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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Reh
Lustspeel'n (De forsche Peter, oder:
Wort mutt man hol'n. - Um so'n ol'
Petroleumlamp!), 1878. - Se wull'n
ehr Nachtwächter nich begraben
(Lebensbild), 1881. 2. A. 1908. -
Frie'n oder Soldat ward'n (Lsp.),
1892.

*Reher, August Christian,

pseud.
August Christian, wurde am
25. September 1828 zu Hansühn im
östlichen Holstein als der Sohn armer
Eltern geboren, besuchte die Dorf-
schule daselbst und widmete sich dann
dem Kaufmannsstande. Jn den Jah-
ren 1848-50 stand er im Kampfe gegen
die Dänen in den Reihen der Schles-
wig-Holsteiner und fand danach in
Hamburg leicht ein Fortkommen im
kaufmännischen Berufe, der ihm noch
Zeit und Muße genug ließ, seinem
Hang zur Lektüre folgen zu können.
Als echter Bücherwurm etablierte er
mit seinen Ersparnissen 1864 in
Wandsbeck eine Buchhandlung, die
er 1869 mit gutem Nutzen verkaufte,
worauf er in Altona eine Leihbiblio-
thek und als Nebenzweig eine Ver-
lagsbuchhandlung errichtete, die er
noch heute leitet, obgleich sein Ge-
sundheitszustand seit 1870, wo bei
ihm eine innere Blutung zum Aus-
bruch kam, der allergrößten Schonung
bedarf.

S:

Griffenfeld oder: Chri-
stian V. und sein Kanzler (Schsp.),
1889. - Drei Jahre 1848, 1849, 1850
(Festspiel in 7 Bildern, nebst einem
Anhang von Lr.), 2. Ausg. 1888.

*Rehfus(-Oberländer), Karl,


pseud. Oberländer, wurde am
25. Oktober 1855 in Kehl (Baden)
als Sohn des Fabrikanten Karl Jo-
hann Rehfus geboren und lebt noch
jetzt daselbst als Besitzer einer Hut-
fabrik. Seine Vorliebe für Jagd u.
Tierwelt trieb ihn zu großen Reisen
nach Ost-Afrika, Rußland, Norwegen,
Ungarn usw., welche Länder er mehr-
mals besuchte, und er legte die gewon-
nenen Erfahrungen und Erlebnisse
in mehreren Schriften nieder, wie
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Reh
"Quer durch deutsche Jagdgründe.
Aus der Mappe eines philosophieren-
den Jägers" (1897. 2. A. 1901) -
"Durch norwegische Jagdgründe.
Jagd- und Reisebilder" (1899. 2. A.
1910) - "Eine Jagdfahrt nach Ost-
Afrika" (1903) - Jm Lande des
braunen Bären" (1903) - "Der Lehr-
prinz. Lehrbuch der heutigen Jagd-
wissenschaft" (1900. 2. A. 1910). Be-
sonderes Jnteresse wandte er der
Dressur von Jagdhunden zu und
schrieb zur Verallgemeinerung seiner
Grundsätze und Erfahrungen sein
Werk "Die Dressur und Führung des
Gebrauchshundes" (1875. 7. Aufl.
1911), das jetzt als Grundlage der
Dressur der Kriegs- und Polizei-
hunde gilt. Außerdem

S:

Das Jä-
gerhaus am Rhein (Jugenderinne-
rungen eines alten Weidmanns),
1904. - Der Leibeigene (E. aus der
Zeit der russischen Bauernaufstände),
1911.

Rehmke, Maria Karolina,

pseud.
Maria vom Berg, wurde am
21. April 1854 zu St. Gallen als die
Tochter des Obersten Emil Gonzen-
bach
geboren. Von zarter Körper-
konstitution lernte sie frühe, sich mit
sich selbst beschäftigen u. ihre Geistes-
gaben mehr zu pflegen und zu ent-
wickeln, als es im frühen Alter sonst
der Fall ist. Jm Jahre 1870 kam sie
zu einer Verwandten nach Bonn, wo
sie sich besonders ernstlich mit dem
Studium der alten Sprachen und ganz
besonders des Altdeutschen beschäf-
tigte. Jn die Heimat zurückgekehrt,
setzte sie im glücklichsten Familienkreise
ihre Studien fort. Ein beginnendes
Lungenleiden entzog sie mehr u. mehr
dem gesellschaftlichen Leben; doch fand
sie immer Zeit zum Wirken für öffent-
liche Zwecke und zu literarischer Be-
schäftigung. Jm Jahre 1881 ver-
mählte sie sich mit dem Professor
Rehmke in St. Gallen, starb aber
schon nach sieben Monaten, am 21.
Febr. 1882.

S:

Der Burgunderzug

*


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Reh
Luſtſpeel’n (De forſche Peter, oder:
Wort mutt man hol’n. ‒ Um ſo’n ol’
Petroleumlamp!), 1878. ‒ Se wull’n
ehr Nachtwächter nich begraben
(Lebensbild), 1881. 2. A. 1908. ‒
Frie’n oder Soldat ward’n (Lſp.),
1892.

*Reher, Auguſt Chriſtian,

pſeud.
Auguſt Chriſtian, wurde am
25. September 1828 zu Hanſühn im
öſtlichen Holſtein als der Sohn armer
Eltern geboren, beſuchte die Dorf-
ſchule daſelbſt und widmete ſich dann
dem Kaufmannsſtande. Jn den Jah-
ren 1848-50 ſtand er im Kampfe gegen
die Dänen in den Reihen der Schles-
wig-Holſteiner und fand danach in
Hamburg leicht ein Fortkommen im
kaufmänniſchen Berufe, der ihm noch
Zeit und Muße genug ließ, ſeinem
Hang zur Lektüre folgen zu können.
Als echter Bücherwurm etablierte er
mit ſeinen Erſparniſſen 1864 in
Wandsbeck eine Buchhandlung, die
er 1869 mit gutem Nutzen verkaufte,
worauf er in Altona eine Leihbiblio-
thek und als Nebenzweig eine Ver-
lagsbuchhandlung errichtete, die er
noch heute leitet, obgleich ſein Ge-
ſundheitszuſtand ſeit 1870, wo bei
ihm eine innere Blutung zum Aus-
bruch kam, der allergrößten Schonung
bedarf.

S:

Griffenfeld oder: Chri-
ſtian V. und ſein Kanzler (Schſp.),
1889. ‒ Drei Jahre 1848, 1849, 1850
(Feſtſpiel in 7 Bildern, nebſt einem
Anhang von Lr.), 2. Ausg. 1888.

*Rehfus(-Oberländer), Karl,


pſeud. Oberländer, wurde am
25. Oktober 1855 in Kehl (Baden)
als Sohn des Fabrikanten Karl Jo-
hann Rehfus geboren und lebt noch
jetzt daſelbſt als Beſitzer einer Hut-
fabrik. Seine Vorliebe für Jagd u.
Tierwelt trieb ihn zu großen Reiſen
nach Oſt-Afrika, Rußland, Norwegen,
Ungarn uſw., welche Länder er mehr-
mals beſuchte, und er legte die gewon-
nenen Erfahrungen und Erlebniſſe
in mehreren Schriften nieder, wie
[Spaltenumbruch]

Reh
„Quer durch deutſche Jagdgründe.
Aus der Mappe eines philoſophieren-
den Jägers“ (1897. 2. A. 1901) ‒
„Durch norwegiſche Jagdgründe.
Jagd- und Reiſebilder“ (1899. 2. A.
1910) ‒ „Eine Jagdfahrt nach Oſt-
Afrika“ (1903) ‒ Jm Lande des
braunen Bären“ (1903) ‒ „Der Lehr-
prinz. Lehrbuch der heutigen Jagd-
wiſſenſchaft“ (1900. 2. A. 1910). Be-
ſonderes Jntereſſe wandte er der
Dreſſur von Jagdhunden zu und
ſchrieb zur Verallgemeinerung ſeiner
Grundſätze und Erfahrungen ſein
Werk „Die Dreſſur und Führung des
Gebrauchshundes“ (1875. 7. Aufl.
1911), das jetzt als Grundlage der
Dreſſur der Kriegs- und Polizei-
hunde gilt. Außerdem

S:

Das Jä-
gerhaus am Rhein (Jugenderinne-
rungen eines alten Weidmanns),
1904. ‒ Der Leibeigene (E. aus der
Zeit der ruſſiſchen Bauernaufſtände),
1911.

Rehmke, Maria Karolina,

pſeud.
Maria vom Berg, wurde am
21. April 1854 zu St. Gallen als die
Tochter des Oberſten Emil Gonzen-
bach
geboren. Von zarter Körper-
konſtitution lernte ſie frühe, ſich mit
ſich ſelbſt beſchäftigen u. ihre Geiſtes-
gaben mehr zu pflegen und zu ent-
wickeln, als es im frühen Alter ſonſt
der Fall iſt. Jm Jahre 1870 kam ſie
zu einer Verwandten nach Bonn, wo
ſie ſich beſonders ernſtlich mit dem
Studium der alten Sprachen und ganz
beſonders des Altdeutſchen beſchäf-
tigte. Jn die Heimat zurückgekehrt,
ſetzte ſie im glücklichſten Familienkreiſe
ihre Studien fort. Ein beginnendes
Lungenleiden entzog ſie mehr u. mehr
dem geſellſchaftlichen Leben; doch fand
ſie immer Zeit zum Wirken für öffent-
liche Zwecke und zu literariſcher Be-
ſchäftigung. Jm Jahre 1881 ver-
mählte ſie ſich mit dem Profeſſor
Rehmke in St. Gallen, ſtarb aber
ſchon nach ſieben Monaten, am 21.
Febr. 1882.

S:

Der Burgunderzug

*
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[408/0412] Reh Reh Luſtſpeel’n (De forſche Peter, oder: Wort mutt man hol’n. ‒ Um ſo’n ol’ Petroleumlamp!), 1878. ‒ Se wull’n ehr Nachtwächter nich begraben (Lebensbild), 1881. 2. A. 1908. ‒ Frie’n oder Soldat ward’n (Lſp.), 1892. *Reher, Auguſt Chriſtian, pſeud. Auguſt Chriſtian, wurde am 25. September 1828 zu Hanſühn im öſtlichen Holſtein als der Sohn armer Eltern geboren, beſuchte die Dorf- ſchule daſelbſt und widmete ſich dann dem Kaufmannsſtande. Jn den Jah- ren 1848-50 ſtand er im Kampfe gegen die Dänen in den Reihen der Schles- wig-Holſteiner und fand danach in Hamburg leicht ein Fortkommen im kaufmänniſchen Berufe, der ihm noch Zeit und Muße genug ließ, ſeinem Hang zur Lektüre folgen zu können. Als echter Bücherwurm etablierte er mit ſeinen Erſparniſſen 1864 in Wandsbeck eine Buchhandlung, die er 1869 mit gutem Nutzen verkaufte, worauf er in Altona eine Leihbiblio- thek und als Nebenzweig eine Ver- lagsbuchhandlung errichtete, die er noch heute leitet, obgleich ſein Ge- ſundheitszuſtand ſeit 1870, wo bei ihm eine innere Blutung zum Aus- bruch kam, der allergrößten Schonung bedarf. S: Griffenfeld oder: Chri- ſtian V. und ſein Kanzler (Schſp.), 1889. ‒ Drei Jahre 1848, 1849, 1850 (Feſtſpiel in 7 Bildern, nebſt einem Anhang von Lr.), 2. Ausg. 1888. *Rehfus(-Oberländer), Karl, pſeud. Oberländer, wurde am 25. Oktober 1855 in Kehl (Baden) als Sohn des Fabrikanten Karl Jo- hann Rehfus geboren und lebt noch jetzt daſelbſt als Beſitzer einer Hut- fabrik. Seine Vorliebe für Jagd u. Tierwelt trieb ihn zu großen Reiſen nach Oſt-Afrika, Rußland, Norwegen, Ungarn uſw., welche Länder er mehr- mals beſuchte, und er legte die gewon- nenen Erfahrungen und Erlebniſſe in mehreren Schriften nieder, wie „Quer durch deutſche Jagdgründe. Aus der Mappe eines philoſophieren- den Jägers“ (1897. 2. A. 1901) ‒ „Durch norwegiſche Jagdgründe. Jagd- und Reiſebilder“ (1899. 2. A. 1910) ‒ „Eine Jagdfahrt nach Oſt- Afrika“ (1903) ‒ Jm Lande des braunen Bären“ (1903) ‒ „Der Lehr- prinz. Lehrbuch der heutigen Jagd- wiſſenſchaft“ (1900. 2. A. 1910). Be- ſonderes Jntereſſe wandte er der Dreſſur von Jagdhunden zu und ſchrieb zur Verallgemeinerung ſeiner Grundſätze und Erfahrungen ſein Werk „Die Dreſſur und Führung des Gebrauchshundes“ (1875. 7. Aufl. 1911), das jetzt als Grundlage der Dreſſur der Kriegs- und Polizei- hunde gilt. Außerdem S: Das Jä- gerhaus am Rhein (Jugenderinne- rungen eines alten Weidmanns), 1904. ‒ Der Leibeigene (E. aus der Zeit der ruſſiſchen Bauernaufſtände), 1911. Rehmke, Maria Karolina, pſeud. Maria vom Berg, wurde am 21. April 1854 zu St. Gallen als die Tochter des Oberſten Emil Gonzen- bach geboren. Von zarter Körper- konſtitution lernte ſie frühe, ſich mit ſich ſelbſt beſchäftigen u. ihre Geiſtes- gaben mehr zu pflegen und zu ent- wickeln, als es im frühen Alter ſonſt der Fall iſt. Jm Jahre 1870 kam ſie zu einer Verwandten nach Bonn, wo ſie ſich beſonders ernſtlich mit dem Studium der alten Sprachen und ganz beſonders des Altdeutſchen beſchäf- tigte. Jn die Heimat zurückgekehrt, ſetzte ſie im glücklichſten Familienkreiſe ihre Studien fort. Ein beginnendes Lungenleiden entzog ſie mehr u. mehr dem geſellſchaftlichen Leben; doch fand ſie immer Zeit zum Wirken für öffent- liche Zwecke und zu literariſcher Be- ſchäftigung. Jm Jahre 1881 ver- mählte ſie ſich mit dem Profeſſor Rehmke in St. Gallen, ſtarb aber ſchon nach ſieben Monaten, am 21. Febr. 1882. S: Der Burgunderzug *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 408. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/412>, abgerufen am 19.03.2019.