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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Werke; hrsg. von Dr. Edmund von
Sallwürk; II, 1906. - Dieselben;
hrsg. v. Dr. Gustav Kayßner, 1906. -
Dieselben; hrsg. v. Walter Heichen;
IV, 1906. - Dieselben; ausgew. und
hrsg. von Walter Eggert-Windegg;
II, 1906. - Dieselben; hrsg. vom
Kunstwart durch Karl Fischer, 1907.
- Gedichte, hrsg. von Franz Deibel,
1906. - Werke; hrsg. v. Aug. Leffson;
IV, 1908. - Werke; hrsg. von Harry
Mayne; III, 1909. - Haushaltungs-
buch; hrsg. von W. Eggert-Windegg,
1909. - Ed. M.s Leben und Schaffen,
nebst e. Auswahl seiner Briefe; hrsg.
v. Rud. Krauß. 1910. - Eines Dich-
ters Liebe (Ed. M.s Brautbriefe, hrsg.
v. W. Eggert-Windegg), 1911. - Du
bist Orplid, mein Land! (Ausgew.
Ge. u. En., hrsg. von Will Vesper),
1911.

*Morin, George,

stammt väter-
licherseits von französischen Groß-
eltern, die während der großen Re-
volution von 1789 nach Bayern aus-
wanderten und sich daselbst eingebür-
gert hatten, und wurde am 1. Oktbr.
1831 zu Freising in Oberbayern ge-
boren. Aus Anlaß des häufigen
Garnisonwechsels seines Vaters, der
als erster Wachtmeister im 2. königl.
bayerisch. Kürassierregimente diente,
konnte George M. in seiner Jugend
nur in raschen Abwechslungen die
Lateinschulen von Landshut, Frei-
sing, München und Germersheim be-
suchen. Jm 17. Lebensjahre verlor
er seinen Vater durch den Tod, und
war er nunmehr auf die fleißigsten
und angestrengtesten Privatstudien
angewiesen. Seit 1849 hat er sich der
Publizistik zugewandt. Er wurde
Mitarbeiter mehrerer bedeutenden
englischen und nordamerikan. Jour-
nale und war bis zum Mai 1875 Re-
dakteur des ältesten Blattes der baye-
rischen Hauptstadt, des deutsch-natio-
nalliberal. "Bayerischen Landboten"
und des dazu gehörigen Literatur-
blattes "Walhalla". Dann ging er
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als Redakteur der "Passauer Zeitung"
nach Passau, kehrte aber 1880 nach
München zurück, wo er am 1. Januar
1884 die Redaktion des "Bayrischen
Landboten" abermals übernahm und
einige Jahre leitete.

S:

Stern und
Rose (Poet. E.), 1863. - Das Jahr
1864 (Patriot. Festsp.), 1864. - Fee
Morgane (Soloscherz), 1871. - König,
Dichter u. Maler, 1874. - Aus ruhm-
vollen Tagen. Erinnerungen aus d.
Kriege 1870-71, nach dem Tagebuche
eines bayer. Offiziers, 1882. - Mün-
chener Dichtergrüße an die deutschen
Turner, 1889. - Gesammelte Gedichte,
1892. - Regentropfen (Ernste u. hei-
tere Ge.), 1893. - Erzählungen eines
Wandervögleins (Stimmungsbild.),
1896. - Ein neuer Liederfrühling
(Ge.), 1901.

Moris, Laurian,

* 1824 in einem
kleinen Orte der Pfalz, beteiligte sich
1848 an dem Aufstande in seiner Hei-
mat und hatte deshalb eine längere
Freiheitsstrafe zu erdulden. Später
hielt er sich in Paris und in der
Schweiz auf und soll jetzt in Kalifor-
nien leben.

S:

Lieder eines Gefan-
genen, 1842. - Nächte am Züricher
See, 1843. - Stunden am Meer, 1852.
- Sagen der Pfalz (gesammelt; mit
Frdr. Baader), 1842.

*Moriton, Arthur,

geb. am 16.
Juni 1878 in Wetzlar als Sohn des
dortigen Bürgermeisters, besuchte das
Gymnasium daselbst und das Gym-
nasium in Gießen, das er mit der
Reise für Prima verließ, u. trat als
Avantageur in das 6. Rhein. Jnf.-
Reg. Nr. 68 in Koblenz ein. Nachdem
er 1898 in Metz die Kriegsschule ab-
solviert, wurde er 1899 zum Leutnant
befördert, mußte aber schon 1900
wegen Krankheit aus dem Heere aus-
scheiden. Noch in demselben Jahre
reiste er nach Neuyork, um sich hier
eine neue Existenz zu gründen; es ist
ihm aber nicht leicht geworden. Er
wurde zunächst Palmenverkäufer in
den Seebädern, machte dann als

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Mor
Werke; hrsg. von Dr. Edmund von
Sallwürk; II, 1906. ‒ Dieſelben;
hrsg. v. Dr. Guſtav Kayßner, 1906. ‒
Dieſelben; hrsg. v. Walter Heichen;
IV, 1906. ‒ Dieſelben; ausgew. und
hrsg. von Walter Eggert-Windegg;
II, 1906. ‒ Dieſelben; hrsg. vom
Kunſtwart durch Karl Fiſcher, 1907.
‒ Gedichte, hrsg. von Franz Deibel,
1906. ‒ Werke; hrsg. v. Aug. Leffſon;
IV, 1908. ‒ Werke; hrsg. von Harry
Mayne; III, 1909. ‒ Haushaltungs-
buch; hrsg. von W. Eggert-Windegg,
1909. ‒ Ed. M.s Leben und Schaffen,
nebſt e. Auswahl ſeiner Briefe; hrsg.
v. Rud. Krauß. 1910. ‒ Eines Dich-
ters Liebe (Ed. M.s Brautbriefe, hrsg.
v. W. Eggert-Windegg), 1911. ‒ Du
biſt Orplid, mein Land! (Ausgew.
Ge. u. En., hrsg. von Will Vesper),
1911.

*Morin, George,

ſtammt väter-
licherſeits von franzöſiſchen Groß-
eltern, die während der großen Re-
volution von 1789 nach Bayern aus-
wanderten und ſich daſelbſt eingebür-
gert hatten, und wurde am 1. Oktbr.
1831 zu Freiſing in Oberbayern ge-
boren. Aus Anlaß des häufigen
Garniſonwechſels ſeines Vaters, der
als erſter Wachtmeiſter im 2. königl.
bayeriſch. Küraſſierregimente diente,
konnte George M. in ſeiner Jugend
nur in raſchen Abwechſlungen die
Lateinſchulen von Landshut, Frei-
ſing, München und Germersheim be-
ſuchen. Jm 17. Lebensjahre verlor
er ſeinen Vater durch den Tod, und
war er nunmehr auf die fleißigſten
und angeſtrengteſten Privatſtudien
angewieſen. Seit 1849 hat er ſich der
Publiziſtik zugewandt. Er wurde
Mitarbeiter mehrerer bedeutenden
engliſchen und nordamerikan. Jour-
nale und war bis zum Mai 1875 Re-
dakteur des älteſten Blattes der baye-
riſchen Hauptſtadt, des deutſch-natio-
nalliberal. „Bayeriſchen Landboten“
und des dazu gehörigen Literatur-
blattes „Walhalla“. Dann ging er
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Mor
als Redakteur der „Paſſauer Zeitung“
nach Paſſau, kehrte aber 1880 nach
München zurück, wo er am 1. Januar
1884 die Redaktion des „Bayriſchen
Landboten“ abermals übernahm und
einige Jahre leitete.

S:

Stern und
Roſe (Poet. E.), 1863. ‒ Das Jahr
1864 (Patriot. Feſtſp.), 1864. ‒ Fee
Morgane (Soloſcherz), 1871. ‒ König,
Dichter u. Maler, 1874. ‒ Aus ruhm-
vollen Tagen. Erinnerungen aus d.
Kriege 1870‒71, nach dem Tagebuche
eines bayer. Offiziers, 1882. ‒ Mün-
chener Dichtergrüße an die deutſchen
Turner, 1889. ‒ Geſammelte Gedichte,
1892. ‒ Regentropfen (Ernſte u. hei-
tere Ge.), 1893. ‒ Erzählungen eines
Wandervögleins (Stimmungsbild.),
1896. ‒ Ein neuer Liederfrühling
(Ge.), 1901.

Moris, Laurian,

* 1824 in einem
kleinen Orte der Pfalz, beteiligte ſich
1848 an dem Aufſtande in ſeiner Hei-
mat und hatte deshalb eine längere
Freiheitsſtrafe zu erdulden. Später
hielt er ſich in Paris und in der
Schweiz auf und ſoll jetzt in Kalifor-
nien leben.

S:

Lieder eines Gefan-
genen, 1842. ‒ Nächte am Züricher
See, 1843. ‒ Stunden am Meer, 1852.
‒ Sagen der Pfalz (geſammelt; mit
Frdr. Baader), 1842.

*Moriton, Arthur,

geb. am 16.
Juni 1878 in Wetzlar als Sohn des
dortigen Bürgermeiſters, beſuchte das
Gymnaſium daſelbſt und das Gym-
naſium in Gießen, das er mit der
Reiſe für Prima verließ, u. trat als
Avantageur in das 6. Rhein. Jnf.-
Reg. Nr. 68 in Koblenz ein. Nachdem
er 1898 in Metz die Kriegsſchule ab-
ſolviert, wurde er 1899 zum Leutnant
befördert, mußte aber ſchon 1900
wegen Krankheit aus dem Heere aus-
ſcheiden. Noch in demſelben Jahre
reiſte er nach Neuyork, um ſich hier
eine neue Exiſtenz zu gründen; es iſt
ihm aber nicht leicht geworden. Er
wurde zunächſt Palmenverkäufer in
den Seebädern, machte dann als

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[33/0037] Mor Mor Werke; hrsg. von Dr. Edmund von Sallwürk; II, 1906. ‒ Dieſelben; hrsg. v. Dr. Guſtav Kayßner, 1906. ‒ Dieſelben; hrsg. v. Walter Heichen; IV, 1906. ‒ Dieſelben; ausgew. und hrsg. von Walter Eggert-Windegg; II, 1906. ‒ Dieſelben; hrsg. vom Kunſtwart durch Karl Fiſcher, 1907. ‒ Gedichte, hrsg. von Franz Deibel, 1906. ‒ Werke; hrsg. v. Aug. Leffſon; IV, 1908. ‒ Werke; hrsg. von Harry Mayne; III, 1909. ‒ Haushaltungs- buch; hrsg. von W. Eggert-Windegg, 1909. ‒ Ed. M.s Leben und Schaffen, nebſt e. Auswahl ſeiner Briefe; hrsg. v. Rud. Krauß. 1910. ‒ Eines Dich- ters Liebe (Ed. M.s Brautbriefe, hrsg. v. W. Eggert-Windegg), 1911. ‒ Du biſt Orplid, mein Land! (Ausgew. Ge. u. En., hrsg. von Will Vesper), 1911. *Morin, George, ſtammt väter- licherſeits von franzöſiſchen Groß- eltern, die während der großen Re- volution von 1789 nach Bayern aus- wanderten und ſich daſelbſt eingebür- gert hatten, und wurde am 1. Oktbr. 1831 zu Freiſing in Oberbayern ge- boren. Aus Anlaß des häufigen Garniſonwechſels ſeines Vaters, der als erſter Wachtmeiſter im 2. königl. bayeriſch. Küraſſierregimente diente, konnte George M. in ſeiner Jugend nur in raſchen Abwechſlungen die Lateinſchulen von Landshut, Frei- ſing, München und Germersheim be- ſuchen. Jm 17. Lebensjahre verlor er ſeinen Vater durch den Tod, und war er nunmehr auf die fleißigſten und angeſtrengteſten Privatſtudien angewieſen. Seit 1849 hat er ſich der Publiziſtik zugewandt. Er wurde Mitarbeiter mehrerer bedeutenden engliſchen und nordamerikan. Jour- nale und war bis zum Mai 1875 Re- dakteur des älteſten Blattes der baye- riſchen Hauptſtadt, des deutſch-natio- nalliberal. „Bayeriſchen Landboten“ und des dazu gehörigen Literatur- blattes „Walhalla“. Dann ging er als Redakteur der „Paſſauer Zeitung“ nach Paſſau, kehrte aber 1880 nach München zurück, wo er am 1. Januar 1884 die Redaktion des „Bayriſchen Landboten“ abermals übernahm und einige Jahre leitete. S: Stern und Roſe (Poet. E.), 1863. ‒ Das Jahr 1864 (Patriot. Feſtſp.), 1864. ‒ Fee Morgane (Soloſcherz), 1871. ‒ König, Dichter u. Maler, 1874. ‒ Aus ruhm- vollen Tagen. Erinnerungen aus d. Kriege 1870‒71, nach dem Tagebuche eines bayer. Offiziers, 1882. ‒ Mün- chener Dichtergrüße an die deutſchen Turner, 1889. ‒ Geſammelte Gedichte, 1892. ‒ Regentropfen (Ernſte u. hei- tere Ge.), 1893. ‒ Erzählungen eines Wandervögleins (Stimmungsbild.), 1896. ‒ Ein neuer Liederfrühling (Ge.), 1901. Moris, Laurian, * 1824 in einem kleinen Orte der Pfalz, beteiligte ſich 1848 an dem Aufſtande in ſeiner Hei- mat und hatte deshalb eine längere Freiheitsſtrafe zu erdulden. Später hielt er ſich in Paris und in der Schweiz auf und ſoll jetzt in Kalifor- nien leben. S: Lieder eines Gefan- genen, 1842. ‒ Nächte am Züricher See, 1843. ‒ Stunden am Meer, 1852. ‒ Sagen der Pfalz (geſammelt; mit Frdr. Baader), 1842. *Moriton, Arthur, geb. am 16. Juni 1878 in Wetzlar als Sohn des dortigen Bürgermeiſters, beſuchte das Gymnaſium daſelbſt und das Gym- naſium in Gießen, das er mit der Reiſe für Prima verließ, u. trat als Avantageur in das 6. Rhein. Jnf.- Reg. Nr. 68 in Koblenz ein. Nachdem er 1898 in Metz die Kriegsſchule ab- ſolviert, wurde er 1899 zum Leutnant befördert, mußte aber ſchon 1900 wegen Krankheit aus dem Heere aus- ſcheiden. Noch in demſelben Jahre reiſte er nach Neuyork, um ſich hier eine neue Exiſtenz zu gründen; es iſt ihm aber nicht leicht geworden. Er wurde zunächſt Palmenverkäufer in den Seebädern, machte dann als * 3

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 33. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/37>, abgerufen am 21.02.2019.