatschule, welche ein Geist-
licher des Minoritenordens errichtet
hatte. Mittlerweile war sein Vater
als Kameral-Rentmeister in Rekas
gestorben (1816); der Sohn kam nun
auf das Gymnasium zu Temesvar,
hörte zwei Jahre die philosophischen
Vorträge am Lyzeum in Szegedin u.
besuchte dann ein Jahr die Akademie
in Großwardein u. ein zweites Jahr
jene in Preßburg, woselbst er die
Rechtsstudien beendete. Seine Rechts-
praxis begann er als Kanzleiprakti-
kant der Temerer Gespanschaft und
zugleich in einer Advokaturkanzlei.
Nach diesen Vorbereitungen ging er
im Jahre 1827 nach Pest und wurde
da zur weiteren Ausbildung in das
königl. Rechtsdirektorat aufgenom-
men. Endlich unterzog er sich im
Sommer 1828 in Pest der Prüfung
als Advokat mit vorzüglichem Erfolge
und ließ sich dann in Temesvar als
Advokat nieder. 1830 trat er in den
Dienst der königl. Freistadt Temes-
var und wurde, zuerst als zweiter
Rechtsanwalt, später als Magistrats-
rat und Stadtrichter dienend, 1844
zum Bürgermeister u. Stadtvorstand

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Frauen Blatt“, die ſie drei Jahre
leitete und mit zahlreichen Beiträgen
verſorgte. Jm Jahre 1886 verlegten
die Gatten ihren Wohnſitz nach Bres-
lau, wo Henriette 1888 ihren Gatten
durch den Tod verlor. Sie ſiedelte
im folgenden Jahre nach Berlin über
und erhielt nach einigen Jahren auf
Verwendung des Miniſterialdirek-
tors Greiff eine Stiftsſtelle im Kai-
ſer-Wilhelm-Stift (Charlottenburg),
für welches ſie bei ſeiner Gründung
durch ihr poetiſches Talent erfolgreich
gewirkt hatte. Die meiſten ihrer nicht
eben umfangreichen Gedichtſammlun-
gen ſollten ein Scherflein zur Linde-
rung oder Beſeitigung irgendeines
Notſtandes oder zur Förderung ir-
gendeiner wohltätigen Stiftung bei-
tragen: wieder andere ſollten dem
Bedürfniſſe der Unterhaltung im Fa-
milienkreiſe oder bei Familienfeſten
dienen. H. P. ſtarb am 23. Juli 1902.

S:

Märchenbilder, 1859. ‒ Neue Mär-
chen, 1860. 2. A. 1863. ‒ Heideblüten
(En.), 1862. ‒ Plaudereien. 2. A.
1862. ‒ Preußiſche Helden a. d. vater-
ländiſchen Geſchichte, 1873. Neue
Ausg. 1897. ‒ Das Märchen von
Sylt, 1877. 2. A. 1892. ‒ Fata Mor-
gana (Ep.), 1877. ‒ Jm Sturm des
Lebens (N.), 1878. ‒ Jmmergrün
(Märchen-Poeſien), 1879. ‒ Der Pa-
triot in der Schulſtube (Ge.), 1880. ‒
Heidelbeeren (Ge.), 1881. ‒ Deutſche
Polterabende; II, 1885. ‒ Schnitzel
und Späne (Kleine Nn.), 1884. ‒ Kin-
dermund (Glückwünſche), 1884. ‒
Drewenzblüten (Ge.), 1885. ‒ Weih-
nachts- und Neujahrslieder, 1885. ‒
Kinderglückwünſche, 1886. ‒ Boten
Gottes (Ep. D.), 1887. ‒ Bettelgang
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‒ Er naht! (Ge.), 1893. ‒ Polter-
abend- und Hochzeitsgedichte; III,
1894. ‒ Rätſelbüchlein für Dämmer-
ſtunden, 1894. ‒ Tonwellen (Geſam-
melte Ge.), 1895. ‒ Verwehender
Klang (Ge.), 1897. ‒ Frühlingsreigen
(D.), 1897. ‒ Kains Ende (Ep. D.),
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Pre
1898. ‒ Verſchiedene Erzählungen für
die Jugend.

*Prévôt, René,

geb. am 14. Dez.
1880 in Mooſch (Elſaß), ſtudierte
Nationalökonomie, erwarb ſich 1905
in München den Doktorgrad u. lebt
dort jetzt (1912) als Schriftſteller. Er
ſchreibt vornehmlich Eſſays, u. zwar
ſowohl in deutſcher als auch in fran-
zöſiſcher Sprache.

S:

Die Waldmühl
(Volksſt., mit Hans Karl Abel), 1901.
‒ Elſaſſiſch Blüet (Dram. Epiſode a.
d. J. 1870) und: Freiheit! (Elſäſſi-
ſches Dr.), 1902. ‒ Lieder für ſie, 1903.

*Preyer, Johann Nepomuk,


der Sohn eines Beamten, wurde am
28. Okt. 1805 zu Lugos, dem Haupt-
orte der Kraſoer Geſpanſchaft in
Ungarn geboren, empfing den erſten
Unterricht in der Elementarſchule ſei-
nes Geburtsortes und beſuchte dann
eine Privatſchule, welche ein Geiſt-
licher des Minoritenordens errichtet
hatte. Mittlerweile war ſein Vater
als Kameral-Rentmeiſter in Rékás
geſtorben (1816); der Sohn kam nun
auf das Gymnaſium zu Temesvar,
hörte zwei Jahre die philoſophiſchen
Vorträge am Lyzeum in Szegedin u.
beſuchte dann ein Jahr die Akademie
in Großwardein u. ein zweites Jahr
jene in Preßburg, woſelbſt er die
Rechtsſtudien beendete. Seine Rechts-
praxis begann er als Kanzleiprakti-
kant der Temerer Geſpanſchaft und
zugleich in einer Advokaturkanzlei.
Nach dieſen Vorbereitungen ging er
im Jahre 1827 nach Peſt und wurde
da zur weiteren Ausbildung in das
königl. Rechtsdirektorat aufgenom-
men. Endlich unterzog er ſich im
Sommer 1828 in Peſt der Prüfung
als Advokat mit vorzüglichem Erfolge
und ließ ſich dann in Temesvar als
Advokat nieder. 1830 trat er in den
Dienſt der königl. Freiſtadt Temes-
var und wurde, zuerſt als zweiter
Rechtsanwalt, ſpäter als Magiſtrats-
rat und Stadtrichter dienend, 1844
zum Bürgermeiſter u. Stadtvorſtand

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[346/0350] Pre Pre Frauen Blatt“, die ſie drei Jahre leitete und mit zahlreichen Beiträgen verſorgte. Jm Jahre 1886 verlegten die Gatten ihren Wohnſitz nach Bres- lau, wo Henriette 1888 ihren Gatten durch den Tod verlor. Sie ſiedelte im folgenden Jahre nach Berlin über und erhielt nach einigen Jahren auf Verwendung des Miniſterialdirek- tors Greiff eine Stiftsſtelle im Kai- ſer-Wilhelm-Stift (Charlottenburg), für welches ſie bei ſeiner Gründung durch ihr poetiſches Talent erfolgreich gewirkt hatte. Die meiſten ihrer nicht eben umfangreichen Gedichtſammlun- gen ſollten ein Scherflein zur Linde- rung oder Beſeitigung irgendeines Notſtandes oder zur Förderung ir- gendeiner wohltätigen Stiftung bei- tragen: wieder andere ſollten dem Bedürfniſſe der Unterhaltung im Fa- milienkreiſe oder bei Familienfeſten dienen. H. P. ſtarb am 23. Juli 1902. S: Märchenbilder, 1859. ‒ Neue Mär- chen, 1860. 2. A. 1863. ‒ Heideblüten (En.), 1862. ‒ Plaudereien. 2. A. 1862. ‒ Preußiſche Helden a. d. vater- ländiſchen Geſchichte, 1873. Neue Ausg. 1897. ‒ Das Märchen von Sylt, 1877. 2. A. 1892. ‒ Fata Mor- gana (Ep.), 1877. ‒ Jm Sturm des Lebens (N.), 1878. ‒ Jmmergrün (Märchen-Poeſien), 1879. ‒ Der Pa- triot in der Schulſtube (Ge.), 1880. ‒ Heidelbeeren (Ge.), 1881. ‒ Deutſche Polterabende; II, 1885. ‒ Schnitzel und Späne (Kleine Nn.), 1884. ‒ Kin- dermund (Glückwünſche), 1884. ‒ Drewenzblüten (Ge.), 1885. ‒ Weih- nachts- und Neujahrslieder, 1885. ‒ Kinderglückwünſche, 1886. ‒ Boten Gottes (Ep. D.), 1887. ‒ Bettelgang (G.), 1888. ‒ Luciola (Ep. D.), 1891. ‒ Er naht! (Ge.), 1893. ‒ Polter- abend- und Hochzeitsgedichte; III, 1894. ‒ Rätſelbüchlein für Dämmer- ſtunden, 1894. ‒ Tonwellen (Geſam- melte Ge.), 1895. ‒ Verwehender Klang (Ge.), 1897. ‒ Frühlingsreigen (D.), 1897. ‒ Kains Ende (Ep. D.), 1898. ‒ Verſchiedene Erzählungen für die Jugend. *Prévôt, René, geb. am 14. Dez. 1880 in Mooſch (Elſaß), ſtudierte Nationalökonomie, erwarb ſich 1905 in München den Doktorgrad u. lebt dort jetzt (1912) als Schriftſteller. Er ſchreibt vornehmlich Eſſays, u. zwar ſowohl in deutſcher als auch in fran- zöſiſcher Sprache. S: Die Waldmühl (Volksſt., mit Hans Karl Abel), 1901. ‒ Elſaſſiſch Blüet (Dram. Epiſode a. d. J. 1870) und: Freiheit! (Elſäſſi- ſches Dr.), 1902. ‒ Lieder für ſie, 1903. *Preyer, Johann Nepomuk, der Sohn eines Beamten, wurde am 28. Okt. 1805 zu Lugos, dem Haupt- orte der Kraſoer Geſpanſchaft in Ungarn geboren, empfing den erſten Unterricht in der Elementarſchule ſei- nes Geburtsortes und beſuchte dann eine Privatſchule, welche ein Geiſt- licher des Minoritenordens errichtet hatte. Mittlerweile war ſein Vater als Kameral-Rentmeiſter in Rékás geſtorben (1816); der Sohn kam nun auf das Gymnaſium zu Temesvar, hörte zwei Jahre die philoſophiſchen Vorträge am Lyzeum in Szegedin u. beſuchte dann ein Jahr die Akademie in Großwardein u. ein zweites Jahr jene in Preßburg, woſelbſt er die Rechtsſtudien beendete. Seine Rechts- praxis begann er als Kanzleiprakti- kant der Temerer Geſpanſchaft und zugleich in einer Advokaturkanzlei. Nach dieſen Vorbereitungen ging er im Jahre 1827 nach Peſt und wurde da zur weiteren Ausbildung in das königl. Rechtsdirektorat aufgenom- men. Endlich unterzog er ſich im Sommer 1828 in Peſt der Prüfung als Advokat mit vorzüglichem Erfolge und ließ ſich dann in Temesvar als Advokat nieder. 1830 trat er in den Dienſt der königl. Freiſtadt Temes- var und wurde, zuerſt als zweiter Rechtsanwalt, ſpäter als Magiſtrats- rat und Stadtrichter dienend, 1844 zum Bürgermeiſter u. Stadtvorſtand *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 346. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/350>, abgerufen am 17.02.2019.