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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Rau
- Die Flitterwochen.) - Der Friedens-
fürst (Hist. R.); II, 1855. - Mozart.
Ein Künstlerleben (Kulturhistorischer
R); III, 1858. 6. A. 1911. - Bee-
thoven (Hist. R.); IV, 1859. 4. A.
1903. - Alexander von Humboldt
(Kulturhist. R.); VII, 1860. - Jean
Paul (Kulturhist. R.); IV, 1861.
- Hölderlin (Kulturhist. R.); II, 1862.
- Der Raub Straßburgs im Jahre
1681 (R.); III, 1862. - Der Fluch
unserer Zeit (R.); II, 1863. - Theo-
dor Körner (Vaterl. R.); II, 1863. -
Garibaldi, Jtaliens Held u. Schwert
(R.); III, 1864. - William Shake-
speare (Kulturhist. R.); IV, 1864. -
Karl Maria von Weber (Kulturhist.
R.); III, 1865. - Das Papsttum, 1870.
- Deutschlands Kassandra (Hist. R.),
1871. - Rast' ich, so rost' ich (R.);
III, 1873. - Liederfrühling im Herbste
des Lebens (Ge.), 1878. - Leiden u.
Freuden eines Commis Voyageur
(Schilderungen voll Witz und Humor;
zuerst anonym), 60. T. 1897.

*Rauch, Cornelius von,

gehört
der Adelskorporation des Gouverne-
ments Pskoff an und wurde am 24.
Juli (5. Aug. n. St.) 1835 in Dor-
pat geboren, wohin sein Vater 1815
übergesiedelt war. Er besuchte das
(deutsche) Gymnasium daselbst und
studierte 1855-59 an der dortigen
Universität Medizin. Nach Erlan-
gung der Doktorwürde (1860) unter-
nahm er Reisen durch Mittel- und
Ostrußland und zog 1862 nach Pskoff,
wo er sich praktisch im großen Gou-
vernementshospital und mit wissen-
schaftlichen Arbeiten beschäftigte,
deren Resultate er in russischen medi-
zinischen Zeitschriften veröffentlichte.
Jm Jahre 1878 nahm er den Posten
eines Gehilfen des Medizinal-Jn-
spektors an, wurde 1887 zum Gou-
vernements-Medizinalinspektor und
Chef der Medizinalabteilung der
Pskoffschen Gouvernementsregierung
ernannt und 1888 zum Range eines
Wirklichen Staatsrats befördert. Er
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Rau
befindet sich noch jetzt in dieser Stel-
lung. Seit 1881 redigiert er auch
das in russischer Sprache daselbst er-
scheinende literarisch-politische Stadt-
blatt.

S:

Jeschua ben Joseph (Kul-
turhist. R.), 1899 (wurde in Rußland
verboten).

*Rauchalles, Karl August,


pseudon. Karl August, wurde am
22. März 1849 in Landau in der
bayrischen Pfalz als der Sohn eines
Gasthofbesitzers u. Musikus geboren
und verlebte dort eine frohe, wenn
auch entbehrungsreiche Jugendzeit,
da seine Eltern einen schweren Kampf
um die Existenz zu führen hatten.
Er besuchte die von tüchtigen Leh-
rern bediente Volksschule u. Latein-
schule seiner Vaterstadt und hatte
den Wunsch, sich für die Laufbahn
eines Offiziers auszubilden, mußte
derselben aber entsagen und frühe
die Mittel zu seiner eigenen Existenz
erwerben. Er wurde erst Finanz-
beflissener, dann Schreiber bei einem
Advokaten und schließlich unter der
Ausbildung von tüchtigen Männern
Chef einer Advokatenkanzlei. Neben
dieser Fachbildung versäumte er die
allgemein wissenschaftliche Bildung
nicht, die sich auf die verschiedensten
Gebiete erstreckte. Nach Erledigung
seines Staatsexamens in Bayern
nahm er freiwillig als Kriegslaza-
rettbeamter an dem Feldzuge von
1870-71 teil und wirkte nach dem-
selben 1872-91 in Elsaß-Lothringen
als Gerichtsbeamter, worauf er
Sekretär der Landes-Versicherungs-
anstalt Elsaß-Lothringens in Straß-
burg wurde, in welcher Stellung er
sich noch jetzt befindet.

S:

Kornblu-
men (Lr. u. Ge.), 1899. - Mariettas
Balsamblüten (G.), 1901.

*Rauchenegger, Benno,

geb. am
20. Aug. 1843 zu Memmingen als der
Sohn eines gleichfalls literarisch
tätigen Salzbeamten, kam 1845 nach
München und besuchte hier die Volks-
schule und das Gymnasium. Er trat

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Rau
‒ Die Flitterwochen.) ‒ Der Friedens-
fürſt (Hiſt. R.); II, 1855. ‒ Mozart.
Ein Künſtlerleben (Kulturhiſtoriſcher
R); III, 1858. 6. A. 1911. ‒ Bee-
thoven (Hiſt. R.); IV, 1859. 4. A.
1903. ‒ Alexander von Humboldt
(Kulturhiſt. R.); VII, 1860. ‒ Jean
Paul (Kulturhiſt. R.); IV, 1861.
‒ Hölderlin (Kulturhiſt. R.); II, 1862.
‒ Der Raub Straßburgs im Jahre
1681 (R.); III, 1862. ‒ Der Fluch
unſerer Zeit (R.); II, 1863. ‒ Theo-
dor Körner (Vaterl. R.); II, 1863. ‒
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(R.); III, 1864. ‒ William Shake-
ſpeare (Kulturhiſt. R.); IV, 1864. ‒
Karl Maria von Weber (Kulturhiſt.
R.); III, 1865. ‒ Das Papſttum, 1870.
‒ Deutſchlands Kaſſandra (Hiſt. R.),
1871. ‒ Raſt’ ich, ſo roſt’ ich (R.);
III, 1873. ‒ Liederfrühling im Herbſte
des Lebens (Ge.), 1878. ‒ Leiden u.
Freuden eines Commis Voyageur
(Schilderungen voll Witz und Humor;
zuerſt anonym), 60. T. 1897.

*Rauch, Cornelius von,

gehört
der Adelskorporation des Gouverne-
ments Pſkoff an und wurde am 24.
Juli (5. Aug. n. St.) 1835 in Dor-
pat geboren, wohin ſein Vater 1815
übergeſiedelt war. Er beſuchte das
(deutſche) Gymnaſium daſelbſt und
ſtudierte 1855‒59 an der dortigen
Univerſität Medizin. Nach Erlan-
gung der Doktorwürde (1860) unter-
nahm er Reiſen durch Mittel- und
Oſtrußland und zog 1862 nach Pſkoff,
wo er ſich praktiſch im großen Gou-
vernementshoſpital und mit wiſſen-
ſchaftlichen Arbeiten beſchäftigte,
deren Reſultate er in ruſſiſchen medi-
ziniſchen Zeitſchriften veröffentlichte.
Jm Jahre 1878 nahm er den Poſten
eines Gehilfen des Medizinal-Jn-
ſpektors an, wurde 1887 zum Gou-
vernements-Medizinalinſpektor und
Chef der Medizinalabteilung der
Pſkoffſchen Gouvernementsregierung
ernannt und 1888 zum Range eines
Wirklichen Staatsrats befördert. Er
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Rau
befindet ſich noch jetzt in dieſer Stel-
lung. Seit 1881 redigiert er auch
das in ruſſiſcher Sprache daſelbſt er-
ſcheinende literariſch-politiſche Stadt-
blatt.

S:

Jeſchua ben Joſeph (Kul-
turhiſt. R.), 1899 (wurde in Rußland
verboten).

*Rauchalles, Karl Auguſt,


pſeudon. Karl Auguſt, wurde am
22. März 1849 in Landau in der
bayriſchen Pfalz als der Sohn eines
Gaſthofbeſitzers u. Muſikus geboren
und verlebte dort eine frohe, wenn
auch entbehrungsreiche Jugendzeit,
da ſeine Eltern einen ſchweren Kampf
um die Exiſtenz zu führen hatten.
Er beſuchte die von tüchtigen Leh-
rern bediente Volksſchule u. Latein-
ſchule ſeiner Vaterſtadt und hatte
den Wunſch, ſich für die Laufbahn
eines Offiziers auszubilden, mußte
derſelben aber entſagen und frühe
die Mittel zu ſeiner eigenen Exiſtenz
erwerben. Er wurde erſt Finanz-
befliſſener, dann Schreiber bei einem
Advokaten und ſchließlich unter der
Ausbildung von tüchtigen Männern
Chef einer Advokatenkanzlei. Neben
dieſer Fachbildung verſäumte er die
allgemein wiſſenſchaftliche Bildung
nicht, die ſich auf die verſchiedenſten
Gebiete erſtreckte. Nach Erledigung
ſeines Staatsexamens in Bayern
nahm er freiwillig als Kriegslaza-
rettbeamter an dem Feldzuge von
1870‒71 teil und wirkte nach dem-
ſelben 1872‒91 in Elſaß-Lothringen
als Gerichtsbeamter, worauf er
Sekretär der Landes-Verſicherungs-
anſtalt Elſaß-Lothringens in Straß-
burg wurde, in welcher Stellung er
ſich noch jetzt befindet.

S:

Kornblu-
men (Lr. u. Ge.), 1899. ‒ Mariettas
Balſamblüten (G.), 1901.

*Rauchenegger, Benno,

geb. am
20. Aug. 1843 zu Memmingen als der
Sohn eines gleichfalls literariſch
tätigen Salzbeamten, kam 1845 nach
München und beſuchte hier die Volks-
ſchule und das Gymnaſium. Er trat

*
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[395/0399] Rau Rau ‒ Die Flitterwochen.) ‒ Der Friedens- fürſt (Hiſt. R.); II, 1855. ‒ Mozart. Ein Künſtlerleben (Kulturhiſtoriſcher R); III, 1858. 6. A. 1911. ‒ Bee- thoven (Hiſt. R.); IV, 1859. 4. A. 1903. ‒ Alexander von Humboldt (Kulturhiſt. R.); VII, 1860. ‒ Jean Paul (Kulturhiſt. R.); IV, 1861. ‒ Hölderlin (Kulturhiſt. R.); II, 1862. ‒ Der Raub Straßburgs im Jahre 1681 (R.); III, 1862. ‒ Der Fluch unſerer Zeit (R.); II, 1863. ‒ Theo- dor Körner (Vaterl. R.); II, 1863. ‒ Garibaldi, Jtaliens Held u. Schwert (R.); III, 1864. ‒ William Shake- ſpeare (Kulturhiſt. R.); IV, 1864. ‒ Karl Maria von Weber (Kulturhiſt. R.); III, 1865. ‒ Das Papſttum, 1870. ‒ Deutſchlands Kaſſandra (Hiſt. R.), 1871. ‒ Raſt’ ich, ſo roſt’ ich (R.); III, 1873. ‒ Liederfrühling im Herbſte des Lebens (Ge.), 1878. ‒ Leiden u. Freuden eines Commis Voyageur (Schilderungen voll Witz und Humor; zuerſt anonym), 60. T. 1897. *Rauch, Cornelius von, gehört der Adelskorporation des Gouverne- ments Pſkoff an und wurde am 24. Juli (5. Aug. n. St.) 1835 in Dor- pat geboren, wohin ſein Vater 1815 übergeſiedelt war. Er beſuchte das (deutſche) Gymnaſium daſelbſt und ſtudierte 1855‒59 an der dortigen Univerſität Medizin. Nach Erlan- gung der Doktorwürde (1860) unter- nahm er Reiſen durch Mittel- und Oſtrußland und zog 1862 nach Pſkoff, wo er ſich praktiſch im großen Gou- vernementshoſpital und mit wiſſen- ſchaftlichen Arbeiten beſchäftigte, deren Reſultate er in ruſſiſchen medi- ziniſchen Zeitſchriften veröffentlichte. Jm Jahre 1878 nahm er den Poſten eines Gehilfen des Medizinal-Jn- ſpektors an, wurde 1887 zum Gou- vernements-Medizinalinſpektor und Chef der Medizinalabteilung der Pſkoffſchen Gouvernementsregierung ernannt und 1888 zum Range eines Wirklichen Staatsrats befördert. Er befindet ſich noch jetzt in dieſer Stel- lung. Seit 1881 redigiert er auch das in ruſſiſcher Sprache daſelbſt er- ſcheinende literariſch-politiſche Stadt- blatt. S: Jeſchua ben Joſeph (Kul- turhiſt. R.), 1899 (wurde in Rußland verboten). *Rauchalles, Karl Auguſt, pſeudon. Karl Auguſt, wurde am 22. März 1849 in Landau in der bayriſchen Pfalz als der Sohn eines Gaſthofbeſitzers u. Muſikus geboren und verlebte dort eine frohe, wenn auch entbehrungsreiche Jugendzeit, da ſeine Eltern einen ſchweren Kampf um die Exiſtenz zu führen hatten. Er beſuchte die von tüchtigen Leh- rern bediente Volksſchule u. Latein- ſchule ſeiner Vaterſtadt und hatte den Wunſch, ſich für die Laufbahn eines Offiziers auszubilden, mußte derſelben aber entſagen und frühe die Mittel zu ſeiner eigenen Exiſtenz erwerben. Er wurde erſt Finanz- befliſſener, dann Schreiber bei einem Advokaten und ſchließlich unter der Ausbildung von tüchtigen Männern Chef einer Advokatenkanzlei. Neben dieſer Fachbildung verſäumte er die allgemein wiſſenſchaftliche Bildung nicht, die ſich auf die verſchiedenſten Gebiete erſtreckte. Nach Erledigung ſeines Staatsexamens in Bayern nahm er freiwillig als Kriegslaza- rettbeamter an dem Feldzuge von 1870‒71 teil und wirkte nach dem- ſelben 1872‒91 in Elſaß-Lothringen als Gerichtsbeamter, worauf er Sekretär der Landes-Verſicherungs- anſtalt Elſaß-Lothringens in Straß- burg wurde, in welcher Stellung er ſich noch jetzt befindet. S: Kornblu- men (Lr. u. Ge.), 1899. ‒ Mariettas Balſamblüten (G.), 1901. *Rauchenegger, Benno, geb. am 20. Aug. 1843 zu Memmingen als der Sohn eines gleichfalls literariſch tätigen Salzbeamten, kam 1845 nach München und beſuchte hier die Volks- ſchule und das Gymnaſium. Er trat *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 395. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/399>, abgerufen am 22.02.2019.