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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Pro
Deutsche Redelehre, 1897. 3. A. 1905.
- Wen soll ich malen? (Ein Bilder-
buch), 1899. 6. A. 1905. - Der
Schnellmaler (Ein neues Bilderbuch),
1901. 3. A. 1905. - Der junge Künst-
ler (Bilderbuch), 1904. - Die Mit-
schüler (Festsp.), 1905. - Der Hein-
richstag von 1520 (Festsp. f. d. Alten-
burg bei Bamberg), 1908. - Kribbel-
Krabbel (Ein lustig. Bilderbuch von
K. Storch, V. v. H. Pr.), 1911.

*Prochaska, Franz Joseph,

psd.
Oskar Pach, wurde am 7. Oktbr.
1865 zu Wien als der Sohn eines
Advokaten geboren, absolvierte das
Gymnasium daselbst und hörte dar-
auf an der Universität juristische und
philosophische Vorlesungen. Nach-
dem er vorübergehend journalistisch
tätig gewesen, trat er in den öster-
reichischen Staatspostdienst und war
darin später zu Wien in Funktion,
wo er am 9. Oktober 1908 starb.
Er redigierte zwei Jahrgänge des
"Jahrbuchs des Scheffelbundes"
("Nicht rasten und nicht rosten", II,
1896-97) u. veröffentlichte

S:

Vor-
frühling (Ausgew. Dn.), 1888. -
Schlimme Kinder (Satir. Ge.), 1900.
3. A. 1901.

Prochazka, Rudolf Freiherr von,


geb. am 23. Februar 1864 in Prag
als Sohn des (1868 +) verstorbenen
Freiherrn Josef von P., absolvierte
das Gymnasium daselbst u. studierte
an der dortigen deutschen Universi-
tät die Rechte. Nach Erledigung sei-
ner Prüfung trat er bei der Statt-
halterei in Prag in den Staatsdienst,
wurde 1893 Statthalterei-Konzipist
in Eger, dann Vezirkskommissar da-
selbst, kam in gleicher Eigenschaft
1897 nach Prag, wurde hier 1903
Sekretär bei der Statthalterei und
1910 k. k. Bezirkshauptmann. Neben
seiner beruflichen Tätigkeit widmet
sich P. besonders der Musik. Schon
als Schüler und Student in Prag
genoß er den Unterricht im Geigen-
spiel durch den Violinpädagogen
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Pro
Eduard Wittich, während er durch
die Professoren Fibich und Grün-
berger in der Harmonie- und Kom-
positionslehre und im Klavierspiel
ausgebildet ward. Er wurde dann
auch bald Musikkritiker des "Prager
Tageblatt", Mitarbeiter der Stutt-
garter "Neuen Musikzeitung", später
Mitglied der k. k. Musik-Staatsprü-
fungskommission und ist seit 1910
Präsident derselben. Er schrieb bio-
graphische Werke über "Robert
Franz" (1894), "Mozart in Prag"
(1892. 2. A. 1899), "Johann Strauß"
(1899. 2. A. 1903), ferner "Arpeg-
gien "Musikalisches aus alten und
neuen Tagen" (1897) und veröffent-
lichte eine Reihe von Kompositionen
für Klavier und Orchester (bis jetzt
im ganzen 24 Werke, darunter auch
die Oper "Das Glück", 1898).

S:


Asteroiden (Ge. und Aphorismen),
1887. - Versuch einer Reform der
deutschen Lyrik, 1888. - Christus.
Das Mysterium seines Leidens (Geistl.
Melodrama), 1901.

*Prohl, Hedwig,

geb. Taube,
wurde am 30. Juni 1823 zu Mewe
in Westpreußen als das dritte Kind
eines Postsekretärs geboren, kam mit
demselben bald nach Marienburg u.
im fünften Lebensjahre zu einem kin-
derlosen Onkel nach Bromberg, wo
sie einige Zeit besuchsweise verweilen
sollte. Sie blieb indessen 12 Jahre
daselbst u. verlebte hier eine Jugend,
wie sie schöner und glücklicher nicht
gedacht werden kann. Jn den Ferien
reiste sie mit der Tante stets zu den
Eltern, die später nach Riesenburg
versetzt wurden und, obwohl sie noch
fünf Kinder um sich hatten, ihre
Tochter Hedwig nicht ganz entbehren
mochten. Hedwig erhielt ihre Bil-
dung in der Töchterschule zu Brom-
berg, außerdem Privatunterricht im
Französischen und in der Musik, für
welche letztere sie unbeschreibliche Liebe
und viel Talent hatte, so daß die El-
tern nur durch Rücksichten auf den

*


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Pro
Deutſche Redelehre, 1897. 3. A. 1905.
‒ Wen ſoll ich malen? (Ein Bilder-
buch), 1899. 6. A. 1905. ‒ Der
Schnellmaler (Ein neues Bilderbuch),
1901. 3. A. 1905. ‒ Der junge Künſt-
ler (Bilderbuch), 1904. ‒ Die Mit-
ſchüler (Feſtſp.), 1905. ‒ Der Hein-
richstag von 1520 (Feſtſp. f. d. Alten-
burg bei Bamberg), 1908. ‒ Kribbel-
Krabbel (Ein luſtig. Bilderbuch von
K. Storch, V. v. H. Pr.), 1911.

*Prochaska, Franz Joſeph,

pſd.
Oskar Pach, wurde am 7. Oktbr.
1865 zu Wien als der Sohn eines
Advokaten geboren, abſolvierte das
Gymnaſium daſelbſt und hörte dar-
auf an der Univerſität juriſtiſche und
philoſophiſche Vorleſungen. Nach-
dem er vorübergehend journaliſtiſch
tätig geweſen, trat er in den öſter-
reichiſchen Staatspoſtdienſt und war
darin ſpäter zu Wien in Funktion,
wo er am 9. Oktober 1908 ſtarb.
Er redigierte zwei Jahrgänge des
„Jahrbuchs des Scheffelbundes“
(„Nicht raſten und nicht roſten“, II,
1896‒97) u. veröffentlichte

S:

Vor-
frühling (Ausgew. Dn.), 1888. ‒
Schlimme Kinder (Satir. Ge.), 1900.
3. A. 1901.

Prochazka, Rudolf Freiherr von,


geb. am 23. Februar 1864 in Prag
als Sohn des (1868 †) verſtorbenen
Freiherrn Joſef von P., abſolvierte
das Gymnaſium daſelbſt u. ſtudierte
an der dortigen deutſchen Univerſi-
tät die Rechte. Nach Erledigung ſei-
ner Prüfung trat er bei der Statt-
halterei in Prag in den Staatsdienſt,
wurde 1893 Statthalterei-Konzipiſt
in Eger, dann Vezirkskommiſſar da-
ſelbſt, kam in gleicher Eigenſchaft
1897 nach Prag, wurde hier 1903
Sekretär bei der Statthalterei und
1910 k. k. Bezirkshauptmann. Neben
ſeiner beruflichen Tätigkeit widmet
ſich P. beſonders der Muſik. Schon
als Schüler und Student in Prag
genoß er den Unterricht im Geigen-
ſpiel durch den Violinpädagogen
[Spaltenumbruch]

Pro
Eduard Wittich, während er durch
die Profeſſoren Fibich und Grün-
berger in der Harmonie- und Kom-
poſitionslehre und im Klavierſpiel
ausgebildet ward. Er wurde dann
auch bald Muſikkritiker des „Prager
Tageblatt“, Mitarbeiter der Stutt-
garter „Neuen Muſikzeitung“, ſpäter
Mitglied der k. k. Muſik-Staatsprü-
fungskommiſſion und iſt ſeit 1910
Präſident derſelben. Er ſchrieb bio-
graphiſche Werke über „Robert
Franz“ (1894), „Mozart in Prag“
(1892. 2. A. 1899), „Johann Strauß“
(1899. 2. A. 1903), ferner „Arpeg-
gien „Muſikaliſches aus alten und
neuen Tagen“ (1897) und veröffent-
lichte eine Reihe von Kompoſitionen
für Klavier und Orcheſter (bis jetzt
im ganzen 24 Werke, darunter auch
die Oper „Das Glück“, 1898).

S:


Aſteroiden (Ge. und Aphorismen),
1887. ‒ Verſuch einer Reform der
deutſchen Lyrik, 1888. ‒ Chriſtus.
Das Myſterium ſeines Leidens (Geiſtl.
Melodrama), 1901.

*Prohl, Hedwig,

geb. Taube,
wurde am 30. Juni 1823 zu Mewe
in Weſtpreußen als das dritte Kind
eines Poſtſekretärs geboren, kam mit
demſelben bald nach Marienburg u.
im fünften Lebensjahre zu einem kin-
derloſen Onkel nach Bromberg, wo
ſie einige Zeit beſuchsweiſe verweilen
ſollte. Sie blieb indeſſen 12 Jahre
daſelbſt u. verlebte hier eine Jugend,
wie ſie ſchöner und glücklicher nicht
gedacht werden kann. Jn den Ferien
reiſte ſie mit der Tante ſtets zu den
Eltern, die ſpäter nach Rieſenburg
verſetzt wurden und, obwohl ſie noch
fünf Kinder um ſich hatten, ihre
Tochter Hedwig nicht ganz entbehren
mochten. Hedwig erhielt ihre Bil-
dung in der Töchterſchule zu Brom-
berg, außerdem Privatunterricht im
Franzöſiſchen und in der Muſik, für
welche letztere ſie unbeſchreibliche Liebe
und viel Talent hatte, ſo daß die El-
tern nur durch Rückſichten auf den

*
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[350/0354] Pro Pro Deutſche Redelehre, 1897. 3. A. 1905. ‒ Wen ſoll ich malen? (Ein Bilder- buch), 1899. 6. A. 1905. ‒ Der Schnellmaler (Ein neues Bilderbuch), 1901. 3. A. 1905. ‒ Der junge Künſt- ler (Bilderbuch), 1904. ‒ Die Mit- ſchüler (Feſtſp.), 1905. ‒ Der Hein- richstag von 1520 (Feſtſp. f. d. Alten- burg bei Bamberg), 1908. ‒ Kribbel- Krabbel (Ein luſtig. Bilderbuch von K. Storch, V. v. H. Pr.), 1911. *Prochaska, Franz Joſeph, pſd. Oskar Pach, wurde am 7. Oktbr. 1865 zu Wien als der Sohn eines Advokaten geboren, abſolvierte das Gymnaſium daſelbſt und hörte dar- auf an der Univerſität juriſtiſche und philoſophiſche Vorleſungen. Nach- dem er vorübergehend journaliſtiſch tätig geweſen, trat er in den öſter- reichiſchen Staatspoſtdienſt und war darin ſpäter zu Wien in Funktion, wo er am 9. Oktober 1908 ſtarb. Er redigierte zwei Jahrgänge des „Jahrbuchs des Scheffelbundes“ („Nicht raſten und nicht roſten“, II, 1896‒97) u. veröffentlichte S: Vor- frühling (Ausgew. Dn.), 1888. ‒ Schlimme Kinder (Satir. Ge.), 1900. 3. A. 1901. Prochazka, Rudolf Freiherr von, geb. am 23. Februar 1864 in Prag als Sohn des (1868 †) verſtorbenen Freiherrn Joſef von P., abſolvierte das Gymnaſium daſelbſt u. ſtudierte an der dortigen deutſchen Univerſi- tät die Rechte. Nach Erledigung ſei- ner Prüfung trat er bei der Statt- halterei in Prag in den Staatsdienſt, wurde 1893 Statthalterei-Konzipiſt in Eger, dann Vezirkskommiſſar da- ſelbſt, kam in gleicher Eigenſchaft 1897 nach Prag, wurde hier 1903 Sekretär bei der Statthalterei und 1910 k. k. Bezirkshauptmann. Neben ſeiner beruflichen Tätigkeit widmet ſich P. beſonders der Muſik. Schon als Schüler und Student in Prag genoß er den Unterricht im Geigen- ſpiel durch den Violinpädagogen Eduard Wittich, während er durch die Profeſſoren Fibich und Grün- berger in der Harmonie- und Kom- poſitionslehre und im Klavierſpiel ausgebildet ward. Er wurde dann auch bald Muſikkritiker des „Prager Tageblatt“, Mitarbeiter der Stutt- garter „Neuen Muſikzeitung“, ſpäter Mitglied der k. k. Muſik-Staatsprü- fungskommiſſion und iſt ſeit 1910 Präſident derſelben. Er ſchrieb bio- graphiſche Werke über „Robert Franz“ (1894), „Mozart in Prag“ (1892. 2. A. 1899), „Johann Strauß“ (1899. 2. A. 1903), ferner „Arpeg- gien „Muſikaliſches aus alten und neuen Tagen“ (1897) und veröffent- lichte eine Reihe von Kompoſitionen für Klavier und Orcheſter (bis jetzt im ganzen 24 Werke, darunter auch die Oper „Das Glück“, 1898). S: Aſteroiden (Ge. und Aphorismen), 1887. ‒ Verſuch einer Reform der deutſchen Lyrik, 1888. ‒ Chriſtus. Das Myſterium ſeines Leidens (Geiſtl. Melodrama), 1901. *Prohl, Hedwig, geb. Taube, wurde am 30. Juni 1823 zu Mewe in Weſtpreußen als das dritte Kind eines Poſtſekretärs geboren, kam mit demſelben bald nach Marienburg u. im fünften Lebensjahre zu einem kin- derloſen Onkel nach Bromberg, wo ſie einige Zeit beſuchsweiſe verweilen ſollte. Sie blieb indeſſen 12 Jahre daſelbſt u. verlebte hier eine Jugend, wie ſie ſchöner und glücklicher nicht gedacht werden kann. Jn den Ferien reiſte ſie mit der Tante ſtets zu den Eltern, die ſpäter nach Rieſenburg verſetzt wurden und, obwohl ſie noch fünf Kinder um ſich hatten, ihre Tochter Hedwig nicht ganz entbehren mochten. Hedwig erhielt ihre Bil- dung in der Töchterſchule zu Brom- berg, außerdem Privatunterricht im Franzöſiſchen und in der Muſik, für welche letztere ſie unbeſchreibliche Liebe und viel Talent hatte, ſo daß die El- tern nur durch Rückſichten auf den *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 350. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/354>, abgerufen am 20.03.2019.