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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Prö
1874 Redakteur der "Neuen Frank-
furter Presse" in Frankfurt a. M.,
1876 Leiter des "Mainzer Tagebl.",
1878 stellvertretender Chefredakteur
der "Breslauer Zeitung", 1881 Re-
dakteur der liberalen "Neuesten Nach-
richten" in München u. siedelte 1883
nach Berlin über, wo er als unab-
hängiger Schriftsteller für die Sache
der bedrängten Deutschen in Öster-
reich wirkte u. am 15. (nicht 16. Sept.)
1910 starb. Das preußische Jndige-
nat hatte er bereits 1875 erworben.

S:

Das österreichische Deutschtum in
Not und Gefahr (Ge.), 1887. - Ver-
gessene deutsche Brüder (Wanderun-
gen in Böhmen und Siebenbürgen),
1887. 3. A. 1893. - Sturmvögel
(Deutschnationale Kämpfe), 1888.
3. A. 1892. - Moderner Totentanz
(Kohlen-Skizzen); IV, 1881-91. 4. A.
1891. - Bilderbuch eines Bummlers,
1888. - 3. A. 1890. - Berliner Feder-
zeichnungen eines Deutsch-Österrei-
chers, 1888. 3. A. 1890. - Kreuz und
quer (Wanderungen), 1888. - Spreu
im Winde (Lustiges und Boshaftes),
1889. - Leute von heute (Lose Sk.),
1892. 2. A. 1894. - Deutsche Ver-
mächtnisse und deutsche Versäumnisse,
1892. - Das muntere Jahrhundert
(Hum.), 1892. - Zerbrochenes Spiel-
zeug (Sk.), 1892. - Am Seelentele-
phon (Neue Kurzgeschichten), 1895. -
Deutsches Leben und Weben (Natio-
nale En.), 1895. - Unter altdeutschem
Banner (Nationale Weckrufe u. Kla-
gen), 1896. - Halt! Wer da? (Lr. a.
d. deutsch-österreich. Feldlager), 1897.
- Die vier letzten Dinge in Öster-
reich, 1897. - Nachfolge Bismarcks
(Deutsch-österreichische Zeitgedichte),
1899. - Kriegsvolk und Radvolk
(Heitere Geschn.), 1900. - Auf ferner
Wacht (Heerrufe u. Heimgrüße), 1902.
- Gesammelte Kurzgeschichten, 1910.

*Prölß, Adolf Eduard,

geb. am
11. Nov. 1803 zu Dresden, studierte
Theologie u. Philologie, wirkte dann
vier Jahre lang in Leipzig und Gro-
[Spaltenumbruch]

Prö
ßenhain als Hauslehrer, wurde 1831
Hilfslehrer an der Kreuzschule zu
Dresden und 1835 Lehrer am Gym-
nasium zu Freiberg, an dem er seit
1865 als Religionslehrer und Lehrer
für Hebräisch und Französisch tätig
war. Jm Jahre 1866 zum Professor
ernannt, trat er 1874 in den Ruhe-
stand und starb am 14. August 1882.

S:

Der Erlöser (Orator., komp. von
K. E. Hering), 1833. - Kreuz u. Leier
(Dn.), 1844. - Gab mehrere Gesang-
und Erbauungsbücher heraus.

*Prölß, Johannes,

Sohn des Fol-
genden, wurde am 4. Juli 1853 zu
Dresden geboren, studierte in Jena
und Leipzig Philosophie u. Geschichte
und hatte die Absicht, sich später dem
Berufe eines Bibliothekars zu wid-
men. Deshalb ging er im Sommer
1874 nach London, wo er, im großen
Buch-Export- und Jmportgeschäft
Williams & Norgate angestellt, für
das Feuilleton der "Dresdener Zei-
tung" seine "Londoner Plauderbriefe"
schrieb, kehrte Ende 1875 zurück und
trat in die Redaktion des "Börsen-
blatts für den deutschen Buchhandel"
u. Ostern 1877 in die Redaktion von
"Meyers Konversationslexikon" ein,
der er bis Oktober 1878 angehörte.
Von 1877 bis Herbst 1879 und dann
wieder vom 1. März 1880 an redi-
gierte er auch die "Allgemeine litera-
rische Korrespondenz". Am 1. Juli
1881 siedelte P. von Leipzig nach
Frankfurt a. M. über, wo er seitdem
die Redaktion des Feuilletons der
"Frankfurter Zeitung" führte, und
zehn Jahre später folgte er einem
Rufe nach Stuttgart, wo er als Re-
dakteur der Zeitschrift "Von Fels zu
Meer" in die literar. Geschäfte der
"Union" eintrat, von 1894-1903 die
"Gartenlaube" redigierte u. dann als
freier Schriftsteller lebte. Er starb
nach schweren Leiden in der Heilan-
stalt Kennenberg bei Eßlingen am
21. September 1911.

S:

Wein-
phantasien aus Auerbachs Keller,

* 23


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Prö
1874 Redakteur der „Neuen Frank-
furter Preſſe“ in Frankfurt a. M.,
1876 Leiter des „Mainzer Tagebl.“,
1878 ſtellvertretender Chefredakteur
der „Breslauer Zeitung“, 1881 Re-
dakteur der liberalen „Neueſten Nach-
richten“ in München u. ſiedelte 1883
nach Berlin über, wo er als unab-
hängiger Schriftſteller für die Sache
der bedrängten Deutſchen in Öſter-
reich wirkte u. am 15. (nicht 16. Sept.)
1910 ſtarb. Das preußiſche Jndige-
nat hatte er bereits 1875 erworben.

S:

Das öſterreichiſche Deutſchtum in
Not und Gefahr (Ge.), 1887. ‒ Ver-
geſſene deutſche Brüder (Wanderun-
gen in Böhmen und Siebenbürgen),
1887. 3. A. 1893. ‒ Sturmvögel
(Deutſchnationale Kämpfe), 1888.
3. A. 1892. ‒ Moderner Totentanz
(Kohlen-Skizzen); IV, 1881‒91. 4. A.
1891. ‒ Bilderbuch eines Bummlers,
1888. ‒ 3. A. 1890. ‒ Berliner Feder-
zeichnungen eines Deutſch-Öſterrei-
chers, 1888. 3. A. 1890. ‒ Kreuz und
quer (Wanderungen), 1888. ‒ Spreu
im Winde (Luſtiges und Boshaftes),
1889. ‒ Leute von heute (Loſe Sk.),
1892. 2. A. 1894. ‒ Deutſche Ver-
mächtniſſe und deutſche Verſäumniſſe,
1892. ‒ Das muntere Jahrhundert
(Hum.), 1892. ‒ Zerbrochenes Spiel-
zeug (Sk.), 1892. ‒ Am Seelentele-
phon (Neue Kurzgeſchichten), 1895. ‒
Deutſches Leben und Weben (Natio-
nale En.), 1895. ‒ Unter altdeutſchem
Banner (Nationale Weckrufe u. Kla-
gen), 1896. ‒ Halt! Wer da? (Lr. a.
d. deutſch-öſterreich. Feldlager), 1897.
‒ Die vier letzten Dinge in Öſter-
reich, 1897. ‒ Nachfolge Bismarcks
(Deutſch-öſterreichiſche Zeitgedichte),
1899. ‒ Kriegsvolk und Radvolk
(Heitere Geſchn.), 1900. ‒ Auf ferner
Wacht (Heerrufe u. Heimgrüße), 1902.
‒ Geſammelte Kurzgeſchichten, 1910.

*Prölß, Adolf Eduard,

geb. am
11. Nov. 1803 zu Dresden, ſtudierte
Theologie u. Philologie, wirkte dann
vier Jahre lang in Leipzig und Gro-
[Spaltenumbruch]

Prö
ßenhain als Hauslehrer, wurde 1831
Hilfslehrer an der Kreuzſchule zu
Dresden und 1835 Lehrer am Gym-
naſium zu Freiberg, an dem er ſeit
1865 als Religionslehrer und Lehrer
für Hebräiſch und Franzöſiſch tätig
war. Jm Jahre 1866 zum Profeſſor
ernannt, trat er 1874 in den Ruhe-
ſtand und ſtarb am 14. Auguſt 1882.

S:

Der Erlöſer (Orator., komp. von
K. E. Hering), 1833. ‒ Kreuz u. Leier
(Dn.), 1844. ‒ Gab mehrere Geſang-
und Erbauungsbücher heraus.

*Prölß, Johannes,

Sohn des Fol-
genden, wurde am 4. Juli 1853 zu
Dresden geboren, ſtudierte in Jena
und Leipzig Philoſophie u. Geſchichte
und hatte die Abſicht, ſich ſpäter dem
Berufe eines Bibliothekars zu wid-
men. Deshalb ging er im Sommer
1874 nach London, wo er, im großen
Buch-Export- und Jmportgeſchäft
Williams & Norgate angeſtellt, für
das Feuilleton der „Dresdener Zei-
tung“ ſeine „Londoner Plauderbriefe“
ſchrieb, kehrte Ende 1875 zurück und
trat in die Redaktion des „Börſen-
blatts für den deutſchen Buchhandel“
u. Oſtern 1877 in die Redaktion von
„Meyers Konverſationslexikon“ ein,
der er bis Oktober 1878 angehörte.
Von 1877 bis Herbſt 1879 und dann
wieder vom 1. März 1880 an redi-
gierte er auch die „Allgemeine litera-
riſche Korreſpondenz“. Am 1. Juli
1881 ſiedelte P. von Leipzig nach
Frankfurt a. M. über, wo er ſeitdem
die Redaktion des Feuilletons der
„Frankfurter Zeitung“ führte, und
zehn Jahre ſpäter folgte er einem
Rufe nach Stuttgart, wo er als Re-
dakteur der Zeitſchrift „Von Fels zu
Meer“ in die literar. Geſchäfte der
„Union“ eintrat, von 1894‒1903 die
„Gartenlaube“ redigierte u. dann als
freier Schriftſteller lebte. Er ſtarb
nach ſchweren Leiden in der Heilan-
ſtalt Kennenberg bei Eßlingen am
21. September 1911.

S:

Wein-
phantaſien aus Auerbachs Keller,

* 23
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[353/0357] Prö Prö 1874 Redakteur der „Neuen Frank- furter Preſſe“ in Frankfurt a. M., 1876 Leiter des „Mainzer Tagebl.“, 1878 ſtellvertretender Chefredakteur der „Breslauer Zeitung“, 1881 Re- dakteur der liberalen „Neueſten Nach- richten“ in München u. ſiedelte 1883 nach Berlin über, wo er als unab- hängiger Schriftſteller für die Sache der bedrängten Deutſchen in Öſter- reich wirkte u. am 15. (nicht 16. Sept.) 1910 ſtarb. Das preußiſche Jndige- nat hatte er bereits 1875 erworben. S: Das öſterreichiſche Deutſchtum in Not und Gefahr (Ge.), 1887. ‒ Ver- geſſene deutſche Brüder (Wanderun- gen in Böhmen und Siebenbürgen), 1887. 3. A. 1893. ‒ Sturmvögel (Deutſchnationale Kämpfe), 1888. 3. A. 1892. ‒ Moderner Totentanz (Kohlen-Skizzen); IV, 1881‒91. 4. A. 1891. ‒ Bilderbuch eines Bummlers, 1888. ‒ 3. A. 1890. ‒ Berliner Feder- zeichnungen eines Deutſch-Öſterrei- chers, 1888. 3. A. 1890. ‒ Kreuz und quer (Wanderungen), 1888. ‒ Spreu im Winde (Luſtiges und Boshaftes), 1889. ‒ Leute von heute (Loſe Sk.), 1892. 2. A. 1894. ‒ Deutſche Ver- mächtniſſe und deutſche Verſäumniſſe, 1892. ‒ Das muntere Jahrhundert (Hum.), 1892. ‒ Zerbrochenes Spiel- zeug (Sk.), 1892. ‒ Am Seelentele- phon (Neue Kurzgeſchichten), 1895. ‒ Deutſches Leben und Weben (Natio- nale En.), 1895. ‒ Unter altdeutſchem Banner (Nationale Weckrufe u. Kla- gen), 1896. ‒ Halt! Wer da? (Lr. a. d. deutſch-öſterreich. Feldlager), 1897. ‒ Die vier letzten Dinge in Öſter- reich, 1897. ‒ Nachfolge Bismarcks (Deutſch-öſterreichiſche Zeitgedichte), 1899. ‒ Kriegsvolk und Radvolk (Heitere Geſchn.), 1900. ‒ Auf ferner Wacht (Heerrufe u. Heimgrüße), 1902. ‒ Geſammelte Kurzgeſchichten, 1910. *Prölß, Adolf Eduard, geb. am 11. Nov. 1803 zu Dresden, ſtudierte Theologie u. Philologie, wirkte dann vier Jahre lang in Leipzig und Gro- ßenhain als Hauslehrer, wurde 1831 Hilfslehrer an der Kreuzſchule zu Dresden und 1835 Lehrer am Gym- naſium zu Freiberg, an dem er ſeit 1865 als Religionslehrer und Lehrer für Hebräiſch und Franzöſiſch tätig war. Jm Jahre 1866 zum Profeſſor ernannt, trat er 1874 in den Ruhe- ſtand und ſtarb am 14. Auguſt 1882. S: Der Erlöſer (Orator., komp. von K. E. Hering), 1833. ‒ Kreuz u. Leier (Dn.), 1844. ‒ Gab mehrere Geſang- und Erbauungsbücher heraus. *Prölß, Johannes, Sohn des Fol- genden, wurde am 4. Juli 1853 zu Dresden geboren, ſtudierte in Jena und Leipzig Philoſophie u. Geſchichte und hatte die Abſicht, ſich ſpäter dem Berufe eines Bibliothekars zu wid- men. Deshalb ging er im Sommer 1874 nach London, wo er, im großen Buch-Export- und Jmportgeſchäft Williams & Norgate angeſtellt, für das Feuilleton der „Dresdener Zei- tung“ ſeine „Londoner Plauderbriefe“ ſchrieb, kehrte Ende 1875 zurück und trat in die Redaktion des „Börſen- blatts für den deutſchen Buchhandel“ u. Oſtern 1877 in die Redaktion von „Meyers Konverſationslexikon“ ein, der er bis Oktober 1878 angehörte. Von 1877 bis Herbſt 1879 und dann wieder vom 1. März 1880 an redi- gierte er auch die „Allgemeine litera- riſche Korreſpondenz“. Am 1. Juli 1881 ſiedelte P. von Leipzig nach Frankfurt a. M. über, wo er ſeitdem die Redaktion des Feuilletons der „Frankfurter Zeitung“ führte, und zehn Jahre ſpäter folgte er einem Rufe nach Stuttgart, wo er als Re- dakteur der Zeitſchrift „Von Fels zu Meer“ in die literar. Geſchäfte der „Union“ eintrat, von 1894‒1903 die „Gartenlaube“ redigierte u. dann als freier Schriftſteller lebte. Er ſtarb nach ſchweren Leiden in der Heilan- ſtalt Kennenberg bei Eßlingen am 21. September 1911. S: Wein- phantaſien aus Auerbachs Keller, * 23

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 353. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/357>, abgerufen am 23.02.2019.