Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Pri
als der Sohn des Landsyndikus Dr.
Joach. Heinr. Hermann P., absol-
vierte das Gymnasium daselbst und
studierte 1872-76 je ein Jahr in Ro-
stock, Tübingen, Leipzig und wieder
in Rostock Theologie. Von Tübingen
aus besuchte er auch in den Ferien
die Schweiz, Jtalien, Österreich und
Süddeutschland, kehrte auch hierher
nach Ablegung seiner ersten theologi-
schen Prüfung auf ein Jahr zurück.
Danach ward er Lehrer in Greves-
mühlen in Mecklenburg, darauf Rek-
tor der Bürgerschule in Bützow, 1881
Pastor in Satow bei Malchow und
1893 Diakonus an St. Jakobi in
Rostock.

S:

Aus den Papieren eines
Landgeistlichen, 1888. - Kandidat
Hand (Gespräche Tübinger Studen-
ten), 1891. - Krippe, Kreuz u. Krone
(Geistl. Lr.), 1893. - Auf Urlaub (Ge.
a. d. Sommerfrische), 1910.

*Priester, Oskar,

geboren am 21.
Septbr. 1872 in Frankfurt a. Main
als Sohn eines damaligen Mittel-
schullehrers, besuchte seit 1879 die
Vorschule und 1882-91 das städtische
und königl. Kaiser-Friedrichs-Gym-
nasium seiner Vaterstadt u. studierte
dann 1891-95 an den Universitäten
zu Leipzig, Straßburg, München,
Gießen, Berlin und Marburg die
Rechte. Seit 1895 Referendar, war
er bis 1900 am Amtsgericht in Elt-
ville und an verschiedenen Gerichten
in Frankfurt a. M. tätig, erwarb sich
1896 die Würde eines Dr. jur. und
wurde im März 1900 Assessor. Jm
Juni 1901 wurde er von den Städten
Lehrte u. Wunstorf (Hannover) ein-
stimmig zum Bürgermeister gewählt;
doch zog er vor, sich als Rechtsanwalt
zu betätigen. Seit 1902 als solcher
in Eberswalde tätig, nahm er im
Juli 1903 seinen Abschied aus preu-
ßischem Dienst und ließ sich dann in
Darmstadt als Rechtsanwalt nieder.
Jm Jahre 1911 gab er diesen Beruf
auf und zog nach Frankfurt a. M.,
wo er sich nun als juristischer u. sozial-
[Spaltenumbruch]

Pri
politischer Schriftsteller betätigt.
Außer einer großen Zahl juristischer
Werke veröffentlichte er

S:

"Lie"
(Ein Lenzestraum vom Rhein), 1901.
- Jnnenleben -- Außenwelt (Ge.),
1902.

Prigge-Brook, Marie,

siehe
Marie Brook!

*Primer, Fred W.,

geb. am 11.
Dezember 1860 in der Stadt Mexiko,
kam schon als Kind nach Deutschland,
besuchte 1868-79 das Magdalenen-
Gymnasium in Breslau und studierte
hierauf drei Jahre in Paris. Jm
Jahre 1883 ging er nach Mexiko zu-
rück und führte dort im Jnnern des
Landes ein buntes, wechselreiches
Leben in allen nur möglichen Lebens-
stellungen (Lehrer, Börsenmakler,
Jäger, Theater-Jmpresario usw.).
Nach vier Jahren siedelte er nach den
Verein. Staaten über und trat sofort
in den Dienst des Journalismus. Er
war zuerst Lokalredakteur bei der
"Freien Presse" in Cincinnati, von
1889 ab ständiger, belletristischer Mit-
arbeiter am "Saturday Evening
Herold"
in Chicago, bis zum Er-
löschen des Blattes (1899), in dessen
Jnteresse er drei große Reisen um die
Welt und unzählige kleinere durch
ganz Nordamerika, Mexiko, Zentral-
und Südamerika machte. Die Frucht
dieser Reisen waren in erster Linie
zahllose Reiseberichte, Essays, sozio-
logisch-psychologische Betrachtungen,
Novelletten usw., in zweiter Linie
entsproß aber diesem vielbewegten
Leben eine bedeutende Menschenkennt-
nis, sowie eine scharfe und sichere
Welt- und Lebensbeobachtung. Nach
seiner Rückkehr nach Deutschland ließ
sich P. in Tempelhof bei Berlin nie-
der, wo er seine reichen Erfahrungen
schriftstellerisch verwertet.

S:

Die
Grenze (R. a. d. amerik. Gesellschaft),
1901. - Aaron (Ein amerik. Sitten-
bild), 1902. - Der Polizeidirektor
(Bürgerl. Tr.), 1902. - Der Puls-
schlag einer Großstadt (Amerik. Sit-

*


[Spaltenumbruch]

Pri
als der Sohn des Landſyndikus Dr.
Joach. Heinr. Hermann P., abſol-
vierte das Gymnaſium daſelbſt und
ſtudierte 1872‒76 je ein Jahr in Ro-
ſtock, Tübingen, Leipzig und wieder
in Roſtock Theologie. Von Tübingen
aus beſuchte er auch in den Ferien
die Schweiz, Jtalien, Öſterreich und
Süddeutſchland, kehrte auch hierher
nach Ablegung ſeiner erſten theologi-
ſchen Prüfung auf ein Jahr zurück.
Danach ward er Lehrer in Greves-
mühlen in Mecklenburg, darauf Rek-
tor der Bürgerſchule in Bützow, 1881
Paſtor in Satow bei Malchow und
1893 Diakonus an St. Jakobi in
Roſtock.

S:

Aus den Papieren eines
Landgeiſtlichen, 1888. ‒ Kandidat
Hand (Geſpräche Tübinger Studen-
ten), 1891. ‒ Krippe, Kreuz u. Krone
(Geiſtl. Lr.), 1893. ‒ Auf Urlaub (Ge.
a. d. Sommerfriſche), 1910.

*Prieſter, Oskar,

geboren am 21.
Septbr. 1872 in Frankfurt a. Main
als Sohn eines damaligen Mittel-
ſchullehrers, beſuchte ſeit 1879 die
Vorſchule und 1882‒91 das ſtädtiſche
und königl. Kaiſer-Friedrichs-Gym-
naſium ſeiner Vaterſtadt u. ſtudierte
dann 1891-95 an den Univerſitäten
zu Leipzig, Straßburg, München,
Gießen, Berlin und Marburg die
Rechte. Seit 1895 Referendar, war
er bis 1900 am Amtsgericht in Elt-
ville und an verſchiedenen Gerichten
in Frankfurt a. M. tätig, erwarb ſich
1896 die Würde eines Dr. jur. und
wurde im März 1900 Aſſeſſor. Jm
Juni 1901 wurde er von den Städten
Lehrte u. Wunſtorf (Hannover) ein-
ſtimmig zum Bürgermeiſter gewählt;
doch zog er vor, ſich als Rechtsanwalt
zu betätigen. Seit 1902 als ſolcher
in Eberswalde tätig, nahm er im
Juli 1903 ſeinen Abſchied aus preu-
ßiſchem Dienſt und ließ ſich dann in
Darmſtadt als Rechtsanwalt nieder.
Jm Jahre 1911 gab er dieſen Beruf
auf und zog nach Frankfurt a. M.,
wo er ſich nun als juriſtiſcher u. ſozial-
[Spaltenumbruch]

Pri
politiſcher Schriftſteller betätigt.
Außer einer großen Zahl juriſtiſcher
Werke veröffentlichte er

S:

„Lie“
(Ein Lenzestraum vom Rhein), 1901.
‒ Jnnenleben — Außenwelt (Ge.),
1902.

Prigge-Brook, Marie,

ſiehe
Marie Brook!

*Primer, Fred W.,

geb. am 11.
Dezember 1860 in der Stadt Mexiko,
kam ſchon als Kind nach Deutſchland,
beſuchte 1868‒79 das Magdalenen-
Gymnaſium in Breslau und ſtudierte
hierauf drei Jahre in Paris. Jm
Jahre 1883 ging er nach Mexiko zu-
rück und führte dort im Jnnern des
Landes ein buntes, wechſelreiches
Leben in allen nur möglichen Lebens-
ſtellungen (Lehrer, Börſenmakler,
Jäger, Theater-Jmpreſario uſw.).
Nach vier Jahren ſiedelte er nach den
Verein. Staaten über und trat ſofort
in den Dienſt des Journalismus. Er
war zuerſt Lokalredakteur bei der
„Freien Preſſe“ in Cincinnati, von
1889 ab ſtändiger, belletriſtiſcher Mit-
arbeiter am „Saturday Evening
Herold“
in Chicago, bis zum Er-
löſchen des Blattes (1899), in deſſen
Jntereſſe er drei große Reiſen um die
Welt und unzählige kleinere durch
ganz Nordamerika, Mexiko, Zentral-
und Südamerika machte. Die Frucht
dieſer Reiſen waren in erſter Linie
zahlloſe Reiſeberichte, Eſſays, ſozio-
logiſch-pſychologiſche Betrachtungen,
Novelletten uſw., in zweiter Linie
entſproß aber dieſem vielbewegten
Leben eine bedeutende Menſchenkennt-
nis, ſowie eine ſcharfe und ſichere
Welt- und Lebensbeobachtung. Nach
ſeiner Rückkehr nach Deutſchland ließ
ſich P. in Tempelhof bei Berlin nie-
der, wo er ſeine reichen Erfahrungen
ſchriftſtelleriſch verwertet.

S:

Die
Grenze (R. a. d. amerik. Geſellſchaft),
1901. ‒ Aaron (Ein amerik. Sitten-
bild), 1902. ‒ Der Polizeidirektor
(Bürgerl. Tr.), 1902. ‒ Der Puls-
ſchlag einer Großſtadt (Amerik. Sit-

*
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="index" n="1">
        <p><pb facs="#f0352" n="348"/><lb/><cb/><fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Pri</hi></fw><lb/>
als der Sohn des Land&#x017F;yndikus <hi rendition="#aq">Dr.</hi><lb/>
Joach. Heinr. Hermann P., ab&#x017F;ol-<lb/>
vierte das Gymna&#x017F;ium da&#x017F;elb&#x017F;t und<lb/>
&#x017F;tudierte 1872&#x2012;76 je ein Jahr in Ro-<lb/>
&#x017F;tock, Tübingen, Leipzig und wieder<lb/>
in Ro&#x017F;tock Theologie. Von Tübingen<lb/>
aus be&#x017F;uchte er auch in den Ferien<lb/>
die Schweiz, Jtalien, Ö&#x017F;terreich und<lb/>
Süddeut&#x017F;chland, kehrte auch hierher<lb/>
nach Ablegung &#x017F;einer er&#x017F;ten theologi-<lb/>
&#x017F;chen Prüfung auf ein Jahr zurück.<lb/>
Danach ward er Lehrer in Greves-<lb/>
mühlen in Mecklenburg, darauf Rek-<lb/>
tor der Bürger&#x017F;chule in Bützow, 1881<lb/>
Pa&#x017F;tor in Satow bei Malchow und<lb/>
1893 Diakonus an St. Jakobi in<lb/>
Ro&#x017F;tock. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Aus den Papieren eines<lb/>
Landgei&#x017F;tlichen, 1888. &#x2012; Kandidat<lb/>
Hand (Ge&#x017F;präche Tübinger Studen-<lb/>
ten), 1891. &#x2012; Krippe, Kreuz u. Krone<lb/>
(Gei&#x017F;tl. Lr.), 1893. &#x2012; Auf Urlaub (Ge.<lb/>
a. d. Sommerfri&#x017F;che), 1910.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Prie&#x017F;ter,</hi> Oskar,</persName></head>
        <p> geboren am 21.<lb/>
Septbr. 1872 in Frankfurt a. Main<lb/>
als Sohn eines damaligen Mittel-<lb/>
&#x017F;chullehrers, be&#x017F;uchte &#x017F;eit 1879 die<lb/>
Vor&#x017F;chule und 1882&#x2012;91 das &#x017F;tädti&#x017F;che<lb/>
und königl. Kai&#x017F;er-Friedrichs-Gym-<lb/>
na&#x017F;ium &#x017F;einer Vater&#x017F;tadt u. &#x017F;tudierte<lb/>
dann 1891-95 an den Univer&#x017F;itäten<lb/>
zu Leipzig, Straßburg, München,<lb/>
Gießen, Berlin und Marburg die<lb/>
Rechte. Seit 1895 Referendar, war<lb/>
er bis 1900 am Amtsgericht in Elt-<lb/>
ville und an ver&#x017F;chiedenen Gerichten<lb/>
in Frankfurt a. M. tätig, erwarb &#x017F;ich<lb/>
1896 die Würde eines <hi rendition="#aq">Dr. jur.</hi> und<lb/>
wurde im März 1900 A&#x017F;&#x017F;e&#x017F;&#x017F;or. Jm<lb/>
Juni 1901 wurde er von den Städten<lb/>
Lehrte u. Wun&#x017F;torf (Hannover) ein-<lb/>
&#x017F;timmig zum Bürgermei&#x017F;ter gewählt;<lb/>
doch zog er vor, &#x017F;ich als Rechtsanwalt<lb/>
zu betätigen. Seit 1902 als &#x017F;olcher<lb/>
in Eberswalde tätig, nahm er im<lb/>
Juli 1903 &#x017F;einen Ab&#x017F;chied aus preu-<lb/>
ßi&#x017F;chem Dien&#x017F;t und ließ &#x017F;ich dann in<lb/>
Darm&#x017F;tadt als Rechtsanwalt nieder.<lb/>
Jm Jahre 1911 gab er die&#x017F;en Beruf<lb/>
auf und zog nach Frankfurt a. M.,<lb/>
wo er &#x017F;ich nun als juri&#x017F;ti&#x017F;cher u. &#x017F;ozial-<lb/><cb/>
<fw type="header" place="top"><hi rendition="#g">Pri</hi></fw><lb/>
politi&#x017F;cher Schrift&#x017F;teller betätigt.<lb/>
Außer einer großen Zahl juri&#x017F;ti&#x017F;cher<lb/>
Werke veröffentlichte er </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>&#x201E;Lie&#x201C;<lb/>
(Ein Lenzestraum vom Rhein), 1901.<lb/>
&#x2012; Jnnenleben &#x2014; Außenwelt (Ge.),<lb/>
1902.</p><lb/>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>
          <persName><hi rendition="#b">Prigge-Brook,</hi> Marie,</persName>
        </head>
        <p> &#x017F;iehe<lb/><hi rendition="#g">Marie Brook!</hi></p><lb/>
      </div><lb/>
      <div type="index" n="1">
        <head>*<persName><hi rendition="#b">Primer,</hi> Fred W.,</persName></head>
        <p> geb. am 11.<lb/>
Dezember 1860 in der Stadt Mexiko,<lb/>
kam &#x017F;chon als Kind nach Deut&#x017F;chland,<lb/>
be&#x017F;uchte 1868&#x2012;79 das Magdalenen-<lb/>
Gymna&#x017F;ium in Breslau und &#x017F;tudierte<lb/>
hierauf drei Jahre in Paris. Jm<lb/>
Jahre 1883 ging er nach Mexiko zu-<lb/>
rück und führte dort im Jnnern des<lb/>
Landes ein buntes, wech&#x017F;elreiches<lb/>
Leben in allen nur möglichen Lebens-<lb/>
&#x017F;tellungen (Lehrer, Bör&#x017F;enmakler,<lb/>
Jäger, Theater-Jmpre&#x017F;ario u&#x017F;w.).<lb/>
Nach vier Jahren &#x017F;iedelte er nach den<lb/>
Verein. Staaten über und trat &#x017F;ofort<lb/>
in den Dien&#x017F;t des Journalismus. Er<lb/>
war zuer&#x017F;t Lokalredakteur bei der<lb/>
&#x201E;Freien Pre&#x017F;&#x017F;e&#x201C; in Cincinnati, von<lb/>
1889 ab &#x017F;tändiger, belletri&#x017F;ti&#x017F;cher Mit-<lb/>
arbeiter am <hi rendition="#aq">&#x201E;Saturday Evening<lb/>
Herold&#x201C;</hi> in Chicago, bis zum Er-<lb/>&#x017F;chen des Blattes (1899), in de&#x017F;&#x017F;en<lb/>
Jntere&#x017F;&#x017F;e er drei große Rei&#x017F;en um die<lb/>
Welt und unzählige kleinere durch<lb/>
ganz Nordamerika, Mexiko, Zentral-<lb/>
und Südamerika machte. Die Frucht<lb/>
die&#x017F;er Rei&#x017F;en waren in er&#x017F;ter Linie<lb/>
zahllo&#x017F;e Rei&#x017F;eberichte, E&#x017F;&#x017F;ays, &#x017F;ozio-<lb/>
logi&#x017F;ch-p&#x017F;ychologi&#x017F;che Betrachtungen,<lb/>
Novelletten u&#x017F;w., in zweiter Linie<lb/>
ent&#x017F;proß aber die&#x017F;em vielbewegten<lb/>
Leben eine bedeutende Men&#x017F;chenkennt-<lb/>
nis, &#x017F;owie eine &#x017F;charfe und &#x017F;ichere<lb/>
Welt- und Lebensbeobachtung. Nach<lb/>
&#x017F;einer Rückkehr nach Deut&#x017F;chland ließ<lb/>
&#x017F;ich P. in Tempelhof bei Berlin nie-<lb/>
der, wo er &#x017F;eine reichen Erfahrungen<lb/>
&#x017F;chrift&#x017F;telleri&#x017F;ch verwertet. </p><lb/>
        <div type="bibliography" n="2">
          <head> <hi rendition="#i">S:</hi> </head>
          <p>Die<lb/>
Grenze (R. a. d. amerik. Ge&#x017F;ell&#x017F;chaft),<lb/>
1901. &#x2012; Aaron (Ein amerik. Sitten-<lb/>
bild), 1902. &#x2012; Der Polizeidirektor<lb/>
(Bürgerl. Tr.), 1902. &#x2012; Der Puls-<lb/>
&#x017F;chlag einer Groß&#x017F;tadt (Amerik. Sit-<lb/>
<fw type="sig" place="bottom">*</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[348/0352] Pri Pri als der Sohn des Landſyndikus Dr. Joach. Heinr. Hermann P., abſol- vierte das Gymnaſium daſelbſt und ſtudierte 1872‒76 je ein Jahr in Ro- ſtock, Tübingen, Leipzig und wieder in Roſtock Theologie. Von Tübingen aus beſuchte er auch in den Ferien die Schweiz, Jtalien, Öſterreich und Süddeutſchland, kehrte auch hierher nach Ablegung ſeiner erſten theologi- ſchen Prüfung auf ein Jahr zurück. Danach ward er Lehrer in Greves- mühlen in Mecklenburg, darauf Rek- tor der Bürgerſchule in Bützow, 1881 Paſtor in Satow bei Malchow und 1893 Diakonus an St. Jakobi in Roſtock. S: Aus den Papieren eines Landgeiſtlichen, 1888. ‒ Kandidat Hand (Geſpräche Tübinger Studen- ten), 1891. ‒ Krippe, Kreuz u. Krone (Geiſtl. Lr.), 1893. ‒ Auf Urlaub (Ge. a. d. Sommerfriſche), 1910. *Prieſter, Oskar, geboren am 21. Septbr. 1872 in Frankfurt a. Main als Sohn eines damaligen Mittel- ſchullehrers, beſuchte ſeit 1879 die Vorſchule und 1882‒91 das ſtädtiſche und königl. Kaiſer-Friedrichs-Gym- naſium ſeiner Vaterſtadt u. ſtudierte dann 1891-95 an den Univerſitäten zu Leipzig, Straßburg, München, Gießen, Berlin und Marburg die Rechte. Seit 1895 Referendar, war er bis 1900 am Amtsgericht in Elt- ville und an verſchiedenen Gerichten in Frankfurt a. M. tätig, erwarb ſich 1896 die Würde eines Dr. jur. und wurde im März 1900 Aſſeſſor. Jm Juni 1901 wurde er von den Städten Lehrte u. Wunſtorf (Hannover) ein- ſtimmig zum Bürgermeiſter gewählt; doch zog er vor, ſich als Rechtsanwalt zu betätigen. Seit 1902 als ſolcher in Eberswalde tätig, nahm er im Juli 1903 ſeinen Abſchied aus preu- ßiſchem Dienſt und ließ ſich dann in Darmſtadt als Rechtsanwalt nieder. Jm Jahre 1911 gab er dieſen Beruf auf und zog nach Frankfurt a. M., wo er ſich nun als juriſtiſcher u. ſozial- politiſcher Schriftſteller betätigt. Außer einer großen Zahl juriſtiſcher Werke veröffentlichte er S: „Lie“ (Ein Lenzestraum vom Rhein), 1901. ‒ Jnnenleben — Außenwelt (Ge.), 1902. Prigge-Brook, Marie, ſiehe Marie Brook! *Primer, Fred W., geb. am 11. Dezember 1860 in der Stadt Mexiko, kam ſchon als Kind nach Deutſchland, beſuchte 1868‒79 das Magdalenen- Gymnaſium in Breslau und ſtudierte hierauf drei Jahre in Paris. Jm Jahre 1883 ging er nach Mexiko zu- rück und führte dort im Jnnern des Landes ein buntes, wechſelreiches Leben in allen nur möglichen Lebens- ſtellungen (Lehrer, Börſenmakler, Jäger, Theater-Jmpreſario uſw.). Nach vier Jahren ſiedelte er nach den Verein. Staaten über und trat ſofort in den Dienſt des Journalismus. Er war zuerſt Lokalredakteur bei der „Freien Preſſe“ in Cincinnati, von 1889 ab ſtändiger, belletriſtiſcher Mit- arbeiter am „Saturday Evening Herold“ in Chicago, bis zum Er- löſchen des Blattes (1899), in deſſen Jntereſſe er drei große Reiſen um die Welt und unzählige kleinere durch ganz Nordamerika, Mexiko, Zentral- und Südamerika machte. Die Frucht dieſer Reiſen waren in erſter Linie zahlloſe Reiſeberichte, Eſſays, ſozio- logiſch-pſychologiſche Betrachtungen, Novelletten uſw., in zweiter Linie entſproß aber dieſem vielbewegten Leben eine bedeutende Menſchenkennt- nis, ſowie eine ſcharfe und ſichere Welt- und Lebensbeobachtung. Nach ſeiner Rückkehr nach Deutſchland ließ ſich P. in Tempelhof bei Berlin nie- der, wo er ſeine reichen Erfahrungen ſchriftſtelleriſch verwertet. S: Die Grenze (R. a. d. amerik. Geſellſchaft), 1901. ‒ Aaron (Ein amerik. Sitten- bild), 1902. ‒ Der Polizeidirektor (Bürgerl. Tr.), 1902. ‒ Der Puls- ſchlag einer Großſtadt (Amerik. Sit- *

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/352
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 348. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/352>, abgerufen am 22.02.2019.