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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Pri
gewählt -- eine Stellung, in der er
bis zum Jahre 1858 verblieb. Dann
trat er in den einstweiligen Ruhe-
stand, um sich mit seiner Familie in
Gmünden anzusiedeln, kehrte aber
mit dem politischen Umschwung des
Jahres 1861 nach Temesvar zurück,
trat im Dezember desselben Jahres
als Gerichtsrat in den Dienst der
Temerer Gespanschaft, übernahm
1868 das Präsidium des Strafgerich-
tes u. wurde im Dezember 1871 zum
ersten Gerichtsrat am kgl. Gerichts-
hof und zum Stellvertreter des Ge-
richtspräsidenten ernannt. Nach bei-
nahe 42 Dienstjahren voll Mühe und
Arbeit nahm er im Sommer 1876
seine Entlassung und ließ sich später
in Kirchberg (Niederösterreich) nieder.

S:

Canova (Dr. G.), 1853. - Die
Sulioten (Tr.), 1854. - Hannibal
(Tr.), 1882. - Hunyady Laßlo (Tr.),
1883.

Priem, Johann Paul,

* am 10.
Juli 1815 zu Nürnberg, besuchte die
dortige Lateinschule und nach dem
Tode beider Eltern die Realschule bis
1829. Gegen seine Neigung mußte
er nun bei seinem Oheim das Schrei-
nerhandwerk erlernen, benutzte aber
redlich alle Freistunden zu seiner gei-
stigen Fortbildung. 1835 ging er
auf die Wanderschaft, wandte sich
aber, nachdem er großjährig gewor-
den, gänzlich von dem erlernten Ge-
werbe ab u. zuerst der Kunst, später
der Literatur zu, war längere Zeit
Mitarbeiter an verschiedenen Zei-
tungen, auch als Korrektor in einer
Nürnberger Buchhandlung tätig.
Bereits 1840 hatte er sein Lustspiel
"Verlegenheiten" auf die Nürnberger
Bühne gebracht; um indes das Thea-
ter praktisch kennen zu lernen, nahm
er 1843 die ihm angebotene Stelle
eines Theatersekretärs in Regensburg
an. 1850 ging er als Redakteur des
"Courier für Niederbayern" nach
Landshut und kehrte im November
1853 nach Nürnberg zurück, wo er
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Pri
bis 1861 im Geschäft des Buchhänd-
lers Merz tätig war, 1864 eine An-
stellung als Bibliothekassistent am
germanischen Museum erhielt u. 1867
Kustos der Nürnberger Stadtbiblio-
thek u. des städtischen Archivs wurde,
welche Stelle er bis zu seinem Tode
bekleidete. Jm Jahre 1877 wurde
ihm auch die Verwesung des Stadt-
bibliothekariats übertragen. Er starb
am 27. Dezbr. 1890.

S:

Ludwig der
Bayer in Nürnberg (Schsp.), o. J. -
Prinz Eugen von Savoyen (Schsp.),
1845. - Alma und Beresina (Dram.
Episode), 1854. - Der Geschworne
(Schausp.), 1854. - Gedichte, 1862. -
Veit Stoß, der Bildschnitzer v. Nürn-
berg (Schsp.), 1863. - Festliche und
heitere Stunden (Dr. Spiele u. Ge.),
1865. - Taten und Schicksale (Bilder
a. dem Leben des deutschen Volkes),
1865. - Sommer- und Winterfrüchte
(Dram. Spiele), 1868. - Nürnberger
Sagen und Geschichten, 1869. - Grü-
bel und seine Nachfolger in der Nürn-
berger mundartlichen Dichtung, 1873.

Pribyl, Leo E.,

geb. am 8. Mai
1848 in Skworetz (Böhmen), wurde
nach beendeten Studien und erlang-
ter Doktorwürde Schriftsteller und
gehörte lange Zeit als Redakteur der
"Neuen Freien Presse" an, in welchem
Blatte er die Landwirtschaft, das Asse-
kuranzwesen und die Volkswirtschaft
vertrat. Auch war er Mitarbeiter an
den meisten landwirtschaftlichen Zei-
tungen Österreichs und Mitheraus-
geber und Chefredakteur des als Er-
innerungszeichen an die land- und
forstwirtschaftliche Ausstellung in
Wien (1890) geschaffenen "Goldenen
Buches der Land- und Forstwirt-
schaft in Österreich-Ungarn". Er
starb am 10. Juli 1897.

S:

Wie die
Guttendorfer reich wurden (E.), 1886.
- Der Häusler Franz (Dorfgesch.),
1888. - Martin Frisch, der Rekrut
(Gesch. a. d. Volksleben), 1898.

Pries, Erich Heinrich Robert,


geb. am 8. Septbr. 1852 in Rostock

*


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Pri
gewählt — eine Stellung, in der er
bis zum Jahre 1858 verblieb. Dann
trat er in den einſtweiligen Ruhe-
ſtand, um ſich mit ſeiner Familie in
Gmünden anzuſiedeln, kehrte aber
mit dem politiſchen Umſchwung des
Jahres 1861 nach Temesvar zurück,
trat im Dezember desſelben Jahres
als Gerichtsrat in den Dienſt der
Temerer Geſpanſchaft, übernahm
1868 das Präſidium des Strafgerich-
tes u. wurde im Dezember 1871 zum
erſten Gerichtsrat am kgl. Gerichts-
hof und zum Stellvertreter des Ge-
richtspräſidenten ernannt. Nach bei-
nahe 42 Dienſtjahren voll Mühe und
Arbeit nahm er im Sommer 1876
ſeine Entlaſſung und ließ ſich ſpäter
in Kirchberg (Niederöſterreich) nieder.

S:

Canova (Dr. G.), 1853. ‒ Die
Sulioten (Tr.), 1854. ‒ Hannibal
(Tr.), 1882. ‒ Hunyady Láßló (Tr.),
1883.

Priem, Johann Paul,

* am 10.
Juli 1815 zu Nürnberg, beſuchte die
dortige Lateinſchule und nach dem
Tode beider Eltern die Realſchule bis
1829. Gegen ſeine Neigung mußte
er nun bei ſeinem Oheim das Schrei-
nerhandwerk erlernen, benutzte aber
redlich alle Freiſtunden zu ſeiner gei-
ſtigen Fortbildung. 1835 ging er
auf die Wanderſchaft, wandte ſich
aber, nachdem er großjährig gewor-
den, gänzlich von dem erlernten Ge-
werbe ab u. zuerſt der Kunſt, ſpäter
der Literatur zu, war längere Zeit
Mitarbeiter an verſchiedenen Zei-
tungen, auch als Korrektor in einer
Nürnberger Buchhandlung tätig.
Bereits 1840 hatte er ſein Luſtſpiel
„Verlegenheiten“ auf die Nürnberger
Bühne gebracht; um indes das Thea-
ter praktiſch kennen zu lernen, nahm
er 1843 die ihm angebotene Stelle
eines Theaterſekretärs in Regensburg
an. 1850 ging er als Redakteur des
„Courier für Niederbayern“ nach
Landshut und kehrte im November
1853 nach Nürnberg zurück, wo er
[Spaltenumbruch]

Pri
bis 1861 im Geſchäft des Buchhänd-
lers Merz tätig war, 1864 eine An-
ſtellung als Bibliothekaſſiſtent am
germaniſchen Muſeum erhielt u. 1867
Kuſtos der Nürnberger Stadtbiblio-
thek u. des ſtädtiſchen Archivs wurde,
welche Stelle er bis zu ſeinem Tode
bekleidete. Jm Jahre 1877 wurde
ihm auch die Verweſung des Stadt-
bibliothekariats übertragen. Er ſtarb
am 27. Dezbr. 1890.

S:

Ludwig der
Bayer in Nürnberg (Schſp.), o. J. ‒
Prinz Eugen von Savoyen (Schſp.),
1845. ‒ Alma und Bereſina (Dram.
Epiſode), 1854. ‒ Der Geſchworne
(Schauſp.), 1854. ‒ Gedichte, 1862. ‒
Veit Stoß, der Bildſchnitzer v. Nürn-
berg (Schſp.), 1863. ‒ Feſtliche und
heitere Stunden (Dr. Spiele u. Ge.),
1865. ‒ Taten und Schickſale (Bilder
a. dem Leben des deutſchen Volkes),
1865. ‒ Sommer- und Winterfrüchte
(Dram. Spiele), 1868. ‒ Nürnberger
Sagen und Geſchichten, 1869. ‒ Grü-
bel und ſeine Nachfolger in der Nürn-
berger mundartlichen Dichtung, 1873.

Přibyl, Leo E.,

geb. am 8. Mai
1848 in Skworetz (Böhmen), wurde
nach beendeten Studien und erlang-
ter Doktorwürde Schriftſteller und
gehörte lange Zeit als Redakteur der
„Neuen Freien Preſſe“ an, in welchem
Blatte er die Landwirtſchaft, das Aſſe-
kuranzweſen und die Volkswirtſchaft
vertrat. Auch war er Mitarbeiter an
den meiſten landwirtſchaftlichen Zei-
tungen Öſterreichs und Mitheraus-
geber und Chefredakteur des als Er-
innerungszeichen an die land- und
forſtwirtſchaftliche Ausſtellung in
Wien (1890) geſchaffenen „Goldenen
Buches der Land- und Forſtwirt-
ſchaft in Öſterreich-Ungarn“. Er
ſtarb am 10. Juli 1897.

S:

Wie die
Guttendorfer reich wurden (E.), 1886.
‒ Der Häusler Franz (Dorfgeſch.),
1888. ‒ Martin Friſch, der Rekrut
(Geſch. a. d. Volksleben), 1898.

Pries, Erich Heinrich Robert,


geb. am 8. Septbr. 1852 in Roſtock

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[347/0351] Pri Pri gewählt — eine Stellung, in der er bis zum Jahre 1858 verblieb. Dann trat er in den einſtweiligen Ruhe- ſtand, um ſich mit ſeiner Familie in Gmünden anzuſiedeln, kehrte aber mit dem politiſchen Umſchwung des Jahres 1861 nach Temesvar zurück, trat im Dezember desſelben Jahres als Gerichtsrat in den Dienſt der Temerer Geſpanſchaft, übernahm 1868 das Präſidium des Strafgerich- tes u. wurde im Dezember 1871 zum erſten Gerichtsrat am kgl. Gerichts- hof und zum Stellvertreter des Ge- richtspräſidenten ernannt. Nach bei- nahe 42 Dienſtjahren voll Mühe und Arbeit nahm er im Sommer 1876 ſeine Entlaſſung und ließ ſich ſpäter in Kirchberg (Niederöſterreich) nieder. S: Canova (Dr. G.), 1853. ‒ Die Sulioten (Tr.), 1854. ‒ Hannibal (Tr.), 1882. ‒ Hunyady Láßló (Tr.), 1883. Priem, Johann Paul, * am 10. Juli 1815 zu Nürnberg, beſuchte die dortige Lateinſchule und nach dem Tode beider Eltern die Realſchule bis 1829. Gegen ſeine Neigung mußte er nun bei ſeinem Oheim das Schrei- nerhandwerk erlernen, benutzte aber redlich alle Freiſtunden zu ſeiner gei- ſtigen Fortbildung. 1835 ging er auf die Wanderſchaft, wandte ſich aber, nachdem er großjährig gewor- den, gänzlich von dem erlernten Ge- werbe ab u. zuerſt der Kunſt, ſpäter der Literatur zu, war längere Zeit Mitarbeiter an verſchiedenen Zei- tungen, auch als Korrektor in einer Nürnberger Buchhandlung tätig. Bereits 1840 hatte er ſein Luſtſpiel „Verlegenheiten“ auf die Nürnberger Bühne gebracht; um indes das Thea- ter praktiſch kennen zu lernen, nahm er 1843 die ihm angebotene Stelle eines Theaterſekretärs in Regensburg an. 1850 ging er als Redakteur des „Courier für Niederbayern“ nach Landshut und kehrte im November 1853 nach Nürnberg zurück, wo er bis 1861 im Geſchäft des Buchhänd- lers Merz tätig war, 1864 eine An- ſtellung als Bibliothekaſſiſtent am germaniſchen Muſeum erhielt u. 1867 Kuſtos der Nürnberger Stadtbiblio- thek u. des ſtädtiſchen Archivs wurde, welche Stelle er bis zu ſeinem Tode bekleidete. Jm Jahre 1877 wurde ihm auch die Verweſung des Stadt- bibliothekariats übertragen. Er ſtarb am 27. Dezbr. 1890. S: Ludwig der Bayer in Nürnberg (Schſp.), o. J. ‒ Prinz Eugen von Savoyen (Schſp.), 1845. ‒ Alma und Bereſina (Dram. Epiſode), 1854. ‒ Der Geſchworne (Schauſp.), 1854. ‒ Gedichte, 1862. ‒ Veit Stoß, der Bildſchnitzer v. Nürn- berg (Schſp.), 1863. ‒ Feſtliche und heitere Stunden (Dr. Spiele u. Ge.), 1865. ‒ Taten und Schickſale (Bilder a. dem Leben des deutſchen Volkes), 1865. ‒ Sommer- und Winterfrüchte (Dram. Spiele), 1868. ‒ Nürnberger Sagen und Geſchichten, 1869. ‒ Grü- bel und ſeine Nachfolger in der Nürn- berger mundartlichen Dichtung, 1873. Přibyl, Leo E., geb. am 8. Mai 1848 in Skworetz (Böhmen), wurde nach beendeten Studien und erlang- ter Doktorwürde Schriftſteller und gehörte lange Zeit als Redakteur der „Neuen Freien Preſſe“ an, in welchem Blatte er die Landwirtſchaft, das Aſſe- kuranzweſen und die Volkswirtſchaft vertrat. Auch war er Mitarbeiter an den meiſten landwirtſchaftlichen Zei- tungen Öſterreichs und Mitheraus- geber und Chefredakteur des als Er- innerungszeichen an die land- und forſtwirtſchaftliche Ausſtellung in Wien (1890) geſchaffenen „Goldenen Buches der Land- und Forſtwirt- ſchaft in Öſterreich-Ungarn“. Er ſtarb am 10. Juli 1897. S: Wie die Guttendorfer reich wurden (E.), 1886. ‒ Der Häusler Franz (Dorfgeſch.), 1888. ‒ Martin Friſch, der Rekrut (Geſch. a. d. Volksleben), 1898. Pries, Erich Heinrich Robert, geb. am 8. Septbr. 1852 in Roſtock *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 347. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/351>, abgerufen am 22.02.2019.