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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Rad
turgia". Jm folgenden Jahre kehrte
er nach Berlin zurück, wo er bald die
Redaktion der Zeitschrift "Nord und
Süd" übernahm, die er noch heute
leitet, und seit 1910 als wissenschaft-
licher Hilfsarbeiter am königl. Mu-
seum für Völkerkunde tätig ist.

S:


Lorbeer u. Liebe (Einakter-Zyklus),
1904. - Eine Ehe (Dr.), 1905.

*Radler, Friedrich Edler von,


geboren am 3. September 1847 zu
Olmütz, wurde schon in frühester
Jugend mit dem Theaterwesen ver-
traut, da sein Vater größere und
kleinere Provinzialbühnen leitete und
mit dem Knaben vorkommende Kin-
derrollen einstudierte; später aber
genoß R. eine wissenschaftliche Aus-
bildung, absolvierte in Wien das
Gymnasium u. die juristischen Stu-
dien, promovierte 1870 zum Dr. jur.,
verbrachte einige Jahre als Auskul-
tant beim Wiener Kriminal- u. auch
Handelsgerichte u. trat dann in den
Dienst des Wiener Magistrats, wo er
zuerst die Stelle eines Konzipienten
bekleidete und später zum Sekretär
aufrückte. Als solcher erhielt er 1891
auch die Chefredaktion des "Amts-
blattes der Reichshaupt- u. Residenz-
stadt Wien". Seit 1896 gehörte er
dem Magistrat als Rat an und trat
als solcher 1911 in den Ruhestand.
Er ist langjähriger Mitarbeiter der
"Münchener Fliegenden Blätter" und
anderer humoristischer Zeitschriften.

S:

Er ist fehlbar (Lsp.), 1870. - Ro-
man eines Vagabunden (Lsp.), 1878.
- Blitzaug', der Bettlerkönig (Lsp.),
1878. - König Wenzel in Wien
(Schsp.), 1879. - Die Königin der
Wiener Lieder (Lsp.), 1880. - Joseph
Lanner (Genrebild), 1881. - Alois
Blumauer (Volksst.), 1882. - Hopfen-
raths Erben (desgl.), 1883. - Schi-
kaneder (Hist. Volksst.), 1884. - Jo-
seph Haydn (Genrebild), 1887. - Der
Herr von Angstmeier (P.), 1886. -
Der Dombaumeister von St. Ste-
phan (Volksdrama), 1889. - Char-
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Rad
leys Onkel (Schw.), 1895. - Der Wie-
nerische Hanswurst (7 humor. Stücke),
1894. - Phönix (Gereimte Anekdo-
ten), 2. A. 1896. - Prinzessin Pum-
phia und der tyrannische Tatar
Kulikan. - Das Amtsgeheimnis
(Hum.), 1897. - Heitere Sensations-
und harmlose Familiengeschichten,
1897. - Das Buckelhaus am Bergl
(Kom. Ballett-Pantomime), 1900. -
Der Blitzableiter (Schw.), 1900. -
Auf der Nestroy-Jnsel (Festsp.),
1902. - Bora (Schsp.), 1905. - Lach-
tauben (Heiteres Vortragsbuch),
1910. - Als Mnskr. gedruckt und in
Wiener Theatern aufgeführt folgende
Possen und Volksstücke: Die Türken
vor Wien. - Die Pariser Weltaus-
stellung. - Unter Wilden. - Der
Herr Professor aus Prag. - Quitt. -
Die Welt ohne Geld. - Wien in Vene-
dig. - Hundert Jahre. - Frauen-
rebellion in Nürnberg. - Die Wie-
dererstandene. - Unsere Gusti. - Der
Philosophenball. - Das Drama:
Zitternde Seelen (3 Tle.: Jugend-
traum. - Zwei Mütter. - Eheschauer.)

*Radnicki von Lechita, Maria,


pseudon. M. von Radkersberg-
Radnicki,
wurde am 4. Juli 1858
in Rheinberg in der Rheinprovinz
als die älteste Tochter des Kaufmanns
Gerhard van Gember geboren u.
erhielt ihre Erziehung und Aus-
bildung erst im Ursulinerinnenkloster
in Venrath und danach im Fran-
ziskanerinnenkloster in Remagen.
Seit frühester Jugend für alles
schwärmend, was mit der Poesie zu-
sammenhing, fing sie auch bald an,
ihr schriftstellerisches Talent zu er-
proben, und ihr erstes Werk hatte,
ihrer ganzen Erziehung entsprechend,
denn auch den Titel "Religion und
Poesie". Es ist ebensowenig gedruckt
worden, wie alle übrigen vor ihrer
Verheiratung geschriebenen Arbeiten.
Seit 1886 ist Maria die Gattin eines
österreichischen Offiziers, mit dem sie
in verschiedenen Garnisonen (Lem-

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Rad
turgia“. Jm folgenden Jahre kehrte
er nach Berlin zurück, wo er bald die
Redaktion der Zeitſchrift „Nord und
Süd“ übernahm, die er noch heute
leitet, und ſeit 1910 als wiſſenſchaft-
licher Hilfsarbeiter am königl. Mu-
ſeum für Völkerkunde tätig iſt.

S:


Lorbeer u. Liebe (Einakter-Zyklus),
1904. ‒ Eine Ehe (Dr.), 1905.

*Radler, Friedrich Edler von,


geboren am 3. September 1847 zu
Olmütz, wurde ſchon in früheſter
Jugend mit dem Theaterweſen ver-
traut, da ſein Vater größere und
kleinere Provinzialbühnen leitete und
mit dem Knaben vorkommende Kin-
derrollen einſtudierte; ſpäter aber
genoß R. eine wiſſenſchaftliche Aus-
bildung, abſolvierte in Wien das
Gymnaſium u. die juriſtiſchen Stu-
dien, promovierte 1870 zum Dr. jur.,
verbrachte einige Jahre als Auskul-
tant beim Wiener Kriminal- u. auch
Handelsgerichte u. trat dann in den
Dienſt des Wiener Magiſtrats, wo er
zuerſt die Stelle eines Konzipienten
bekleidete und ſpäter zum Sekretär
aufrückte. Als ſolcher erhielt er 1891
auch die Chefredaktion des „Amts-
blattes der Reichshaupt- u. Reſidenz-
ſtadt Wien“. Seit 1896 gehörte er
dem Magiſtrat als Rat an und trat
als ſolcher 1911 in den Ruheſtand.
Er iſt langjähriger Mitarbeiter der
„Münchener Fliegenden Blätter“ und
anderer humoriſtiſcher Zeitſchriften.

S:

Er iſt fehlbar (Lſp.), 1870. ‒ Ro-
man eines Vagabunden (Lſp.), 1878.
‒ Blitzaug’, der Bettlerkönig (Lſp.),
1878. ‒ König Wenzel in Wien
(Schſp.), 1879. ‒ Die Königin der
Wiener Lieder (Lſp.), 1880. ‒ Joſeph
Lanner (Genrebild), 1881. ‒ Alois
Blumauer (Volksſt.), 1882. ‒ Hopfen-
raths Erben (desgl.), 1883. ‒ Schi-
kaneder (Hiſt. Volksſt.), 1884. ‒ Jo-
ſeph Haydn (Genrebild), 1887. ‒ Der
Herr von Angſtmeier (P.), 1886. ‒
Der Dombaumeiſter von St. Ste-
phan (Volksdrama), 1889. ‒ Char-
[Spaltenumbruch]

Rad
leys Onkel (Schw.), 1895. ‒ Der Wie-
neriſche Hanswurſt (7 humor. Stücke),
1894. ‒ Phönix (Gereimte Anekdo-
ten), 2. A. 1896. ‒ Prinzeſſin Pum-
phia und der tyranniſche Tatar
Kulikan. ‒ Das Amtsgeheimnis
(Hum.), 1897. ‒ Heitere Senſations-
und harmloſe Familiengeſchichten,
1897. ‒ Das Buckelhaus am Bergl
(Kom. Ballett-Pantomime), 1900. ‒
Der Blitzableiter (Schw.), 1900. ‒
Auf der Neſtroy-Jnſel (Feſtſp.),
1902. ‒ Bora (Schſp.), 1905. ‒ Lach-
tauben (Heiteres Vortragsbuch),
1910. ‒ Als Mnſkr. gedruckt und in
Wiener Theatern aufgeführt folgende
Poſſen und Volksſtücke: Die Türken
vor Wien. ‒ Die Pariſer Weltaus-
ſtellung. ‒ Unter Wilden. ‒ Der
Herr Profeſſor aus Prag. ‒ Quitt. ‒
Die Welt ohne Geld. ‒ Wien in Vene-
dig. ‒ Hundert Jahre. ‒ Frauen-
rebellion in Nürnberg. ‒ Die Wie-
dererſtandene. ‒ Unſere Guſti. ‒ Der
Philoſophenball. ‒ Das Drama:
Zitternde Seelen (3 Tle.: Jugend-
traum. ‒ Zwei Mütter. ‒ Eheſchauer.)

*Radnicki von Lechita, Maria,


pſeudon. M. von Radkersberg-
Radnicki,
wurde am 4. Juli 1858
in Rheinberg in der Rheinprovinz
als die älteſte Tochter des Kaufmanns
Gerhard van Gember geboren u.
erhielt ihre Erziehung und Aus-
bildung erſt im Urſulinerinnenkloſter
in Venrath und danach im Fran-
ziskanerinnenkloſter in Remagen.
Seit früheſter Jugend für alles
ſchwärmend, was mit der Poeſie zu-
ſammenhing, fing ſie auch bald an,
ihr ſchriftſtelleriſches Talent zu er-
proben, und ihr erſtes Werk hatte,
ihrer ganzen Erziehung entſprechend,
denn auch den Titel „Religion und
Poeſie“. Es iſt ebenſowenig gedruckt
worden, wie alle übrigen vor ihrer
Verheiratung geſchriebenen Arbeiten.
Seit 1886 iſt Maria die Gattin eines
öſterreichiſchen Offiziers, mit dem ſie
in verſchiedenen Garniſonen (Lem-

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[382/0386] Rad Rad turgia“. Jm folgenden Jahre kehrte er nach Berlin zurück, wo er bald die Redaktion der Zeitſchrift „Nord und Süd“ übernahm, die er noch heute leitet, und ſeit 1910 als wiſſenſchaft- licher Hilfsarbeiter am königl. Mu- ſeum für Völkerkunde tätig iſt. S: Lorbeer u. Liebe (Einakter-Zyklus), 1904. ‒ Eine Ehe (Dr.), 1905. *Radler, Friedrich Edler von, geboren am 3. September 1847 zu Olmütz, wurde ſchon in früheſter Jugend mit dem Theaterweſen ver- traut, da ſein Vater größere und kleinere Provinzialbühnen leitete und mit dem Knaben vorkommende Kin- derrollen einſtudierte; ſpäter aber genoß R. eine wiſſenſchaftliche Aus- bildung, abſolvierte in Wien das Gymnaſium u. die juriſtiſchen Stu- dien, promovierte 1870 zum Dr. jur., verbrachte einige Jahre als Auskul- tant beim Wiener Kriminal- u. auch Handelsgerichte u. trat dann in den Dienſt des Wiener Magiſtrats, wo er zuerſt die Stelle eines Konzipienten bekleidete und ſpäter zum Sekretär aufrückte. Als ſolcher erhielt er 1891 auch die Chefredaktion des „Amts- blattes der Reichshaupt- u. Reſidenz- ſtadt Wien“. Seit 1896 gehörte er dem Magiſtrat als Rat an und trat als ſolcher 1911 in den Ruheſtand. Er iſt langjähriger Mitarbeiter der „Münchener Fliegenden Blätter“ und anderer humoriſtiſcher Zeitſchriften. S: Er iſt fehlbar (Lſp.), 1870. ‒ Ro- man eines Vagabunden (Lſp.), 1878. ‒ Blitzaug’, der Bettlerkönig (Lſp.), 1878. ‒ König Wenzel in Wien (Schſp.), 1879. ‒ Die Königin der Wiener Lieder (Lſp.), 1880. ‒ Joſeph Lanner (Genrebild), 1881. ‒ Alois Blumauer (Volksſt.), 1882. ‒ Hopfen- raths Erben (desgl.), 1883. ‒ Schi- kaneder (Hiſt. Volksſt.), 1884. ‒ Jo- ſeph Haydn (Genrebild), 1887. ‒ Der Herr von Angſtmeier (P.), 1886. ‒ Der Dombaumeiſter von St. Ste- phan (Volksdrama), 1889. ‒ Char- leys Onkel (Schw.), 1895. ‒ Der Wie- neriſche Hanswurſt (7 humor. Stücke), 1894. ‒ Phönix (Gereimte Anekdo- ten), 2. A. 1896. ‒ Prinzeſſin Pum- phia und der tyranniſche Tatar Kulikan. ‒ Das Amtsgeheimnis (Hum.), 1897. ‒ Heitere Senſations- und harmloſe Familiengeſchichten, 1897. ‒ Das Buckelhaus am Bergl (Kom. Ballett-Pantomime), 1900. ‒ Der Blitzableiter (Schw.), 1900. ‒ Auf der Neſtroy-Jnſel (Feſtſp.), 1902. ‒ Bora (Schſp.), 1905. ‒ Lach- tauben (Heiteres Vortragsbuch), 1910. ‒ Als Mnſkr. gedruckt und in Wiener Theatern aufgeführt folgende Poſſen und Volksſtücke: Die Türken vor Wien. ‒ Die Pariſer Weltaus- ſtellung. ‒ Unter Wilden. ‒ Der Herr Profeſſor aus Prag. ‒ Quitt. ‒ Die Welt ohne Geld. ‒ Wien in Vene- dig. ‒ Hundert Jahre. ‒ Frauen- rebellion in Nürnberg. ‒ Die Wie- dererſtandene. ‒ Unſere Guſti. ‒ Der Philoſophenball. ‒ Das Drama: Zitternde Seelen (3 Tle.: Jugend- traum. ‒ Zwei Mütter. ‒ Eheſchauer.) *Radnicki von Lechita, Maria, pſeudon. M. von Radkersberg- Radnicki, wurde am 4. Juli 1858 in Rheinberg in der Rheinprovinz als die älteſte Tochter des Kaufmanns Gerhard van Gember geboren u. erhielt ihre Erziehung und Aus- bildung erſt im Urſulinerinnenkloſter in Venrath und danach im Fran- ziskanerinnenkloſter in Remagen. Seit früheſter Jugend für alles ſchwärmend, was mit der Poeſie zu- ſammenhing, fing ſie auch bald an, ihr ſchriftſtelleriſches Talent zu er- proben, und ihr erſtes Werk hatte, ihrer ganzen Erziehung entſprechend, denn auch den Titel „Religion und Poeſie“. Es iſt ebenſowenig gedruckt worden, wie alle übrigen vor ihrer Verheiratung geſchriebenen Arbeiten. Seit 1886 iſt Maria die Gattin eines öſterreichiſchen Offiziers, mit dem ſie in verſchiedenen Garniſonen (Lem- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 382. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/386>, abgerufen am 23.03.2019.